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Hundeforum Der Hund
Kangaji

Fiepen, quengeln

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Hallo zusammen, 

 

nachdem ich mich jetzt durch einige Beiträge gelesen habe, möchte ich mich vorstellen und nach Rat fragen. 

 

Seit 4 Wochen haben wir eine neue Hündin nachdem uns unser altes Mädchen im Juni nach 18 Jahren leider verlassen musste. 

 

Sie ist angeblich ein Labbi-Mix (sieht aber aus wie ein Hovawart), kommt aus Portugal aus dem Tierschutz und ist ca. 5-6 Monate alt.

 

Als wir sie bekamen war/ist sie Menschen gegenüber sehr freundlich aber auch sehr unterwürfig. Sie kannte nicht wirklich viel, Jogger, Radfahrer Pferde, Autos, alles war unheimlich anfangs. 

Andere Hunde machen ihr erstmal Angst und sie sucht sofort Schutz bei uns, wenn sie näher kommen und zeigt Abwehrverhalten (zeigt kurz die Zähne). Bislang gab es draußen nur zwei Hunde, die sie näher an sich dran ließ aber begeistert war sie nicht wirklich. 

 

Gestern in der Hundeschule fand sie einen Welpen (11 Wochen), mit dem sie richtig schön gespielt hat! 

Danach gab es dann noch ein wenig Theorie für die Halter und in der Zeit fing sie an zu fiepen.

Das steigerte sich dann immer weiter und wurde immer lauter. 

Wir haben sie nicht beachtet und in einer kurzen Jammerpause sind wir auf die Wiese, weil wir dachten, sie müsste sich vielleicht lösen, was aber auch nicht passierte. 

 

Generell fiept sie immer wieder mal. Ich bin mir nicht sicher, warum sie das macht. Sie macht es manchmal sowohl direkt vor uns als auch manchmal einfach für sich allein. 

Wenn wir mit dem Auto unterwegs sind, fängt sie an zu fiepen, wenn wir stehen bleiben und im Auto warten. Ist es Langeweile oder Ungeduld?

 

Ich möchte nicht, dass sich das Verhalten festigt und sie immer mehr quengelt. 

Bislang ignorieren wir das so gut es geht.

Es ist halt schwierig, weil sie auch fiept, wenn sie raus muss, wobei sie schon wirklich lange anhalten kann und stubenrein ist. 

 

Ich kenne so ein Verhalten überhaupt nicht und bin unsicher, woran das liegen könnte und wie wir und am besten verhalten sollen. 

Sie ist auch mitten im Zahnwechsel und gleichzeitig kommt sie bestimmt bald in die Pubertät (oder ist schon mitten drin?).

 

Wie verhält man sich am besten? Sie macht es auch nicht ständig aber es gibt jeden Tag Phasen, in denen sie mehr oder weniger stark fiept.

 

Liebe Grüße

 

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Schmerzen sind ausgeschlossen ?

Ob es eher Langeweile oder eher Ungeduld  könnte, lässt sich aus der Ferne, ohne euch zu sehen oder zu kennen, nicht sagen.

Das kannst du viel besser einschätzen.

Ich würde sie sehr genau beobachten und sie noch besser kennenlernen, jeden, der euch kennt und Ahnung von Hunden hat um seine Meinung bitten, sie einmal gründlich vom Tierarzt checken lassen, um evtl. Schmerzen auszuschließen.

Und dann bleibt es ein sich Rantasten, Einfühlen und Ausprobieren.

Man kann sie ja leider nicht fragen und eine 0815 Lösung gibt es nun mal nicht.

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Danke für deine Antwort. 

Wir waren 2x beim Tierarzt und bis auf Durchfall, mit dem wir anfangs kämpfen mussten, sei sie in sehr guter Verfassung.

 

Wenn sie auf etwas rumkaut und dann kurz fiept, glaube ich auch, dass es evtl. Zahnschmerzen sein könnten, da sie gerade im Zahnwechsel ist. 

Aber gestern machte es eher den Anschein, als ob sie gelangweilt sei. Oder hungrig (sie hat wegen der Hundeschule etwas später Futter bekommen).

Gegen die Schmerzen spricht auch, dass sie sofort ruhig war, als wir auf die Wiese gegangen sind und auch während der Autofahrt und Zuhause auch nicht gequengelt hat. 

 

Wie verhält man sich am besten, wenn es Ungeduld oder Langeweile ist? 

Ich möchte besonders anfangs nichts falsch machen und es aus Versehen bestärken, solange es sich nicht nicht gefestigt hat.

 

Ich weiß, wir lernen uns gerade erst noch kennen. Leider kenne ich kaum Leute, die wirklich Ahnung von Hunden haben und ich bin ein wenig eingerostet, was Junghunde betrifft. 

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Ich würde es ignorieren und gleichzeitig darauf achten, dass sie besondere Aufmerksamkeit bekommt, sobald sie von alleine aufhört.

Das erfordert einiges an Selbstdisziplin. Unglücklicherweise reagiert man ja gerne auf den Hund, sobald einen etwas an ihm stört. Fällt er nicht unangenehm auf, vergisst man leicht ihn zu beachten. Es sollte aber genau umgekehrt sein.

 

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Unserer kann quengeln, dass man echt fast schon die Nerven verliert. Bevorzugt, wenn er müde und „drüber“ aufgrund Action (also genau genommen  seine Ruhe möchte) ist und jetzt verdammt nochmal ein kuscheliges Plätzchen möchte (am liebsten daheim, Auto wird als Alternative auch gern angenommen). Er ist dabei echt penetrant (quietschen, fiepen, maulen, auf den Schoß krabbeln, weg ziehen etc). Wenn ich eh sitze, nehme ich ihn dann zwischen die Beine oder an meine Seite und kraule ihn ruhig und regelmäßig. Das gibt ihm Ruhe und Sicherheit und irgendwann rollt er sich dann ein und schläft. Gibt es die Situation her, kommt er einfach ins Auto und ist glücklich und zufrieden. 
 

Daher dachte ich beim Lesen direkt an „Übermüdung bzw Überforderung“ :) Nicht immer brauchen Hunde ihren Halter und zig Ansprache sondern auch einfach mal „Zeit für sich“ :) 

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Alternativ fällt mir noch das „ungeduldige aufgeregte Fiepen“ ein (sorry doppelpost): Aufgeregtheit/Ungeduld in Erwartung toller Dinge. Auch hier würde ich aber versuchen, Ruhe reinzubringen (wie die aussieht, kommt individuell auf die Situation an und muss man, denke ich, intuitiv und individuell gestalten) statt durch zig Ansprache evtl die Erwartungshaltung zu fördern/bestätigen :) 

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Hi, 

mhm, wir versuchen, auf genügend Ruhezeiten zu achten. In der Hundeschule hat sie vorher so 20min mit einem anderen Welpen gespielt. Das finde ich eigentlich für ihr Alter nicht zu viel. Ich glaube nicht, dass sie da schon drüber war. 

Ich habe sie halt nicht beachtet, weil ich denke, dass sich das noch verstärken könnte, wenn ich sie dann streichle oder kraule.

 

Dieses ungeduldige Fiepen kann ich mir schon eher vorstellen aber ich bin der Meinung, dass sie es schon aushalten können muss, wenn sich z.B. ihre Essenszeit mal verschiebt.

Wobei ich nicht weiß, ob sie sich wirklich deswegen so reingesteigert hat.

Ich finde das natürlich sehr unangenehm. Im Nachhinein denke ich, hätte die Leiterin der Hundeschule vielleicht direkt in dem Moment was dazu sagen können 🤔🤨.

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@Kangaji Es geht nicht um generelle Ruhezeiten sondern um die Situation ansich. Viele weitere Faktoren können dazu führen, dass selbst 20 Minuten Spielzeit mit einem Welpen in diesem einem Moment zu viel sein können. Oder eben quengelig weil gerne weiter gespielt werden möchte. 
 

dem Hund durch kraulen und streicheln Beachtung schenken bedeutet nicht zwangsläufig Bestätigung des Quengelns. Vielmehr kann es bedeuten: jawohl, ich nehme dich ernst und ich gebe dir Feedback/Sicherheit. Aber eben konsequent und ohne viel Ansprache und Aufmerksamkeit. Der Hund kommuniziert ja, dass was nicht passt und du musst ihm souverän erklären, dass alles passt bzw. was du anders möchtest - einfach ausgedrückt. Ignorieren ist aber in so einem Fall keine Erklärung. 
 

Natürlich weiß ich nicht, was bei euch wirklich los ist und bin auch kein Profi aber verschiedene Blickwinkel helfen manchmal, den für sich richtigen Ansatz/Weg zu finden :) 
 

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Vielleicht noch kurz als nähere Erklärung: dein Hund scheint ja nicht zu quengeln, weil er gestreichelt werden möchte. Wie soll das Streicheln also sein Quengeln bestätigen? Es ist ja gar nicht sein „Ziel“. Z.b: Hund quietscht, weil er zum anderen Hund möchte. Du streichelst den Hund. Wo wird jetzt bestätigt, dass „quietschen, um zum anderen Hund zu kommen“ zum Erfolg führt? ;) anders sieht es aus, wenn der Hund nervt, weil er gestreichelt werden möchte. Streichelst du dann, führt quietschen für den Hund zum Erfolg und der Hund hat den „unerwünschten“ Lerneffekt. Die Motivation des Hundes spielt in meinen Augen eine große Rolle für eine mögliche Bestätigung durch Aufmerksamkeit.

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Mhm, du könntest natürlich Recht haben, wenn du die Motivation ins Spiel bringst. 

Ich dachte eher daran, dass jegliche Art der Aufmerksamkeit das Fiepen verstärken kann. Vor allem weil ich die genaue Motivation in dem Moment tatsächlich nicht wusste/weiß. 

Und weil man unerwünschtes Verhalten nicht beachten soll (Angst und Unsicherheit mal ausgenommen, da bekommt sie jedes Kuscheln, was sie möchte 🙂). 

 

Oder ganz konkret, wenn der Hund z.B. bellt/quengelt, weil er sein Spielzeug will, wie macht man dann klar, dass es nichts bringt? Da würde ich es ja auch ignorieren. Streicheln oder Ansprache würde da meines Erachtens nichts bringen, um ihm klar zu machen, dass er es nicht bekommt. 

 

Gestern hatten wir übrigens eine ähnliche Situation. Wir haben eine andere Hundeschule besucht (ich bin immer noch auf der Suche nach der richtigen 😒).

Wir standen alle auf einem größeren Platz und wir sollten verschiedene Übungen machen. 

Nach 30min. hatte unsere keine Lust mehr und ich fand es auch dann einfach genug, sodass wir mit etwas Abstand einfach noch da auf der Wiese hockten und den anderen zugeschaut haben. 

Sie fing dann irgendwann wieder an zu fiepen während ich sie streichelte und mit ihr sprach. Es wirkte eher wie Ungeduld,  die ich zwar verstehen aber der ich nicht nachgeben wollte, indem wir dann sofort gehen. 

 

Ich möchte natürlich, dass sie sich sicher fühlt, andererseits möchte ich aber auch, dass sie eine gewisse Zeitspanne ruhig bleibt, auch wenn sie einfach nur keinen "Bock" mehr hat.

 

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