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Hundeforum Der Hund
Estray

Anzahl der nötigen Wiederholungen

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Die Angaben schwanken extrem, wie oft eine Übung wiederholt werden muss, um als gefestigt eingestuft werden zu können.

 

Man liest Zahlen zwischen 5 Wiederholungen und 5000. 😬

 

Vor 20 Jahren sagten mir Ausbilder, dass der Hund 200 mal Sitz gemacht haben muss in verschiedenen Situationen und an verschiedenen Orten, bis er es wirklich gelernt hat.

 

Was sagt ihr dazu? 

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Unsere Hunde lernten wesentlich schneller Sitz und langweilten sich bei mehreren Wiederholungen und weigerten sich auch dann. 😅
Es gibt Studien auch beim Menschen, dass die Erfolgsrate bei zu vielen Wiederholungen abnimmt. Aus dem gleichen Grund. Langeweile. Und die Toleranz ist wohl unterschiedlich. 

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Aus Erfahrung kann ich sagen, dass man dazu auch die Rasse anschauen muss.

Meine DSH und auch mein Dalmi arbeite(te)n freudig und bereitwillig mit. Wichtig war halt, dass man das Trainingsprogramm nicht zu monoton aufbaute und die Belohnungen stimmten.

Meine Selma, ein RR, zeigt mir bei allerspätestens der 3. Wiederholung den Vogel.

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Ich denke allerdings, die Wiederholungen, von denen Estray die redet, sind ja nicht Wiederholungen hintereinander weg. Das wäre bei Zahlen wie 200 oder gar 5000 ja absurd. Da geht es um die Frage, wie lange es insgesamt dauert, bis ein Kommando absolut sicher und in jeder Lebenslage sitzt. 

Ich denke, dass man da keinen festen, allgemeingültigen Wert nennen kann, halte aber die beiden genannten Extremwerte für unrealistisch. 

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Ich denke da muss man verschiedene Dinge berücksichtigen.

Zum einen den Hund: Alter und Rasse spielen eine große Rolle. Aber auch der Charakter.

Zum anderen die Übung: je komplexer desto länger wird es dauern.

Und last but not least: Der Halter der trainiert. Kommuniziere ich unklar wird es länger dauern.

 

Sitz ist ja zB auch etwas was sich prima im Alltag festigen lässt. Also so ganz nebenbei.

Rolle machen und sich zudecken eher nicht, ist also mehr künstlich.

Baue ich Übungen nicht kleinschrittig genug auf versteht der Hund nicht was ich will.

 

Also pauschal kann man das nicht sagen 🤷‍♀️

 

Wenn ich jetzt mal an meine Hündin denke: Sitz an sich klappte beim ersten Mal mit dem Lecker über Kopf Trick. Aber wirklich verfestigt, so dass ich sie jederzeit ins Sitz schicken kann - das klappt eigtl bis heute nicht. Mit Leckerchen ja, ohne nur mit Murren und wirklich aufn Boden kommt der Boppes nicht 😅

Da ist halt die Frage nach dem Sinn (Rasse/Charakter)

Also wir wären da wohl bei 5000+ anzusiedeln.

Gilt das Leckerchen wären es wohl so 10 Wdh.

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vor 41 Minuten schrieb fritzthecat:

Ich denke allerdings, die Wiederholungen, von denen Estray die redet, sind ja nicht Wiederholungen hintereinander weg. Das wäre bei Zahlen wie 200 oder gar 5000 ja absurd. Da geht es um die Frage, wie lange es insgesamt dauert, bis ein Kommando absolut sicher und in jeder Lebenslage sitzt. 

Ich denke, dass man da keinen festen, allgemeingültigen Wert nennen kann, halte aber die beiden genannten Extremwerte für unrealistisch. 

 

:D Danke dir!

Habe ich mich wirklich so missverständlich ausgedrückt?

Ich gebe dir natürlich Recht, niemand käme auf die Idee (das hoffe ich zumindest!), seinen Hund xmal hintereinander ein und dasselbe Kommando ausführen zu lassen.

Mit "Trainingsprogramm" meinte ich schon, dass dieses in beliebiger Reihenfolge und Frequenz immer mal ein besonders zu festigendes Kommando enthält.

Und dann mal für längere Zeit nicht mehr.

 

Wie gut (oder schlecht) ein Kommando sitzt, erfährt der Halter ja eigentlich erst, wenn es in einer alltäglichen Nichttrainings Situation gefordert wird.

Über die Anzahl der Wiederholungen habe ich mir noch nie einen Kopf gemacht - die genannten Zahlen erscheinen mir auch recht hochgegriffen.

Was wirklich auffällig war, und da wiederhole ich mich, waren die Unterschiede bei der Trainigsbereitschaft der genannten Rassen.

Bei meinem RR musste ich mit der Quantität der Bereitwilligkeit recht bedacht umgehen, sonst mauerte sie. Also lieber zu wenig als zuviel.

Daher glaube ich fest, dass bei ihr niedrigere Zahlen bei den Wiederholungen von Kommandos anzusetzen waren. Und trotzdem hat sie sie gelernt und beherrscht.

Was wiederum den (nicht neuen) Schluss nahelegt, dass man mit einem präzisen, gut durchdachten Training mit weniger Wiederholungen das Gleiche erreichen kann, egal, ob es sich nun um leicht zu motivierende Rassen handelt oder nicht.

Bei Enya, die unheimlich gerne lernt und gleich dabei ist, wenn Belohnungen winken, kann ich in dieser Hinsicht mehr "schlampen" als ich es bei RR Selma konnte.

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vor 29 Minuten schrieb Naschkatze:

 

Wenn ich jetzt mal an meine Hündin denke: Sitz an sich klappte beim ersten Mal mit dem Lecker über Kopf Trick. Aber wirklich verfestigt, so dass ich sie jederzeit ins Sitz schicken kann - das klappt eigtl bis heute nicht. Mit Leckerchen ja, ohne nur mit Murren und wirklich aufn Boden kommt der Boppes nicht 😅

 

Da ist halt die Frage nach dem Sinn (Rasse/Charakter)

 


das ist genau das, was ich meinte. Kann des der Hund nicht, oder entscheidet er sich dagegen, weil er den Sinn nicht sieht? Meiner entscheidet 😅 

tatsächlich tut er es aber sogar auch, wenn es nur aus Menschensicht sinnvoll ist, wie bei Augentropfen oder so. Aber eben nicht mehrfach hintereinander. 
(Dass man 5000 mal hintereinander üben soll, habe ich aber auch so nicht verstanden, das wäre ja wirklich Folter)

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vor 38 Minuten schrieb Julika:

(Dass man 5000 mal hintereinander üben soll, habe ich aber auch so nicht verstanden, das wäre ja wirklich Folter)

 

würde ich gerne mal in Relation betrachten , wie oft sagt denn ein ungeübter HH, Tschulli hier, Tschulli hier, Tschulli hier........ oder Hasso bleib, Hasso bleib, Hasso bbbbblllllleeeeeeiiiiiiibbbbbbb? Das hört der Hund evtl. noch vile viel mehr, wäre ein Ansatz, warum es bei so vielen ja auch nciht klappt wie sie es wollen. Das werden erheblich mehr als 5000 sein, denn viele sagen ein Wort oder Kommando 50-300 mal am Tag, logisch macht der Hund da zu.

 

Die Intensität und wie ihr schön schon geschreiben habt, die Klleinschrittigkeit sind wohl sehr ein Thema, deshalb bauaen ja auch viele das Apportieren viel zu komplex auf.

 

Schönes Thema Danke @Estray

 

 

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Also wenn ich mit Peanut was ganz neues beginne hat er spätestens beim dritten Mal kapiert was ich will, davon will ich dann vielleicht noch eine Wiederholung, dann war's das erstmal. Irgendwann Stunden später probier ich es nochmal, da klappts dann schon beim zweiten Mal... Wenn alles problemlos dreimal hintereinander geht, dann verlege ich das Kommando auf eine andere Umgebung... Soweit der Aufbau von etwas Neuem. Sachen die überall funktionieren, fordere ich ohne Regelhaftigkeit (vorher vielleicht morgens, mittags, abends kurze Sessions) und wenn es dann klappt, weiß ich, dass es sitzt. Also ich denke schon, dass die Chaoskröte schnell lernt. Um eine Sache verstanden zu haben, brauchen wir/ braucht er selten länger als drei oder vier Tage. 

Aaaaber... wenn Peanut keinen Bock hat, hat er keinen Bock. Das ist noch nicht einmal unbedingt von der Situation abhängig, auch vom Kommando. Also man kann bei ihm nicht sagen die Ablenkung war zu groß oder was. Er KANN das und macht es dann, wenn er will. Es ist tatsächlich möglich, dass wir zweimal exakt die gleiche Situation mit demselben Kommando erleben und einmal klappts, einmal nicht. 

Das führte bei mir dazu, dass wir vieles nur machen, wenn er motiviert ist, dann haben wir beide Spaß dran. Ansonsten lege ich wenig Wert auf Anweisungen, würde mir eben nur wünschen, dass der Rückruf besser klappt. Eben verlässlich wird. Das Einzige, was wirklich immer funktioniert ist unser Abbruch. 

Wie viele Wiederholungen es braucht ist unterschiedlich, je nach Motiviertheit... das muss man dann aber auch erkennen können, wann es Sinn macht etwas zu fordern oder zu lernen und wann nicht. Ich hab mal gelesen von 1000 Wiederholungen, bis ein Hund ein Kommando kann... sind bei meinem weniger. Aber ob sich das verallgemeinern lässt?

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Die reine Anzahl an Wiederholungen ist irrelevant für eine Grundkonditionierung. Man muss erkennen, ob der Hund das Hör-/Sichtzeichen verinnerlicht hat und die entsprechende Handlung/Verhaltensweise sofort, zuverlässig und bis zur "Aufhebung" ausführt. 

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