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Hundeforum Der Hund
Renegade

Echten Blickkontakt - wie stellt man den her?

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In einem anderen Faden habe ich ja schon geschrieben, dass ich ich mich momentan (mal wieder) mit Enyas Leinenführigkeit beschäftige.

Dazu habe ich mir Bina Lunzers Viedeo als Vorbild genommen: http://markertraining.de/leinenfuehrigkeit/

 

In diesem sehr anschaulichen Video clickert sie u.a. jeden Blickkontakt.

Kein Problem, dachte ich, Blickkontakt ist bei uns tägliches Brot, z.B. zur Freigabe zum Freilauf nach dem Ableinen.

Tja.... ganz so einfach ist das doch nicht. Ich habe nämlich feststellen müssen, dass Enya während der Leinenführigkeitsübung nicht meine Augen anschaut, sondern

die Hand, die den Clicker hat, den Leckerlibeutel, die führende Hand... also (Körper)teile, die in dieser Übung direkt betroffen sind.

Was also interessieren sie da meine Augen? Bestenfalls kommt ihr Blick irgendwo in mein Gesicht.

 

Also...wird erst mal nur der Blickkontakt geübt und geclickert, bevor ich in die eigentliche Übung einsteige - war mein Gedanke.

Aber wie? Wenn Enya doch die Clickerhand an meiner Köperseite anstarrt?

Also nahm ich die Clickerhand hinter meinen Nacken (so nah am Ohr zu clickern ist auch nicht gerade angenehm).

Ergebnis: Es sieht tatsächlich so aus als schaue Enya mir in die Augen. Aber eigentlich schaut sie durch mich hindurch....

 

Habt ihr eine Idee?

 

Zur Vervollständigung: Enya scheut keineswegs den Blickkontakt an sich.

Im Gegenteil: sie hat es drauf, uns zu "hypnotisieren", wenn sie etwas will und starrt uns dazu unentwegt in die Augen.

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Also ich habe erst dann geklickt, wenn die Chaoskröte mir in die Augen gesehen hat, das hatte er schnell raus. Er neigt aber auch dazu, mir in die Augen zu schauen, wenn er nicht so genau weiß, was ich will, also ging das recht einfach. Irgendwann haben wir das dann betitelt mit "schau" und das geht jetzt ganz gut... Bei der Leinenführigkeit hat uns das aber nicht geholfen.

Aber wenn du sagst, sonst schaut sie euch schonmal an, vielleicht kannst du das erst mit einem Kommando belegen über klickern und dann nach draußen verlagern ins Leinenführigkeitstraining?

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Habe mir das auch angesehen, dass ist jetzt irgendwie blöd, denn eigentlich finde ich ja alles gut was jemand veröffentlicht, nun schreibe ich aber selber aber.....

 

Hilft dir das Video? Verändert es deinen Blickwinkel von dir? 

 

Ein Hund zu sehen, der es gelernt hat, ich finde daraus kann man, wenn man selber hier ein Problem hat, irgendwie wenig anfangen,so geht es zumindest mir.

 

Ich bin kein so grosser Freund von Marker, ich finde, das kann man genau so gut mit einem Wort oder laut von sich konditionieren. Ich finde es besser, wenn ein Hund en Signal von mir mit etwas tollem verknüpft als mit einem externen Geräusch, aber natürlich kann man es so aufbauen. 

 

Im Übungslmodus finde ich es auch gut und richtig, dass man darauf achtet, dass der Hund nicht vor geht, das gehen, stoppen, Leckerchen hilft sehr dabei, man kann es schnell und gut hintereinander schalten. Bei der Wende mache ich lieber eine Kehrtwende, also lerne bei vorgehen, kehrt ohne dass die Leine Zug bekommt. Kennst du das?

Also Leine linke Hand, Hund bekommt kehrt gesagt, die Leine hinter dem Rücken übergeben, wenn er neben einem ist stoppen am Fuß, belohnen. Der Unterschied, man dreht sich dann in den Hund und der Hund geht hinter einem rum, finde den Effekt besser, da man später den Richtungswechsel zum Hund hin leichter hinbekommt.

 

Ich kenne das losgehen mit viieelll  mehr eigener Einladung, also ich gehe mit dem Oberkörper vor und lade ein zu gehen, evtl. Mit Kommando weiter, oder los, oder halt mit anderem Zeichen. Genaus mache ich es uebertrieben beim stehen bleiben, ich werde etwas langsamer und baue zu Beginn etwas den Fuß mit ein, linker Fuß etwas vor, dann so richtig gerade nach oben strecken als Signal, stehen bleiben.

 

Dies ist aber ja alles Theorie, wenn der Hund jung ist und lernt, dann auch schnell, im Nomalfall habe ch aber doch einen Hund, der Älter ist und zieht wie Hulle. Da finde ich den Ansatz im Video ganz nett, also Handzeichen mit grosser eigener Koerperbewegung, einladen mit der Hand um mich rum, evtl. Sitz, aber definitiv festes stehen bleiben, dann Leckerchen, und zurück und in die andere Richtung. Erst halt so als Spiel aufbauen. 

 

Auch das anleinen und ableinen gehört aber ja schon dazu, manchen Hunde sind ja direkt beim Anleinen schon direkt auf Zug. Bei uns heisst es anziehen -ausziehen und mein Hund steckt den Kopf selber dazu durch das Halsband, 

 

Auch das zick zack gehen, ne ne etwas warten jetzt, nicht boa oldschool abtun, ist ein guter Schlüssel, wenn man halt einlädt zum Richtungswechsel Mit seiner Körpersprache , also den Hund richtig einlädt mit Kopfbewegung und Körpersprache von sich selber.

 

Wie immer, hier online schwer, auf der Wiese so viel einfache zu zeigen und man kann es gut vormachen dann, so mache ich es hier zumindest. Ich mache es halt vor.

 

 

 

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Und noch ein anderer Ansatz, Apportieren, ja, ist schon mein Thema , ist mir bewusst.

 

Aber genau hier baue ich dies auf, kein Apportieren ohne Blickkontakt und noch wichtiger, ohne Freigabe bei der Übung. Egal welche Übung wie viele Apportel, wie viele Verstecke, der Hund muss mich immer erst ansehen und auf die Freigabe warten, ob es ein  Handzeichen, Kopfbewegung oder Kommando ist, erst dann wird Gas gegeben und das Apportel geholt.

 

Evtl. Auch ein Anssatz?

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Die Leinenführigkeit meiner Jungs basiert auf diesem Video und ich versuchte immer zu klicken, wenn sie mich gerade nicht anschauten, was schwierig war, weil ich sie dabei auch nie anschaute. Also ich glaube der Blickkontakt ist hier kein relevantes Detail. 

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vor 3 Stunden schrieb Renegade:

In einem anderen Faden habe ich ja schon geschrieben, dass ich ich mich momentan (mal wieder) mit Enyas Leinenführigkeit beschäftige.

Dazu habe ich mir Bina Lunzers Viedeo als Vorbild genommen: http://markertraining.de/leinenfuehrigkeit/

 

In diesem sehr anschaulichen Video clickert sie u.a. jeden Blickkontakt.

Kein Problem, dachte ich, Blickkontakt ist bei uns tägliches Brot, z.B. zur Freigabe zum Freilauf nach dem Ableinen.

Tja.... ganz so einfach ist das doch nicht. Ich habe nämlich feststellen müssen, dass Enya während der Leinenführigkeitsübung nicht meine Augen anschaut, sondern

die Hand, die den Clicker hat, den Leckerlibeutel, die führende Hand... also (Körper)teile, die in dieser Übung direkt betroffen sind.

Was also interessieren sie da meine Augen? Bestenfalls kommt ihr Blick irgendwo in mein Gesicht.

 

Also...wird erst mal nur der Blickkontakt geübt und geclickert, bevor ich in die eigentliche Übung einsteige - war mein Gedanke.

Aber wie? Wenn Enya doch die Clickerhand an meiner Köperseite anstarrt?

Also nahm ich die Clickerhand hinter meinen Nacken (so nah am Ohr zu clickern ist auch nicht gerade angenehm).

Ergebnis: Es sieht tatsächlich so aus als schaue Enya mir in die Augen. Aber eigentlich schaut sie durch mich hindurch....

 

Habt ihr eine Idee?

 

Zur Vervollständigung: Enya scheut keineswegs den Blickkontakt an sich.

Im Gegenteil: sie hat es drauf, uns zu "hypnotisieren", wenn sie etwas will und starrt uns dazu unentwegt in die Augen.

 

Ich hab 2 Ideen:

 

Du könntest, wenn Enya so auf die Clickerhand fixiert ist, den Clicker durch ein Markerwort ersetzen. Dann hast du 2 Werkzeuge, die du je nach Bedarf einsetzen kannst. Ich nehme für manche Dinge lieber den Clicker, für andere das Markerwort. 

 

Oder du könntest ein Aufmersamkeitssignal üben. Immer, wenn Enya dich anschaut (abseits vom Leinentraining), bestätigen. Und das dann mit einem Wort verknüpfen.

 

Und ist dir der Blickkontakt dabei so wichtig? Wenn es rein um die Leinenführigkeit geht, bestätige ich so ziemlich alles, was an lockerer Leine passiert. Sogar noch, wenn der Hund einen Satz macht und fast das Leinenende ausgereizt ist. Dann wendet sich der Hund nämlich nach dem Click oder Markerwort zu mir, bevor die Leine spannt. Das hat es mir bei so ziemlich allen Hunden recht einfach gemacht, die Leinenführigkeit zu verbessern. 

Wenn es jetzt aber ein Hund ist, der bei bestimmten Dingen auslöst (Hundebegegnung, Fahrrad, Wild, ..), finde ich den direkten Blickkontakt schon wichtig. Wobei ich da auch ganz klein anfange. Erst mal das Auseinandersetzen mit dem Auslöser bestätigen, also der Blick dahin, bevor ausgelöst wird. Und wenn das zuverlässig funktioniert, gehe ich einen Schritt weiter und bestätige den Hund, wenn er sich vom Auslöser abwendet und zu mir. Aber ich glaube, darum geht es bei Enya gar nicht?

 

 

 

vor 46 Minuten schrieb Asisina:

Ich bin kein so grosser Freund von Marker, ich finde, das kann man genau so gut mit einem Wort oder laut von sich konditionieren.

Ich finde es besser, wenn ein Hund en Signal von mir mit etwas tollem verknüpft als mit einem externen Geräusch, aber natürlich kann man es so aufbauen. 

 

Der Marker ist doch ein Laut oder Wort. Und der Marker ist was tolles, nämlich die Versprechung auf eine Belohnung. Deshalb ist es ja so effektiv, es löst eine gute EMotion im Hund aus.

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Typischer Konditionierungsfehler beim Clickern.

 

Ich würde mich einfach mal hinsetzen, Clicker in der Hand und warten. Zuerst einmal würde ich jede Aktivität weg vom Clicker belohnen. Wenn klar ist das den Clicker anzustarren nicht zum Erfolg führt, werden nur noch Blickrichtung zu dir belohnt, dann solche in Richtung deines Gesichts usw.

 

Eigentlich nicht besonders schwierig find ich. Lediglich, da bereits vermutlich über einen längeren Zeitraum falsch konditioniert, nun langwierig.

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Bin mir sehr sicher , dass das bei Hunden in entsprechender Reizlage funktionert, aber genauso sicher , dass das bei reizoffenen Hunden mit starker intrinsischer Motivation nicht ' in 30 Tagen oder bei stürmischen Hunden etwas länger' funktioniert, außer  etwas länger heisst : bis der Hund alt und desinteressiert ist. Die Kekse sind zu unwichtig. Und das muss man einschätzen können- viele Halter tun das aber leider nicht und verlassen sich dann auf solche Garantien ... Man kann an Auslösern arbeiten , aber auch da ist die Kapazität nicht endlos -es ist unfair ,finde ich, das dann von einem solchen Hund zu verlangen, weil das doch in einem Monat klappen soll....

Ich würde auch Worte nutzen - geflüstert- und etwas weggucken, damit der Hund den Blickkontakt sucht -hier wäre er mir jedoch zu unwichtig.

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vor 4 Minuten schrieb Crime:

Eigentlich nicht besonders schwierig find ich. Lediglich, da bereits vermutlich über einen längeren Zeitraum falsch konditioniert, nun langwierig.

 

Nee, dass ich in dieser speziellen Situation etwas falsch gemacht habe, ist mir ja innerhalb von wenigen Versuchen klargeworden. Also habe ich sofort aufgehört.

Deine Vermutung, dass das schon lange so geht, trifft nicht zu.

Bei uns heisst das Kommendo für "schau mich an" GUCK!. Schon sehr lange, weil ich ja nicht will, dass Enya gleich nach dem Ableinen losdüst.

Also konditionierte ich das GUCK! Und dann darf sie los.

Und schwer war's auch nicht! :D Halt so ähnlich wie auch schon von @AnjaBla weiter oben geschildert.

 

Allerdings - und darin könnte der Fehler liegen - wollte ich in dieser speziellen Leinenführigkeits Übung zur Vermeidung einer unerwünschten Handlungskette nicht per GUCK! den Blickkontakt einfordern um ihn dann belohnen zu können, sondern erwartete "wortlos" den Blick meines Hundes. Der kam auch prompt, quasi unaufgefordert, erreichte aber meine Augen nicht.

 

vor 59 Minuten schrieb HansMueller:

Die Leinenführigkeit meiner Jungs basiert auf diesem Video und ich versuchte immer zu klicken, wenn sie mich gerade nicht anschauten, was schwierig war, weil ich sie dabei auch nie anschaute. Also ich glaube der Blickkontakt ist hier kein relevantes Detail. 

 

Das glaube ich mittlerweile auch, denn das Kuriose war, dass Enya tadellos an der Leine lief und die wenigen Korrekturen (per Nasentarget wieder nach hinten, dann Leckerli) problemlos und bereitwillig annahm.

 

vor 49 Minuten schrieb neongolden:

Und ist dir der Blickkontakt dabei so wichtig? Wenn es rein um die Leinenführigkeit geht, bestätige ich so ziemlich alles, was an lockerer Leine passiert. Sogar noch, wenn der Hund einen Satz macht und fast das Leinenende ausgereizt ist. Dann wendet sich der Hund nämlich nach dem Click oder Markerwort zu mir, bevor die Leine spannt. Das hat es mir bei so ziemlich allen Hunden recht einfach gemacht, die Leinenführigkeit zu verbessern. 

Wenn es jetzt aber ein Hund ist, der bei bestimmten Dingen auslöst (Hundebegegnung, Fahrrad, Wild, ..), finde ich den direkten Blickkontakt schon wichtig. Wobei ich da auch ganz klein anfange. Erst mal das Auseinandersetzen mit dem Auslöser bestätigen, also der Blick dahin, bevor ausgelöst wird. Und wenn das zuverlässig funktioniert, gehe ich einen Schritt weiter und bestätige den Hund, wenn er sich vom Auslöser abwendet und zu mir. Aber ich glaube, darum geht es bei Enya gar nicht?

 

Ich habe inzwischen auch den Eindruck, dass ich hier zu perfektionistisch vorgegangen bin, anstatt mich gehörig daran zu freuen, dass die Übung klappt.

Dein Vorgehen, alles zu bestätigen, was eine gespannte Leine verhindert, finde ich gut, denke jedoch, dass das bei uns gar nicht mehr vonnöten ist.

Im Normalbetrieb.

Bei Wildsichtung versuchen wir schon von Anfang an, diese Art von "Desensibilisierung" zu erreichen. Klappt mal besser, mal schlechter...

 

Ich danke euch allen, dass ihr euch Gedanken zu meiner Frage gemacht habt.

Ich bleibe dran und werde ggf. berichten.

 

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vor einer Stunde schrieb neongolden:

Der Marker ist doch ein Laut oder Wort. Und der Marker ist was tolles, nämlich die Versprechung auf eine Belohnung. Deshalb ist es ja so effektiv, es löst eine gute EMotion im Hund aus.

 

Das verstehe ich schon, aber wo ist der Unterschied vom Marker und einem tollen Wort oder laut Oder Geste von mir.

 

Vielleicht liegt es auch an meinem Umfeld, hier gibt es recht viele, die so gut wie alles über den Clicker trainieren, bei einem Hund evtl. Noch ganz schön, wenn ich manchmal so meine Runden drehe, höre ich von vielen Seiten immer klick, klick,klack, evtl. Liegt das an mir, will das mit Sicherheit nicht verteufeln, wenn es der Weg ist, der so zum Ziel führt, perfekt.

 

 

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