Jump to content
Hundeforum Der Hund
neongolden

Positive Verstärkung, was ist das eigentlich?

Empfohlene Beiträge

ich habe Die Jagdhündin Lucie .

Sie kann inzwischen am Storch oder Kranich oder Krähen oder... vorbei gehen, sie schielt zwar hin, aber sie jagt nicht mehr.

Selbst wenn Vögel sich im Abstand von 5m in die Lüfte erheben oder, siehe Storch und Krähenvolk, weg hoppeln.

Lucie jagt Vögel nicht mehr.

Ein Training von mehr als einem Jahr, nur Leckerlis, Mäusebuddeln, Beschäftigungsableckung und so.

 

Aber vor ihr plötzlich aus der Tarnung weg rennende Tiere, da werde ich sie nie ohne sehr aversive Methoden vom Verfolgen ablenken können.

 

Betohnung liegt auf plötzlich aus der Tarnung weg rennend.

 

Rehe, Hasen, Vögel , was auch immer ,aus der Entfernung (ca 30m denke ich), da kann sie nach schauen .

 

Das : aus einiger Entfernung weg rennend, das ist machbar.

Spuren lesen und verfolgen, da bindet sie mich inzwischen mit ein.

 

Aber einen echten Jagdhund ohne sehr aversive Methoden vom Verfolgen von sich plötzlich aus der Tarnung weglaufenden Wild

ab zu rufen, halte ich für unmöglich.

 

Lucie zeigt mir Spuren an, wir gehen sie gemeinsam oder suchen Ablenkung.

Aber es gibt eben auch weglaufende Überraschungen .

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
vor 46 Minuten schrieb agatha:

Aber einen echten Jagdhund ohne sehr aversive Methoden vom Verfolgen von sich plötzlich aus der Tarnung weglaufenden Wild

ab zu rufen, halte ich für unmöglich.

 

Hab mit jagdlich geführten Hunden ja keinerlei Ahnung aber wie handhaben das tatsächlich Jäger die in ihrem Revier unterwegs sind und deren Hund sich da nicht kontrollieren lässt?

Ich denke mal ein Jäger findet es nicht besonders lustig wenn sein Hund seine potenziell spätere Beute zu Tode hetzt und das regelmäßig.

Ich muss auch sagen fast sämtliche unserer Wildbegegnungen die letzten 12 Jahre waren sehr überraschend. Bei mindestens 2 Situationen war der Abstand zwischen Reh und Hund beim gegenseitigen entdecken unter 2m.

Situationen wo wir die Rehe bzw. sonstigen Wildtiere lange vorher gesehen haben, hatten wir hingegen kaum. Wenn man Vögel weg lässt dann eigentlich nur ein einziges Mal bei einem Fuchs. Achja und an der Ostsee bei den in den Dünen lebenden Kaninchen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
vor 35 Minuten schrieb Crime:

Wie handhaben das tatsächlich Jäger die in ihrem Revier unterwegs sind und deren Hund sich da nicht kontrollieren lässt?

Seit einem Gespräch mit einem Züchter weiß ich da nur eine Sache, die auch sehr naheliegend ist: Mit Arbeitslinien haben sie es bedeutend einfacher.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Am 23.9.2020 um 16:22 schrieb Zurimor:

 

Kleiner Tip, schau dir einfach mal z.B. den Shiba an. Selbstständig, selbstbewußt und häufig an der Leine anzutreffen. Diese Hunde wurden in ihrer Heimat verwendet, um selbstständig zu jagen. 

 

@Renegade  Gibt es, beowölfchens Tito fällt mir da zum Beispiel ein, der war in jungen Jahren wohl eine ziemliche Jagdsau, heut beobachtet er Rehe.

 

Ja aber der Shiba möchte jagen. Der kommt doch nicht von sich aus auf die Idee, anstatt zu jagen, um die Leine zu bitten? Oder verstehe ich dich falsch?

Alle Shibas, die ich kenne, sind leider nicht ableinbar.

 

vor 3 Stunden schrieb Zurimor:

 

Das würd ich so nicht bestätigen, ich mag meinen jagenden Hund, das paßt so schon. Ich find's im Gegenteil daneben Hunde ohne Jagdmotivation zu züchten. Ein Beutegreifer, der kein Interesse am Jagen hat? Hallo? Sollte auf den ersten Blick klar sein, was da falsch ist. Wer mit jagen nicht klar kommt, sollte sich dann eher keinen Hund anschaffen anstatt am Tier rumzupfuschen. "Hunde sind ja eh nicht mehr natürlich" ist für mich da kein Argument, wenn einer Art eine Kerneigenschaft (siehe Art der Nahrungsbeschaffung) weg gezüchtet werden soll. 

 

Lässt du deinen Hund jagen? Oder wie meinst du, dass du das magst? Ich finde nichts falsch an einem Hund, der nicht jagt. Im Gegenteil. 

Dass du forderst, wer mit jagen nicht klarkomme (es ist übrigens verboten, den Hund jagen zu lassen, es sei denn du bist Jäger und hast extra dafür einen Jagdhund), solle sich besser keinen Hund anschaffen, finde ich schon sehr vermessen.

Ich finde, wer seinen Hund jagen lässt, sollte sich keinen anschaffen. Und wer einen Hund hat, der jagdlich motiviert ist und deshalb sein Leben an der Schleppeline fristet, sollte lieber Zeit und Geld in vernünftiges JET investieren. Hunde, die keinen Freilauf haben, tun mir leid.  

 

vor 3 Stunden schrieb Zurimor:

 

Es gab hier mal einen ich glaube Galgo, der sich an die Halterin wendete, um angeleint zu werden, wenn es ihm zu schwer fiel zu bleiben. Da würd ich keine fehlende Jagdmotivation unterstellen, da war genug von vorhanden. ;)

Widerspricht übrigens auch der These "böse Leine". 

 

Woher weiß man, dass der Hund explizit angeleint werden wollte? Das hab ich in meinem ganzen Leben noch nicht ein mal gesehen oder gehört. Und denkst du, der Galgo machte das von sich aus? Oder wurde das trainiert?

 

vor 3 Stunden schrieb Zurimor:

Wenn du das unglaubwürdig finden willst, bitte. Vom Tito gibt's Videos, die ihn beim Rehe beobachten zeigen, unangeleint. Vielleicht ist das ja glaubwürdiger. 

 

Ich hab auch Hunde, die gelernt haben, nicht zu hetzen. Die können mittlerweile schauen. Aber das ist doch nichts besonderes? Das wurde eben trainiert.

Ich weiß nicht, was das mit Hunden zu tun hat, die bei Sicht von Wild angeleint werden wollen.

 

vor 2 Stunden schrieb Crime:

Ok, find ich wirklich cool wenn das so ist. 👍

Hast du das schon immer so gehalten? Also ich war auf diesen Runden immer sehr überrascht für welche Touren Luke sich entscheidet. Wir können in 3 Richtungen zeitnah irgendwo in die Pampa (In die eine Richtung in Wald, in die zweite Richtung am Bach lang und in die dritte Richtung zur "Hundewiese". Aber Luke wählte fast immer die Variante in die Innenstadt.

Und dort wollte er immer in irgendwelche Geschäfte rein. Das war dann stets das einzige wo er kurz warten musste weil ich erst klären musste ob er überhaupt rein darf. Er durfte überraschenderweise fast überall rein. Er bevorzugte aber stets die kleinen Geschäfte. Keine Ahnung ob er da dem Geruch anderer Hunde folgte oder dergleichen aber das Gefühl hatte ich gar nicht weil andere Hunde hat er auf diesen Runden meist komplett links liegen gelassen. Und das er, der größte Hundeliebhaber aller Zeiten.

 

Nein, ich wünschte ich hätte das schon immer so gehalten. Aber ich mach das schon sehr lange so. Klar gibt es Ausnahmen, wenn ich nicht viel Zeit habe zum Beispiel. Aber das sind wirklich Ausnahmen.

 

vor 2 Stunden schrieb Crime:

 

 

 

Damit wirfst du sämtlche Zuchtbemühungen der letzten 15.000 Jahre mit einem Absatz übern Haufen. 🤔😂

Man stelle sich beispielweise einen HSH vor der seinem Jagdtrieb nachkommt (egal ob in der Herde oder außerhalb und zeitgleich genießt ein Wolfsrudel das Buffett). 👍😅

Oder einen Hofwachhund welcher sich gerade seine Nahrung beschafft während die Diebe Haus und Hof ausräumen.

usw.

 

Ja, ich verstehe es auch noch nicht. Hunde sind Beutegreifer, aber längst nicht alle Hunde wollen jagen. 

 

vor 2 Stunden schrieb Crime:

 

 

Mich würde brennend interessieren wie der Hund es deutlich gemacht hat das er jetzt bitte angeleint werden will da er sonst seinen Trieb nicht kontrollieren kann?

Ich würde behaupten der Hund wurde lediglich darauf konditioniert statt zu jagen eben zu seinem Frauchen zu gehen und dieses hat sicherheitshalber dann zur Leine gegriffen. Trotzdem natürlich ein absolut beeindruckendes Endergebnis. Aber Welten von dem entfernt was du da reininterpretierst.

 

 

Ich möchte auch sehr gerne wissen, wie der Hund das zeigt.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Wer genau es schrieb, daß sein Hund um die Leine bittet, weiß ich nicht mehr. Inzwischen ist der User auch nicht mehr Mitglied dieses Forums, dürfte also in einem der zig zehntausend Gastbeiträge erwähnt worden sein. Da schreibt zumindest Ferun was von schauen lassen um Zeit zum Anleinen zu gewinnen: https://www.polar-chat.de/hunde/topic/105082-schnuppern-und-gucken-lassen-im-jagdverhaltenskontext/

 

Vielleicht wurd's da erwähnt: https://www.polar-chat.de/hunde/topic/105058-gilt-man-als-schlechter-hundehalter-wenn-einem-der-jagdtrieb-egal-ist/

 

Da ich den Wortlaut nicht mehr genau weiß, dürfte es schwierig zu finden sein, sofern nicht jemand sämtliche Beiträge zum Thema Jagen durchlesen möchte. Ich bin mir aber sicher, daß das mal erwähnt wurde, war einer der Windhundhhalter, vermutlich Bangy oder Bimbam, inzwischen beide nicht mehr Mitglied hier. 

 

vor 57 Minuten schrieb neongolden:

Ja aber der Shiba möchte jagen. Der kommt doch nicht von sich aus auf die Idee, anstatt zu jagen, um die Leine zu bitten? Oder verstehe ich dich falsch?

Alle Shibas, die ich kenne, sind leider nicht ableinbar.

 

Das war im Zusammenhang damit, daß eine Leine die Entwicklung von Selbstbewußtsein und Selbstständigkeit verhindere. Dabei sind es lustigerweise grad die sehr selbstständigen und selbstbewußten Rassen, die häufig an der Leine zu finden sind. (Huskys, Shibas, Galgos, Whippets, Malamutes...) 

 

@Renegade Annali hatte mal geschildert, wie das mit ihrem Hund ist, wenn sie unterwegs sind, jagt der immer. Madame ist da ganz ähnlich, draußen ist jagen das liebste Hobby. Witterung aufnehmen, Spuren verfolgen, in den Wald schauen, lauschen... 

Ich weiß nicht, warum fast jeder beim Jagen nur an Hetzen denkt, ist ständig so... Dabei gehört da doch einiges mehr zu. 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
vor 17 Minuten schrieb Zurimor:

Ich weiß nicht, warum fast jeder beim Jagen nur an Hetzen denkt, ist ständig so... Dabei gehört da doch einiges mehr zu. 

 

Ja, genau. Das Jagen hat verschiedene Sequenzen. Wieweit lässt du Suhna kommen? Mit welchen "Jagdobjekten"?

Ist sie dabei im Freilauf oder handelt es sich um "betreutes Jagen2?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
vor 20 Minuten schrieb Zurimor:

Das war im Zusammenhang damit, daß eine Leine die Entwicklung von Selbstbewußtsein und Selbstständigkeit verhindere. Dabei sind es lustigerweise grad die sehr selbstständigen und selbstbewußten Rassen, die häufig an der Leine zu finden sind. (Huskys, Shibas, Galgos, Whippets, Malamutes...) 

 

Gutes Beispiel für: Mit der Leine wird der Hund eingeschränkt. 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
vor einer Stunde schrieb Zurimor:

Da schreibt zumindest Ferun was von schauen lassen um Zeit zum Anleinen zu gewinnen:

 

Ja, das hat uns tatsächlich sehr geholfen. Ferun darf schauen und mittlerweile schafft sie es ziemlich schnell sich dann wieder zu mir zu orientieren.

Grade vor ein paar Tagen, hat sie in aller Ruhe ein Mäuschen beobachtet, das mit Futtersuche beschäftigt war. Sie war da nicht angeleint, irgendwann blickt sie dann zu mit

und als ich sie bestätigte und "weiter" sagte, kam sie direkt mit. Auch bei Kaninchen hat das schon sehr oft funktioniert. Bei kurz vor ihr aufspringendem und fliehendem Wild, ist der Hetztrieb allerdings schneller.

Zum Glück kam das bisher erst wenige male vor.

 

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

@Renegade So genau möcht ich da nicht drauf eingehen, ist hier ja eigentlich auch gar nicht Thema.

 

@KleinEmma Nein, find ich gar nicht. Es kommt doch darauf an, wie die Leine eingesetzt wird und ob der Hund sie als Einschränkung empfindet. Spanne ich meinen Hund z.B. vorn Dogscooter und der Hund hat Spaß daran, ist die Leine keine Einschränkung, sondern im Gegenteil eine Erweiterung seiner Bewegungsmöglichkeiten. Folge ich dem Hund einfach dahin, wo er eh lang geht, ist die Leine auch keine Einschränkung. Wenn ich sehe, wie die meisten hier mit ihrem Hund im Freilauf unterwegs sind, jeder in seinem Tempo, bzw. Halter in seinem Tempo und der Hund wird schon kommen, wozu mal 5 Minuten auf den Hund warten, behaupte ich ganz im Ernst, daß Suhna mehr Freiheiten hat als viele Hunde, die nur im Freilauf unterwegs sind. Wir bleiben regelmäßig stehen, auch mal 5 oder 10 Minuten, wenn Madame meint, das muß jetzt sein. Wie viele Hundehalter machen das für ihren Hund im Freilauf?

Unser Rekord sind übrigens eine gute Stunde an Mäuselöchern. 5 Minuten auf den Hund warten ist bei uns tatsächlich Alltag, den Luxus haben die allermeisten Hunde im Freilauf nicht, und ich sehe darin wirklich einen Gewinn in Sachen machen, was der Hund grad will. 

 

@Ferun Cool, dein Zitat stand schon da, ich hab deinen Text komplett gelesen, und grad eben trudelte die Mitteilung ein, daß du mich zitiert hast. :lol:

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Um das noch zu ergänzen, Ferun besteht auf das "schauen dürfen" und sie will, das ich erkenne nach was sie schaut, sie bezieht mich sozusagen ein in ihr "Hobby".

Ich hab das allerdings auch immer bestätigt und mich immer sehr gefreut über ihr "zeigen".

Ferun darf das sowohl mit, als auch ohne Leine, ich bleib dann eben auch stehen. Trotzdem ist es mir ohne Leine lieber, als mit. Wir fühlen uns da wohl beide freier.

Und es gibt auch Situationen, da muss sie einfach mit mir mit laufen, da gibt es ein "Jetzt nicht! Weiter."  Kommt nicht oft vor und deshalb macht sie wohl auch das mit.

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Erstelle ganz einfach ein Benutzerkonto

Du musst ein Benutzerkonto haben, um Beiträge verfassen zu können

Registrieren

Deine Hunde Community

Benutzerkonto erstellen

Du hast ein Benutzerkonto?

Melde Dich an

Anmelden

×
×
  • Neu erstellen...