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Hundeforum Der Hund
spitz2106

Mammatumore bei 12 Jahre alter Hündin

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Wer sagt denn, dass wir uns keine zweite Meinung eingeholt haben? Ganz bestimmt lassen wir sie nicht einfach vor sich hinknubbeln. Als Laie sind wir auf eine ehrliche Einschätzung eines Experten angewiesen, und wäre die Sache so klar, dann würde ich mich nicht für Erfahrungen anderer an ein Forum wenden. Der erste Tierarzt hat es nicht für nötig befunden, der zweite Tierarzt überlässt uns die Entscheidung, sagt jedoch, dass der Eingriff sehr schwer sein wird und man auch keine Erfolgsgarantie hat. Der Tumor könnte noch aggressiver zurückkehren, nicht vollständig entfernt werden können oder Metastasen bleiben. 

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Ich hatte vor 10 Jahren eine 11,5-jährige, unkastrierte, noch sehr fitte Hündin, die bei einer Routineuntersuchung einen sehr kleinen Knubbel am Gesäuge hatte. Unsere Haustierärztin, die sie seit vielen Jahren kannte (finde ich auch wichtig), erwähnte das, fühlte genau nach, aber meinte, das könne man so lassen, sollte man aber im Auge behalten. Ich war zutiefst alarmiert und hakte nach, ob das nicht Krebs sein könnte und falls es gutartig wäre, könnte es doch vielleicht später entarten und streuen. Sie galt als sehr gute, langjährig erfahrene Ärztin und war auch Dozentin an der Universität. Es schien mir nicht so eindeutig zu sein, wie sie die Lage sah. Man könne operieren, müsse es aber nicht. Sie war aber ziemlich sicher, dass es mal entarten wird (ich füge hinzu: bei diesem Hund und diesem Knubbel). Ich fragte dann, was sie täte, wenn das ihre eigene Hündin wäre. Sie sagte, sie würde es entfernen. Also habe ich mich für eine OP entschieden. Es sollte nur diese eine Zitze samt Drüse entfernt werden, was schon ein tiefer Eingriff ist. Als mein Hund dann in der Narkose lag und ich den Raum verlassen hatte, begann das Monitoringgerät heftig zu piepen. Irgendein Vitalwert war aus dem Ruder geraten. Das erfuhr ich, als die Ärztin kurz danach zu mir in den Warteraum kam und mich beruhigen wollte. Sie hätten alles wieder im Griff. Ich fürchte, es lag an ihrem Herzen, denn sie hustete nachts schon mal und war im Sommer sehr schlapp. Damals wusste ich noch nicht, dass das an Herzproblemen liegen kann. Das Abhören des Herzens war bis dahin immer ok gewesen, natürlich auch vor dieser OP (weshalb ich auf das Abhören mit Stethoskop nicht mehr vertraue. Wie ich inzwischen nach mehreren Seniorenhunden weiß, soll ein Herzultraschall beim Kardiologen die genaueste Untersuchungsart beim Herzen sein, erklärte mit eine Tierklinik.) Meine Hündin überstand die OP jedenfalls sehr gut. Mit einem Bade- und Einschmuddelverbot heilte die Wunde prima ab und wir hatten damit keine Probleme mehr.

 

Ich lese, dass diese Gesäugetumore sowohl harmlos als auch bösartig sein können. Ich finde die Entscheidung sehr, sehr schwierig. Egal, wie man entscheidet, es kann genau das Falsche sein. Scheint den Ärzten ja genauso zu gehen. Mir hat der Tumor aber eine Riesenangst gemacht und ich wollte den gleich in diesem winzigen Stadium weg haben. Dennoch, eine OP ist immer eine Körperverletzung mit Risiken während der OP und danach. Mit Inhalationsnarkosen und den Monitoringsystemen soll man das Narkoserisiko immerhin relativ gering halten können. In Tierklinken gibt es auch Narkosepläne nach einer eingehenden Untersuchung angepasst auf ein bestimmtes Tier. Man sollte das als Halter einfach mal sehr gut in jede Richtung durchdenken, die das Szenario nehmen könnte. Irgendein Risiko wird man leider eingehen müssen, aber ich finde, das sollte man mit allen Infos, die man bekommen kann, bewusst entscheiden, sehenden Auges, und dann mit dem Ergebnis leben.

 

Was ich noch zum Thema las und auch aus der Humanmedizin kenne, sind Stanzbiopsien, bei denen eine Gewebeprobe entnommen und auf Krebs untersucht wird. Vielleicht wäre das eine Möglichkeit für euch?

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