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Hundeforum Der Hund
Laikas

Medikamente in der Veterinärmedizin

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vor 19 Stunden schrieb KuK:

Die Kosten für die Halter von Tieren, die nicht der Lebensmittelgewinnung dienen, könnte man nur reduzieren, indem für diese Tiere die Umwidmung von Medikamenten aus den humanmedizinischen Bereich gesetzlich erleichtert würde. Damit wäre aber der Anreiz verpufft, die Wirkstoffe für diese Tiere überhaupt zu testen

 

Genau das. Das versuche ich ja zu erklären.

Das Problem, das ich bei dieser Idee sehe, ist die Lobbyarbeit der Pharmaindustrie:

dieser Bereich dürfte nicht der einzige sein, in dem Gesetzesvorlagen von den Lobbyisten erarbeitet und weitergereicht werden.

 

Und zum wiederholten Mal der Hintergrund meiner Einwände:

Zur Behandlung von Herzinsuffizienz wurde mein Hund über Jahre hinweg mit Ramipril (Humanmed.) behandelt. Erfolgreich.

Erst als der gleiche Wirkstoff für Hunde auf den Markt kam und dann Vasotop hieß, wurden die Tabletten um ein Vielfaches teurer.

Ein Schelm, der Übles dabei denkt....

 

Zitat

Dass die Zulassung für Hunde & Co. bei Wirkstoffen, die in der tierärztlichen Praxis längst erprobt sind, meist verdächtig nach Abzocke riecht, steht ja außer Frage.

 Aber kann damit denn ein erneuter Patentschutz erzielt werden? Sonst stünde es ja anderen Herstellern frei, ein günstigeres Konkurrenzprodukt auf den Markt zu bringen.

 

Tja, ob dies ein weiteres Patent verhindert, weiß ich nicht.

Wenn ja, dann ist die Absicherung der Abzocke ja erfolgreich erledigt. Neben den gesetzlichen Bestimmungen natürlich.

Bei denen man wie schon weiter oben geschrieben, man ziemlich sicher sein kann, wer sie dem Gesetzgeber in die Feder diktiert hat.

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vor 16 Stunden schrieb Renegade:

Zur Behandlung von Herzinsuffizienz wurde mein Hund über Jahre hinweg mit Ramipril (Humanmed.) behandelt. Erfolgreich.

Erst als der gleiche Wirkstoff für Hunde auf den Markt kam und dann Vasotop hieß, wurden die Tabletten um ein Vielfaches teurer.


Das ist aber kein grundsätzliches Argument gegen die spezifische Zulassung, die ja doch einige Vorteile hat.

 

Damit ein Hersteller den Aufwand dafür betreibt, braucht er allerdings schon eine gewisse Sicherheit, dass sich das für ihn auch rentiert.

Die Kaskaden-Regelung ist also durchaus richtig. Es bräuchte nur zusätzliche Maßnahmen, um die überzogenen Preissteigerungen zu verhindern.

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vor 9 Stunden schrieb KuK:


Das ist aber kein grundsätzliches Argument gegen die spezifische Zulassung, die ja doch einige Vorteile hat.

 

Damit ein Hersteller den Aufwand dafür betreibt, braucht er allerdings schon eine gewisse Sicherheit, dass sich das für ihn auch rentiert.

Die Kaskaden-Regelung ist also durchaus richtig. Es bräuchte nur zusätzliche Maßnahmen, um die überzogenen Preissteigerungen zu verhindern.

 

Es gab "vorher" - also vor der Umwidmung des humanmed. Medikaments in ein veterinärmedizinisches - meines Wissens keinen ersichtlichen medizinischen Anlass, der diese Umwidmung notwendig erscheinen liess.

Die Ursache für die Umwidmung lag demnach in der Hauptsache darin, dass man bei Herzmedikamenten für z.B. Hunde ein lukratives Geschäft voraussah.

Da viele Hunde Herzmedikamente benötigen, war diese Überlegung eine sichere Bank.

Soviel zum Thema "Aufwand".

Schliesslich ist der Wirkstoff derselbe geblieben.

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vor 3 Stunden schrieb Renegade:

 

Es gab "vorher" - also vor der Umwidmung des humanmed. Medikaments in ein veterinärmedizinisches - meines Wissens keinen ersichtlichen medizinischen Anlass, der diese Umwidmung notwendig erscheinen liess.

 

Kann es sein, dass du den Begriff "Umwidmung" völlig falsch verstehst?

Das was du da grad als "Umwidmung" bezeichnest, ist keine. Das, was der TA vorher gemacht hat (ein Humanmedikament für ein Tier einsetzen), ist Umwidmung.

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vor 1 Stunde schrieb Selkie:

Kann es sein, dass du den Begriff "Umwidmung" völlig falsch verstehst?

Das was du da grad als "Umwidmung" bezeichnest, ist keine. Das, was der TA vorher gemacht hat (ein Humanmedikament für ein Tier einsetzen), ist Umwidmung.

 

Ja, wenn das so ist, muss ich mich korrigieren.

Dann nenne ich es Umetikettierung. Oder gibt es einen passenderen Begriff?

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Humanpräparate sind grundsätzlich erstmal an Tieren getestet, d.h. wenn bei deren Entwicklung vorher Tierverasuche mit Hunden stattfanden, dann dürfte man doch auch diese Daten bei der Zulassung für Hunde zurückgreifen... und es gibt wirklich sehr viele Labor Beagle leider.

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vor 16 Stunden schrieb Renegade:

Es gab "vorher" - also vor der Umwidmung des humanmed. Medikaments in ein veterinärmedizinisches - meines Wissens keinen ersichtlichen medizinischen Anlass, der diese Umwidmung notwendig erscheinen liess.


Wie gesagt ist für ein humanmedizinisches Medikament m.W. keine zentrale Erfassung von Nebenwirkungen bei Tieren möglich. Das alleine ist schon ein ziemlich guter Grund für eine spezifische Zulassung.

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vor 6 Stunden schrieb KuK:


Wie gesagt ist für ein humanmedizinisches Medikament m.W. keine zentrale Erfassung von Nebenwirkungen bei Tieren möglich. Das alleine ist schon ein ziemlich guter Grund für eine spezifische Zulassung.

 

Und diesen Grund hat man erst vor kurzem entdeckt?

Warum denn nicht schon vor und in den Jahren als mein Hund das Humanmedizin als "unfreiwilliger Proband" erhielt?

Sorry, das klingt sehr dünn...

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Am 21.10.2020 um 07:45 schrieb Zenta:

Lt. meinen, mehreren, TÄ dürfen diese die Medikamente nicht zurücknehmen, genauso wenig wie eine Apotheke. Ich würde keine Medikamente einnehmen wollen die schon in einem anderen Haushalt waren.

WAS die im Anschluss damit gemacht haben weiß ich nicht...

 @Gerhard Ich dachte, wenn TK das auch machen wäre es erlaubt. Aber nach Deinem Satz habe ich mal gegoggelt und bin echt Schlauer geworden.

>Mit welchen Sanktionen ist zu rechnen?

Natürlich müssen Vorschriften auch mit einer Strafandrohung versehen werden, sonst blieben Verstöße folgenlos und die Vorschrift ein „zahnloser Tiger“. Zum Umgang mit Arzneimitteln allgemein finden sich Straf- und Bußgeldvorschriften in den §§ 95 ff Arzneimittelgesetz. Verstöße gegen die Aufbewahrungspflichten in der tierärztlichen Hausapotheke stellen eine Ordnungswidrigkeit dar (§ 15 Verordnung über tierärztliche Hausapotheken). Die Ordnungswidrigkeit kann gemäß § 97 Abs. 3 AMG mit einer Geldbuße bis zu 25.000 Euro geahndet werden.<
:o
Quelle: https://www.tfa-wissen.de/recycling-von-medikamenten-verboten

 

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vor 3 Stunden schrieb JB-6:

Natürlich müssen Vorschriften auch mit einer Strafandrohung versehen werden, sonst blieben Verstöße folgenlos und die Vorschrift ein „zahnloser Tiger“. Zum Umgang mit Arzneimitteln allgemein finden sich Straf- und Bußgeldvorschriften in den §§ 95 ff Arzneimittelgesetz. Verstöße gegen die Aufbewahrungspflichten in der tierärztlichen Hausapotheke stellen eine Ordnungswidrigkeit dar (§ 15 Verordnung über tierärztliche Hausapotheken). Die Ordnungswidrigkeit kann gemäß § 97 Abs. 3 AMG mit einer Geldbuße bis zu 25.000 Euro geahndet werden.<

Jepp, ist so.

Wenn eine Blisterverpackung offensichtlich unbeschädigt ist, machen es manche rein aus Gefallen für ihren Kunden. Aber auch da ist grundsätzlich die Gefahr einer Manipulation oder Kontamination des Medikamentes gegeben, daher nicht erlaubt.

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