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Hundeforum Der Hund
KleinEmma

Hat sich euer Ersthund durch den Zweithund verändert?

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Ich hab den Thread mal unter "Hunderudel" gestellt, weil ich nicht wusste, wo er am besten aufgehoben ist.

Mich interessiert, ob und wie sich das Verhalten eures Ersthundes durch den Zweithund verändert hat.

 

Wir wohnen mit der 8-jährigen Emma zusammen, die als Welpe zu uns kam, als wir noch zwei Hunde-Senioren hatten. Damals haben sich unsere Senioren nicht verändert, als Emma dazu kam. Und Emma war vom ersten Moment an stark auf mich fixiert. Das ist sie auch heute noch.

Nachdem die Senioren starben, war Emma weitgehend Einzelhund - bis auf die Zeiten, in denen wir Pflegehunde hatten.

Im Dezember 2019 zog dann der George zu uns. Er ist im September 2019 geboren. Emma und er haben sich von der ersten Minute an total gut verstanden. Sie sind einfach ein tolles Team.

Seitdem gibt es Verhaltensweisen, die Emma nicht mehr oder nur selten zeigt.

 

Zum Beispiel hat Emma fast immer bei mir im Bett geschlafen. Ihre Hundebetten standen mehr oder weniger als Deko herum. Seitdem George da ist, schläft sie in ihren Hundebetten und nur noch sehr selten bei mir im Bett.

 

Emma forderte mich mindestens einmal täglich zur großen Kuschelstunde auf. Dann sprang sie auf mein Bett, stupste mich vorher an und wartete, dass ich mich neben sie lege. Und dann kuschelte sie sich an mich und genoss die Streicheleinheiten. Auch das macht sie nur noch selten.

 

Abends sitze ich meistens draußen auf der Bank und betrachte den Sonnenuntergang. Emma saß dann neben mir oder auf meinem Schoß. Seitdem George bei uns wohnt, macht sie das nur noch selten.

 

Es wirkt so, als wäre ihr zum Beispiel das auf dem Schoß sitzen peinlich. Ich weiß, menschlich gedacht, aber so wirkt es. Wir sagen immer: "Jetzt will sie vor George ein echter Hund sein" :D 

 

Es ist aber nicht so, dass sie den ganzen Tag an George klebt. Sie machen viel gemeinsam, zumal George sie als Heldin ansieht. Aber sie machen auch beide ihr eigenes Ding und liegen getrennt in ihren Betten (beide haben zwei Betten in verschiedenen Räumen). 

 

Bei den Spaziergängen hat sich nichts geändert. George orientiert sich sehr an Emma und somit musste ich überhaupt nichts ändern. Ich rechnete damit, dass ich z.B. erstmal nicht fotografieren oder mir die Landschaft in Ruhe anschauen kann, weil ja ein Welpe/ Junghund dabei ist. Aber dem war und ist nicht so. Ich mache alles so, wie vorher mit Emma alleine.

Befürchtet hatte ich, dass Emmas Jagdlust erhöht werden könnte, wenn ein zweiter Hund dabei ist. George hat aber noch weniger Jagdlust als Emma. Witzigerweise klappt das Stopp (sofort stehen bleiben) und der Rückruf besser, seitdem George dabei ist. Klar, mit ihm habe ich das natürlich geübt, aber weil er sich gut an Emma orientiert, saß das sehr schnell.

Wenn jetzt Hase und Co. über den Weg rennen, laufen sie evtl. mal kurz nach, stoppen und drehen aber sofort um, wenn ich die Kommandos sage (ausgenommen bei Rehen - in Gebieten mit Rehen bleiben beide angeleint).

 

Wie war oder ist das bei euch?

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ich glaube, meine kleine Lucie hat den agressiven , menschennicht mögenden DSH sehr die Familienwelt erklärt.

Lucie ist immer noch diejenige, die dem großen Ramse sagt, wo er liegen darf, grins, im Wohnzimmer z.B.

ich habe viel Glück mit Lucie , Ramse aber deutlich mehr.

Obwohl ich nie wieder zwei große, so unterschiedliche und eigensinnige Hunde mehr gemeinsam führen wollte.

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Hunde müssen zwei Leben leben, wenn sie Artgenossen um sich haben. Das Leben in ihrer Hundewelt und unserer Menschenwelt. Wenn sie die Menschen, aber auch ihre Artgenossen mögen, gestaltet sich dies etwas schwierig. Ich bin auch davon überzeugt, dass Hunden etwas peinlich sein kann.

 

"Als die Mutter unserer „Zwerge" starb - sie waren da selbst
schon lange erwachsen - war es eine ihrer Töchter, Aise, die dies
verstärkt mitnahm. Sie hatte sich bis zum Schluss am meisten um
ihre Mutter gekümmert. Nach deren Tod überschüttete sie ihren
Lieblingsbruder Adin mit Zuneigung. Ich hatte den Eindruck, es
war ihm manchmal schon peinlich."

"Ich vermenschliche nicht. Auch wenn viele meinen, der
Mensch wäre etwas Besseres, so sind auch sie nur Säugetiere.
Jeder hat das gleiche limbische System im Gehirn für Emotionen.
Die Annahme, dass der Mensch andere Emotionen hat als zum
Beispiel ein Hund, entbehrt jeder logischen Grundlage. Ich hebe
nicht ein Tier auf die „Stufe“ des Menschen, ich sehe erst gar
keine Stufe."

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@Kuhls-Oppermann ich denke auch, unsere Hunde brauchen zwei "Sprachen", um zurecht zu  kommen.

Die "Sprache" untereinander und die Kommunikation mit den Mesnchen.

Ramse konnte die Kommunikation mit den Menschen nicht richtig.

Schon alleine das Ansehen, er nahm es soofrt als Provokation.

Lucie zeigte ihm, dass Angeschaut werden oder Anschauen eine andere Bedeutung zum Menschen als unter Hunde hat.

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Eigentlich sollte dieser Beitrag, warum wir vielleicht nicht allzu viel von Hundekommunikation verstehen, unter ein ganz anderes Thema, das hatte ich aber nicht mehr geschafft.

 

Ich gebe mir seit mehr als 10 Jahren Mühe die Kommunikation im Rudel zu verstehen. Nicht gerade erfolgreich. Nun bin ich auch nicht besonders sprachbegabt was die eigene Art anbelangt, aber grundlegende artübergreifende Informationen sollte man doch irgendwie verstehen können. In jedem Fall sind die Fellnasen uns weit voraus.  Sie belauschen uns den ganzen Tag und wissen meist genau worüber wir reden, jedenfalls, wenn sie daraus einen Vorteil ziehen können. Wir haben schon unsere Sprache geändert. Meine Frau sagte: „Denk bitte beim Einkaufen an die gelbe krumme Frucht“.  Eine ältere Hündin liebte Bananen über alles. Nur wenn das Wort schon fiel,  gab es  bereits Theater. Sie bekam weiterhin ausdrücklich Bananen und trotzdem dauerte es nicht lange und sie kannte auch die Bedeutung der gelben krummen Frucht. Hätte sie Finger, hätte sie schon ein Wörterbuch über unsere Sprache verfasst und man selbst bekommt kaum irgendetwas mit.  Auf dem Foto ist Dashka. Nie habe ich einen Hund mit größerer Vielfalt in der Mimik gesehen. Auch ihre Kinder sind weit davon entfernt, vielleicht fängt damit schon mein Irrtum an. Dashka führte das Rudel und immer wieder wurden alte fremde Hunde integriert. Die ausgedienten Schlittenhunde verbrachten ihren Lebensabend bei uns, deutsch konnte von denen keiner. Also eigentlich hatten sie ohnehin nicht allzu viele menschliche Laute bisher gehört. Nun gut, ich bemühte mich langsam, deutlich und laut zu sprechen, macht man irgendwie auch automatisch bei Menschen, die nicht unsere Sprache verstehen. Was ist, wenn Dashka nur dasselbe tat? Also für die Fremden mit Absicht mimisch völlig übertrieb, in der Hoffnung, dass sie sie besser verstehen?

 

Die Zwerge sind aufgewachsen, wie auch ihr Vater, bei uns.  Alle Hunde heute hier kennen sich von klein auf an. Mit Sicherheit tauschen sie den ganzen Tag Informationen aus, nur bekomme ich so gut wie nichts mit. Ich denke, sie sind häufig auch einfach zu kurz. Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, wie das so mit 21 war, danach sinkt unsere Verarbeitungsgeschwindigkeit von Informationen rapide. Auch mit 21 war ich in dieser Hinsicht jedem Hund unterlegen. Es gab da nur 50 Hz Fernseher, das Geflimmere ….. was für eine Qual für Hunde und Katzen. In der Biologie gibt es so eine Faustformel, begründet auf Herzfrequenz, Körpermasse usw., grob können wir sagen, in der Zeit einer menschlichen Schrecksekunde könnte eine Maus eine kleine Unterhaltung führen und ein Kolibri eine halbe Tageszeitung lesen. Ist nicht von mir, das hat schon vor langer Zeit ein schlauer Biologe ausgerechnet. Nehmen wir die Lebenszeit eines Säugetieres und die max. aufnehmbare  Informationsmenge ins Verhältnis, so leben wir alle gleich lang. Sollte nun jemand depremiert sein … ein Trost, Menschen sind pfeilschnell in der Informationsaufnahme und Verarbeitung im Vergleich zum Elefanten oder einem Wal.

Kurz gesagt: Vieles ist für uns vielleicht zu kurz.

 

DSC04563.JPG

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