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Hundeforum Der Hund
Lachi

Hunde in Spanien

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Warum sind die kleinen Hunde am Strand in Palma alle so entspannt, folgen ihrem Herrchen und lassen die anderen Hunde Yogi mäßig ihr Ding machen ohne zu bellen... In Deutschland machen die Hunde meist mehr Radau wenn sie anderen Hunden begegnen? 

 

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vielleicht, weil die Leute und somit die Hunde deutlich entspannter sind, auch was ihre Hunde angeht.

 

Ich bewundere die Hunde der Obdachlosen in Berlin oft, super entspannt, auch wenn sie mal gegenseitig sich die Meinung bellend, knurrend, raufend sagen.

 

 

 

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Wir waren vor drei Jahren mit unseren beiden in Barcelona Freunde besuchen, die praktischerweise direkt neben einem Hundeauslauf wohnen:

Da ist mir auch aufgefallen, dass ich schon ewig nicht mehr so viele entspannte Hunde auf einem Haufen getroffen habe. Für Ice mit ihren z.T. fragwürdigen Umgangsformen, wir arbeiten daran seit mittlerweile 10 Jahren, waren die Tage dort tolle Nachhilfestunden, die sie verhaltenstechnisch echt weitergebracht haben. Natürlich habe ich mich auch gefragt woran das liegen könnte...

Ich kann dazu nur spekulieren:

Vielleicht hat es etwas mit entspannteren Besitzern zu tun. Hier habe ich oft das Gefühl, dass die Besitzer vor lauter Streben nach Perfektion und Einhalten der Regeln innerlich verkrampfen, was sich dann natürlich auf ihre Hunde überträgt.

Dort wie übrigens auch in Frankreich, wo wir häufig Urlaub machen, gehorchen die Hunde oft nicht besonders toll, aber irgenwie funktioniert es trotzdem und man trifft viel seltener Hunde, die wirklich unangenehm auffallen.

Vielleicht täte es den Hunden hier ganz gut, etwas mehr Hund sein zu dürfen und etwas weniger Aufgaben erfüllen zu müssen ?

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vor 11 Minuten schrieb saicdi:

Vielleicht hat es etwas mit entspannteren Besitzern zu tun. Hier habe ich oft das Gefühl, dass die Besitzer vor lauter Streben nach Perfektion und Einhalten der Regeln innerlich verkrampfen, was sich dann natürlich auf ihre Hunde überträgt.

Dort wie übrigens auch in Frankreich, wo wir häufig Urlaub machen, gehorchen die Hunde oft nicht besonders toll, aber irgenwie funktioniert es trotzdem und man trifft viel seltener Hunde, die wirklich unangenehm auffallen.

Vielleicht täte es den Hunden hier ganz gut, etwas mehr Hund sein zu dürfen und etwas weniger Aufgaben erfüllen zu müssen ?

 

Dem kann ich nur voll und ganz zustimmen. Hier in Spanien ist das Streben nach Perfektion wirklich noch nicht angekommen. Also, die Hundehalter, die mit ihren Hunden spazieren gehen, sehen alles gar nicht eng. 

Und in der Bretagne machen wir dieselben Erfahrungen. Zu 99% treffen wir friedliche, freundliche Hunde - und alle meistens im Freilauf. 

 

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Genetik, Sozialisierung, Lebensweise inklusive Erwartungshaltung... 

 

Wir mögen hier leider Rassen, die oft nur schwer in unser Leben passen, machen uns viel zu viele Gedanken rund ums Thema Hund und haben eine irre hohe Erwartungshaltung. Klar sieht man hier viele gestresste Hunde.

 

Tendenziell finde ich z.B. Hunde aus südlichen Ländern mit einer Siesta-Kultur sehr, sehr viel angenehmer als Hunde aus dem osteuropäischen Ausland. Tendenziell natürlich, es gibt auch super nette Rumänen etc. Das liegt sicher nicht nur (aber auch) am Umgang, sondern z.B. auch an den vielen HSH-Mischlingen, die nur schlecht in unser Leben passen und - wenn schlecht sozialisiert und wahllos vermehrt, auch nicht mehr die Selbstsicherheit und Beherrschtheit eines HSH aufweisen. 

 

Meine Hundetrainerin hat ein Ferienhaus in Frankreich (Süden) und sagt auch immer, dass die Hunde dort viel entspannter sind. Wobei ich in Frankreich (dort reise ich schon seit zwei Jahrzehnten jährlich hin) doch in den letzten paar Jahren auch einen unentspannteren Umschwung erlebe. Früher konnte man dort gut tolle Hunde adoptieren, inzwischen siehts zumindest in grenznahen Tierheimen aus wie bei uns: HSH, neurotische Hüter oder bissige Schäfer so wie Listis und wenig anderes. 

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Was man hier auch deutlich häufiger trifft, als in anderen Ländern finde ich:

Besitzer, die mit Hilfe ihres Hundes ihr (unterentwickeltes) Ego meinen aufpolieren zu müssen, die stolz auf ihren giftigen Hund sind und sich gut fühlen, wenn er anderen Respekt einflößt.

Auch in Holland und Dänemark habe ich die Erfahrung gemacht, dass sich am leeren Strand, trotz theoretischer Leinenpflicht, niemand an freilaufenden Hunden stört und die Besitzer zugleich selbstverständlich darauf achten, dass ihre Vierbeiner niemanden belästigen. Klappt alles wunderbar entspannt und friedlich; ist aber vielleicht auch eine besondere Situation, da alle Hunde jederzeit ihren Abstand und das Tempo der Annäherung selbst bestimmen können, und Standspaziergänger normalerweise entspannt und gutgelaunt sind...

 

 

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vor 25 Minuten schrieb saicdi:

Besitzer, die mit Hilfe ihres Hundes ihr (unterentwickeltes) Ego meinen aufpolieren zu müssen, die stolz auf ihren giftigen Hund sind und sich gut fühlen, wenn er anderen Respekt einflößt.

 

Man muss aber auch bedenken, dass in Spanien - und auch in Frankreich - die Hundehaltung anders aussieht. Viele Spanier finden "giftige" Hunde auch mega cool. Sie sind aber dann nicht auf den üblichen Spazierwegen anzutreffen. Diese Hunde sind anfangs vielleicht noch mit ihren Egomanen unterwegs, aber sobald der Hund erwachsen ist und dann nicht mehr leichtführig ist, sitzt der Hund an der Kette oder bewacht irgendwo alleine eine Wochenend-Finca. 

 

In Frankreich polieren besonders die Jäger ihr Ego mit entsprechenden Jagdhunden auf. Und wenn die Hunde nicht mehr das bringen, was sie bringen sollen, dann landen sie auf der Straße oder im Tierheim. Die öffentlichen Tierheime schläfern nach wenigen Tagen ein. 

 

In der Bretagne sehen wir in der Sommerzeit Jäger mit ihren Hunden spazieren gehen, also ohne Gewehr (weil dann keine Jagdsaison ist). Die Hunde hören meistens keinen Deut, außer wenn die Pfeife ertönt. Aber auch diese Hunde sind in der Regel gegenüber Artgenossen sehr gechillt oder gar nicht interessiert.

 

Der normale 0815-Hundehalter, wie wir alle es in diesem Forum sind, ist allerdings wirklich viel entspannter, als der in Deutschland. Wir müssen immer ein bisschen schmunzeln, wenn wir hier in Spanien oder in der Bretagne auf Hundehalter mit Hunden an der langen Schleppleine treffen. Es sind zu 99% Deutsche :D

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Es ist in Deutschland deutlich schwieriger, den Erwartungen anderer HH, die man auf den Spaziergängen trifft, zu entsprechen.

Auch wäre man in F und E viel zurückhaltender mit Kritik an Hund und Herr als man es hier oftmals erlebt.

Liegt natürlich auch an den räumlichen Gegebenheiten.

Das südpanische Campo oder wenig besiedelte Gebiete in Frankreich sind für einen Vergleich mit dem dichtbesiedelten Deutschland nur beschränkt geeignet.

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Es kommt auch in Deutschland vor, dass man auf entspannte Hunde incl. Halter trifft. Vor einiger Zeit habe ich Urlaub auf dem Darß gemacht. Als ich beim Strandspaziergang auf einen anderen HH traf, wollte ich in alter Gewohnheit aus meiner Heimat meinen Hund ranrufen um ihn ggf. anzuleinen. Der aber meinte: Lassen Sie ihn einfach laufen, das passt schon. (In meiner Heimat gibt es nur 2 Arten von HH: die mit den Kleinen "Huch, der frißt meinen armen Kleinen womöglich", die mit den Großen, meist Schäfis "Nein, nehmen Sie ihren Hund ran, meiner ist nicht so friedlich.") Ok, super, das war dann ein entspannter Spaziergang, und auch weitere HH auf die wir trafen, waren völlig entspannt.

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Im Prinzip ist das hier bei uns ebenfalls so, niemand leint einen Hund an, wenn ihm jemand mit Hund entgegen kommt. Nicht auf dem Feld und auch nicht an der Isar. 

Da wäre ich bei Dreien und einer tauben Kissy echt beschäftigt.

Ich tue es nur bei uns direkt vor der Haustüre im ganz kleinen "Wald", wenn ich einen Hund und Halter nicht kenne. Frage aber vorher.

Nicht jeder Hund reagiert auf einen bellenden Kleinhund gelassen, da fang ich sie als erstes ein. Am Fluss und auf dem Feld tut sie es in der Regel nicht.

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