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Hundeforum Der Hund
neongolden

Der (gefährliche) Hundeprofi im TV und unfähige Halter

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vor 1 Stunde schrieb Zurimor:

Es geht doch um "aversiv trainieren". Hund an der Leine ist im Allgemeinen kein Training. Hund an der Leine schließt also nicht aus, daß der Halter "nicht aversiv" trainiert.

 

Muss man unbedingt überhaupt von TRAINING sprechen? Ersetzen wir das Wort Training doch einfach durch das Wort VERHALTEN. Nimmst du deinen Hund an die Leine, ist dein Verhalten gegenüber ihm aversiv. Gleiches, wenn du Hund am jagen hinderst, auf die Straße zu rennen oder ganz einfach nötigst JETZT spazieren zu gehen, obwohl Hund viel lieber schläft etc... 

Das hatten wir doch schon alles durchgekaut, da möchte ich mich nicht an so einem Wort wie TRAINING aufhängen. Ich ersetze Training (gezieltes Üben) generell mehr und mehr durch einfach den Alltag zusammen leben. 

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nOCH MAL.. : aversiv heißt doch nicht anderes , als gegen den Willen des Anderen.

 

Und ja, Leinen, Pferdegebisse, Geschirre aller Art werden nun mal eingesetzt, um das Tier gegen seine Willen zu lenken.

Sonst brauchten wir diese Dinge nicht.

 

Aber wie schon geschrieben, @Zurimor . Du hast einen Welpen übernommen.

Dein erster Hund, der für Dich alles ist.

Ich sehe die enge Verbindung zwischen Dir und deinem Hund.

Für diese enge Verbindung (ich hoffe, diese ist so eng wie bei Euch Zwei!)

habe ich bei Ramse zwei Jahre Training gebraucht, Training mit Angriffen, bösen blauen Flecken usw.

 

Was meinst Du, welche Trainingsmethoden ich anwenden musste???

Ramse war drei Jahre alt und im Angriffsmodus, als ich ihn übernahm.

 

Sehen wir doch als HH mal die Hunde, die uns entgegenkommen, als das was sie sind, Hunde

Und versuchen wir doch nicht jedesmal von uns auf die anderen zu schließen.

 

Ich konnte Ramse nicht so super behandeln wie Zurimor seinen..

Aber >Ramse ist super geworden, ein Familienhund.

 

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vor 3 Minuten schrieb agatha:

nOCH MAL.. : aversiv heißt doch nicht anderes , als gegen den Willen des Anderen.

 

 

Nein, wissenschaftlich definiert in der Lerntheorie/Psychologie bedeutet aversiv, dass der Reiz Meideverhalten auslöst.

 

Ansonsten wäre der Begriff ziemlich sinnlos für Diskussionen um Hundetraining. Dann wäre tatsächlich fast alles aversiv, selbst wenn der Hund positiv oder neutral darauf reagiert - z.B. würde mein Hund sicher gerade jetzt im Moment lieber fressen, könnte ich ihn fragen. Und überhaupt den ganzen Tag fressen oder spielen, quasi ohne Pause. Nichts tun ist aber kein Aversivreiz.

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vor 7 Minuten schrieb MissWuff:

 

Nein, wissenschaftlich definiert in der Lerntheorie/Psychologie bedeutet aversiv, dass der Reiz Meideverhalten auslöst.

 

Ansonsten wäre der Begriff ziemlich sinnlos für Diskussionen um Hundetraining. Dann wäre tatsächlich fast alles aversiv, selbst wenn der Hund positiv oder neutral darauf reagiert - z.B. würde mein Hund sicher gerade jetzt im Moment lieber fressen, könnte ich ihn fragen. Und überhaupt den ganzen Tag fressen oder spielen, quasi ohne Pause. Nichts tun ist aber kein Aversivreiz.

Und an die l

Leine nehmen ist nun kein zwingendes Meideverhalten?

Na, da hat meine Lucie so deutlich (Geheul wenn sie an Fremdhund nicht ran darf ) eine echt andere Meinung.

Aber im Thread geht es um trainer und die Methoden, die wir so übernehmen, denke ich.

Ich habe von C.Millan einiges gelernt , was ich als Gut befand.

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vor 27 Minuten schrieb Shary:

 

Muss man unbedingt überhaupt von TRAINING sprechen? Ersetzen wir das Wort Training doch einfach durch das Wort VERHALTEN. Nimmst du deinen Hund an die Leine, ist dein Verhalten gegenüber ihm aversiv. Gleiches, wenn du Hund am jagen hinderst, auf die Straße zu rennen oder ganz einfach nötigst JETZT spazieren zu gehen, obwohl Hund viel lieber schläft etc... 

Das hatten wir doch schon alles durchgekaut, da möchte ich mich nicht an so einem Wort wie TRAINING aufhängen. Ich ersetze Training (gezieltes Üben) generell mehr und mehr durch einfach den Alltag zusammen leben. 

 

Ich finde die Unterscheidung sehr wichtig. Nicht aversiven Umgang gibt es nicht, nicht aversives Training sehr wohl.

Wenn man da nicht unterscheidet, kommt man ganz schnell auf die Schiene "ist ja eh alles aversiv, also kann ich auch aversiv trainieren", die von einigen schon versucht wird zu fahren.

Funktioniert nicht mit mir.

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@Zurimor  Okay, dann sind wir uns im Grunde ja nicht uneinig und ich klinke mich dann hier auch aus. 

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vor 9 Minuten schrieb agatha:

Und an die l

Leine nehmen ist nun kein zwingendes Meideverhalten?

Na, da hat meine Lucie so deutlich (Geheul wenn sie an Fremdhund nicht ran darf ) eine echt andere Meinung.

 

Für manche Hunde ist auch ein Bällchen aversiv, das macht das Spielzeug aber nicht zu einem Aversivreiz an sich.

 

Wenn eine Leine bei Lucie Meideverhalten auslöst, dann ist sie natürlich (für Lucie) aversiv. Mein Hund findet die Leine toll, wobei sie die aber auch nicht mit "jetzt ist der Spaß vorbei" verknüpft. Ich leine auch nicht zur Strafe an oder generell um etwas schnell zu beenden, sondern normalerweise nur zum Gassigehen und Spielen (oft mit anschließendem Nachhausegehen). Da legt sie sich draußen freudig hin und wartet.

 

Edit: Wobei ich gerade verstehe, es geht wirklich nur drum, dass sie wo nicht hin darf? Da wird ja nicht die Leine gemieden. Es ist Frust, aber nicht ausgelöst durch einen Aversivreiz - weil keine Meideverhalten. Lucie will wahrscheinlich nicht Abstand von der Leine haben, sondern hin zum Hund?

 

Um es deutlicher zu machen, wenn ich meinem Hund Futter "vorenthalte", ist mein Hund frustriert. Aber dass ich den Napf noch in der Hand habe oder vll. gerade erst auf dem Weg in die Küche bin, ist das nicht aversiv. Selbst dann nicht, wenn ich den Napf 5 Minuten lang halte. Das wäre nicht nett, aber aversiv wäre, wenn der Hund weg von etwas will.

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vor 14 Minuten schrieb Zurimor:

 

Ich finde die Unterscheidung sehr wichtig. Nicht aversiven Umgang gibt es nicht, nicht aversives Training sehr wohl.

Wenn man da nicht unterscheidet, kommt man ganz schnell auf die Schiene "ist ja eh alles aversiv, also kann ich auch aversiv trainieren", die von einigen schon versucht wird zu fahren.

Funktioniert nicht mit mir.

ja, im Umkehrschluss:

Aversiver täglicher Umgang ist normal , aber aversives Training böse.

Klar , alles klar.

 

Aber darum geht es mir so gar nicht bei meinen Beiträgen.

Ich will aufzeigen, dass es so unterschiedlich ist , wie wir als HH auf unsere Hunde eingehen sollten.

Ramse wäre ohne eine Portion böser Gewalt nicht zum Freilaufhund geworden, jederzeits Abrufbar.

Keine Gefahtr für fremde HH.

Lucie bleibt an der 30m Leine, ich werde nie Ihre Eigenschaften durch die Methoden verbiegen, Lucie bleibt Stöberhund mit Leib und Seele.

Und Therapiehund imEinsatz bei Kindern, Alten ...

Ramse wird immer mein Personenschutzhund bleiben, er beschützt aber auch inzwischen die Enkelmädchen.

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vor 31 Minuten schrieb Zurimor:

Ich finde die Unterscheidung sehr wichtig. Nicht aversiven Umgang gibt es nicht, nicht aversives Training sehr wohl.

 

Nochmals ja.

Hättest du dies mal explizit auf den Punkt gebracht, hätten wir uns einen Teil der Diskussion sparen können.

Ich stimme obiger Feststellung zu - theoretisch, denn Training und Umgang sind meist nicht sauber voneinander zu trennen.

Es sei denn, man geht jetzt auf ein eingezäuntes Gelände und trainiert reine Lerneinheiten , Rückruf z.B.

Verlässst man den Platz, gibt es viele Dinge auf einmal, die im Umgang mit dem Hund klappen sollen. Rückruf z.B.

Und da wird man wohl wieder darauf zurückgreifen, was auf dem Gelände vorher "sortenrein" trainiert wurde.

 

Die Unterscheidung Umgang und Training ist also oftmals akademisch.

Genauso wie die Klassifizierung von "Hilfsmitteln" im weitesten Sinne bzw. deren Verwendung in aversiv/positiv.

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vor 31 Minuten schrieb Zurimor:

Wenn man da nicht unterscheidet, kommt man ganz schnell auf die Schiene "ist ja eh alles aversiv, also kann ich auch aversiv trainieren", die von einigen schon versucht wird zu fahren.

 

Vergessen.

Wen meinst du denn ?

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