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Hundeforum Der Hund
Chrissy1979

Eventuell Lebershunt :-/

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Hallo und danke für die Aufnahme. 

Das ist meine 1 Jahre alte Hündin Heidi. Sie wohnt jetzt seit 6 Monaten bei mir und seit dem waren wir schon oft in der Tierklinik, weil sie unter gewissen „Anfällen“ leidet. 
Beim ersten Anfall dachten wir es wäre eine Vergiftung gewesen und wurde darauf behandelt, aber es wiederholte sich seid dem 4 mal wieder. Sämtliche Krankheiten wurden getestet und ausgeschlossen. Zuletzt heute Cushing bzw Addison. Die letzte Krankheit die übrig bleibt ist nun der Shunt. Bei den letzten Blutwerten (gestern gemacht, weil wieder ein Anfall) waren die leberwerte und die Gallenwerte stark erhöht. Bei den letzten drei „Anfällen“ war es nur die Leber. Das erst mal nun auch die Galle erhöht. 

Die „Anfälle“ gestalten sich immer gleich. In einem Moment ist sie gut drauf und im anderen fährt ihr Körper total runter. Von einer Sekunde auf die andere. Der Blutdruck sinkt, der Blutzucker sinkt, der Puls wird langsam. Sie bricht und kotet. Dann ist sie im totalen Schockzustand. Ein Tag in der Klinik mit Infusionen, Glukose etc und dann ist sie wieder wie immer. Das sind wirklich schwere Situationen, weil sie dann in absoluter Lebensgefahr ist und man schnell handeln muss. Das kommt etwa alle 2 Monate vor. 
Von einem Anfall zum nächsten merkt man ihr überhaupt nichts an. 
Auf jeden Fall, nach dem Addison und Cushing durch den ACTH Test ausgeschlossen wurde, steht nun unter Narkose das Röntgen mit Kontrastmittel bevor. 

Ihr Blutzucker ist das größte Problem, der ist ständig niedrig und in einem Anfall liegt der meisten bei 20. Und normal wert wäre um die 80. deswegen muss ich ihr gerade alle drei Stunden Futter hinstellen um den Blutzucker bei Laune zu halten. 

Ich habe ehrlich gesagt null Ahnung von der Krankheit  und hoffe hier ein paar Leidensgenossen zu finden. Natürlich ist die Diagnose noch nicht bestätigt, aber das einzige was noch übrig bleibt. 

Heidi ist ein sehr aktiver und gefräßiger Hund. Sie spielt fast ununterbrochen und ist immer gut gelaunt. Sie ist ein Straßenhund in Kroatien gewesen und ich möchte nun alles tun was möglich ist um ihr zu helfen. Aber ich habe schon ne Menge über den Shunt gelesen und das macht mir Angst. 

Hat jemand Erfahrungsberichte ? Ideen ? 
Wie gesagt es ist noch nicht bestätigt, aber andere Krankheiten sind nicht mehr auf dem Schirm. 
 

Liebe Grüße

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Das klingt ja erschreckend!

Es tut mir Leid, ich habe mit dieser Krankheit keine Erfahrung, wünsche euch aber sehr, dass ihr passende Inputs bekommt und vor allem baldige Besserung!

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Hallo
Ich bin in diesem Forum zur Zeit auch ein wenig am lesen, da es mir hilft einem meiner Hunde auf seinem letzten Weg noch all meine Liebe zu schenken. Er ist aber schon 15 Jahre alt..

Ich hoffe, das der Tierarzt schnell eine Diagnose stellen kann . 

Sollte es sich wirklich um einen Lebershunt handeln,wird man abklären ob mit einem chirurgischen Eingriff das Problem gelöst werden kann. Ansonsten wird es wohl über eine lebenslange eiweissarme Ernährung gehen.

Alles Gute

 

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hallo und willkommen!

Es tut mir sehr leid, dass diese Verdachtsdiagnose im Raum steht. Einige Symptome passen zum Lebershunt, von daher könnte das durchaus möglich sein.

Wenn die Gallensäuren erhöht sind, ist das ein erster Hinweis. Harnstoff ist zu niedrig, wenn ich das richtig in Erinnerung habe. Ein weiterer wichtiger Parameter ist ein erhöhter Ammoniak.

Sicher diagnostiziert wird der Shunt dann durch einen Doppler-US.

Inzwischen ist die OP eines Shunt wohl ein Routineeingriff mit sehr hohen Erfolgschancen.

Bei uns ist es fast 15 Jahre her, vieles habe ich inzwischen vergessen (glücklicherweise), aber wenn du noch Fragen hast, versuche ich gerne, sie zu beantworten.

Auf jeden Fall möchte ich dir Mut nachen, dein Hund kann wahrscheinlich ein normales Leben führen und normal alt werden.

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Noch was Wichtiges vergessen: Was fütterst du deinem Hund? Auch wenn die Diagnose noch nicht feststeht, solltest du ab sofort auf Fleisch verzichten. Dann verbessert sich das klinische Bild meist sehr schnell. Als Proteinquelle eignet sich sehr gut Quark, wenn der Hund sehr schlank ist, darf es auch sahnequark sein. Alles an Kohlehydraten ist erlaubt.

Wenn dein Hund sehr verfressen ist, spricht das eigentlich gegen einen Shunt. Aber gibt´s nicht, gibt es nicht...

Unser Hund war jedenfalls von Anfang an ein Mäkler und wollte nicht wirklich gedeihen. Das war für 18 Monate das einzige Symptom.

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Hallo

 

Danke für  eure Antworten ! Sehr lieb. 
 

@ysabella 

 

das Blutbild spricht auch dafür. Die leberwerte sind  sehr hoch und die Gallensäure ebenso.
Sie ist wirklich sehr gefräßig. Sie frisst alles was sie findet, was schon zu vielen Problemen geführt hat. 
im Moment bekommt sie Leberdiät von RC (alle 3 h kleine Portion) 3 x am Tag Lactulose,  2x am Tag Hepato Tabletten und 2 x am Tag Omeprazol.

 

wir haben heute ein Termin für Montag zum CT bekommen mit Kontrastmittel, zusätzlich wird noch eine Biopsie gemacht und da sie eh unter Narkose ist und es ein Shunt sein sollte operieren sie gleich, wenn unkompliziert. Das wäre ja ideal. Aber leider läuft das nicht immer so „einfach“

 

aber wir hoffen das beste. 
auf jeden Fall scheint die Ernährung anzuschlagen. Es geht ihr schon etwas besser. 
 

es ist ja einfach traurig, sie hatte es bisher echt nicht leicht, ich hoffe sie kann das junge Hundeleinen bald in vollen Zügen genießen. 
 

wo habt ihr denn operieren lassen ? War es ein unkomplizierter Eingriff ? Und muss man danach noch Diät füttern ? 
 

viele Grüße 

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Unser Hund wurde in Hannover in der TiHo operiert. Damals gab es noch nicht so viele Kliniken, die Erfahrung mit Shunt-Ops hatten,

Der Eingriff war für einen Dienstag geplant, die OP musste aber abgebrochen werden, da er in der Narkose instabil wurde. Der zweite Versuch am Mittwoch war dann erfolgreich und am Freitag konnten wir ihn bereits aus der Klinik abholen.

Nach ca vier Wochen wurde der Ammoniakwert überprüft, und da er im Normalbereich war, konnten wir langsam auf normales Futter umstellen.

Danach ging es ihm dann etwa 10 Jahre lang richtig gut, dann wurde er wieder schwer krank (IBD und PLE) und verstarb nach drei Monaten, da keine Behandlung anschlug.

Wie gesagt, mittlerweile ist eine Shunt-OP immer noch ein großer Eingriff, aber es gibt eine ganze Reihe Ärzte, die sie regelmäßig durchführen. Ein Restrisiko ist ja bei jeder OP dabei, aber die Chancen für deine Hündin sind wirklich sehr gut.

Nach welcher Methode wird sie operiert? Bei uns wurde ein Ameroid-Konstiktor gelegt, der Shunt hat sich dadurch schön langsam und schonend verschlossen.

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Die verwenden eine Technik, bei dem das Gefäß mit einem Cellophanband umlegt wird, was zu einem schrittweisen und langsamen Verschluss führt. 
ich bin schon etwas aufgeregt. Narkose war noch nie mein Ding. Weder bei mir noch bei meinen Haustieren. Schlimm ist ja immer sie dort abzugeben und wieder zu gehen und den ganzen Tag zu warten. 
 

ich hoffe das wir ein bisschen Glück haben und wenn schon die Diagnose dann einfach zu operieren. 
 

danke für deine Berichte. Das hilft

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Ich drücke euch ganz fest die Daumen, dass ihr auf dem geschilderten Weg zum Erfolg und zur Heilung kommt!

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Danke euch ! 

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