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Hundeforum Der Hund
melaniemitmilo

unklare Krankengeschichte

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Hallo zusammen,

 

aus aktuellem Anlass habe ich mich angemeldet. Ich suche den Austausch, vor allem mit Leuten, die gleiche oder sehr ähnliche Erfahrungen haben.

Ich bitte von wiederkehrenden "geh zum TA" abzusehen, weil Milo bereits in tierärztlicher Behandlung ist - dazu folgt noch genaueres.

 

Als Basis mal etwas zu Milo selbst: Milo ist ein 3,5 jähriger Golden Retriever Rüde, intakt, aus einem großen Wurf mit 10 Geschwistern und von einem gutem Züchter.

Mit etwas über zwei Jahren gab es eine SDU Diagnose, seither bekommt er 2x 3/4 Tablette Forthyron 400 - wie üblich morgens und abends im Abstand von 12 Stdunden. Milo ist ein sportlicher, aktiver Hund, gehört eher zu den schmaleren Rüden, hat im Normalfall um die 28kg. In seinem Wurf gab es sehr große Geschwister und dann eben die eher kleineren. Ihm fehlt im Unterkiefer von Geburt an der P4, was aber nie ein Problem war.

 

Er ist ein absoluter Sonnenschein! Pflegeleicht bis zum geht-nicht-mehr und das ist insofern hilfreich, als dass er oft zum Arzt muss(te) und auch immer wieder freudestrahlend in die Praxis läuft - Tierärzte findet er toll.

 

Seit April (eventuell Mai) trägt er ein Seresto Halsband, da dieses Jahr die Zecken nur so über ihn hergefallen sind. Gestern hab ich es abgenommen.

 

Und hierum geht es nun:

Im August diesen Jahres hatte Milo eines seiner weichen Plüschtiere im Maul und dann quiekte er plötzlich los, lies das Plüsche fallen und kam zu mir, klein gemacht und suchte Trost. Getröstet, Plüschi untersucht, Hund angeschaut. Nichts gefunden. Später fiel dann auf, dass er nicht richtig gähnen konnte. Das typische Gähngeräusch fehlte und er dreht den Kopf beim Gähnversuch nach rechts unten. Nächsten Tag zum TA, trotz röngten nichts gefunden. Schmerzmittel mit geringem Cortisonanteil für 10 Tage bekommen. Im September und Oktober war dann "alles ok".

 

Anfang November hatte er wie so oft seine Leine im Maul. Er trägt die immer wieder mal während des Spazierganges, das tut er schon ewig. Plötzlich gleiche Situation wie mit dem Plüschi. Gequiekt - ziemlich laut - Leine fallen lassen, zu mir gekommen, Schutz gesucht. Getröstet, gekuckt, ab nach Hause, ausruhen, (anderen, wegen Umzug) TA angerufen. Hingefahren, auf dem Hof des TA selbes Spiel. Milo hatte die Leine gegriffen und ist losgetrabt, gequiekt, .... Dann kam der TA. Milo den Kopf verdreht, links, rechts, hoch, runter. TA sagt erst, Halswirbelsäule, dann Kieferproblem. Sagt, CT etc kann ich mir sparen. Gibt mir für 10 Tage phen-pred mit.

 

Auf dem Heimweg meine Freundin kontaktiert. Die ist Physiotherapeutin. Ich beschloß dann einen Physio draufschauen zu lassen. Dieser schaute sich Milo 2x an. Ein Mal unter Schmerzmitteln. Seine Meinung, Halswirbel völlig ok, insgesamt fühlt sich alles ok an. Milo bekam noch eine Massage und nach über 1 Stunde war die Sitzung vorbei. Eine Woche später war der der zweite Termin mit dem Phsio, dieses Mal war Milo Schmerzmittelfrei. Während der Untersuchung, für die sich der Physio sehr viel Zeit genommen hat, konnte er nichts feststellen. Am Ende der Sitzung hatte Milo im Spiel plötzlich den Unterarm vom Physio ins Maul genommen und .... genau....plötzlich wieder gequiekt. Er hat dann aber den Kopf beim Gähnen, das wieder nur beschränkt möglich war, den Kopf nach links unten gedreht.

 

Ratlosigkeit.

 

Milo kann zu jeder Zeit, egal ob er Schmerzmittel bekommt oder nicht, normal fressen und saufen, da gibt es keine Einschränkungen. Er führt sich auch auf wie sonst, alles völlig normal.

 

Wieder zum TA (dem ersten), großes Blutbild machen lassen. Das ist soweit ok. Sein T4 Wert ist nicht so dolle, aber das kann vorkommen, wir behalten es im Auge. Laut TA hat er eine Entzündung im Körper, aber die Untersuchung am Hund ergibt nichts. Wir haben jetzt wieder phen-pred bekommen, 2x2 tgl plus 1x2 omeprazol. Vertragen tut er es gut. Und, er ist gut drauf. Säuft etwas mehr als sonst, liegt bei ca 1,5 bis 2 Liter. Behalte auch das im Auge.

 

Milo wurde von kleinauf gebarft (ärztliche Kontrolle). Jetzt, seit ca drei/vier Wochen bekommt er TF. Damit kommt er prima zurecht, verträgt es also gut.

 

Was mir noch in den Sinn gekommen ist, dass kurz nach den Vorfällen (bin leider nicht sicher, ob das jedes Mal so war) sein rechtes Auge vermehrt tränt. Nach Gabe von phen-pred stoppte das aber.

 

Ich könnte jetzt losrennen und ihn zum MRT geben oder zur Biopsie oder EMG oder oder oder. Der Schritt dahin ist mir aber zu groß. Das heißt nicht, dass ich das ablehne, sondern ich bin genrell so, dass ich genre kleine Schritte gehe, auch bei mir (Beispiel: nach der Diagnose Magentumor habe ich den operieren lassen, aber ohne Chemo/Bestrahlung, was üblicher Weise gemacht wird und die Entscheidung bereue ich nicht).

 

Ich möchte nun einen TA suchen, der etwas erfahrener ist, bei dem der Kopf anfängt zu rattern, wenn ich Milos Geschichte erzähle. Ende November kommt der Physio auch wieder, um Milo eine ausgiebige Wellnessstunde zu verabreichen.

 

So, ich glaube, das war es soweit. Vergessen hab ich hoffentlich nichts.

 

Sollte jemand ähnliche Erfahrungen haben, dann bitte ich um die Geschichte und den Weg, der gegangen wurde oder gerade gegangen wird. Dafür wäre ich sehr dankbar!

 

Am Ende tue ich so ziemlich alles, damit es Milo gut geht, war er doch vor allem in den vergangenen 1,5 Jahren immer für mich da. Und er ist einfach ein ganz besonderer Schatz.

 

Danke für eure Zeit!

 

BG melaniemitmilo

 

 

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Kann es sich um ein Problem mit den Zähnen oder dem Zahnhalteapparat handeln?

Hast du zu diesem Thema schon mal tierzahnärztlichen Rat eingeholt?

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Hallo Renegade,

 

nein, wie beschrieben, bei einem Tierzahnarzt war ich nicht.

 

Grund dafür, das Röntgen bezog sich vor allem auf den Kiefer, denn der TA meinte, es könnte durchaus ein Abzess sein o.ä.. Das Röntgen zeigt recht ziemlich klar, dass alles sauber ist, sprich kein Abzess, etc. Auch der Kiefer ansich sieht gut aus. Milo kann das Maul eigentlich normal öffnen und schließen, kein querstehender Kiefer. Die Aussage des TA wird auch vom Physio bestärkt. Der sagt, es fühlt sich alles normal an. Lymphknoten sind nicht geschwollen.

 

Ich tendiere aber schon dahin einen Tierzahnarzt aufzusuchen, da ich davon ausgehe, dass es sich um eine Kiefer-Geschichte handelt.

 

Merkwürdige Geschichte.

 

Hat jemand einen Tip für einen wirklich guten Tierzahnarzt in Berlin oder im Schwalm Eder Kreis? Ich suche nach einem guten Tierarzt, nicht nach vergoldeten Stühlen im Wartezimmer.

 

BG melaniemitmilo

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Augen, Ohren, Zähne/Zahnfleisch und Nebenhöhlen würde ich definitiv checken lassen. Alles Dinge bei denen es zu einem kurzen ekligen Schmerzreiz "im falschen Moment" kommen kann wenn da was entzündet/ im Argen ist.

 

Kiefer, Schädel, Masseter, HWS würde ich trotzdem noch mal von einem anderen TA bildgebend abchecken lassen. Eine Zahnfistel zum Beispiel kann gerade im Anfangsstadium gut übersehen werden..... die Dinger sind tückisch..... 

... vor allem auf der Seite auf der das gelegentlich tränende Auge sitzt würde ich nochmal genauer hinsehen lassen.

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Hallo melaniemitmilo erstmal,

ich habe auf die schnelle dieses hier zu deinem Problem gefunden

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Kaumuskelmyositis

 

vielleicht hilft dir das schonmal ein wenig weiter.

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Ich denke auch in die Richtung von Renegade und Lyris. Hinzufügend vielleicht noch der Hinweis, dass m.E. ein Physiotherapeut hier der falsche Ansprechpartner ist. Ich würde einen Chiropraktiker nachschauen lassen.

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Hallo zusammen,

 

erstmal Danke für jede Antwort!

 

Ich möchte nicht unfreundlich sein, aber meine Frage ging nicht in die Richtung "zu welchem Arzt soll ich gehen", sondern ich suche nach Hundehaltern, die vielleicht ähnliches/sehr ähnliches mit ihrem Hund erlebt haben.

 

@Lyris

Ich habe bereits zwei verschiedene TA aufgesucht (steht auch so im ersten Post), Milo wurde auf den Kopf gestellt und geröngt wurde natürlich auch. Wäre es eine Fistel, dann wäre diese mittlerweile weit über das Anfangsstadium hinaus (erstes Bild August, zweites November).

 

Danke nochmal,

melaniemitmilo

 

 

 

 

 

 

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Was willst du? JA, ich kenne durchaus ähnliches bzw. gleiches. Entweder - wie schon jetzt mehrfach beschrieben - ein Zahnproblem. Da hilft nur ein Röntgen bei einem, der sich mit Zähnen spezialisiert auskennt. Begründung: deine Tä haben nichts gefunden. Folge: anderer Ta.

Oder aber: dein Hund hatte ein schmerzhaftes Problem und sein Gehirn und sein Nervensystem "erinnert" sich und reagiert daher. Dann auch: JA, Wechsel von Physiotherapie zu Chiropraktik.

Oder lass es wie es ist.

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Wow und tschüß!

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