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Hundeforum Der Hund
Gutschi

Mein Hund hat Angst vor mir

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Hallo, ich möchte mich zunächst als neues Mitglied vorstellen!

Da ich schon 74 Jahre alt bin und mir vor 5 Monaten meinen ersten Hund angeschafft habe ist für mich alles Neuland, was meinen Hund und auch dieses Forum betrifft.

Ich benötige aber Hilfe und Ratschläge, um mit meiner Bea noch ein paar schöne Jahre verbringen zu können.

Meine Chihuahua-Hündin ist 8 Jahre alt und ich habe sie von einem Halter (Internet) gekauft, der sie zur Zucht gebrauchte. Nun hat er die Zucht aufgegeben. Die Hündin wollte er nicht mehr haben, den Rüden hat er behalten.

Im April brachte der Vorbesitzer meine Bea zu mir und wir beide haben uns scheinbar gesucht und gefunden!

Da Bea mein erster Hund ist, habe ich erst ihr Verhalten kennenlernen müssen, was wirklich schwierig war, denn sie hat augenscheinlich kein angenehmes Leben gehabt! Sie ist noch immer sehr scheu und überaus schreckhaft. Sie spielt nicht, bellt nicht, möchte nur schmusen, fressen und schlafen!

Täglich machen wir Spaziergänge, was für Beide von Vorteil ist!

Leider ist mir vor 4 Wochen die Flexi-Leine aus der Hand gerutscht, als ich das Häufchen einsammeln wollte! Da hat meine Bea Panik gekriegt und ist ausgerissen! Es war furchtbar für mich, doch sie kam wieder zurück und hat sich von mir mitnehmen lassen. Seitdem hat sie Panik, wenn ich ihr Würstchen einsammle!

Aber damit kamen wir bisher zurecht!

Jetzt habe ich aber gestern Abend beim Kraulen auf der Couch unter ihrer Achsel eine "Zecke?" entdeckt, die ich entfernen wollte. Das hat meiner Bea aber so wehgetan, dass sie sich seitdem nicht mehr von mir aufheben lässt. Sie kommt auch nicht zu mir, liegt nur in ihrem Körbchen! 

Ich bin total verzweifelt!!!!

Was kann ich tun, um ihr Vertrauen zurück zu gewinnen? Ich liebe sie doch so sehr!!!!

Danke, wenn sich jemand findet, der mir einen Rat geben kann!

Gutschi und Bea

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Hallo Gutschi,

 

erstmal willkommen hier. Du solltest mit Bea zum Tierarzt gehen und die Zecke? entfernen lassen. Normalerweise tut das einem Hund auch nicht weh, wenn man diese Biester schnell, z.B. mit einem Zeckenhaken, entfernt. Ich vermute, dass du unsicher warst und vll. nicht sehr geschickt dabei. Trotzdem muss die Zecke weg.

 

Um ihr Vertrauen zurück zu gewinnen, solltest du am Besten sie kommen lassen und sie nicht bedrängen. Und langsam und vorsichtig, wenn sie nicht mehr zurückschreckt, mit leichten Berührungen wieder beginnen. Zum Spaziergang - wozu denn eine Flexileine? Wechsel das Geschirr und nimm eine andere Leine, vll. hilft es, dass sie nicht erneut Angst bekommen muss, wenn du dich nach einem Häufchen bückst.

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Schwierige Quelle aber gut das Kind liegt halt jetzt im Brunnen. Leider einen Vermehrer unterstützt.

 

Wegen der Geschichte mit der Zecke. Erstmal wirst du warten müssen bis sie dir wieder vertraut. Das dauert jetzt eben solange wie es dauert. Da hilft hauptsächlich Geduld. Danach würde ich umgehend damit anfangen dererlei Dinge zu üben. Sachte, sanft, geduldig. Eben in Situationen wo es nicht klappen MUSS.

 

Also täglich eine Zecke ziehen auch wenn sie keine hat. Sich nach und nach die Pfoten anschauen usw.

Nach und nach sollte sie sich von dir überall anfassen und begutachten lassen.

 

Hochnehmen lassen muss sich der Hund übrigens, find ich, gar nicht. Hat 4 Pfoten die sind zum laufen und stehen gedacht. Einzig wenn es irgendwelche Hindernisse zu überwinden gilt. Treppenhaus, Ein- bzw. Ausstieg öffentliche Verkehrsmittel oder dergleichen. Da würde aber eventuell eine Tasche helfen in die sie selber lernt rein zu springen bei Bedarf.

 

Das die Flexileine runtergefallen ist, ist natürlich ärgerlich. Ist mir aber letztens auch mal passiert (hatte halt noch den Regenschirm + Flexi + Kotbeutel den ich zubinden wollte). Ich würde die Nutzung einer Flexi abhängig davon machen wo ihr lauft. Seit ihr eher in der Natur oder in der Stadt (Park oder ähnliches) unterwegs? Wie ist ihr Rückruf. Offensichtlich aber nicht schlecht wenn sie bei Angst trotzdem sofort deine Nähe sucht. Ich nutze die Flexi nur für die Runde um den Block weil Luke es nicht mag wenn ich beim großen Geschäft neben ihm stehe. Mein Dad ist übrigens ebenfalls in deinem Alter und ihn überfordert die Flexi massiv. Er nimmt immer die kurze Lederleine (und Luke muss halt akzeptieren das er dann weniger Platz hat). Ich muss auch sagen die meisten, vor allem älteren Leute, verwenden die Flexi schlecht. Ich will nichts unterstellen aber will es auch nicht unerwähnt lassen.

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@Gutschi 

Es passiert fast jedem Halter einmal, dass sein Hund sich bei irgendwas erschreckt und das mit ihm verbindet. Bei uns war das zum Beispiel ein Elektrozaun. 

Hab Geduld mit dem Hund, arbeite mit viel Lob und Leckerlies.

Aber bei einem so schreckhaften Hund würde ich alles Negative wie z.B. die Sache mit der Zecke wirklich zum Tierarzt oder an andere, kompetente Leute "auslagern", damit du das gerade in dich wachsende Vertrauen nicht so erschütterst.

 

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Anstelle einer Flexi würde ich eine Schleppleine benutzen, 5 Meter ist eine gute Länge, da hat der Hund auch Bewegungsfreiheit und die Gefahr, dass sowas passiert, ist nicht gegeben. Die Flexi ist für ängstliche Hunde generell nicht so gut geeignet.

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Ich halte dagegen, dass eine Schleppleine nicht unbedingt einfacher zu handhaben ist als eine Flexi. Gut, sie erschreckt den Hund nicht, wenn sie einem aus der Hand fällt, aber wenn man sie schleppen lässt und nur das Ende in der Hand hält, kann man (oder auch der Hund) aus Versehen mal drauf stehen, was den Hund dann ggfs. sehr unsanft bremst, oder der eine oder andere verheddert sich sogar drin. 

Ich weiß nicht, wie gut du mit der Flexi im allgemeinen zurecht kommst, @Gutschi. Den Vorschlag, eine andere Art Leine zu benutzen, kannst du dir ja mal durch den Kopf gehen lassen. Wenn du bei der Flexi bleiben willst, solltest du vielleicht in Situationen wie beim Aufsammeln des Häufchens, wo du nicht so viele Hände frei hast 😉, die Flexi wenigstens fest stellen, so dass sich die Schnur nicht aufrollt und der Kasten den Hund nicht "verfolgt", wenn sie dir noch einmal aus der Hand fallen sollte.

 

Ansonsten schließe ich mich den anderen an: Geduld, nicht bedrängen, kommen lassen, vielleicht mit Leckerchen locken, und diffizile Sachen erst mal den Tierarzt machen lassen, bis ihr Vertrauen zu dir stabil ist. 

 

 

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@Gutschi und ich möchte dir noch was zur Einstellung sagen.

 

Es ist dein erster Hund und du bist im mittleren Alter, nimm dir das nicht so zu Herzen, kein Mitleid oder Traurigkeit, das hilft weder dir noch dem Hund, ist passiert, ist halt so.

 

Strahl Positives  aus, Sei innerlich völlig entspannt, du hast alles im Griff, meisterst dein Leben und auch das Thema Hund, evtl. Unsicherheit von dir hilft dem Hund nicht.

 

Zeig ihm einfach, hey, da wo ich bin ist toll, wir machen zusammen viele tolle Dinge, mach dich interessant, durch tolle Leckerchen, tolle Spiele, evtl. Mal Suchspiele zu Hause, mach dir nicht so viele Gedanken und Sorge, dann wird das wieder werden.

 

 

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Ich habe eine kleine Hündin aus Rumänien, sie hat dort ca 5 Jahre an der Kette gelebt. Sie kam hier an und hatte Angst vor fast allem. Wir sind mit der Schleppleine sehr gut gefahren. Ich habe die Leine nicht schlepen lassen, sondern sie in zwei Händen gehalten und immer soviel aufrollen lassen, wie mein Hund gerade brauchte. Das ging sehr gut und ich hatte darin eigentlich keine Übung, ich habs halt so gemacht, weil es für uns am besten war.

Ich stelle mir vor, mir wäre eine Flexi aus der Hand gefallen, eine Katastrophe für meinen Hund.

Meine Nala konnte ich nach angemessener Zeit auch frei laufen lassen. Jetzt brauchen wir die Schleppe nur noch an und um Sylvester, ansonsten läuft sie ganz oft frei oder an der ganz normalen kurzen Leine.

Aber für den Anfang hat uns die Schleppleine sehr geholfen.

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vor einer Stunde schrieb Asisina:

@Gutschi und ich möchte dir noch was zur Einstellung sagen.

 

Es ist dein erster Hund und du bist im mittleren Alter, nimm dir das nicht so zu Herzen, kein Mitleid oder Traurigkeit, das hilft weder dir noch dem Hund, ist passiert, ist halt so.

 

Strahl Positives  aus, Sei innerlich völlig entspannt, du hast alles im Griff, meisterst dein Leben und auch das Thema Hund, evtl. Unsicherheit von dir hilft dem Hund nicht.

 

Zeig ihm einfach, hey, da wo ich bin ist toll, wir machen zusammen viele tolle Dinge, mach dich interessant, durch tolle Leckerchen, tolle Spiele, evtl. Mal Suchspiele zu Hause, mach dir nicht so viele Gedanken und Sorge, dann wird das wieder werden.

 

 

Genau so.

Ich habe mir anfangs auch viel zu viele Gedanken gemacht

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Danke ganz herzlich für die Reaktionen!

Meine Bea hat sich schon wieder etwas beruhigt! Sie wollte sogar wieder auf den Schoß, was mich sehr glücklich gemacht hat. 

Ich bin mit der Flexileine sehr, sehr vorsichtig. Habe zu Beginn auch eine andere Leine gehabt, doch die Flexi gefällt mir besser. Da hat meine Bea 3m "Auslauf", was sehr schön ist. Eine Schleppleine habe ich auch gekauft, doch die ist nicht gut: viel zu schwer für meine Kleine! 

Die Zecke lasse ich vom Tierarzt entfernen!!!

Danke für die lieben Ratschläge, die mir wirklich helfen!

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