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Hundeforum Der Hund
bianca-batterman

Wann ist es an der Zeit unseren Hund gehen zu lassen...

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Da liegt der Kleine

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Zum Thema Lebenwollen fiel mir gerade dieser unglaubliche Sportler ein. Er hat sich nach jedem furchtbaren Sportunfall wieder hochgerappelt. Ich glaube, niemand denkt, Zanardi lebt nur deshalb noch, weil er seiner Familie und den Freunden einen Gefallen tun will.

https://www.focus.de/sport/formel1/hubschrauber-brachte-ihn-in-klinik-schlimme-prognose-zanardi-droht-nach-fahrradunfall-der-verlust-beider-augen_id_12121215.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Alessandro_Zanardi

 

Euer Hund sieht sehr niedlich aus und er hat so vielen Menschen Freude gemacht. Ich verstehe die Zeitgenossen nicht, die sagen, selber Schuld, für das Geld hättet ihr mehr rausholen können. Auch die alten und kranken Hunde sind so toll. Es gibt Tierschützer, die sich gerade dieser Tiere annehmen und dann relativ oft diese schwere Entscheidung treffen müssen. Leider können auch sie manches nicht heilen und den Tod nicht verhindern. Ich glaube, trotz all der Aufregungen, Kosten und der Trauer würde keiner von denen sagen, hat sich nicht gelohnt. Hier ist auch so ein lieber, alter Flocki, der gerade seinen letzten Weg antreten musste. :):(

https://www.facebook.com/zac.dauerpflegehund/

https://www.facebook.com/zac.dauerpflegehund/posts/602693043811408?__tn__=-R

 

Du schreibst, erst seit vorgestern geht es eurem Hund sehr schlecht, er hat keine Schmerzen und futtert noch. Dann würde ich noch warten und es vom Hund selbst und der tierärztlichen Prognose abhängig machen, falls ihr euren Tierärzten vertraut. Meine Haustierärztin mit sehr viel Praxiserfahrung sagte mal, "Man steckt nicht drin." und sie sagte auch, früher hätte man sehr viel schneller eingeschläfert als heute. Meiner Meinung nach hängen die Einschläferungsempfehlungen nicht nur von der medizinischen Ausbildung und der guten Diagnostik ab, sondern auch von der Weltanschauung der Tierärzte. Pragmatisch-nüchterne Landärzte empfehlen meiner Meinung nach schneller das Einschläfern. Menschlich betrachtet, gibt es manchmal genauso viele gute Gründe, einzuschläfern wie es nicht zu tun. Klar, ist man da als Hundebesitzer zerrissen und jeder erzählt was anderes. Man kann sich dem Rat der Mediziner anschließen oder selbst entscheiden, weil man näher am Hund ist und anders denkt. Hat beides etwas für sich. Aber man muss danach ja damit allein weiterleben und im Reinen mit sich bleiben.

 

Kann sein, dass ihr es im Nachhinein bereut, gewartet zu haben, aber ihr habt ja nur den heutigen Kenntnisstand. Solange er nicht vor Schmerzen schreit und verzweifelt herumrennt, etc. würde ich versuchen, die Nerven zu behalten und ruhig zu bleiben. Er hat sein Leben ohne euch geschenkt bekommen. Da würde ich auch deshalb lange überlegen, es ihm aktiv wieder wegzunehmen. Manchmal ist das Sterben aber eine Wohltat und es ist manchmal sehr, sehr schwer das einzuschätzen, wann man dem Lebewesen mit dem Tod einen Gefallen tut. Man kann da sehr leicht Fehler machen, weil man nicht alles weiß und vieles unklar ist. Diese Ungewissheit ist schwer zu ertragen, egal was man tut. Im Zweifelsfall bin ich aber immer für Lebenlassen.

 

Danke, dass ihr dem Burschen noch eine so gute, schöne Zeit gegeben habt. Ich wünsche euch, dass ihr gut durch diese schwierige Zeit kommt.

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Wie schön, dass ihr diesen Hund aufgenommen habt und ihm eine so gute Zeit ermöglicht habt obwohl er schon älter und nicht gesund war. Ich habe selbst mehrere ältere Hunde und weiß wie viel einem diese Hunde geben können. Wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist kann ich nicht beurteilen. Bei meinen Hunden war es meist sehr eindeutig und ein weiteres Hinauszögern wäre eine Qual gewesen. So habe ich im Nachhinein bei den Hunden die gehen mussten das Gefühl den richtigen Zeitpunkt gefunden zu haben. Bei meinen Katzen habe ich ich oft zu lange gewartet und das fühlt sich im Nachhinein nicht gut an. Ich versuche die Tiere nicht länger leiden zu lassen wenn es keinerlei Chance mehr gibt auf eine Verbesserung des schlechten Zustandes. Ob das bei euch der Fall ist weiß ich natürlich nicht. Wenn er keine Schmerzen hat und noch frisst würde ich vermutlich noch etwas abwarten. 

 

vor einer Stunde schrieb Laikas:

 

Kann sein, dass ihr es im Nachhinein bereut, gewartet zu haben, aber ihr habt ja nur den heutigen Kenntnisstand. Solange er nicht vor Schmerzen schreit und verzweifelt herumrennt, etc. würde ich versuchen, die Nerven zu behalten und ruhig zu bleiben.

 

Das kann ich nicht bestätigen. Ich hatte in den letzten Jahren mehrere Hunde die extreme Schmerzen hatten, durch eine Bauchfellentzündung, einen Herzbeuteltumor der geblutet hat oder einen Tumor im Bauch. Keiner der Hunde hat geschrien und trotzdem ging es ihnen extrem schlecht (teilweise trotz Morphium) und das Einschläfern die einzige Möglichkeit sie davon zu erlösen.  

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vor 2 Stunden schrieb Laikas:

 

 

 

Kann sein, dass ihr es im Nachhinein bereut, gewartet zu haben, aber ihr habt ja nur den heutigen Kenntnisstand. Solange er nicht vor Schmerzen schreit und verzweifelt herumrennt, etc. würde ich versuchen, die Nerven zu behalten und ruhig zu bleiben.

 

Das ist jetzt nicht dein Ernst, oder?

Jeder weiß doch, welche Schmerzen Hunde klaglos auf sich nehmen, nur um noch etwas mithalten zu können.

Der Regenbogenthread ist voll von

"jetzt hat er keine Schmerzen mehr"

run free

er ist bei seinen Kumpanen usw.

und da möchte man das geliebte Tier so leiden lassen, bis es vor Schmerzen schreit???

Ich bin schwer enttäuscht.

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vor 3 Stunden schrieb Simona1711:

Zitat Laikas:  Solange er nicht vor Schmerzen schreit und verzweifelt herumrennt, etc. würde ich versuchen, die Nerven zu behalten und ruhig zu bleiben.

 

Nein. Das ist sicherlich nicht das passende Kriterium.

Davor gibt es noch ganz viele Anzeichen, die einem mit dem jeweiligen Tier und seinen Verhaltensweisen vertrauten Menschen sagen, wann es genug ist.

Und dann gibt es ja auch noch den betreuenden TA und seinen/ihren Ratschlag.

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@Renegade  so wie du das zitiert hast, meint man der schlimme Satz stammt von mir.

 

Das hat aber Laikas geschrieben, nicht ich !!!

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Soll ich das bearbeiten?

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Bitte.

 

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Ich erinnere mal an das Vestibularsyndrom:

https://www.tierarzt-bergisch-gladbach.de/2015/01/22/idiopathisches-vestibularsyndrom-kein-grund-zur-panik/

"Die Besserung tritt nach Stunden bis 3 Tagen ein, so dass es ein wenig Geduld von Seiten der Tierbesitzer bedarf. Oft sind es zunächst nur kleine Fortschritte. So verschwindet der Nystagmus meist schon nach einigen Tagen. Innerhalb von 2-3 Tagen ist in der Regel bereits eine Besserung feststellbar, die sich dann kontinuierlich fortsetzt. Häufig ist das Vestibular-Syndrom beim Hund nach spätestens 2 Wochen abgeklungen. Die meisten Tiere genesen vollständig."

 

Wenn man einen alten, noch relativ fitten Hund hat, der plötzlich so eine Störung hat (falls es das ist), dann ist man selbstverständlich erst mal außer sich und möchte handeln. Ging mir jedenfalls so. 1997 gab es das Vestibularsyndrom z.B. noch gar nicht als Diagnose und ich habe den 17-jährigen Hund wegen möglicher Epilepsie, bzw. Schlaganfall am 2. Tag einschläfern lassen. Das war womöglich nicht notwendig und Rechnungen der Art "Der hatte ja eh nicht mehr viel Zeit" mache ich nicht auf.

 

Ja, auch ohne den Hund gesehen zu haben (wie alle hier), rate ich @bianca-batterman zu Geduld und Ruhe. Den Unterschied zu einer Situation, in der man nichts mehr retten und das Tier nur noch gnädigerweise von akuten, offensichtlichen Schmerzen erlösen kann, werden eine Tierärztin und sicher auch die Halter erkennen. Liest sich für mich jetzt nicht so. Ich drücke die Daumen, dass er sich mit der häuslichen Pflege und Ruhe, wozu auch in den Infos zum Thema geraten wird, doch noch einmal erholt!

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vor 4 Stunden schrieb Simona1711:

@Renegade  so wie du das zitiert hast, meint man der schlimme Satz stammt von mir.

 

Das hat aber Laikas geschrieben, nicht ich !!!

 

Sorry, war nicht meine Absicht.

Danke für die Korrektur @gatil

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