Jump to content
Hundeforum Der Hund
WaldemarKnorr

Hund abgeben

Empfohlene Beiträge

Hallo, ich hätte mal eine Frage. Auch wenns wahrscheinlich ein heikles Thema ist, ich weiß einfach nicht mehr was ich tun soll.

Ich habe im Sommer einen Welpen zu mir ins Haus geholt. Der Wunsch war schon sehr lange da, ich hatte auch vorher schon Hunde und nun hatte sich endlich nach zwei hundelosen Jahren die Möglichkeit wieder ergeben, dass ich es sowohl zeitlich, als auch finanziell stemmen kann. Jetzt hat sich aber alles anders entwickelt als gedacht, denn ich komme mit meinem Hund einfach nicht klar. Die Erziehung ist kein Problem, er ist ein sehr lieber Kerl, auch das Gassigehen ist kein Problem, ich kann mich wirklich nicht beschweren. Jedoch passen wir charakterlich einfach nicht zusammen. Ich kann nicht genau erklären, woran es liegt, aber wir werden einfach nicht warm miteinander und inzwischen ist es einfach an einem Punkt, wo ich bloß noch unglücklich werde, wenn ich ihn anschaue. 

Ich würde diesen Hund wirklich liebend gerne abgeben, da es mich einfach nur noch belastet jeden Tag mit ihm zu verbringen. Ich würde ja alles tun, um eben warm mit ihm zu werden, aber da es ja nicht am Verhalten des Hundes liegt, sondern an unerklärlichen Gründen meinerseits (eventuell stimmt auch einfach die Chemie nicht?), aber ich weiß ich nicht so recht, wie ich weiter verfahren soll. Ich rede mir auch ein, dass er wahrscheinlich woanders glücklicher wäre, eben irgendwo, wo einfach Hund und Mensch zusammen passen, aber ich weiß nicht, ob ich mir das nur sage, um mein Gewissen zu beruhigen. 

Dazu kommt, dass er immerzu krank ist und starke Durchfälle hat und somit eine starke Gewichtsabnahme, deren Ursache noch nicht geklärt werden konnte. Er ist zwar trotzdem immer munter und aktiv, aber das verändert ja nichts an der Problematik mit seiner Krankheit. Das wäre für mich nun niemals ein Abgabegrund, da soetwas passieren kann, das ist ja mit eingeplant, wenn man sich einen Hund anschafft. 

Ich bin inzwischen einfach an einem Punkt, wo ich mich hilflos fühle. Der Hund ist ja noch jung und es ist ja auch nicht fair für ihn sein gesamtes Leben in einem Haushalt zu verbringen, wo er nicht geliebt wird. Aber falls ich ihn abgebe, wüsste ich nicht wohin mit ihm. Ich ahbe keine Familie oder Freude, die in der Lage wären, diesen Hund zu versorgen. Aber ich möchte ja Gewissheit, dass es ihm in seinem neuen zu Hause gut geht. Außerdem habe ich kein gutes Gefühl dabei ein krankes Tier abzugeben. Das kann ja auch schnell zur Belastung in seinem neuen Heim führen. Jedoch sind die Tierärzte jetzt schon seit Monaten an ihm dran und bisher ist keine Besserung in Sicht.

Ich würde gerne einfach mal Input von Außenstehenden hören, da sich meine Gedanken zu diesem Thema nur noch im Kreis drehen.

Wer mich kritisieren mag, da eine Abgabe des Hundes in keinem Fall vertretbar ist, kann dies ruhig tun, nur ist es für mich nicht wirklich zielführend.

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

gebe den Hund an ein Tierheim ab.

 

Dort lasse aus Fairness noch eine recht große Summe für seine Tierarztrechnungen.

 

Und ansonsten schaffe dir nie wieder ein Tier an.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Wenn der Hund von einem Züchter kommt dann gib ihn dorthin zurück.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
vor einer Stunde schrieb Mixery:

Wenn der Hund von einem Züchter kommt dann gib ihn dorthin zurück.

und wenn nicht, was dann??

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Über ein Tierheim oder eine Tierhilfeorganisation, der Hund darf dann hoffenlich bei dir bleiben bis er vermittelt ist. so bist du sozusagen Pflegestelle.

 

Ich finde es gut, dass du dir Gedanken machst und das beste für en Hund suchst, manchmal passt es eben nicht

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Da es ja keine untragbaren Zustände sind und der Hund nicht sofort weg muss, finde ich den Rat Tierheim nicht gut. Der Hund ist ja kein Notfall. 

Man kann durchaus selbst versuchen auf diversen Vermittlungsseiten ein neues Heim zu finden. Das schuldet man dem Hund doch jetzt echt, anstatt ihm das Tierheim anzutun, wo es doch anders geht. 

 

Was wurde bisher gegen die Krankheit und Feststellung unternommen? 

 

Und was genau meinst du damit, dass die Chemie nicht stimmt? Woran machst du das fest? 

(Sorry, wenn ich das so direkt frage, ich würde es aber gerne versuchen zu verstehen).

 

Ich kann Nebelfrei (und ja auch dir) nur zustimmen. Es hilft keinem von euch beiden, wenn ihr unglücklich seid :( so traurig das auch ist... Aber der Hund spürt das definitiv auch. 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

warum ist ein Tierheim eigentlich so "bööse "???

Da wird ein Hund nicht gewollt, absolut abgelehnt, aber soll Wochen, Monate bis zur Weitervermittlung in diese Stelle bleiben.

 

Ein Hund im Tierheim wird , wenn es ein gutes Tierheim ist trainiert, sozial verträglich erzogen....

Und mit viel Erfahrungen hoffendlich an die Endstelle vermittelt.

 

Eine Pflegestelle, wäre besser.

 

Aber so ungewollt und damit wenig trainiert, ausgelastet , fröhlich...

Da würde ich den Hund weg holen.

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Das ist eine sehr traurige Situation, sowohl für dich als auch für den Hund, denn natürlich spürt er auch deine Abneigung. Leider gibt es solche Konstellationen wo man einfach nicht zusammen passt. Oftmals legt sich dieses Gefühl nach einigen Wochen oder Monaten, aber da du den Hund schon seit dem Sommer hast ist das wohl eher unwahrscheinlich. 

In dem Fall finde ich deine Entscheidung den Hund abzugeben richtig und fair, aber schau bitte, dass er nun auch ein Zuhause findet wo er wirklich erwünscht ist und geliebt wird. 

Die Idee mit dem Tierheim finde ich Unsinn, es ist kein Notfall und es sollte nun auf ein paar Wochen nicht ankommen. Du könntest allerdings das Tierheim um Vermittlungshilfe fragen, vielleicht könnten sie ihn auf ihre Homepage stellen. Ansonsten wende dich an eine Tierschutz Organisation oder... Falls du dir selbst die Auswahl der neuen Besitzer zutraust, versuche es über eine private Anzeige. 

Wenn es eine Rasse ist bzw ein Mischling, den man eine Rasse zuordnen kann, kannst du auch bei den entsprechenden Nothilfen um Vermittlungshilfe bitten. 

Ich drücke euch die Daumen und möget ihr BEIDE wieder glücklich werden. 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Wenn du den Hund nicht magst und dir wünschst, du wärst wieder allein, hat es nicht viel Zweck. So ein Hundeleben dauert 15 Jahre. Ich sehe höchstens noch die Möglichkeit, dass sich das Blatt bei dir wendet, sobald er richtig gesund ist, aber was ist dann bei der nächsten Krankheit oder Problem?

 

Dein Hund ist krank, das kann man ja nicht aussitzen als verantwortlicher Halter. Eine Lösung muss her. Zur Heilung solltest du lieber den Tierarzt wechseln und am Besten in eine Tierklinik fahren. Du kannst für zusätzliche Tipps und Ideen hier und in anderen Hundeforen einen Thread öffnen und dich im Netz informieren (ich würde dir da antworten: wurde auf Giardien und Mittelmeerkrankheiten untersucht? Bauchspeicheldrüse ok? Allergietests und Ausschlussdiät gemacht? IBD (chronische Darmentzündung) ausgeschlossen? -> https://www.tierklinik-ismaning.de/inflammatory-bowel-disease//). Ich finde, du schuldest das dem armen Tier als Besitzer. Auch wenn du ihn nicht so sehr magst, er gehört dir. Wenn er dann gesund ist, kannst du ihn dann ja guten Gewissens privat weiter vermitteln oder ins Tierheim geben.

 

Noch ein Gedanke: eigentlich hörst du dich nicht an, wie einer von den vielen Zeitgenossen mit der Wegwerfmentalität: gefällt die Ware nicht perfekt, wird ausgetauscht (in dem Fall schließe ich mich @agathas Rat komplett an, lieber keine Haustiere halten). Ewige Durchfälle und Tierarztmarathons können schon ziemlich auf die Psyche schlagen (eigene Erfahrung). Zusätzlich sind wir alle gerade durch Corona belastet. Die täglichen Corona-Meldungen wirken auf viele unterschwellig oder direkt belastend, keiner weiß, wo das alles hinführt, manche haben auch ihre Existenz und sichere Jobs verloren. Hast du vielleicht eine depressive Phase oder Krise oder geht es dir wie immer? Vielleicht ganz langsam reingerutscht? Hast du denn mehr Bezug zu anderen Hunden oder geht es dir da genauso, dass kein Spaß aufkommt? Dazu kann man auch Freunde fragen, die einen lange kennen, und sich ggf. Hilfe holen. Kann uns allen mal passieren. Ob eine Hundehaltung dann überhaupt Sinn macht, musst du dann überlegen. Ich persönlich finde es nämlich sehr seltsam, dass ein routinierter Hundehalter so rein gar keine Beziehung zu einem neuen Welpen aufbauen kann. Bei Depressionen fühlt man ja auch keine Freude mehr und das Herz ist "zu".

 

Was auch sein kann: hier im Forum las ich schon etwas Ähnliches von passionierten Hundeliebhabern. Da gab es den Unterschied zwischen den berühmten "Seelenhunden" und solchen, die normal mitlaufen, und solchen, wo die Liebe einfach nicht hinfällt und wo man sich arrangiert oder sogar zum Besten für beide Seiten getrennt hat. Hatte auch mit unterschiedlichen Charakteren und Vorlieben/Hobbys von Hund und Halter zu tun. Die Halter hatten auch meist mehrere Hunde und viele Menschen und Aktivitäten um sich rum. Ich hatte 6 Einzelhunde und kenne diese Unterschiede jetzt nicht, konnte mich auf alle einlassen. Ohne Spaß und Liebe einen Hund halten, bringt in meinen Augen aber auch nichts.

 

Wenn nun absolut gar nichts mehr geht, bringe ihn bitte ins Tierheim (oder jemand, den du dorthin schickst), damit er gut versorgt wird. Egal, was sie dir da an den Kopf werfen mögen, der Hund braucht jemanden: das ist das allerwichtigste, nicht der für dich kurze, wenn auch unangenehme Gang. Tierarztrechnungen bezahlen wäre auch ein Entgegenkommen, denn die haben oft nicht viel Geld und Unterstützung von Gemeinden. Es gibt manchmal Situationen im Leben, in denen man einfach die Segel streichen muss, weil es nicht weitergeht, aber dann bitte nicht den Hund unter die Räder kommen lassen.

 

Ich hoffe, euch beiden geht es bald besser.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Hmm, jetzt muss ich noch einmal explizit nachfragen:

 

Du schreibst, dass du den Hund im letzten Jahr bekommen hast, als er noch ein Welpe war. Er ist dein erster Hund, nicht wahr?

Was für eine Rasse ist es eigentlich? Hattest du dich vorher schlau gemacht, falls es ein Hund vom Züchter ist, wie er sich entwickelt und was er später mal werden wird, wenn er "groß" ist? Oder ist es ein TH-Hund, der süß und klein war wie alle Welpen und du hast dich in ihn verliebt?

 

Wie meinst du das, dass ihr beide nicht "warm" miteinander werdet? Wie äußert sich das denn bei ihm bzw. bei dir? Habt ihr eine Verbindung? Lässt er sich pflegen? Kuschelt ihr gerne mit dir? Deshalb vorher meine Frage nach der Rasse, denn es gibt Hunde, die mehr und Hunde, die weniger Körperkontakt haben wollen. 

Wie benimmt er sich gegenüber anderen Leuten? Gegenüber anderen Hunden? Warst du mit ihm in einer Hundeschule? Wie war er da? Anders als die anderen Hunde?

 

Alles, was du sonst schreibst, liest sich doch toll. Du hattest kein Problem mit der Erziehung, ihr könnt entspannt Gassi gehen usw. usw. 

 

Oder hast du ein Problem damit, dass er jetzt langsam erwachsen wird? Viele junge Hunde schalten schon mal auf stur, wenn sie in die Pubertät kommen, aber da muss jeder Hundehalter durch, das ist völlig normal. 

Es gibt durchaus Leute, die daran verzweifeln und sich überfordert fühlen, das kenne ich auch, obwohl ich jetzt schon den vierten eigenen Hund habe ...

 

Tja, die Sache mit der Gesundheit ist in meinen Augen auch ein wichtiger Faktor. Wenn er Probleme mit der Verdauung hat ist das natürlich auch für dich belastend. Vielleicht solltest du mal den Tierarzt wechseln und eine zweite Meinung einholen? Denn da muss man doch herausfinden können, was dem armen Kerl überhaupt fehlt.

 

Meine persönliche Meinung wäre in dem Fall, dass du es dir noch einmal gründlich überlegst, was du jetzt machen wirst. Denn du hättest nicht hier geschrieben, wenn du diesen Hund einfach abgeben möchtest. Dann wäre er wohl schon nicht mehr bei dir. Jetzt hast du schon so viel Zeit und Energie in dieses Lebewesen gesteckt, vielleicht wird das ja noch was mit euch beiden. 

Als erstes müsst ihr jetzt eine Diagnose bekommen, was Sache ist mit dem Durchfall. Was bekommt er denn zu fressen? Meinen jetzigen Hund versuchte ich zu barfen, aber nach fast 7 Jahren gab ich es auf. Er bekommt jetzt Fertigfutter und nur ab und an was Frisches oder was Gekochtes und jetzt geht es ihm gut und er hat keinen Durchfall oder Erbrechen mehr.

 

Und dann bitte unbedingt an der Bindung arbeiten. Es gibt ja auch bestimmte Übungen für Hund und Halter, damit die Bindung besser wird, denn Bindung kommt nicht einfach so von alleine, da muss man auch dran arbeiten. 

 

Ich wünsche dir und besonders deinem Hund, dass ihr diesen Knoten in der Denke beide lösen könnt und doch noch ein tolles Team werdet. Und wenn wirklich nichts klappen sollte, dann wäre es ehrlicher, wenn du ihn abgibst, denn ihr leidet doch beide an dieser Situation. Aber bitte nicht ins nächste Tierheim, das hat er einfach nicht verdient.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Erstelle ganz einfach ein Benutzerkonto

Du musst ein Benutzerkonto haben, um Beiträge verfassen zu können

Registrieren

Deine Hunde Community

Benutzerkonto erstellen

Du hast ein Benutzerkonto?

Melde Dich an

Anmelden

×
×
  • Neu erstellen...