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Hundeforum Der Hund
neongolden

Der (gefährliche) Hundeprofi im TV und unfähige Halter

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Meine Erfahrungen mit Hundeschulen und -vereinen sind gemischt, aber überwiegend positiv. Manche Forenmitglieder mögen viel wissen, einige aber glauben nur von sich selbst, dass sie alles wissen und richtig machen.

 

In jedem Fall aber ist eine Hundeschule, selbst wenn sie nicht perfekt ist, besser, als sich auf schriftliche Ratschläge verlassen zu wollen, von denen man auch nicht weiß, ob sie wirklich sinnvoll sind. Bücher sind sicher gut, es ist immer gut, sich zu informieren. Aber alles das ersetzt nicht das, was man am lebenden Beispiel sehen kann und was Trainer jemandem vermitteln können, wenn sie das Mensch-Hund gespann live beobachten konnten.

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Hier geht es doch aber gerade gar nicht um Hundeschulen und - vereine? Sicher gibt es von denen gute und schlechte , aber das Fernsehphänomen ist doch nochmal eine Stufe- da gibt es keine Interaktion, sondern genau das, was am individuellen Hund vorbei geht: Rezeptwissen - mit Standardrezeptn schnelle Lösungen erzielen wollen.

Und das klappt mit Lebewesen einfach nicht, nachhaltig schon gar nicht.

Da kann ein Forum mehr leisten, weil man nachfragen kann, Rückfragen stellen, Videos machen etc. Und es kommen mehrere Perspektiven, die vielleicht die Sicht erweitern können. auch wenn Fernanalyse mittels Video doch begrenzt Möglichkeiten bietet, so ist es besser als gar keine- wie im Fernsehen.

Hinter diesen Hypes steckt einfach wahrscheinlich eine Neigung zum Guruanhängertum. Es geht gar nicht mehr primär um den Hund, sondern um etwas zu machen wie der oder die und der Hund wird zum Trainingsobjekt. eine ganz schlechte Motivation Hunde zu halten.

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Ich denke die Leute, die meinen im Fernsehen alles über Hunde lernen zu können, bzw. alles richtig zu machen, wenn sie nur dem Rütter oder sonst wem nacheifern, könnten auch die Leute sein, die sich vor der Anschaffung nicht wirklich schlau machen. Die dann einen ach so süßen Mops vom Vermehrer holen oder den Kangal in die kleine 2-Zimmer Wohnung in der Innenstadt im 4ten Stock setzen und meinen 3mal am Tag um den Block wird schon reichen und wenn dann doch Probleme auftauchen brauche ich ja nur meine Wasserspritze...

Problem ist halt, dass solche "Medientrainer" wenig Kritik erfahren, bzw. wenig Kritik gezeigt wird im Fernsehen, es findet irgendwie keine Differenzierung statt (wie z.B. bei Medikamentenwerbung "Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker"), es gibt keine "Warnhinweise". Zudem ist es ja viel einfacher abends im Fernsehen Hundetraining zu gucken, fernsehen tut man ja sowieso, als tatsächlich in die Hundeschule zu gehen oder Stunden beim Trainer zu machen, das geht ja ab von der Freizeit. Außerdem ist "Hundetraining" im Fernsehen auch umsonst, machts noch attraktiver. Und, so wird es zumindest gezeigt, funktioniert ja auch!

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ich komme aus einer Zeit, da gab es kein Hundeforum, kein Hundetrainierfernsehen, keine Hundetrainer (jaaa  ich weis, Steinzeit oder so)

 

Aber da wurden Hunde an der Kette gehalten und Schlimmeres.

Meinem Schwiegervater und meinem verstorbenen Mann waren tägliche Beschäftigung des Hundes (sprich raus gehen) absolut fremd.

Ich denke, da hat sich gerade durch die

viele Informationsflut vieles zum Guten gewendet.

Und negative Auswüchse gibt es wohl immer.

 

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Die Fernsehauftritte von M.Rütter kenne ich nicht, bzw. habe vor Jahren mal zufällig einen gesehen. Daher kann ich auch nicht beurteilen, ob er da Unsinn verbreitet. Gänzlich falsch können seine Ideen nicht sein. Zumindest wenn man liest was er in den DOGS Hunde-(Menschen-) Schulen vertritt.

 

Dazu kann man sich ein Bild machen: https://www.martinruetter.com/hundeschulen/

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vor 4 Stunden schrieb gebemeinensenfdazu:

Hier geht es doch aber gerade gar nicht um Hundeschulen und - vereine? Sicher gibt es von denen gute und schlechte , aber das Fernsehphänomen ist doch nochmal eine Stufe- da gibt es keine Interaktion, sondern genau das, was am individuellen Hund vorbei geht: Rezeptwissen - mit Standardrezeptn schnelle Lösungen erzielen wollen.

Und das klappt mit Lebewesen einfach nicht, nachhaltig schon gar nicht.

Ich denke auch, das ist hier der Punkt beim Eröffnungspost. 

Dass Leute sich etwas abschauen, ohne im Geringsten zu erkennen, dass die Situation, auf die sie es übertragen, eine ganz andere ist, dass ihr Hund ein ganz anderer ist, dass ggfs. auch nur ihr Timing schlecht ist. Und niemand kann sie darauf hinweisen.

Rütter habe ich als Trainer ewig nicht mehr gesehen, aber seinerzeit war er in meinen Augen weder besonders gut noch besonders schlecht. Als Entertainer ist er m.E. besser. 😉

 

Anders als die Meisten hier finde ich so was "Aversives" wie Wasser spritzen z.B. nicht grundsätzlich falsch oder gar verwerflich. Es muss nur passen, an der richtigen Stelle und mit dem richtigen Timing gemacht werden, dann kann es ein hilfreiches Tool sein, um den Hund für einen Moment aus seinem Außenfokus zu reißen und ansprechbar zu machen. Und in dem Moment muss man dann halt mit der Alternative rüber kommen, die man dem Hund anbietet, statt des Verhaltens, gegen das man da grade anarbeitet. Nur, wenn die Leute aus der TV-Sendung nicht mehr mitnehmen als "Hund tut was Unerwünschtes, also Wasser drauf spritzen", ist das natürlich völliger Unsinn.

 

Deswegen und insofern stimme ich der Kritik im Eingangspost weitgehend zu. Man kann im Einzelfall sicher auch als Zuschauer die eine oder andere Anregung bei solchen Sendungen mitnehmen, wenn man sich mit der Materie Hundeerziehung schon ein wenig befasst hat und das einigermaßen vernünftig einordnen kann. Aber etwas so unbedarft nachzumachen wie dort an drei Beispielen geschildert ist halt kontraproduktiv, und wer weiß, wie oft so was vorkommt.

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Hundeprofis im TV , ev gibt es auch genügend Menschen die es nur und ausschließlich zur Unterhaltung anschauen. 

 

Auf der anderen Seite kann ich es auch sehr gut nachvollziehen wenn HH Wege abgleichen ...  ev um Ihren zu finden? Eben weil sie mit ihrer Huschu unwohl fühlen/ unzufrieden sind im tiefsten inneren spüren, dass ist nicht mein Weg. Es gibt nicht den einen Weg, bestenfalls fühlt sich Hund und Halter wohl mit der Marschrichtung. Hat man den gefunden, brauchst dann noch viele Infos aus dem öffentlichen Raum? Oder sind wir dann wieder bei dem Punkt Unterhaltung ... 

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Das Problem ist, daß die Sendungen, in denen Rütter diese Sachen angewendet hat, a) sehr alt sind und b) der Kontext, in dem etwas angewendet wurde, völlig außer Augen gelassen wird. Mittlerweile, in den neueren Sendungen verwendet er überhaupt gar keine Wurfscheiben, die Sprühflasche nur in absoluten Ausnahmefällen mit ausführlicher Erklärung warum und wieso.

 

Leute, die das dann völlig sinnfrei in überhaupt nicht vergleichbaren Situationen anwenden, sind wohl auch sonst eher von der Art, daß sie sich das rauspicken, was vielleicht funktionieren könnte, ohne zu reflektieren, ob das in der Situation überhaupt Sinn macht. Sprich, einfache Lösungen für komplexe Probleme bevorzugen.

 

Im Übrigen mag ich Rütter, u. a., weil er im Gegensatz zu vielen anderen, die so im Fernsehen waren, sich nämlich weiter entwickelt, manches überdacht und im Laufe der Zeit seine Methoden angepasst und die o. g. Methoden ad acta gelegt hat. Seine größten Qualitäten hat er aber ganz sicher im Entertainment, keiner hält Hundehaltern so schön den Spiegel vor wie er.

 

edit: Ein Wort für den Sinn ergänzt

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vor 5 Minuten schrieb KerstinundTeddy:

keiner hält Hundehaltern so schön den Spiegel vor wie er.

 

möchte ich mal raus greifen, dass finde ich auch. Ob der Napf für einen Hund schön hoch sein muss, damit er sich nicht bücken muss etc. Bei seinen Live Shows nimmt er die Hundehalter doch schön auf die Schüppe.

 

Wenn man ihn im Realleben mit den Hunden sieht, wird man evtl. anders drüber denken, hier gibt es ja recht viele Hundeschulen auch von ihm, natürlich gibt es da auch Unterschiede unter den einzelnen Betrieben.

 

Ich muss Agatha da sehr zustimmen, da ich auch noch die so vielen Hof und Zwingerhunde kenne. Da hat sich kaum einer mal Mühe gemacht, evtl. gabs einmal die Woche ein nettes Wort als ein Knochen rein geschmissen wurde.

 

Da hat sich viel getan in den letzte 3 Jahrzehnten, auch in der Jagszene mit den "Erziehungen" dort. Natürlich ist die Entwicklung gut und kann gerne so weiter gehen. Manchmal habe ich aber auch so den Eindruck, wenn man einen Hund mal anschnauzt, dass man gleich ein Trauma auslöst und besser den Tierschutz rufen sollte.......

 

Wie viel jetzt Bücher, Messen, Vorträge, Foren, FB, oder auch Fernsehsendungen zu beigetragen haben, wäre eine spannende Studie bestimmt.

 

Ich war schon einige Male auch in seinen Shows, bekomme da immer Karten geschenkt, ich finde es amüsant, als Unterhaltung halt, nicht als Richtlinie um einen Hund zu erziehen.

Sicher ist gerade er kein Dummer, andere Formate mag ich aber auch, die gerade so aktuell sind. Ich verteufel hier nicht alles muss ich gestehen. Oute mich da gerne mal 😉

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Martin Rütter sehe ich recht gern, als Unterhaltung.

Bestimmt gibt es auch den ein oder anderen Tipp für die Hundeerziehung, wenn man die Begleitumstände des jeweiligen Vorgehens beachtet.

Natürlich kann man einen Hund, der eh schon ängstlich ist, nicht mit der Wasserflasche traktieren und das würde M. Rütter auch niemals machen.

In diesen Sendungen wird evtl. zu wenig darauf hingewiesen, dass nicht jede Aktion für jeden Hund geeignet ist.

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