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Hundeforum Der Hund
Ayleen_b

Probleme mit bellen und Spielzeug verteidigen

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Hallo alle zusammen. Eigentlich handelt es sich um zwei Probleme und wir hoffen sehr, dass der ein oder andere Hundeerfahrene uns helfen kann. 
Wir haben unseren Cocker Spaniel (ein 6 jähriger Rüde) seit August im letzten Jahr und hatten zuvor noch keinen Hund. Über seine Vergangenheit wissen wir nur, dass er in einem Hof Tag und Nacht eingesperrt war. Trotzdem ist er sehr menschenbezogen und wir sind wirklich total glücklich mit ihm. Grundsätzlich zu seinem Wesen: ruhig, sehr menschenbezogen, hat eher Angst vor anderen Hunden (zieht den Schwanz ein, lässt sich nur ungern beschnuppern), verschmust. Uns ist in letzter Zeit aufgefallen, dass er bellt, wenn es klingelt und auch dann, wenn die Person im Haus ist (selbst bei Familienmitgliedern, da sogar fast noch mehr!). Er hört meistens erst dann auf, wenn er gestreichelt wird. Das hat er in den ersten Monaten eigentlich nie gemacht. Wir würden ihm das Bellen am Liebsten abgewöhnen, wissen aber nicht wie. Ignoranz führt meistens dazu, dass er noch mehr und „lauter“ bellt. 
Das zweite Problem sehen wir als ein Größeres an: Schon von Anfang an bemerkten wir, dass er sehr besitzergreifend ist und Spielzeuge stark verteidigt (knurrend und Zähne fletschend). Heute hat er ein neues Spielzeug bekommen und sogar gezittert und es die ganze Zeit bewacht. Streicheln klappt kaum, denn da knurrt er (auch dann, wenn er das Spielzeug nicht im Maul hat). Vor allem das Zähne fletschen und scheinbar „aggressive“ verteidigen macht uns Sorgen. Spielzeug gibt er bei einem Tauschangebot mit Leckerlies sofort und problemlos her. Vielleicht habt ihr ja einen Tipp, wie man das Knurren und Verteidigen in den Griff bekommen kann... vielleicht kann ein solches Verhalten auch normal sein und ist nicht weiter besorgniserregend. Wir haben ja leider keinen richtigen Austausch momentan und auch vorher keine Hunde gehabt. 
Liebe Grüße :) 

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Hallo @Ayleen_b,,

die Art des Bellens das du beschreibst ist wahrscheinlich ein Erregungsbellen. Er hat "Klingel" mit "Besuch" verknüpft und das regt ihn auf. Das Bellen mit Kommandos abzubrechen - von den Besitzern oft sehr laut vorgebracht, weil sie ihren Hund ja übertönen wollen, funktioniert idR nicht, da der Hund dann glaubt, es würde "mit ihm gebellt". Erfolgversprechender ist z.B. die Klingel selbst als "Kommando" zu etablieren. Wenn Wautzi schon das Kommando "Körbchen" oder "Decke" oder was immer ihr sagt, kennt, kann auch das mit der Klingel verknüpft werden. Am besten man hat eine Klingel die den gleichen Ton wie die Türklingel - oder viele Freunde und Familie die mit trainieren und immer mal 10min Zeit haben und immer mal wieder klingeln.  "Klingel - Körbchen schicken - Leckerli und oder Kauspielzeug". Das Kauspielzeug dient dazu, damit der Hund seine Erregung abreagieren kann. Körbchen hat mehrere Vorteile. Dort fühlt sich Wautzi idR sicher. Es klingelt und er weiß was zu machen ist - Körbchen gehen und es gibt auch noch was leckeres.

 

Was das Spielzeug verteidigen anbetrifft - ich fand es bei meinen Hunden nie wichtig, dass sie alles zu jeder Zeit abgeben mussten und hab nur immer wieder mal das Tauschspiel gemacht. Nach einer Weile kann man dann vielleicht die Zeit zwischen Abgabe des Spielzeugs und dem Ersatz verlängern. Dann auch immer wieder mal kein "normales" Leckerli sondern was besonderes. Hundeleberwurst aus der Tube ist z.B. für solche Zwecke reserviert, manche fahren auch total auf einen Bissen Katzennassfutter ab.

 

Letztlich geht es immer um Wiederholungen. Das kann halt dauern. Besonders, wenn ein schon etabliertes Verhalten mit etwas anderem ausgetauscht werden soll. Üben, üben, üben. 🙂 Erfolg

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Wenn ein Hund derartig auf Spielzeuge abfährt, würde ich sie ihm nur dosiert anbieten, nicht immer. Es könnte sich sonst bis zu einem Suchtverhalten verstärken, dass er nur noch an das Bewachen seiner Spielzeuge denkt. Also - es gibt einen Korb, wo die Sachen sind und der ist nicht zugänglich. Es gibt ein Spielzeug, es wird wieder zurückgetauscht.

Vielleicht schafft man es so, den Dingen diese ungeheure Wichtigkeit zu nehmen.

Wenn es dem Hund nur um das Bewachen geht - wieso braucht er dann überhaupt ein Spielzeug? Oder spielt er wirklich?

Der Hund braucht aber auch Ersatz - andere Sachen mit ihm spielen, sein Hirn anderweitig beschäftigen, Kausachen anbieten, die nach einer Stunde gegessen sind..... Ihr wisst bestimmt, was er da gerne machen würde ohne in den Ressourcenverteidigungsmodus zu verfallen.

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Stimmt. Die Frage ist tatsächlich, ob Hunde "Spielzeug" brauchen. Ich benutze einige Dinge zum apportieren üben. Und versuche ihr bei zu bringen bei entsprechendem Namen, das jeweilige Spielzeug zu holen. Emma ist allerdings kein Border und mein Eindruck ist, dass ihr das ziemlich egal ist wie die Sachen heißen.  😁

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