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Hundeforum Der Hund
neongolden

Positive Verstärkung, was ist das eigentlich?

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vor 2 Stunden schrieb gebemeinensenfdazu:

Erwünschtes Verhalten belohnen - erhöht die Wahrscheinlichkeit , dass diese Handlungen wieder gezeigt werden.

 

Genau das.

Klappt bei Enya sehr gut, auch bei DSH Jolly war dieses Vorgehen prompt erfolgreich.

Bei RR Selma, die wirklich ein recht vorsichtiges Sensibelchen war, war es anfangs schon recht schwierig, eine ihr genehme Belohnung zu finden.

Leckerlis aus der Hand? Nehm ich nicht... Zu forsche Annäherung meinerseits erschreckte sie anfangs. Da musste man sehr bedächtig zu Werke gehen,

ihr Zeit lassen, sich alles erst einmal genau anzuschauen und sich in die Situation einzufinden.

 

Ich glaube, dass sich positive Verstärkung je nach Hund sehr unterschiedlich darstellen kann, ja nach Charakter des Hundes.

Es ist oft das Leckerli aus der Hand oder im Apportierdummy oder, oder...., aber bei manchen Hunden muß man erst mal suchen und austesten, was am besten ankommt.

Ich bin ehrlich gesagt immer froh, wenn ich in dieser Hinsicht einen umkomplizierten (verfressenen) Hund habe und nicht ein Arsenal an Spielzeugen, Bällchen, unterschiedliche Leckerlis uvm. auf die Spaziergänge mitschleppen muss.

 

Schönes Thema @neongolden !

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vor 45 Minuten schrieb Estray:

Verteufelt er sie? Oder möchte er einfach nicht ausschließlich darauf setzen?

Mal so mal so, wie es ihm grad in den Kram passt. 

 

vor 45 Minuten schrieb KleinEmma:

Wie gehst du mit einem Tutnix vor?

Witzig, da ich einen hatte, kann ich das genau erzählen. Erstmal herausfinden warum er ein Tutnix ist. Bei uns lag es zum einen an chronischen Stress wegen Überforderung. Außerdem hatte er dank aversiver Trainer ständig Stress mit aversiv erzogenen Hunden, die meiner Erfahrung nach aggressiver sind, als nicht-aversiv erzogene Hunde. Also erstmal etwas Reizreduzierung und weniger Beschäftigung. Dann nur noch gute Erfahrungen mit netten positiv erzogenen Hunden. Dabei positive Verstärkung angemessener Verhaltensweisen. Das erfolgreiche Training dauerte etwa eine Woche. Seitdem rennt er nicht mehr ohne Freigabe zu anderen Hunden, mit Freigabe überrennt er sie nicht mehr, sondern nähert sich umsichtig und bleibt bei Kontakt entspannt. Besonders beeindruckt mich immer wieder, dass er bei unsicheren Hunden Abstand hält, schön beschwichtigt und sie dann zu sich kommen lässt. 

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@Estray @KleinEmma Schleppleine brauchte ich zwei Trainingsstunden lang. Die restlichen Stunden auf der Hundewiese ohne Leine.

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Hast du das vielleicht gefilmt und kannst es mal zeigen? 

Welches Alter hatte dein Hund, als 1 Woche geübt wurde? 

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Hmm, die meisten Tutnixe, die ich treffe, scheinen mir extrem leckerlie- und spielzeugmotiviert. Da glaube ich ja auch fast, man müsste über positive Methoden normalweise gar nicht so lange üben, bis der Rückruf sitzt, wenn man es richtig macht.

 

Ansonsten ja, würde ich eher monatelang die Schleppleine nehmen als "streng"/über positive Strafen zu verbieten. Zum einen hatte ich persönlich noch keinen Hund, der die Schleppleine super doof fand. Zum anderen ist es mir persönlich wichtig, eine bestimmte Beziehung zu meinem Hund zu haben. Und das würde ich mir meiner Meinung nach kaputt machen, wenn ich einen Hund, der selbst für eine Superbelohnung nicht hört und das trotz intensivem Training länger durchzieht, so zurechtweise, dass es dann quasi von heute auf morgen klappt.

 

Natürlich kann man Methoden kombinieren, mit Superbelohnung und milderem Aversivreiz arbeiten, aber das ist auch keine Garantie dafür, dass es schneller geht, und selbst wenn wäre es mir das in dem Fall nicht wert. Da schaue ich lieber, wie ich dem Hund die Schleppleine so angenehm wie möglich mache, und nehme mir die Zeit.

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Die Leine und das Zurückhalten ist ja auch nicht positiv - für den Hund. Darauf möchte ich hinaus. 

Im Fall vom Tutnix: Aversiv vorzugehen, d.h. mit strengen Verboten oder was weiß ich, was noch so gemacht wird, bringt wahrscheinlich nicht die gute Lösung. Da könnte ich mir vorstellen, dass der Tutnix irgendwann Hunde richtig blöd findet.

 

Dass es aber in einer Woche zu regeln ist, wenn man nicht aversiv vorgeht, das kann ich mir schlecht vorstellen.

 

George ist jetzt nicht der Tutnix, der ungebremst du allen Lebewesen rennt, aber er muss noch lernen, wie Hund auf andere Hunde zugeht, bzw. dass nach der Begrüßung kein wildes Gehampel, Gerempel und Gefiddel stattfinden sollte. 

Wir sind nun ca. 4 Wochen im Training sozusagen und es wird laaangsam besser. Ich könnte ihn aber noch nicht ableinen und einfach machen lassen. 

Wir gehen ohne Schleppleine vor. Er lernt, bei Fuß zu gehen, wenn sich Hunde nähern. Wenn wir merken, dass ihm das zu schwer fällt, leinen wir ihn an, gehen am Hund vorbei und leinen wieder ab. Oder - je nach Hund - leinen wir an, lassen ihn begrüßen und wenn er anfängt zu hampeln, beenden wir die Situation.

 

Ich gehe davon aus, dass wir noch einige Wochen benötigen, bis er - wie Emma - ganz normal im Freilauf Hunden begegnen kann. 

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Eine Leine ist doch nichts Negatives, es gibt genug Hunde, z.B. mit Jagdmotivation, die sich von sich aus an ihren Halter wenden um angeleint zu werden, wenn es ihnen ohne Leine zu schwer fällt zu bleiben. Würden sie wohl kaum machen, wenn sie die Leine so blöd fänden, oder? Diese Hunde dürften es eher als Hilfe sehen. An der Leine gehen hat auch viel mit Vertrauen und Rücksichtnahme zu tun, es ist direkte Interaktion zwischen Mensch und Tier. Der Hund muß sich drauf verlassen können, daß sein Halter stehen bleibt wenn er stehen bleibt, im Gegenzug der Mensch, daß der Hund mitkommt ohne daß er ihn an der Leine ziehen muß. 

Madame kannte übrigens recht schnell "langsam"und "vorsichtig".

 

vor einer Stunde schrieb KleinEmma:

Dass es aber in einer Woche zu regeln ist, wenn man nicht aversiv vorgeht, das kann ich mir schlecht vorstellen.

 

Warum sollte @HansMueller das schreiben,wennes nicht stimmen würde?

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Ich kenne mehr , die lieber ohne sind. Es gibt Schlimmeres, aber auch echt Besseres. Geht halt meist nicht anders , wenn der Hund keinen Ärger kriegen soll. Ehrlich fände ich das nicht so gut , wenn der Hund lieber angeleint läuft- wäre für mich ein Unsicherheitssymptom.

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vor 15 Minuten schrieb gebemeinensenfdazu:

wenn der Hund lieber angeleint läuft- wäre für mich ein Unsicherheitssymptom

 

Würde ich auch so sehen.

 

Mit der Leine schränken wir unsere Hunde ein. Das kann man sich schön reden, aber in Wahrheit ist es eine oft starke Begrenzung. 

Und zum Jagdhund: Würde man ihn entscheiden lassen, ob er angeleint durch den Wald geführt wird oder im Freilauf jagen kann- ich denke, da muss man nicht lange darüber nachdenken, wie die Entscheidung ausfiele.

 

 

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vor 22 Minuten schrieb KleinEmma:

Mit der Leine schränken wir unsere Hunde ein. Das kann man sich schön reden, aber in Wahrheit ist es eine oft starke Begrenzung. 

Und zum Jagdhund: Würde man ihn entscheiden lassen, ob er angeleint durch den Wald geführt wird oder im Freilauf jagen kann- ich denke, da muss man nicht lange darüber nachdenken, wie die Entscheidung ausfiele.

 

Stimmt so nicht, in NRW müssen unangeleinte Hunde auf dem Weg bleiben, mit Madame geh ich an der Leine auch schon mal abseits der Hauptwege. Kann man nun drüber diskutieren ob das Begrenzung oder mehr Freiraum ist.

Und zum Jagdhund: Hunde müssen nunmal in der Gesellschaft funktionieren. Mir wär's egal, wenn Madame in sicherer Umgebung irgendwo in Skandinavien fernab von allem jagen würde, ist hier aber leider nicht machbar. Es gibt nur die Alternative Hund jagt nicht. Und da sehen manche Hunde die Leine als Hilfe an und nicht negativ.

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