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Hundeforum Der Hund
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Hundeangriff und uneinsichtige Halter

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Hallo, ich hoffe ich bin mit dem Thema hier richtig... 

Mein 15 Monate alter Husky-Labrador Rüde wird leider regelmäßig von anderen Rüden gemobbt und teilweise angegriffen. Folgende 2 Situationen in den letzen Wochen:

Ich laufe mit meinem Hund (angeleint) einen Feldweg entlang, etwa 100m von uns entfernt kommt ein Hund mit zwei Menschen in unsere Richtung gelaufen. Der andere Hund ist nicht angeleint, bleibt kurz stehen und rennt dann im vollem Tempo auf uns zu. Alles ging so schnell, ich hatte kaum Zeit wirklich zu reagieren, schon geht er ohne Vorwarnung auf meinen Hund los, umkreist ihn. Mein Hund versuchte dabei nur auszuweichen und winselte. Ich habe den Hund angebrüllt und immer versucht meinen Hund hinter mir zu beschützen. Nach vllt. 30 Sekunden hat der andere Rüde dann abgelassen, die Halter kamen ganz entspannt angeschlendert und meinten ich soll mich doch nicht so aufregen, sie hätten ja 30 Jahre Hundeerfahrung und das sei ja wohl nicht so schlimm gewesen. Ich hätte platzen können vor Wut! Meinem Hund ist Gott sei Dank nichts passiert, und nach ein paar Minuten war alles wieder gut- bei mir allerdings nicht. 

Zweite Situation: 

Ich laufe mit meinem Hund an der Leine in einem Park in dem Leinenpflicht herrscht, wir begegnen einem Halter mit freilaufendem Hund. Ich halte kurz an, frage ob der Hund verträglich ist und Probleme mit Rüden hat. Nein nein, der ist ganz lieb. Okay, wir gehen vorsichtig im Respektsbogen an Hund und Halter vorbei, und der fremde Hund verschwindet in einem Gebüsch. Das kam mir schon recht komisch vor, aber ich wollte nur schnell vorbei und weiter laufen. Da kommt der Rüde aus dem Gebüsch hervor, fixiert meinen Hund und gleiches Verhalten- Umkreist meinen Hund, der wieder nur weg will und sich diesmal sogar vor Angst aus dem Halsband schlüpft. Der Halter wieder vollkommen uneinsichtig, hält es nicht mal für nötig danach seinen Hund anzuleinen. Wieder ist nichts passiert, aber mich machen solche Situationen einfach fertig. 

 

Ich bin erst seit einem halben Jahr Hundebesitzer und frage euch:

Ist das normal?

Wie kann ich meinen Hund vor solchen Attacken und "gemobbe" schützen?

 

Er ist noch jung, und zum Glück ist bis jetzt nichts passiert, aber ich habe einfach Angst vor einer Angriff und bin langsam auch echt wütend.

Woran liegt das, das andere Hunde so ein Verhalten zeigen, ist das wirklich ernst oder einfach nur Dominanz und wie kann ich als Hundehalter den Unterschied erkennen?

Mein Hundetrainer war auch überhaupt nicht hilfreich, er meine mein Hund wäre einfach "zu nett." Das ist ja wohl bitte kein Grund oder?

Bin gespannt ob ihr auch solche Situationen kennt und wie ihr damit umgeht. 

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@thewizard das sind immer blöde Situationen, wenn andere HH die Situation nicht mit handhaben und dann so reagieren.

 

Es kann schon sein, dass du evtl. Unwohlsein ausstrahlst, dein Hund evtl. Unsicher ist dadurch und dadurch so Situationen entstehen.

 

Ganz vermeiden kann man sie oft nicht, aber reagier frühzeitig, sprich sowohl HH an, wenn die nicht reagieren übernimm die Situation.

 

Ich stelle mich immer groß vor meinen Hund, mein Hund weiß, o.K. Mach du mal, ich bölke den andern Hund schon an, mach geh auch einen Schritt vorm signalisiere, hey, so ganz sicher nicht. Problem dabei, Mann muss es ohne zu überlegen machen und ohne Angst, wenn man sich nicht ganz sicher ist, können dadurch auch blöde Situationen entstehen, wenn der andere Hund eher meint, du hast mir ja gar nix zu sagen.

 

Da ich ein recht stabiler Mann mit 100 kg bin, ist es wahrscheinlich einfacher, denn auch die anderen HH meinen wohl, oh, der ist böse da und greifen meist schnell ein.

 

Ich lasse keinen Hund mit Vollgas in meinen Hund rennen. Problem, wenn schon mal wirklich ein größerer hartnäckiger kommt, greift meine Dame dann auch ein, will mich dann beschützen, dann wird so eine Situation schwerer zu handeln, denn dann muss man seinen ja auch irgendwie an der Leine halten.

 

Meist genügt aber von weitem, Leinen Sie bitte Ihren Hund an, wenn ein Spruch kommt, werde ich sehr deutlich, noch mal bitte ich sie nicht!

 

Ist aber sehr situationsabhaengig und man muss Früh Signale setzen und schnell sein

 

Vielleicht war was dabei, was für dich passend ist.

 

Und der Spruch vom Trainer, ist daneben, er soll dich aufbauen und dir Tipps geben und nicht son Schlauspruch geben.

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In deinen beiden geschilderten Fällen kann ich nicht erkennen, dass diese beiden fremden Hunde aggressiv waren und es sich um einen ernsthaften Angriff gehandelt hat.

Das Problem ist, dass du genau durch dein  Verhalten deinem Hund mitteilst, andere Hunde sind blöd und gefährlich. Und zudem durch dein Verhalten noch den fremden Hund, für den du vielleicht gar nicht interessant gewesen wärst, aufmerksam gemacht hast und er sich interessierter, evtl. sogar kampfbereiter gibt, als er es tun würde, wenn du ganz entspannt weiter gehen würdest.

 

Das sind keine Attacken und das ist auch kein Gemobbe. 

Wenn du nicht möchtest, dass fremde Hunde zu deinem kommen, lerne, sie kommentarlos abzublocken. Das funktioniert.

Hund hinter dich, fremder Hund nähert sich, Ausfallschritt mit ausfahrender Hand nach vorne.

 

Dann entspanne dich. Lerne deinem Hund zu vertrauen, lasse ihn von der Leine und zerre ihn nicht so mit in deiner Angst. 

Dann wirst du auch lernen, dass nicht jeder Hund, der deinen umkreist, ihm an den Kragen will. Hunde machen das so - sie gehen im Bogen aufeinander zu und schnüffeln sich am Hintern. Und ja, sie kommen auch schon mal angelaufen. Da bist du in der Situation der Störfaktor. So wird kein Hund sozialisiert.

 

Suche dir einen Trainer, der dir beibringt, Hunde zu lesen und dich entsprechend zu verhalten. Souverän zu werden. 

 

Deinen Hund von der Leine zu lassen.

Selbst Erfahrungen zu machen.

Nur die Ruhe.

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@gatil Also wenn ein fremder Hund vollgas auf deinen Hund zugerannt kommt und ihn mit Knurren angeht, ist das für dich keine Aggression? Muss man nicht verstehen. 

Klar habe ich dann Angst bekommen, der Hund war ca. 40 Kilo schwer und nicht grade handzahm. Ich bin aber nicht mit Angst in die Situation gestartet, sondern entspannt und gelassen mit meinem Hund spazieren gegangen. 

 

Ich bin weder "der Störfaktor"noch "zerre ich meinen Hund vor Angst", das ist nicht grade hilfreiche Kritik, vor allem kennst du die Situationen nur von meiner (vielleicht nicht ganz allumfänglichen) Beschreibung.  Mein Hund läuft viel frei, hat mehrmals die Woche Sozialkontakt zu Hündinnen und Rüden. Ich weiß wie eine freundliche Hundebegegnung aussieht, die die ich beschrieb waren keine. 

 

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Ich würde das Verhalten des ersten von dir beschriebenen Hundes " kam knurrend angerannt und umkreiste dann meinen Hund......" als von diesem sehr einschüchternd gemeint verstehen, dein Hund ist ja auch kein Zwerg.

Es ist auch kein sehr höfliches Verhalten, aber schon durch das Umkreisen nimmt er ja in gewisser Weise Kontakt auf. Da wäre es von Seiten deines Hundes gut, wenn ein gegenseitiges Beschnuppern hinten möglich wäre. Das ist dann eine Begrüssung, wenn auch unhöflich gestartet.

Auch im zweiten Fall: Umkreisen ist keine Aggression. So beginnt die Unterhaltung mit Schnüffeln am Hintern. Das sollte doch möglich sein. Ist es aber bei euch nicht. Und durch deine Furcht eskaliert die deines Hundes.

Warum verheddern sich Leinen von zwei Hunden immer, wenn sie sich angeleint begegnen? Weil sie sich umkreisen. Ist normal.

Eine Aggression ist, wenn es zu einer Klopperei kommt, die der andere einfach so vom Zaun bricht.

Blockieren, wenn der Hund angeschossen kommt, nimmt da ein bisschen Schwung weg und es könnte dann besser laufen. Aber wie soll dein unsicherer Hund selbst sich beruhigen, wenn du dann rumbrüllst. Sicherheit geben geht so, wie @Asisina es geschildert hat.

 

Ich will dich ja hier nicht niedermachen, aber schau doch mal in Ruhe auf das Bild, was du in deinem Post von den beiden Situationen, von dir besonders, entworfen hast.

Du schreibst selbst, dass du Angst vor einem Angriff hast. Die beiden Begegnungen waren aber keiner. Dein Hund wird nur souverän, wenn du es selber auch bist.

 

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ich empfinde Hundebegegnungen immer als sehr negativ, wenn ein Hund angeleint ist und der andere Hund nicht.

 

Angeleinte Hunde unterstehen dem Einfluss des HH.

Sie können nicht frei für sich selbst aggieren.

Ramse geht an der Leine in den Angriff, es sei, ich dirigiere ihn.

Ohne Leine verträgt er sich mit anderen Hunden hundetypisch.

An Leine gibt es keinen Kontakt, verhinder ish einfach.

(oder der knurrende DSH)

Nur Lucie wäre eine Ausnahme, sie ist an Leine, ohne Leine immer gleich sozial.

Aber selbst bei Lucie frage ich den anderen HH , ob sie darf.

 

Hundebegnungen wie Beschrieben, im

Kreis sich umlaufen, sind doch typisch.

 

Aber ich würde hier dringlich raten, eine Hundeschule zu besuchen.

Ich habe immer mit meinen Hunden eine Gruppe HH gesucht, mit ihren Hunden.

So konnte ich meinen Hund lesen lernen und meinem Hund die Sicherheit im Umgang mit anderen Hunden geben.

(und mich selbst trainieren!)

 

Machst Du @thewizard weiter so, denke ich, dass Dein Hund Fremdhundeunverträglich und an der Leine alle Hunde anbellen wird.

Ich spreche hier aus eigenen Erfahrungen, habe es selbst falsch gemacht!

Unsere Körpersprache verunsichert unsere Hunde.......

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Ich stimme, auf der Distanz eines Hundeforums, @gatil zu.

Ein tatsächlicher Hundeübergriff sieht anders aus. Da gibts überhaupt keine Distanz mehr und die lassen sich von bisschen rumgebrülle in aller Regel auch nicht davon abhalten.

 

Für die meisten Menschen ist knurren bereits ein Zeichen von Aggression. Tatsächlich ist es aber erstmal eine völlig normale Art der Hunde-Kommunikation.

Hier wäre es wichtig sich das Wissen über diese grundlegenden Kommunikationswege von Hunden anzueignen.

Aufgrund des Alters, der Größe und der grundlegenden Optik deines Hundes könnte ich mir allerdings schon vorstellen das die vermutlich ältere Rüden da direkt präventiv einen Sachverhalt vermitteln wollten.

Aber auch das hat nicht direkt etwas mit Aggression zu tun.

 

Interessant wäre die Frage, wie häufig hat dein Hund aktuell Kontakt zu möglichst unterschiedlichen Artgenossen und in welchem Umfeld geschieht dies?

 

Dem Ratschlag dir einen Trainer zu suchen der dich im richtigen Umgang mit diesen Situationen schult kann ich sonst nicht viel hinzufügen.

 

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es ist schon interessant...... wenn man einen Tag später eine andere Situation im Kopf hat und seine eigenen Zeilen liest.

 

Bei meinem ersten Post hatte ich da so einen stürmischen Hund im Kopf, uneinsichtige Hundehalter, pöbelnder Hund. Darauf bezog sich so mein erstes Statement.

 

Aber die andere Situation schilderte Gatil, da hat sie dann natürlich recht und meine Empfehlung wäre dann völlig falsch gewesen.

 

Man sieht, es ist einfach schwer zu beurteilen, wenn man selber nicht dabei ist.

 

Ich laufe fast immer ohne Leine, dadurch passiert mir das eher nie, früher ja, heute eher nicht.

Ich bin eher der HH der reagiert auf den Anderen, ich sehe voraus und mein Hund kommt auch direkt zu mir. Kommt also einer ohne Leine auf uns zu, lass ich unangeleint und frage aus der Ferne, ist es o.K. so? Ist der andere Hund an der Leine, Leine ich auch an und gehe zur Seite, lasse den anderen vorbei. Manchmal kommt dann ja auch, ne ist gut, ich mache meinen auch los, und begrüßen und spielen.

 

Allerdings kann ich meine Dame auch daraus abrufen um weiter gehen, aber sie darf natürlich auch erst mal toben.

 

Ist also alles gar nicht so einfach so aus der Ferne.

 

Aber grundsätzlich würde ich auch sagen, nicht so viele Hund wollen echten punk, die meisten sind einfach nur etwas stürmisch, haben es oft nicht gelernt, dass man sich auch langsam nähern kann und sich erst mal vorstellen.

 

Wollte das so noch mal ergänzen.

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Ein guter Anfang ist es, Gassigebiete auszusuchen, in denen ungefragte Hundekontakte nicht selbstverständlich ist. Nach ein paar Umzügen ist mir erst bewusst geworden, wie groß die regionalen Unterschiede sind, in manchen Ecken ist es einfach so Gang und Gebe, dass man, um seine Nerven zu schonen, lieber selbst ausweichen sollte. Es ist zwar schade, dass man sich aus solchen Gebieten vertreiben lassen "muss" - aber stetige Aufregung tun weder dir noch deinem Hund gut und man wird auch mit netten oder weniger netten Gesprächen nicht die Gassikultur eines solchen Gebietes ändern. 

 

Als zweiten Schritt mag ich dir aber auch ans Herz legen, andere Hunde und deren Halter nicht anzubrüllen oder sonst wie verärgert zu reagieren. So normal diese Verärgerung ist - durch Stimmungsübertragung verstärkst du das Problem deines Hundes massiv. Außerdem wäre es sicher gut mehr über hündische Körpersprache zu lernen um andere Hunde einschätzen zu können. Wie wäre es mit ein paar Privatstunden beim Hundetrainer? Dieser könnte dich beim Gassigehen begleiten und dir mehr Sicherheit vermitteln. Und kann dir auch beibringen, wie man Hunde ohne große Aufregung abblockt. 

 

Und zu guter letzt würde ich dir raten, deinem Hund handverlesene, positive Sozialkontakte zu ermöglichen. 

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Am 3.9.2020 um 17:59 schrieb thewizard:

etwa 100m von uns entfernt kommt ein Hund mit zwei Menschen in unsere Richtung gelaufen. Der andere Hund ist nicht angeleint, bleibt kurz stehen und rennt dann im vollem Tempo auf uns zu. Alles ging so schnell, ich hatte kaum Zeit wirklich zu reagieren, schon geht er ohne Vorwarnung auf meinen Hund los, umkreist ihn.

...

Woran liegt das, das andere Hunde so ein Verhalten zeigen, ist das wirklich ernst oder einfach nur Dominanz und wie kann ich als Hundehalter den Unterschied erkennen?

 

 

Am 3.9.2020 um 19:44 schrieb thewizard:

@gatil Also wenn ein fremder Hund vollgas auf deinen Hund zugerannt kommt und ihn mit Knurren angeht, ist das für dich keine Aggression? Muss man nicht verstehen. 

...

vor allem kennst du die Situationen nur von meiner (vielleicht nicht ganz allumfänglichen) Beschreibung. 

...

Ich weiß wie eine freundliche Hundebegegnung aussieht, die die ich beschrieb waren keine. 

 

 

Du hast im ersten Post nichts von knurren geschrieben. Also konnte gatil auch in ihrer Antwort nicht von einem knurrenden Hund ausgehen. Denn wie du dann selbst sehr richtig schreibst: wir kennen die Situation nur aus deiner Beschreibung. Nur auf die können wir reagieren. 

 

Weiter fragst du im ersten Post, wie du als Hundehalter erkennen kannst, wie der ankommende Hund das meint. Und als dir die Antwort darauf nicht passt, schreibst du, dass du weißt, wie eine freundliche Hundebegegnung aussieht. Gestatte, dass ich daran zweifle. Denn auch freundliche Hundebegegnungen sind so vielfältig wie die Charaktere der Hunde. Und wer eine unfreundliche Annäherung nicht einschätzen kann, kann vermutlich auch nicht jede freundliche als solche erkennen, denn die kann z.B. auch recht stürmisch ausfallen.

 

Am 4.9.2020 um 08:50 schrieb Crime:

 

Für die meisten Menschen ist knurren bereits ein Zeichen von Aggression. Tatsächlich ist es aber erstmal eine völlig normale Art der Hunde-Kommunikation.

 

 

Wenn allerdings ein fremder Hund full speed knurrend angeschossen kommt, würde ich das fraglos auch als Zeichen von Aggression werten (und entsprechend unentspannt reagieren). Auch wenn knurren ein normaler Bestandteil hündischer Kommunikation ist, ist es doch in aller Regel nicht freundlich gemeint. 

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