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Hundeforum Der Hund
clara_3456

Wie oft soll man mit Welpen spazieren gehen?

Empfohlene Beiträge

vor 7 Stunden schrieb HansMueller:

Zu lange Spaziergänge / geistige Überforderung können für diese Probleme verantwortlich sein.

ja, "können verantwortlich sein" - das ist in etwa genauso präzise wie die 5 Minuten Regel.

Ich finde, dass man solche Regeln und Aussagen einfach nicht pauschal machen kann.

Und ja, für unerfahrene HH (und die gibt es leider auch immer noch, wenn sie schon mehrere Hunde hatten) können sie sehr wohl eine wertvolle Leitlinie sein.

 

Ich z.B. habe eine sehr lebhafte Dalmi Hündin.

Die hetzt gerne, wenn ich nicht aufpasse, sie schnüffelt auch sehr viel, frisst manchmal Kot und hat zu Zeiten ihre Aufreit- und Rammelphasen.

Sind diese Eigenschaften jetzt stets darin begründet, dass sie zuviel Stress hat?

Das glaube ich nicht - sicher kann die eine oder andere Übersprungsreaktion Stress begründet sein - doch glaube ich eher, dass das meiste doch

in der Rasse angelegt ist. Schliessslich wurden bestimmte Charaktereigenschaften doch lange zielstrebig in der Zucht der verschiedenen Rassen gefördert.

 

Wenn ich ehrlich bin, mache ich es mir manchmal schon recht einfach:

Wenn Enya mal wieder eine dieser missliebigen Reaktionen zeigt, gehe ich sehr wohl in mich und frage mich, ob das jetzt Folge einer bestimmten Situation sein kann, aber - und das halte ich für durchaus legitim - häufig gebe ich mich mit einer einfachen Erklärung zufrieden:

Enya ist halt ein Hund.

Und so verhält sie sich.

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vor 3 Minuten schrieb Estray:

 

Eine Gassirunde von 40 Minuten mit einem Welpen sieht vermutlich in unser aller Vorstelllung anders aus. Während manche zu denken scheinen, dass diese Gassirunde an der Schnellstraße entlang führt zur Rushhour und der Hund von seinem betriebsblinden, merkbefreiten Frauchen / Herrchen hinterher geschliffen wird und "geflooded" wird, sehen andere vermutlich ein Hund Mensch gespann, was 40 Minuten dem Wald hinterm Haus erkundet und Welpi mit dem Westiopa von Frau Müllern ein bißchen rumschnuppert, bevor es dann wieder durch die Spielstraße nach Hause geht und beide zusammen ein Mittagsschläfchen machen.

 

Wenn du weniger schwarz-weiss argumentieren würdest...

Ich denke schon, dass sich das mittlerweile in den Kreisen der interessierten HH herumgesprochen hat, dass man einen Welpen behutsam die Welt erkunden lässt.

Und ihn dabei unterstützt.

Die, die kein Interessse daran haben, wie sie ihren Welpen am besten fördern und sich dementsprechend auch nicht einlesen, die brauchen eine kurze, prägnante und einprägsame Botschaft, wie z.B. die 5 Minuten Regel. Sie werden sich sicherlich nicht sklavisch daran halten, doch zumindest sollten sie dank der Regel vor so einer Situation bewahrt werden:

Zitat

Gassirunde an der Schnellstraße entlang (...) zur Rushhour und der Hund von seinem betriebsblinden, merkbefreiten Frauchen / Herrchen hinterher geschliffen wird und "geflooded" wird

 

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vor 13 Minuten schrieb Renegade:

Die, die kein Interessse daran haben, wie sie ihren Welpen am besten fördern und sich dementsprechend auch nicht einlesen, die brauchen eine kurze, prägnante und einprägsame Botschaft, wie z.B. die 5 Minuten Regel.

 

Ich tu mich ja immer ein bißchen schwer damit, anderen Hundehaltern jeglichen Verstand abzusprechen, schließlich haben viele davon ja auch Kinder bekommen ohne Kinderschule und idiotensichere Tipps. 

Aber wenn du schon eine Regel verbreiten möchtest, dann vielleicht besser 5-Minuten pro LebensWOCHE Spaziergänge ohne Leine?

 

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vor 1 Stunde schrieb Estray:

Aber wenn du schon eine Regel verbreiten möchtest, dann vielleicht besser 5-Minuten pro LebensWOCHE Spaziergänge ohne Leine?

 

Ich will übrigens gar keine Regel verbreiten, das ist nicht mein Job 😉

Aber wenn ich gefragt werde, erzähle ich, dass das "Gassigehen" mit Welpen behutsam erfolgen sollte.

Ich erzähle, dass es dazu Empfehlungen gibt und rate dazu, sich einzulesen und sich selbst ein Bild zu machen.

Vor Übertreibungen warne ich allerdings immer.

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Überteibungen sind genauso schlecht  wie Untertreibungen. Da sind wir uns hoffentlich alle einig. 

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Am 22.2.2021 um 09:40 schrieb Renegade:

Sind diese Eigenschaften jetzt stets darin begründet, dass sie zuviel Stress hat?

Nachdem ich gerade gelesen habe, daß Dalmatiner sehr sensibel und stressanfällig sind...

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vor 2 Stunden schrieb HansMueller:

Nachdem ich gerade gelesen habe, daß Dalmatiner sehr sensibel und stressanfällig sind...

 

Was meinst du denn mit dieser Bemerkung?

Die Aufzählung, was angeblich alles dem Stresss und nur dem Stress zuzuordnen ist, stammt ja aus deiner Feder

Zitat

Man glaubt alles genau richtig zu machen und merkt vielleicht gar nicht, daß man deshalb Probleme hat. Denn gesundheitliche  Probleme wie Infekte oder Allergien können ja nichts mit zu langen Gassigängen zu tun haben. Oder wenn der Hund Kot frisst, ist es bestimmt ein Nährstoffmangel. Wenn er jagen geht, liegt es natürlich daran, daß es ein Jagdhund ist. Rammeln ist ein hormonelles Problem. Und wenn er irgendwann nicht mehr brav ist, ist er in der Pubertät. Wenn die Pubertät länger als erwartet anhält, brauchen große Rassen länger bis sie erwachsen sind. Hypersexualität ist angeboren. Übermässige Freude ist nur Freude. Exzessives Schnüffeln ist völlig normal. Fellveränderungen wegen Jahreszeitwechsel. Verdauungsprobleme wegen fetthaltiger Leckerlis oder ähnlichem. Körperbetontes Spiel wegen der Rasse. Aggressionen gehören zur natürlichen Kommunikation. Usw. 

 

 Ja Dalmis sind i.Allg. sehr lebhafte, verspielte, intelligente und sensible Hunde. Ja, diese Wesenzüge in ihnen angelegt. Und??

Zu behaupten, dass jegliches von der Vorstellung des 0815 Hundehalters abweichende Verhalten dem puren Stress zuzuordnen ist, erscheint mir wirklich ein wenig zu eindimensional.

Genauso eindimensional wie zu behaupten, dass ein "fauler" French Bully glücklich sein muss, weil er keinen Stress hat.

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Am 22.2.2021 um 12:16 schrieb Estray:

Überteibungen sind genauso schlecht  wie Untertreibungen. Da sind wir uns hoffentlich alle einig. 

 

Mich besorgt, dass da kaum jemand drauf reagiert. 

Als wäre Überforderung und Stress Teufelzeug, aber wenn ein Lebenwesen in seiner Bewegungs-und Erkundungsfreude gedrosselt wird über Wochen und Monate (oder Jahre), dann ist das ja Okay und es ist "entschleunigt".

Ganz furchtbar! 

Denkst an  ein junges Pferd, was nur in der Box oder am Strick ist, statt nach Herzenslust über die Koppel zu rennen mit der Herde.

An ein Kaninchen, was im Käfig lebt und dann vielleicht einmal am Tag eine halbe Stunde im Kinderzimmer hoppeln darf oder an euch selbst als Kinder....

 

 

 

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Es ist bei Welpen oder Junghunden einfach schwer einzuschätzen, wann genug ist. Bei großen Rassen ist weniger sicher besser und das sogar im ersten Jahr. Sie brauchen einfach sehr lange, bis sich die Knochen verfestigt haben und sie voll belastbar sind.

Heute hat Ajan mit einem Schäfer(mischling?) gespielt. Die beiden sind herumgerast und haben getobt. Die Pfoten beim Schäfer waren irgendwie seltsam; wie durchgetretene Plattfüße. Dann erzählt mir der Besitzer, dass sein Hund erst 4 Monate alt ist! Wir waren ca. auf der Hälfte von einer 6km Strecke. Das war für diesen Hund in diesem Alter eindeutig zu viel. Der läuft ja einige Kilometer mehr. Hat übrigens nicht nach Neuhundehalter ausgesehen, also habe ich auch nichts gesagt. Totzdem finde ich dieses Verhalten sehr unverantwortlich.

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