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Hundeforum Der Hund
clara_3456

Wie oft soll man mit Welpen spazieren gehen?

Empfohlene Beiträge

Am 25.2.2021 um 20:18 schrieb HansMueller:

Ich weiß zwar, daß das funktioniert, meiner Beobachtung nach aber selten ohne problematischen Nebeneffekte. Aber ok, es funktioniert. Dabei glaubst du an Resilienz und ich vermute Resignation

 

Vermute, danke. :) 

 

 

Hier mal was Fundiertes zu den Wachstumsfugen und der Welpenbewegung:

 

https://www.dogscooting.de/hunde/#Zug3

 

Zitat

Zusammenfassung
Was können wir also über das Trainieren von Welpen schließen? Das Wichtigste ist, dass Welpen frei von Hüft- und Ellbogendysplasie und genetischen Tendenzen zu Erkrankungen wie Osteochondritis dissecans sind. Die wichtigste Voraussetzung ist, die Welpen dünn zu halten und sie nicht übergewichtig werden zu lassen. Starkes Training (z. B. Springen aus der Höhe oder scharfe Kurven) sollte bis zur Reife und einer angemessenen Kondition, Beweglichkeit und Krafttraining vermieden werden. Es gibt keine Hinweise darauf, dass normales Training die Wachstumsfugen von Welpen schädigt. In der Tat scheint Jogging (wie auf einem Laufband) für normale Gelenke von Vorteil zu sein. Es erfordert viel Bewegung, um den Gelenkknorpel zu schädigen. Eine Stunde pro Tag zu joggen scheint für den Gelenkknorpel von Vorteil zu sein. Hochgeschwindigkeitsläufe über große Entfernungen (20 bis 40 Kilometer pro Tag) können jedoch möglicherweise zu schädlichen Veränderungen des Knorpels führen. Hunde sind zum Laufen gebaut. Darüber hinaus hilft ihnen ein normales Welpenspiel, Muskel-, Band-, Sehnen-, Knochen- und Knorpelstärke sowie Koordination und Propriozeption[2] zu entwickeln. Vielleicht rennen und spielen deshalb afrikanische Wildhunde so viel!

Übersetzung: Andreas Fuchs

 

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vor 22 Stunden schrieb HansMueller:

Haben 8 Wochen alte Welpe Vorerfahrung?

Würden 8 Wochen alte Welpen, die ziemlich oft nichtmal das Haus verlassen wollen, 40 Minuten lange Spaziergänge machen, wenn sie die Kontrolle hätten? 

 

 

Noch schlimmer, als 8 Wochen alte Welpen in der Bewegung zu drosseln, finde ich es, 12 Wochen alte Hunde nur 15 Minuten lang auszuführen. :( 

Oder 16 Wochen alte Hunde nur eine 20 Minutenrunde als längsten Spaziergang pro Tag laufen zu lassen. 

 

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Also meine 8 Wochen alte Emma hatte damals bereits Vorerfahrung. Wir haben sie nämlich gefunden, als sie 6 Wochen jung und ausgesetzt war.

 

Davon abgesehen ist sie sehr sehr gerne mit spazieren gegangen. Welt entdecken - das fand sie toll und findet sie auch heute noch klasse. 

 

George kam mit ca. 4 Monaten zu uns. Vorher beim Mini-Tierschutz hatte er keinen Auslauf. Zudem war er von seinen Geschwistern nicht erwünscht und somit hockte George fast den ganzen Tag in einer Ecke für sich alleine.

Hunde in dem Alter sind zwar noch moppelig, aber George war schwabbelig dick und seine Muskeln musste man mit der Lupe suchen. Natürlich nahm ich ihn täglich mit, wenn ich mit Emma los zog.

Und was hatte er einen Spaß, als sich endlich Muskeln bildeten und er flitzen konnte. 

 

@HansMueller, ich weiß nicht, wie es mit deinem Hund war. Aber mir scheint, du hast Hundehalter vor deinem inneren Auge, die mit ihren Welpen Marathonläufe veranstalten. 

Nach einem Spaziergang, bei dem die Kleenen einiges entdecken konnten, vielleicht Neues kennenlernten und sie sich genug bewegen konnten, sind sie zufrieden und müde genug, um zu ruhen. Von selbst, ohne dass man ihnen Ruhe beibringen müsste. 

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@KleinEmma Ich muss mir nichts vorstellen, wenn ich sowas lese wie "bis zur körperlichen Erschöpfung" oder "müde genug, um zu ruhen". Genau davon sprach ich ja schon in meinem ersten Post. Wenn sie nicht überfordert sind, müssen sie nicht müde/erschöpft sein, um ruhen zu können. Von selbst, ohne dass man ihnen Ruhe beibringen musste. Sogar draussen. Auch Malinois und Aussies. 

Aber gut, nicht zu überfordern ist schwer. Zumindest ich schaffe das nicht immer. Erschöpfung ist um ein vielfaches einfacher und wäre somit gerade für Hundeanfänger bestens geeignet, wenn es wirklich keine Nebenwirkungen gäbe. Und unserem Ersten, der dank Erschöpfung immer gut und viel geschlafen hatte, konnte ich ja auch noch nachträglich Ruhe beibringen. Allerdings befürchte ich, daß er niemals die innere Ruhe haben wird, die unser Zweiter (21 Monate) nie verloren hat. Der hat grad vor ein paar Minuten im Freilauf seine ersten Rehe gesehen. Acht Meter vor uns über den Waldweg. Eins nach dem anderen völlig unaufgeregt beobachtet. Ohne irgendein Training in dieser Richtung. Die einzigen Tiere, die er bislang kannte, waren langsame Pferde, unsere Hauskatzen und Hühner. Und danach ist er unaufgeregt seelenruhig mit mir weitergelaufen. Aber gut, vielleicht bin ich ja leicht zu beeindrucken. Schon bei unserem schlecht sozialisierten und schlecht erzogenen Ersten dachte ich wie gut sozialisiert und gut erzogen er sei, weil Angsthunde ihn liebten und er in allen Schulen und Vereinen immer als Jüngster immer der Klassenbeste war. "Exzellenter Gehorsam ist nunmal kein Kriterium für gute Lebensqualität." – Unbekannt

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vor 4 Minuten schrieb HansMueller:

Ich muss mir nichts vorstellen, wenn ich sowas lese wie "bis zur körperlichen Erschöpfung" oder "müde genug, um zu ruhen". Genau davon sprach ich ja schon in meinem ersten Post. Wenn sie nicht überfordert sind, müssen sie nicht müde/erschöpft sein, um ruhen zu können. Von selbst, ohne dass man ihnen Ruhe beibringen musste. Sogar draussen. Auch Malinois und Aussies. 

 

Wie schon erwähnt, siehst du etwas ganz anderes vor deinem inneren Auge. Hätte ich meinen jungen Hunden nicht ausreichend Bewegung verschafft, wären sie sicherlich viel unentspannter gewesen. 

 

vor 6 Minuten schrieb HansMueller:

Allerdings befürchte ich, daß er niemals die innere Ruhe haben wird, die unser Zweiter (21 Monate) nie verloren hat. Der hat grad vor ein paar Minuten im Freilauf seine ersten Rehe gesehen. Acht Meter vor uns über den Waldweg. Eins nach dem anderen völlig unaufgeregt beobachtet. Ohne irgendein Training in dieser Richtung. 

 

Jo, das hat aber wenig mit Entspannung, sondern hat einfach mit dem individuellen Hundecharaker zu tun. 

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vor 32 Minuten schrieb KleinEmma:

Jo, das hat aber wenig mit Entspannung, sondern hat einfach mit dem individuellen Hundecharaker zu tun. 

Ja, könnte man vermuten, nur ist unser Erster, der mit dem super entspannten Wesen, den der Züchter extra für uns Hundeanfänger ausgesucht hatte. Der blieb völlig ruhig und gelassen liegen während seine Geschwister auf ihm rumkrabbelten, an ihm rumknabberten und rumfiepsten. Beim Zweiten war der selbe Züchter nicht mehr so wählerisch und oben drauf hatte sich die Frau in einen noch wilderen verguckt, so daß ich echt Sorgen hatte, ob ich dem gewachsen bin. Er gehörte nicht zu diesen Welpen, die sich bei allem erstmal zurückhalten, den ich mir ausgesucht hätte. Kein Thema mit dem ich mich auskenne, aber ein VDH-Züchter nach 9 Würfen vermutlich schon.

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Es heißt ja auch, man solle anfangs immer die selben Wege gehen, damit es nicht zu viel wird. Madame durfte selbst entscheiden, wo sie lang wollte und sie nahm grundsätzlich die Wege, die sie noch nicht kannte. Aus freien Stücken, weil sie es so wollte.

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vor 7 Stunden schrieb Zurimor:

Es heißt ja auch, man solle anfangs immer die selben Wege gehen, damit es nicht zu viel wird. Madame durfte selbst entscheiden, wo sie lang wollte und sie nahm grundsätzlich die Wege, die sie noch nicht kannte. Aus freien Stücken, weil sie es so wollte.

Hatte ich beim Ersten auch so gemacht und so beobachtet, ihn dabei aber leider unbewusst vor mir hergetrieben. Meiner Vermutung nach der Grund für die schlechte und immer noch schlechtere Leinenführigkeit und das ständige vorauslaufen im Freilauf. Beim Zweiten achtete ich sehr darauf ihn nicht vor mir herzutreiben und konnte das nicht mehr beobachten. Meiner Überzeugung nach der Grund für die richtig gute Leinenführigkeit vom ersten Tag an. Der Grund dafür, daß er seinen Radius im Freilauf nur extrem langsam erweiterte. Und der Grund dafür, daß er sich richtig toll an mir orientiert. Leinenführigkeit, Freilaufradius und Orientierung musste ich mit unserem Ersten klassisch trainieren. Quasi alles was ich mit dem Ersten trainieren musste, konnte der Zweite ohne Training früher und besser. Hat mich ziemlich überrascht. Denn eigentlich hatte ich damit gerechnet, daß ich nach zwei Jahren ohne Training das ganze Training unseren Ersten nachholen müsse. 

Macht keinen Spaß allen Contra zu geben, die sich nicht an die bekannten Empfehlungen gehalten haben. Wesen der Hunde und Erfahrung der Menschen spielen in Einzelfällen sicherlich auch eine Rolle, "entkräften" aber nicht die Empfehlungen, die vor allem für Hundeanfänger gedacht sind und auch manch erfahrener Hundehalter vielleicht beherzigen sollte. Auch wenn schon Welpen richtig hart im nehmen sind, Hunde sich an alles gewöhnen und auch als Erwachsene immer noch alles lernen können. 

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vor 2 Minuten schrieb HansMueller:


Macht keinen Spaß allen Contra zu geben, die sich nicht an die bekannten Empfehlungen gehalten haben.

 

Die bekannten Empfehlungen sind doch hier wissenschaftlich entkräftet worden, die 5 Minuten pro Lebensmonat Spaziergang-Regel ist nicht der Goldstandard, sondern falsch und viel zu gering für den Körper UND den Geist. 

 

Lies dir das und die Studien untendrunter doch mal durch: 

http://www.stvv.ch/dokumente/merkblaetter/BewegungWelpe_d.pdf

 

 

 

 

 

 

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@Estray Lesen allein reicht nicht. Man muss auch verstehen. Ich verstehe sie offensichtlich ganz anders als du. Genauso wie die meisten Trainer. Bewegung ist natürlich super. Überforderung ist aber schlecht.

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