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Hundeforum Der Hund
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Anzahl der nötigen Wiederholungen

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Die Eingangsfrage verstand ich bezogen auf das Wort "gefestigt". Gefestigt bedeutet für mich persönlich zuverlässig ( auch unter Ablenkung anderer Reize ). Ich sehe primär das "wie beibringen", als "wie oft üben". Ist auch etwas abhängig davon, ob das gewollte eine natürliche ( z.B. Platz ) oder eine unnatürliche Verhaltensweise ( z.B. Fuß ) ist und ob es klassisch oder instrumentell konditioniert wird/werden kann. Und natürlich hängt es auch von der eigenen Veranlagung des Hundes ab ( auch rassetypische Eigenschaften ). 

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meine Hunde zeigen mir eigentlich durch ihr Verhalten immer an, ob das Trainierte sitz oder nicht.

Beispiele: ich leine meine Hunde immer im ruhigem Sitz (ruhigem!!) an und ab.

Wenn mein Hund vor der Tür plötzlich ins Sitz geht, obwohl da gerade ein sehr interessanter Hund vorbei kommt, mich ruhig anguckt, dann weis ich, da war was, ach ja, ....

 

Vögel auf der Wiese, kein Jagen bitte.

Gerade meine Jagdhündin Lucie, wenn die zu mir gerannt kommt und an der Seite des Leckerlibeutels andockt, bei Kranich-,Krähen-, Stroch- und Co.Sichtung in Nähe, dann weis ich, alles super-

Verhaltenstraining verinnerlicht.

 

Aber wehe, ich lasse sie mal machen, durchbreche  (übersehe) das antrainierte Verhalten, dann brauche ich ewig und dauernd, um sie wieder zu Konditionieren.

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vor 10 Stunden schrieb Renegade:

Nämlich dann, wenn man einen Hund "just for fun" führt und gezielt überlegt, ob man wirklich den absoluten Gehorsam in allen Situationen herbeiführen muss.

Ich glaube, da  liegen Welten zwischen Diensthunden und - ich nenne sie jetzt mal "Privathunden".

Ich tendiere da ein wenig in die Richtung der Antwort von @AnjaBla: Ich kenne in einem anderen Forum ein paar private Halterinnen, die begeisterte Hundesportlerinnen sind, auch Hunde entsprechender Arbeitsrassen haben, und deren Hunde nicht nur auf dem Platz, sondern auch unterwegs mit Sicherheit gut im Training sind, einfach weil es allen Beteiligten Spaß macht. Die haben auch Spaß daran, ihre Hunde möglichst nah an die Perfektion zu führen. Da liegen mehr Welten zwischen deren und z.B. meiner privaten Hundehaltung, als zwischen deren Hunden und Diensthunden. 

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vor 1 Stunde schrieb Gerhard:

Die Eingangsfrage verstand ich bezogen auf das Wort "gefestigt". Gefestigt bedeutet für mich persönlich zuverlässig ( auch unter Ablenkung anderer Reize ). Ich sehe primär das "wie beibringen", als "wie oft üben". Ist auch etwas abhängig davon, ob das gewollte eine natürliche ( z.B. Platz ) oder eine unnatürliche Verhaltensweise ( z.B. Fuß ) ist und ob es klassisch oder instrumentell konditioniert wird/werden kann. Und natürlich hängt es auch von der eigenen Veranlagung des Hundes ab ( auch rassetypische Eigenschaften ). 

 

Ich glaube, an diesen Aussagen ist schon was dran. Wobei für mich gefestigt nicht gleich zuverlässig ist. Aber egal. Muss man ja jetzt nicht 100 Mal definieren :D 

 

Ich denke, es kommt auf das "Wie" und auf den Hund an. Und beim "Wie" frage ich mich: Wie bekommt man einen Hund dazu, der immer, in jeder Situation, zuverlässig das Kommando befolgt oder etwas Eingeübtes auch ohne Kommando befolgt!

 

Wenn ich jetzt an meine Hunde denke, würde ich mal sagen, sie sind gut erzogen, aber ich würde nicht behaupten, dass sie immer und in jeder Situation zuverlässig sind.

Emma reagiert stark auf Reize. Sie wird bald 8 Jahre und hat gelernt, mit vielen Wiederholungen, dass sie bei Wildsicht stehenbleibt und guckt, statt loszurennen. Klappt gut, aber nicht immer. Je nach Tier und Distanz ist sie eben nicht zuverlässig und rennt los.

Dagegen blieb sie nach einer gewissen Trainingszeit zuverlässig bei Radfahrern. Die lässt sie zuverlässig links liegen, statt wie in Junghundzeiten nachzurennen.

 

George wird morgen ein Jahr alt und ist ein Mastin-Mix. Mastins sagt man Sturheit nach und dass sie nicht gut zu erziehen sind. Ok, ich weiß nicht, welche Rassen da noch so mitgemischt haben. Er reagiert nicht stark auf Reize und lernt am besten durch Beobachtung und Nachahmung.

Bei ihm benötige ich nicht so viele Wiederholungen wie es bei Emma notwendig war. Er ist jetzt noch Junghund und dementsprechend wankelmütig :D Aber im Vergleich zu Emma, als sie ein Jahr war, reagiert er schon wesentlich zuverlässiger auf die meisten Kommandos oder hält Eingeübtes ohne Kommandos ein. 

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vor 1 Stunde schrieb KleinEmma:

Und beim "Wie" frage ich mich: Wie bekommt man einen Hund dazu, der immer, in jeder Situation, zuverlässig das Kommando befolgt oder etwas Eingeübtes auch ohne Kommando befolgt!

Ich bin jetzt nicht so die Erziehungsexpertin, aber man bekommt ja doch dies und das mit, auch von dem, was man selbst nicht macht. Und deshalb sage ich mal, auch das kommt auf den Hund an. Bei "den Arbeitsrassen" mit einer hohen Motivation zum Arbeiten plus einem ausgeprägten will to please kriegt man das mit konsequenter Arbeit unter Beachtung der Lerntheorie schon hin, wage ich zu behaupten. 

Über die Jagdhundeausbildung, wo ja eine ausgeprägte Jagdneigung mit einem zuverlässigen Gehorsam zusammengebracht werden muss, habe ich vor vielen Jahren mal ein Buch gelesen und dann für mich beschlossen, lieber auf den zuverlässigen Gehorsam zu verzichten. Ob oder inwieweit sich da inzwischen die Methoden geändert haben, weiß ich nicht, aber ich denke, das wird rein positiv schwierig sein. 

Zum Thema "etwas Eingeübtes auch ohne Kommando" zu tun sage ich aus Erfahrung, das ergibt sich mit der Zeit von selbst, gerade bei mitdenkenden Hunden. Ich hab da das Beispiel Radfahrer. Radfahrer nähert sich heißt rechts ran, und zumindest Hella macht das längst von sich aus. Bei den anderen beiden klappt es noch nicht so zuverlässig, ist aber im werden. 

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vor 4 Stunden schrieb fritzthecat:

Ich tendiere da ein wenig in die Richtung der Antwort von @AnjaBla: Ich kenne in einem anderen Forum ein paar private Halterinnen, die begeisterte Hundesportlerinnen sind, auch Hunde entsprechender Arbeitsrassen haben, und deren Hunde nicht nur auf dem Platz, sondern auch unterwegs mit Sicherheit gut im Training sind, einfach weil es allen Beteiligten Spaß macht. Die haben auch Spaß daran, ihre Hunde möglichst nah an die Perfektion zu führen. Da liegen mehr Welten zwischen deren und z.B. meiner privaten Hundehaltung, als zwischen deren Hunden und Diensthunden. 

 

Die Hundesportler habe ich nicht aufgezählt, weil sie in manchen Fällen dem "Diensthund" recht nah kommen hinsichtlich der Anforderungen in puncto Befolgen der Kommandos. Schliesslich gehen ja viele auf Turniere... Ich will das nicht schlecht machen, aber wenn ich den Hund für "just for fun" definieren sollte, dann spielt das (für mich) keine große Rolle. Min Hund muß sich nicht mit anderen messen.

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vor 2 Stunden schrieb fritzthecat:

Ich bin jetzt nicht so die Erziehungsexpertin, aber man bekommt ja doch dies und das mit, auch von dem, was man selbst nicht macht. Und deshalb sage ich mal, auch das kommt auf den Hund an. Bei "den Arbeitsrassen" mit einer hohen Motivation zum Arbeiten plus einem ausgeprägten will to please kriegt man das mit konsequenter Arbeit unter Beachtung der Lerntheorie schon hin, wage ich zu behaupten. 

Über die Jagdhundeausbildung, wo ja eine ausgeprägte Jagdneigung mit einem zuverlässigen Gehorsam zusammengebracht werden muss, habe ich vor vielen Jahren mal ein Buch gelesen und dann für mich beschlossen, lieber auf den zuverlässigen Gehorsam zu verzichten. Ob oder inwieweit sich da inzwischen die Methoden geändert haben, weiß ich nicht, aber ich denke, das wird rein positiv schwierig sein. 

Zum Thema "etwas Eingeübtes auch ohne Kommando" zu tun sage ich aus Erfahrung, das ergibt sich mit der Zeit von selbst, gerade bei mitdenkenden Hunden. Ich hab da das Beispiel Radfahrer. Radfahrer nähert sich heißt rechts ran, und zumindest Hella macht das längst von sich aus. Bei den anderen beiden klappt es noch nicht so zuverlässig, ist aber im werden. 

 

Ja, Hunde mit viel will-to-please sind sicherlicher "einfacher" zu erziehen. 

Meine Hunde sind so eine Mischung aus will-to-please und eigenem Kopp :D 

 

Das Eingeübte ohne Kommando kann sich mit der Zeit von selbst ergeben oder auch nicht. Da kommt es auch wieder auf den Hund. Wer Emma live kennt weiß, dass sie eine sehr mitdenkende Hündin ist, die aber auch ihre eigenen Ideen hat.

Thema Radfahrer: Anfangs ist sie vor denen geflüchtet, dann wollte sie die verjagen. Mit viel Üben und vielen Leckerlis hat sie das Verjagen ad acta gelegt, bis dato. Meine Hunde müssen an die Wegseite gehen, wenn ein Radfahrer naht. Das macht George schon super zuverlässig, sodass wir ihn kaum noch daran erinnern müssen.

Emma aber...geht mal an die Seite und mal läuft sie erstmal auf die andere Wegseite, um dann von dort aus die Radfahrer vorbeizulassen...nachdem sie wegen ihr abbremsen mussten :D 

 

 

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vor 4 Stunden schrieb KleinEmma:

Wenn ich jetzt an meine Hunde denke, würde ich mal sagen, sie sind gut erzogen, aber ich würde nicht behaupten, dass sie immer und in jeder Situation zuverlässig sind.

Es wird immer eine Restunsicherheit geben, das liegt in der Natur der Lebewesen. geht ja auch uns Menschen so. Du kannst einen bestimmten Handlungsablauf zu 100% beherrschen und dennoch kann es einen Moment geben, wo es nicht klappt oder man einen blackout hat. Das muss man auch den Tieren zugestehen. Insbesondere, wenn die Selbsterhaltung angesprochen wird. Allerdings wird dann wahrscheinlich nicht von 100% auf 0% fahren, sondern vielleicht auf 80% oder so ( nur irgendeine Zahl als Beispiel ). Wenn jedoch ausbildungsmäßig an guten Tagen nicht mehr als 80% gehen, wird in einer Extremsituation wohl dann auch nur 40% übrig sein.
Zu dem Unterschied Hundeplatz/ausserhalb:

Bei mir gab´s da nie Unterschiede. Meine Hunde haben alle Dinge genau so draußen gemacht, wie auf dem Vereinsplatz. Ich denke, dass ist nur eine Einstellungssache ( Konsequenz ) der HH. Pferdeleute legen da durchaus mehr Wert drauf. Egal ob einer Dressur-, Spring- oder Sonstwasreiten turniermässig macht, die wollen trotzdem ein zuverlässiges Verhalten beim Ausreiten in freiem Gelände.

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vor einer Stunde schrieb Renegade:

Ich will das nicht schlecht machen, aber wenn ich den Hund für "just for fun" definieren sollte, dann spielt das (für mich) keine große Rolle. Min Hund muß sich nicht mit anderen messen.

Geht mir genauso, aber ich kenne halt Leute, die das just for fun machen, und zwar sehr engagiert, wo aber wirklich alle Beteiligten mit Spaß dabei sind. 

Meine Hunde wären dafür ebenso wenig zu haben wie ich, aber jedem das Seine. 

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@Gerhard genau so habe ich es erlebt.

DSH auf dem Hundeplatz, absolut im Arbeitsmodus, exact und punktgenau Befehle ausführend.

Aber außerhalb des Platzes, oh je.

 

Aber ich kenne auch Hunde, die gerade Ausgebildet als Diensthunde , ihr Verhalten absolut konditioniert haben, egal, wo sie sich befinden.

 

Ramse hat bei mir viel Unsinn von Lucie sich abgeschaut.

Z.B. das Jagen, egal ob Vögel, Rehe ,Fuchs und Co.

Ich konnte ihn auf den Wiesen nicht mehr ableinen.

Also habe ich mir ein Halsband besorgt, das Pieptöne absendet.

(nicht mehr!!!!) Ziel: aus dem Reizrauspiepen.

Natürlich habe ich das Piepen (ich kann nicht Pfeifen) mit viel Leckerlis aufgebaut.

Sogenanntes Zauntraining, Gebelle am Zaun, Piepen , super leckere Leckerlis.

 

Mir war aber nicht klar, wieso sich Ramse bei der ersten Anwendung des Piepen sofort auf den Boden schmiss und dort liegen blieb.

Beim zweiten und dritten Mal diese erschütterne Reaktion, ich trainierte Piepen dann erst mal nicht am Hals.

 

Was denke ich---- Ramse hat das Piepen als Vorstufe des E-Taks erfahren.

Also war mir klar, wie so ein Hund wohl sich auf Kommando sofort hin schmeißt.

 

Lucie findet das Piepen an ihrem Hals als, ach her je, wieso piept die so nah an meinem Ohr.

Schaut zu mir und wundert sich.

Aber Piepen heißt ja Leckerli, habe ich mit Hundepeife vor her aufgebaut.

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