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Hundeforum Der Hund
hillybilly

Probleme mit Nahrungskarenz nach akuter Pankreatitis

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Ich bin neu hier und habe mich angemeldet, weil mir der Gesundheitszustand meiner Hündin Sorgen bereitet.

 

Meine Hündin Nala (4 Jahre, Windhundmix, 11kg, intakt) hatte anfangs August eine akute Pankreatitis. Sie verweigerte jegliche Nahrung, verlor 1,5kg Gewicht, war stark dehydriert, bekam Infusionen, Schmerzmittel, phasenweise auch Omeprazol. Die spezifische Pankreaslipase lag bei 1122 ug/l... Nach Tagen des Banges ging es ihr endlich wieder etwas besser.

 

Nala kam als Junghung zu uns und wird seit ihrer Ankunft bei uns roh gefüttert. Ihr Futter hat sie immer mit Freude gefressen und der Output war stets 1A. Auch sonst keinerlei Verdauungs- & Gesundheitsprobleme. Infolge akuter Pankreatitis haben wir ihr Futter angepasst. Anstatt 2 bekam sie neu 4 Portionen am Tag, Fett wurde stark reduziert, dafür mehr Kohlenhydrate verfüttert. Kausnacks und andere Zwischenmahlzeiten gibt es keine.

 

Gegen Ende August schien sich Nala komplett erholt zu haben. Sie war wieder agil, energiegeladen und verfressen wie eh und je. Auch die Blutwerte waren tiptop und die Pankreaslipase lag im Normbereich. Dieser Wert wurde in der vergangenen Woche übrigens nochmals bestimmt und lag dabei noch immer im Normbereich.

 

Nun zum eigentlichen Problem: Seit der akuten Pankreatitis tut sich Nala extrem schwer mit längerem Verzicht auf Nahrung. Am frühen Morgen grummelt & quietscht ihr Magen beängstigend laut. Oft liegt sie dann zitternd und zusammengekauert in ihrem Bettchen und verweigert jegliche Nahrung. Manchmal gelingt es mir doch, ihr etwas anzubieten; dann verbessert sich ihr Zusstand in den folgenden Stunden. Meistens bleibt es aber bei der Nahrungsverweigerung, Nala zieht sich zurück, will auch nicht Spazieren gehen; es geht ihr dann sichtlich schlecht. Durchfall hatte sie aber nie und sie musste sich auch nie übergeben.

 

Nun weiss ich ich langsam aber sicher nicht mehr was machen: ihre letzte Mahlzeit bekommt sie um 23:30, Frühstück gibts ca. um 07:00. Den Zeitraum der Nahrungskarenz kann ich also kaum noch kürzer gestalten. Ich habe stückiges Fleisch gefüttert, damit Magen/Darm möglichst lange beschäftigt sind; ich habe phasenweise alles gekocht angeboten; ich habe die letzte Mahlzeit fleischlos serviert; ich habs mit selbst gebackenen Keksen versucht; hab Heilerde, Heilmoor & Ulmenrinde ausprobiert, aber es will einfach nicht besser werden. Ich bin aktuell wirklich ratlos. Ultraschall, Röntgen, Magenspiegelung sind alle ohne Befund. Und doch geht es meiner Hündin fast jeden Morgen (bis in den Nachmittag) so schlecht, dass kaum noch ein normaler Tagesablauf für Hund- & Mensch machbar sind.

 

Ev. hat jemand unter euch Ähnliches erlebt? Ich würde mich jedenfalls über Erfahrungen/Tipps sehr freuen.

 

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Wieviele Mahrzeiten bekommt sie insgesamt am Tag und wie sind die mengenmäßig aufgeteilt?

 

Wir haben solch ein Problem gelöst indem der Hund die größte Mahlzeit abends bzw. nachts erhält und diese aus Trockenfutter

mit einem niedrigen Fleischanteil besteht.

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vor einer Stunde schrieb Wilde Meute:

Wieviele Mahrzeiten bekommt sie insgesamt am Tag und wie sind die mengenmäßig aufgeteilt?

 

Sie bekommt 4 Mahlzeiten am Tag. Früh morgens und am Nachmittag gibts nur wenig, vor dem Mittag und spät abends jeweils grössere Portionen. Die letzte Mahlzeit gibts wie oben erwähnt ca. um 23:30, die nächste dann um ca. 07:00. Bei der "Mitternachtsfütterung" hab ich schon alles durch: nur Fleisch, Fleisch & Knochen, Fleisch & Kohlenhydrate, nur Kohlenhydrate & Gemüse, selbstgebackene Kekse und auch Trockenfutter (mit niedrigem Fleischanteil). Die geschilderten Symptome sind bei allen Fütterungsvarianten aufgetreten. Daher meine Ratlosigkeit.

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Ich kenne 2 Varianten, habe beide aber noch nicht selbst versucht. Es soll Löwenzahnsaft oder eine kleine Menge Morosuppe in den Mund gespritzt helfen bei dieser Art der Pankreasprobleme. 

Alles gute für euch. Hoffentlich findest du eine Lösung dass es ihr bald wieder besser geht.

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vor 29 Minuten schrieb Zenta:

Es soll Löwenzahnsaft oder eine kleine Menge Morosuppe in den Mund gespritzt helfen bei dieser Art der Pankreasprobleme.

 

Danke für deinen Beitarg. Zu Löwenzahnsaft hat mir bereits eine Ernährungsberaterin geraten. Seit ca. 1 Woche verfüttere ich diesen mit den Mahlzeiten; verbessert haben sich die Symptome leider nicht.
 

Du schreibst "bei dieser Art Pankreasprobleme". Das ist genau was mich stark verunsichert... Ich frage mich, ob die Problematik mit der Nahrungskarenz noch/wieder ein "Pankreasproblem" ist (owohl die Lipasewerte dagegen sprechen) oder ob es noch Nebenschauplätze gibt. Nur weiss ich leider nicht, in welche Richtung noch gesucht werden sollte.

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vor 9 Stunden schrieb hillybilly:

 

 

Seit der akuten Pankreatitis tut sich Nala extrem schwer mit längerem Verzicht auf Nahrung.

Dann vermeide das doch. Lass ihr was zu Essen stehen/liegen. 

vor 9 Stunden schrieb hillybilly:

 

 

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Wie ist denn der Kotabsatz? Völlig normal oder irgendwie auffällig?

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Ich habe eine Hündin die hatte vor einem Jahr extrem hohe Pankreaswerte aber nie irgendwelche Symptome. Inzwischen sind die Werte deutlich runter gegangen aber immer noch erhöht. Von ihr kenne ich es auch, dass sie starke Bauchgeräusche hat und ihr nicht gut ist wenn sie zu lange nichts gefressen hat. Kommt aber selten vor. Sie möchte dann Gras fressen und würde das Trockenfutter stehen lassen. Es reicht aber wenn ich ihr eine kleine Portion Dosenfutter gebe und es geht ihr wieder gut. Darum musste ich keine weiteren Mittel ausprobieren. Ich würde bei deiner Hündin schon davon ausgehen dass die Probleme von der BSD kommen. Laborwerte passen oft nicht zum tatsächlichen Befinden. 

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vor 13 Stunden schrieb Bobbie42:

Dann vermeide das doch. Lass ihr was zu Essen stehen/liegen. 

 

 

Meine Hündin ist vom Typ "futterinhalierender Staubsauger"; ich wüsste nicht, wie ich ihr sinnvoll vermitteln könnte, dass sie doch bitte erst nachts um 04:00 ans Futter gehen soll, damit sie weniger lang nüchtern bleiben muss. Natürlich könnte ich ihr auch einen Futterautomat mit Zeitschaltuhr hinstellen... nur würd ich halt lieber Ursachen eruieren anstatt Symptome zu behandeln.

 

vor 13 Stunden schrieb Wilde Meute:

Wie ist denn der Kotabsatz? Völlig normal oder irgendwie auffällig?

 

Der ist/war immer völlig unauffällig; auch während der akuten Pankreatitis.

 

vor 4 Stunden schrieb Zenta:

Ich habe eine Hündin die hatte vor einem Jahr extrem hohe Pankreaswerte aber nie irgendwelche Symptome. Inzwischen sind die Werte deutlich runter gegangen aber immer noch erhöht. Von ihr kenne ich es auch, dass sie starke Bauchgeräusche hat und ihr nicht gut ist wenn sie zu lange nichts gefressen hat. Kommt aber selten vor. Sie möchte dann Gras fressen und würde das Trockenfutter stehen lassen. Es reicht aber wenn ich ihr eine kleine Portion Dosenfutter gebe und es geht ihr wieder gut. Darum musste ich keine weiteren Mittel ausprobieren. Ich würde bei deiner Hündin schon davon ausgehen dass die Probleme von der BSD kommen. Laborwerte passen oft nicht zum tatsächlichen Befinden. 

 

Auch ich gehe davon aus, dass die Probleme von der BSD kommen; auch wenn die Laborwerte eine andere Sprache sprechen. Nala zeigt aber z.B. nie typische Anzeichen wie Gras fressen oder erbrechen von Schaum/Schleim. Sie schmatzt aber vermehrt, ist unruhig/angespannt und die Bauchgeräusche sind beängstgend laut. Ich kann ihr dann anbieten was ich will; sie würde auch eine Schüssel voller Lieblingsleckereien gemischt mit Leberwurst links liegen lassen; leider.

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Ich würde wohl versuchen ob es besser wird, wenn man ihr in der Nacht eine kleine Portion, wie z.B. ein Toastbrot, gibt. Ist natürlich lästig, aber evtl. braucht die BSD nur noch etwas Zeit bis sie wieder normal arbeitet.

 

Gibt es keine Tabletten vom TA für dieses Problem?  

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