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Hundeforum Der Hund
BellaSchnute

IBD - entzündeter Darm

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Hallo 

 

Ich hole ein bisschen aus aber ich hoffe ihr bleibt dran und vielleicht finde ich hier noch andere Hundebesitzer mit dem selben oder ähnlichem Problem.

 

Meine 6 1/2 jährige Hündin kommt aus Rumänien und wurde als Angsthund vom Tierheim betitelt. Hat es teilweise getroffen aber insgesamt hat sie einfach nur null Vertrauen in die Menschheit gehabt und fällt unter den Begriff Deprivations-Hund.

Was auch immer in Rumänien in ihren ersten Lebenswochen/ Monaten passiert ist, wir wissen es leider nicht.

 

Mit 10 Monaten holten wir sie zu uns und wir liebten und litten die ersten Jahre bis wir einen Weg fanden aufeinander zu hören.

Mit klassischer Konditionierung/ positiver Verstärkung und Liebe sind wir oft an unsere Grenzen gestoßen bis ich ein Buch fand was mir die Augen öffnete.

Ich hatte einen stark traumatisierten Hund, der sehr wenig in der Prägephase kennengelernt hatte, bis hin zu wahrscheinlich schlechten Erfahrungen.

Sie kannte keine Treppen, hatte Angst vor großen Türen und Rollläden waren der Feind, Männer ein Graus und Menschengruppen waren wie eine unüberwindbare Mauer.

 

Doch mit Intuition und den Versuch mich auf den klugen Hund einzulassen, begann ich hinzuschauen und hinzuhören.

Meine Hündin kommunizierte mit mir, zeigte an ob sie Abstand brauchte oder Interesse hatte und das Vertrauen wuchs und nach 4 Jahren konnte ich sagen, dass sie bei uns angekommen war.

Bis vor einem Jahr dachten wir, wir hätten einen quietschfidelen Mix, der sich gut an die Stadt gewöhnte und immer gelassener wurde, doch durch Zufall, weil wir dachten sie hätte eine Gebärmutterentzündung, wurde eine Spondylose entdeckt. Diese war in einem Schub und sie hatte wahnsinnige Rückenschmerzen.

Das war ein herber Schlag aber gut händelbar.

Dieses Jahr nach der letzten Läufigkeit, die sehr bescheiden verlief (Morgenübelkeit, Krämpfe, Schwallblutungen) entschlossen wir uns den Gedanken der Kastration laut auszusprechen, da sie auch Zysten an Eierstöcken hatte und ich nicht warten wollte bis diese sich verwachsen. 

Nun zu unseren eigentlich letzten 3 Wochen:

am 06.10. war die Voruntersuchung/ Blutabnahme für ein großes Blut-,Organbild.

Das Ergebnis gab es einige Tage später. Einige Werte waren miserabel und deutete auf Darmprobleme hin bzw Probleme mit der Nährstoffversorgung. 

 

Die Op konnte dennoch 1 Woche später durchgeführt werden, wo sie auch komplett durchgeröngt wurde. Zu der Spondylose kommt noch eine HD mit beginnender Athrose links und da stellte sich leider der Verdacht heraus, dass der Darm schwerst entzündet war und der Tierarzt nahm gleich Biopsieproben bei der Kastra.

Die Op verlief gut und die Wunde heilte super nur meine Hündin hatte starke Schmerzen, die vom Darm her kamen. Das Antibiotika gegen die Darmentzündung brachte keine Besserung und das melaxoral war nicht ausreichend. Sie bekam Nolagin.

Das Ergebnis der Biopsie dauerte und zwischenzeitlich gab ich Urin und Kot ab.

10 Tage später wurden die Klammern gezogen und die Ergebnisse lagen vor.

Urin ok, Kot ok - Biopsieergebnis: Hund leidet unter einer Autoimmunerkrankung IBD

 

Es gab winzige Anzeichen aber keine typischen für die Krankheit, kein Durchfall, kein Erbrechen (bis auf einen Tag vor der Op).

Sie wurde über 5 Jahre gebarft und hatte keine Unverträglichkeiten oder Allergien.

Doch gehe ich von aus, dass der ganze Entzündungsprozess seit einigen Monaten schwelte.

Sie setzte sich öfter und wir dachten ihr Rücken tat weh aber im Nachhinein hatte sie wahrscheinlich Bauchschmerzen. :(

Sie setzte ein paar mehr Häufchen, was wohl auch ein Symptom ist. Ich dachte durch die Erhöhung des Gemüsebreis haut sie mehr Ballaststoffe raus.

Durch den Streß beim Tierarzt, der Voruntersuchung brach nun die Krankheit vollends aus und wir haben den Salat.

 

Meine Süße nimmt seit 2 Wochen ab - von 21 kg auf jetzt schon 18,8 kg, das Antibiotika wirkte nicht und nun bekommt sie Cortison seit 6 Tagen, was zumindest anschlägt. Die Schmerzen sind fast weg und sie läuft viel besser und hat noch Spaß am Leben aber was nützt es, wenn sie zwar isst aber trotzdem verhungert?!

Sie bekommt ein hochwertiges leicht verdauliches Singleprotein - Schonkostnassfutter angereichert mit Möhren und Kartoffeln, etwas Leinöl und Flohsamenschalen.

Sie futtert 6 Portionen und die bekommen ihr glücklicherweise aber es bleibt nichts im Körper hängen. 

 

Hat wer auch einen Hund mit IBD?

Kann wer Erfahrungen austauschen?

Es gibt im Internet einige Forenbeiträge aber ich würde mich über einen aktuellen, stetigen Austausch freuen, denn momentan habe ich einfach nur große Sorge.

 

Das Bild ist vom Sommer, da ist sie das pure gutgenährte Leben. Jetzt habe ich bald ein Halloweengerippe hier liegen. :(

 

Ich danke euch, das ihr den Roman durchgehalten habt! :)

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Ich habe leider keine Ahnung oder Erfahrung mit der geschilderten Krankheit, aber würde mit meinem Hund dann mal auf die Suche nach einem Spezialisten gehen.

 

Da ich mit den Buchstaben IBD gar nichts anfangen konnte, habe ich auch mal kurz gegooglet und diese beiden Seiten gefunden, aber die kennst du wahrscheinlich schon, oder?

 

https://www.ibd-hund.de/

https://www.dasgesundetier.de/magazin/artikel/diagnose-ibd

 

Ich wünsche dir viel Erfolg nach der Suche nach Besserung. Bisher hatte deine Hündin ja wirklich viel Glück gehabt, bei dir gelandet zu sein, weil du dir über lange Zeit so viel Mühe gemacht hast, dass sie ankommen konnte. Ich selbst hätte sehr viel Respekt davor, einen Angsthund aufzunehmen, weil das oft sehr viel Ausdauer erfordert. Aber bei dir hat es ja schließlich gut geklappt.  🙂 Hübsche Maus!

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Danke Karlotta für deinen Beitrag.

 

Was es mit einem Angsthund auf sich hat, wussten wir im Februar 2015 nicht wirklich und ich bin oft sehr wütend oder fix und alle gewesen aber nicht auf den Hund, sondern eher auf die Standardlehren, die irgendwie nie die richtigen waren oder nur bedingt funktionierten. 

Man muss sich von den Wertvorstellungen im Umfeld trennen und das 'muss' streichen.

 

Mein Hund muss nicht auf fremde Passanten hören, muss nicht wie eine Maschine funktionieren.

Und für andere außenstehende ist meine Hündin ein völlig gestörter Hund aber für uns ist sie so in Ordnung wie sie ist. :)

 

Das ganze Internet schon durchforstet und viele Links, Querverweise von Tierarztpraxen, Tierheilpraktiker angesehen. Aber wir stehen am erschreckenden Anfang, daher werden wir sehen inwieweit unser Tierarzt da bewandert ist. Mich würde die private Seite der betroffenen Hunde und Hundebesitzer interessieren, weil da ein völlig anderer Input wäre als standardmäßige Tiermedizin, denn irgendwie ist Antibiotika und Kortison für mich keine Dauerlösung, sondern nur für die extreme Akutschubphase vertretbar. 

 

lg

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Hallo BellaSchnute

 

ich hab dir eine pm gesandt, darin findest du vielleicht eine Antwort.

 

LG

Plopp

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Wurde schon ein komplettes Schilddrüsenprofil erstellt? Falls nicht: Autoimmunkrankheiten sammeln sich leider gerne und der DSH bringt eine Rassedisposition zur Schilddrüsenunterfunktion mit. Damit kann ein Hund auch abmagern, die Reizbarkeit würde auch passen.Wenn man das ausschließen kann oder eben mit Hormonen behandelt, kann sich das auf die anderen Autoimmunkrankheiten positiv auswirken. Falls schon geestet wurde: gut.

Hat sie denn Durchfall? Reicht die Proteinmenge? Die Möhren am besten lange gekocht als Suppe geben, das beruhigt die Darmschleimhaut.

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Sie wurde komplett durchgecheckt, Schilddrüse wurde mit 4 Jahren als sie komplett gecheckt wurde mitgemacht und vor 3 Wochen gab es großes Organbild mit sämtlichen Werten. Schilddrüse ok.

Es waren die klassischen Werte, die auf Darmentzüng hindeuten miserabel. Eiweißwert viel zu niedrig, Kalzium viel zu niedrig, rote Blutkörperchen zu hoch.

 

Sie ist charackterlich eher als unsicherer Hund zu bezeichnen aber sie steht nicht unter Dauerstrom, sondern ist bei uns entspannt, schläft/ döst ausreichend und wird von uns nicht gepusht. Wir haben schnell gemerkt, dass sie kein Hund ist mit dem man in großen Gruppen läuft oder Hundeplatz eine gute Idee ist. Sie ist trotzdem neugierig und es gibt entspannte Gassigänge, außer es wird eine Katze oder Eichhörnchen erblickt.

 

Nein das ist es ja, kein Durchfall, kein Kotzen - wenn ja kann man es an der Hand abzählen für das Jahr. Aber die Entzündung schleicht schon eine Weile, wenn man das öfter Hinsetzen nimmt (dachten erst die Spondy macht ihr zu schaffen) und 2 Häufchen mehr als üblich, selten mal früh kotzen, wenn zw Abendsnack und Frühstück die Zeitspanne zu weit war. Der Finale Auslöser war leider der Tierarztstreß für die Kastravorbereitung.

 

Unglück im Unglück irgendwie.

Man stocherte nicht lange im Dunkeln.

 

Man könnte sagen mit der Magensäure war sie schon immer etwas empfindlich, also die Anlagen waren da. 

 

In ihr sollen auch Beagle, Basset, dt. Boxer, ital. Herdenschutzhund sein.

 

Der verdickte entzündete Darm nimmt gerade so gut wie keine Nährstoffe auf aber es haut nichts durch. Deswegen nimmt sie ab.

Die bekommt seit der Diagnose von Anifit Huhn mit Kartoffel eine halbe bis 3/4 Dose momentan. Sie bekommt dazu Möhren und Kartoffeln, Flohsamenschalen und geriebenen Apfel, etwas Leinöl. Wird alles schön pampig verrührt quasi vorgekaut.

Der Output ist fest, natürlich gerade mehr, weil sie 6 kleinere Portionen bekommt. Morohsche Karottensuppe gab es in der ersten Woche zur Magen-Darmberuhigung, weil ihr schlecht war durch den Streß und der Entzündung und die Diagnose noch nicht stand.

 

Jetzt koche ich die Möhren und Kartoffeln schön weich, damit sie besser verdaut werden können aber nicht mehr 'tot'. 

 

Sorry für die Abhandlung 😋

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Am 28.10.2020 um 16:33 schrieb BellaSchnute:

 

Hat wer auch einen Hund mit IBD?

Kann wer Erfahrungen austauschen?

 

 

Hier, leider.

Mein Hund hatte jahrelang einen empfindlichen Magen, aber diesen Sommer fing sie eines Abends ploetzlich an Blut zu spucken. Wir hatten dann zwei Monate totales Drama, insgesamt 7 Naechte in der Tierklinik, Antibiotika, das volle Programm. Mir wurde schon von der Familie geraten, das "arme Tier zu erloesen".

Mit Antibiotika wurde es zunaechst besser, kam aber wieder.

 

Ich fuettere jetzt sei 3-4 Monaten hypoallergenes Futter. Am Anfang hatte sie davon zwar Durchfall, aber ich habe es weitergegeben (auch weil ich alles andere schon probiert hatte). Ich bin mit dem Kot noch nicht zufrieden und ihr ist immernoch hin und wieder schlecht, ich denke auch, dass sie noch Bauchschmerzen hat. Aber der Kot wurde in den letzten Wochen besser.  Ich bin also noch im Prozess, die Ernaehrung zu optimieren, hab nur gerade Angst vor Experimenten.

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vor 9 Minuten schrieb Lique:

Hier, leider.

Mein Hund hatte jahrelang einen empfindlichen Magen, aber diesen Sommer fing sie eines Abends ploetzlich an Blut zu spucken. Wir hatten dann zwei Monate totales Drama, insgesamt 7 Naechte in der Tierklinik, Antibiotika, das volle Programm. Mir wurde schon von der Familie geraten, das "arme Tier zu erloesen".

Mit Antibiotika wurde es zunaechst besser, kam aber wieder.

 

Ich fuettere jetzt sei 3-4 Monaten hypoallergenes Futter. Am Anfang hatte sie davon zwar Durchfall, aber ich habe es weitergegeben (auch weil ich alles andere schon probiert hatte). Ich bin mit dem Kot noch nicht zufrieden und ihr ist immernoch hin und wieder schlecht, ich denke auch, dass sie noch Bauchschmerzen hat. Aber der Kot wurde in den letzten Wochen besser.  Ich bin also noch im Prozess, die Ernaehrung zu optimieren, hab nur gerade Angst vor Experimenten.

Hallo!

Ist wirklich mies der ganze Prozeß und man leidetförmlich mit.

Was für ein Futter gibst du?

 

Habe schon viel gelesen von Hunden die mit Durchfall oder weichen Kot geplagt sind, dass das Lupovet ibderma Hyposense gut funktioniert?! 

Da meine Süße glücklicherweise kein Durchfall hat und eigentlich nie auf Futtersorten reagiert, bin ich erstmal verschont von Experimenten. 

 

Nimmt sie denn auch so stark ab, wenn sie Durchfall hat oder plagt sie nur der fiese Schmerz? 

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@BellaSchnute

 

Momentan gebe ich Royal Canin hypoallergen, das war das einzige, was "nur" etwas schwammigen Kot verursacht hat.

Ich lebe nicht in Deutschland, Lupovet habe ich hier noch nicht gesehen. Und wie gesagt, ich traue mich gerade schlicht nicht zu Experimenten. Abnehmen war hier nicht so ein riesen Problem, weil sie durch das Antibiotika gut gefressen hat und es ihr zwischendurch auch immer wieder gut ging. Ich bin hier teilweise abends um elf weinend in die Tierklinik und 10 Minuten spaeter stand sie wieder schwanzwedelnd vor mir. Nur jedes Mal, wenn wir das Antibiotika abgesetzt haben, gingen die Symptome wieder los. Dehydration war ganz schlimm, sie hat Tage am Tropf in der Klinik verbracht. Ich hatte zeitweise 6 Trinknaepfe im Haus stehen.

 

 

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Guten Morgen Lique,

 

das Lupovet gibt es glaube ich nur online zu bestellen, viele sind aber begeistert. Kannst es googlen oder bingen oder so :)

Sollte meine Nase nicht bald Besserung zeigen, was die Nährstoffaufnahme anbelangt, werde ich wohl auch notgedrungen darüber nachdenken ihr das Spezial-Trofu zu reichen.

Wobei bei ihr ja eigentlich nur der Darm wieder abheilen muss, was natürlich Geduld erfordert.

 

Hat man einen Allergiker oder einen Hund der Unverträglichkeiten entwickelt, sollte dann wirklich auf so wenig Zusätze wie möglich geachtet werden.

 

Hattest du bei deiner kleinen eine Darmsanierung gemacht? Gab es immer Antibiotika oder auch Cortison?

Es ist echt schlimm, wenn der Hund dehydriert, ich hoffe wir kommen um einen Notbesuch rum, was Infusion und Co betrifft.

Dafür das es heisst die Hunde saufen mehr bei Cortison, kann ich das nicht so bestätigen. Sie pinkelt kleine Bodenseen aber viel trinken ist nicht. Daher mache ich in ihr Futter immer einen Schwapp Wasser mit rein.

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