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Hundeforum Der Hund
Steffisurft

Hündin oder Rüde als Ersthund

Empfohlene Beiträge

Hallo liebe erfahrene Hundebesitzer, wir wollen uns bald einen Hund zulegen, ein Labrador soll es werden. Wir haben sehr viel gelesen und sind verunsichert ob sich eher ein Rüde oder eine Hündin als Ersthund anbieten. Wir sind Beide Anfänger und wollen gerne Alles richtig machen. Liebe Grüße aus Hamburg 

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Wendet euch an einen seriösen Züchter mit dem ihr euch gut versteht, dessen Hunde euch gut gefallen. Er kann euch beraten und wird für euch den passenden Welpen aussuchen. Denn es ist eher eine Frage der passenden Persönlichkeit des Welpen als eine Frage des Geschlechts.

Ein sanfter, ruhiger Rüde kann z.B. durchaus besser passen als die forsche, sehr aktive Hündin.

Es ist wie bei uns auch: Es sind alles Individuen

 

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Ach, und grau ist alle Theorie 😉

 

Als Anfänger werdet ihr nicht alles richtig machen, genausowenig wie z.B. frisch gebackene Eltern.

Mir begegnen immer öfter Leute, die total verkopft und verkrampft sind in ihrem Bestreben keine Fehler zu machen.

Vieles bleibt ein sich aneinander anpassen und improvisieren und da ist ein gesundes Bauchgefühl echt hilfreich.

Sich theoretisch mit Büchern vorzubereiten ist gut und richtig. Sich Hilfe holen tut man besser zu früh als zu spät.

 

Ich sag immer: Das Wissen und die Erfahrung eines fähigen Züchters ist mit Geld nicht zu bezahlen - gilt übrigens auch für gute Tierschutzvermittler.

 

 

 

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Das mit dem Züchter kann ich bestätigen. Er meinte: "Der Kleine ist der frechste aus dem Wurf." Und er hatte Recht, mein kleiner Liebling hat sich seine Spitznamen "Lümmelchen und Rüpelchen" ehrlich verdient. Ich habe auf Treffen viele seiner Sorte kennengelernt und dabei den Eindruck gewonnen, dass die Hündinnen etwas sanfter waren als die Rüden. Kann aber natürlich sein, dass mir das nur so vorkam, weil mein Hund, jedenfalls in der Pubertät, ein wirklicher Lümmel war.

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Unterm Strich sind Hündinnen schon leichtführiger als Rüden, d.h. aber nicht, dass es keine Rüden gibt, die einfacher als so manche Hündin sind.

Rüden wollen halt mal eher die genauen Grenzen abgesteckt haben, dafür können Hündinnen kapriziöser sein.

Und auch da wieder: kann es Exemplare geben, bei denen es genau umgekehrt ist.

Das eine ist nicht schlechter als das andere. Es kommt eben auch sehr darauf an, was einem mehr liegt.

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vor 40 Minuten schrieb saicdi:

Unterm Strich sind Hündinnen schon leichtführiger als Rüden, d.h. aber nicht, dass es keine Rüden gibt, die einfacher als so manche Hündin sind.

Rüden wollen halt mal eher die genauen Grenzen abgesteckt haben, dafür können Hündinnen kapriziöser sein.

Und auch da wieder: kann es Exemplare geben, bei denen es genau umgekehrt ist.

Das eine ist nicht schlechter als das andere. Es kommt eben auch sehr darauf an, was einem mehr liegt.

 

Ok - ich hatte immer Hündinnen, warum kann ich eigentlich gar nicht so genau sagen.

Und diese Hündinnen waren sehr unterschiedlich.

Ich glaube nicht, dass das Entscheidende die Frage "Rüde oder Hündin?" ist - das Entscheidende ist die Bereitschaft, sich mit dem Vierbeiner, der da kommt,

in Ruhe und mit viel Geduld zu beschäftigen, sich von so mancher idealistischen Erwartung zu verabschieden und den Hund so anzunehmen, wie er ist, wie er sich entwickelt.

Und ja - wie schon mal angesprochen wurde in diesem Faden - sich kompetente und gewaltfreie Hilfe zu suchen, wenn man selbst am Ende seines Lateins ist.

 

Lasst nicht nur euren Kopf sprechen, lasst nicht nur, das, was ihr euch angelesen habt, als Richtschnur für euren Umgang mit dem Hund gelten.

Schaltet den gesunden Menchenverstand ein und blaubt auch eurem Bauchgefühl.

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@Steffisurft Wenn ihr soviel gelesen habt, dann wisst ihr ja sicher, dass es bei der Wahl "Rüde vs. Hündin" bestimmte Dinge gibt, die einem das Leben schwer machen können, besonders Anfängern. Womit ihr da jeweils besser klar kommt, wisst ihr ja nur ganz allein. Ich hatte in meinem Leben mehrere unkastrierte Einzelhunde, immer Mischlinge, Rüden und Hündinnen, die mich im Alltag als Familienhund begleitet haben und mit im Haus lebten. Ich finde, es macht einen Riesenunterschied, ob man einen Rüden oder eine Hündin hat. Ich fasse mal zusammen, was für mich bei der Auswahl wichtig ist:

 

Rüden können ziemlich nerven, wenn sie den Geruch läufiger Hündinnen mal aufgenommen haben (meist geballt im Frühjahr und Herbst, aber auch mal zwischendurch). Kann gut sein, dass sie dann die Nächte durchsingen und partout nicht zur Ruhe kommen können, "Liebeskummer" eben. Das kostet Nerven und kann ein oder zwei Wochen pro Läufigkeitssaison schlaflose Nächte bedeuten. Muss aber nicht so extrem sein. Sie können dann auch mal schnell und unerwartet von Zuhause oder unterwegs entschwinden, um die Dame zu aufzuspüren. Das ist schon ein großes Potential für Ärgernisse, Streit oder Unfälle und in meinen Augen der größte Nachteil bei Rüden. Egal wie alt sie sind, der Reiz der Damen lässt nicht nach. Manchmal blühen die Senioren in ihrer Anwesenheit sogar wieder etwas auf. 😄 Im hohen Alter gibt es manchmal Probleme mit der Prostata, wie bei Menschen auch. Mit einem Rüden kommt man häufiger mal in unangenehme Situationen, weil sie die Damen außerhalb und kurz nach ihrer Läufigkeit oft nerven und die Hündinnenhalter das nicht gut finden. Ich selber fand es ideal, wenn die Hunde frei waren und die Hündin den Rüden selbst abgewehrt und eingenordet hat. Beide Seiten müssen das auch erst mal lernen, aber das macht nicht jeder Halter so. Rüden können sehr, sehr aufdringlich werden und junge Rüden kennen da erst mal überhaupt keine Grenzen. Im Idealfall genügen aber ein Blick und die Körpersprache von einer älteren Hündin und erfahrene Rüden drehen sofort ab, wenn eine Hündin ihre Ruhe haben will. Hängt aber vom Charakter und Erfahrungsstand der Beteiligten ab. Manche Hündinnen muss man immer etwas beschützen.

 

Hündinnen werden ihr Leben lang ein- bis zweimal im Jahr läufig. In der Wohnung sind sie normalerweise so reinlich, dass sie das verlorene Blut sofort auflecken und wegputzen. Läufigkeitshöschen können da helfen, wenn das die Heimhygiene stört. So betrachtet sind Rüden "sauberer". Während der Standhitze laufen Hündinnen auch gern mal mit den Rüden zusammen weg, um sich ungestört verpaaren zu können. Freilauf ist dann auch für sie nicht drin. Wer keinen Nachwuchs möchte, muss dann mehrere Wochen pro Läufigkeit immer auf der Hut sein, egal, ob man Hündin oder Rüde hat. Beide Seiten können da recht kreativ und zielstrebig sein und mit Erziehung kommt man da meiner Meinung nach nicht gegen an. Gassigänger könnten mit der Abwehr verliebter Rüden überfordert sein und in die Hundeschule darf man dann auch nicht, soviel ich weiß. Ich betrachte die Sexualität von Hunden als "höhere Gewalt" und bin da bei allen Hunden nachsichtig. Mit der Zeit kennt man seinen Hund und die Pappenheimer-Aktionen und muß da einfach achtsam sein. Mit einer läufigen Hündin wird man häufiger mal angepöbelt, wieso man mit der überhaupt draußen herumläuft (von genervten Rüdenhaltern natürlich, s.o.). Natürlich müssen die Mädels dann auch nach draußen und brauchen Auslauf, vielleicht aber eben etwas kürzer oder an einsameren Orten. Oft begegnen einem unterwegs Rüden ohne ihre Halter, die man dann mühselig von der Hündin fernhalten muss. Eine zweite Leine kann da helfen (manchmal hängt die auch noch dran 😄) und das Ausschauhalten und Horchen nach den Haltern in der Ferne. Ist immer gut, wenn man weiß, wo die Rüden wohnen, um sie dort abzuliefern. Angeblich sind Hündinnen verschmuster und anhänglicher. Das kann ich nicht bestätigen. Ich glaube, das hängt eher vom Charakter des Hundes ab. Medizinisch könnte es bei Hündinnen ggf. Probleme geben wegen Scheinschwangerschaften, Gebärmutterentzündungen oder in höherem Alter auch mit Milchleistentumoren.

 

Meine Hunde hatten Freunde und Feinde unter beiden Geschlechtern, aber mit dem jeweils anderen Geschlecht vertrugen sie sich tendenziell besser, aber darauf verlassen kann man sich leider nicht. Die schlimmsten Feindschaften gab es immer mit dem gleichen Geschlecht und mit gleich starken oder stärkeren Tieren. Es gibt ganz unabhängig vom Geschlecht auch noch so ein Kräftemessen und Austesten, wer dominanter und "mächtiger" ist. Da schien es dann eher um das Recht des höheren Alters, das Revierrecht und um Futterquellen zu gehen, das "Wer bin ich, was darf ich und was stelle ich dar". Das kenne ich von Rüden und Hündinnen gegenüber allen Hunden, die da so auftauchten, egal wo sie alle gerade waren. Ich denke, es gibt eben Rabauken und Schisshasen, Dummies und Schlauies, Talente verschiedener Art unter beiden Geschlechtern. Kann sein, dass Züchter solche Charakteranlagen bei ihren Welpen erkennen können. Ich erkenne so ein paar grundlegende Dinge höchstens bei erwachsenen Hunden und das auch nicht 100%-tig.

 

Kastrationen kommen für meine Hunde nicht in Frage. Nachkommen hatten meine Hunde trotzdem keine (soviel ich weiß), aber das kostet eben etwas Nerven und Aufwand.

 

Ich wünsche euch jedenfalls viel Spaß demnächst mit eurem Labbi, egal ob es ein Rüde oder Mädel wird!

 

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@Laikas hat es super auf den "Punkt" gebracht.

Meine Lebenserfahrung, sehr simpel.... der HH bestimmt, wie verträglich ,anpassungsfähig sein Hund an sein Leben ist.

 

Meine Tochter , die ja nun mit Hunden aufgewachsen ist, rate ich für ihren eigenen , ersten Familienhund, gehe zu einer Pflegestelle, lass Dich beraten, suche Dir einen wenigstens 3 jährigen Hund aus.

3 Jährig- Hund ist in seinem Charakter erwachsen, also gefestigt .

Pflegestelle, Hund lebt im Haus mit, die Leute erleben diesen Hund täglich, sind meist

sehr, sehr ehrlich,da sie die Hunde wie ihre Eigenen halten und lieben.

 

Gegen einen Welpen als absoluter Anfänger:

Welpen sind super niedlich, da setzt beim Aussuchen meist der Verstand aus.

Welpen entwickeln sich aus dem Babyalter (weis nichts, kann nichts, ist unsauber, schläft Nachts nicht durch.. kann nicht alleine bleiben....)

zum Pupertierenden (weiss wieder nichts, zerstört, testet seine Grenzen aus, ist ständig super aufgedreht, braucht ständig Bewegung, Beschäftigung um kein Blödsinn zu machen, kann nicht alleine bleiben...)

endlich zum gefestigten erwachsenen Hund , so , je nach Rasse, nach dem 2.Lebensjahr.

 

 

 

 

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Ich hatte bisher drei Welpen und zwei erwachsene, 7jährige Hunde übernommen.

Ich habe weder im einen noch im anderen Fall schlechte Erfahrungen gemacht.

Und beim ersten Hund, einem Terrierwelpen, war ich Anfänger.

Erwachsene Hunde sind nicht geplant, finden uns, Welpen suche ich.

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