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Hundeforum Der Hund
Soia

Der Hund legt sich ganz plötzlich in die Leine

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Hallo zusammen,

 

mein Hund kam vor ca. 1 Jahr zu mir und mittlerweile sind wir auch gut eingespielt und alles läuft problemlos. Es gibt nur ein Problem, wenn ich ihn an der Leine habe. Neuerdings probiert er etwas neues aus..wir laufen ganz entspannt, die Leine ist so gut wie nie straff und auf einmal wird mir fast der Arm ausgerenkt. Denn ganz plötzlich legt er sich in die Leine rein und zwar mit aller Kraft die er hat (er wiegt 20 kg und hat wirklich Kraft). Dann zieht er so doll er kann in die andere Richtung. Einmal habe ich ihn nicht halten können und da ist er beinahe umgefallen, so sehr hat er gezogen. Meistens tut er so, als ob er irgendwo schnuppern will und unbedingt dahin will. Wenn es so kommt, dass ich ihn nicht halten kann und er seinen Willen durchsetzen konnte, hört er auf mit Schnuppern und Ziehen und geht weiter. Ich habe manchmal das Gefühl, das ist eine Art von Kräftemessen. Was mich so ärgert, ist, dass es so unnötig ist. Denn ich lasse ihn schnüffeln (dort wo etwas Natur ist, natürlich nicht mitten auf der Straße oder wenn wir auf dem Weg zu dem Platz sind, wo er dann immer schnüffeln kann). Ich habe es jetzt so gehandhabt, dass ich ihn sanft (!) weitergezogen habe. Also habe versucht gar nicht stehen zu bleiben. Aber das ist nutzlos.. ich brauch dringend einen Rat ! Vllt. findet sich ja jemand, der ein ähnliches Problem hatte und es bewältigen konnte oder einfach Hundeerfahrene Menschen, die mir helfen mögen. Da diese plötzlichen "Kraftübungen" jedes Mal, wenn wir draußen sind, einige Male zustande kommen, werde ich natürlich auch wütend und irgendwann ist die Kraft dann aufgebraucht. Ich würde mich also sehr über Tipps freuen :)

 

Grüße, Sophia

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Was passiert denn, wenn du ihn in der Situation ansprichst? 

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Meistens schaut er sich dann um. Also wenn er sich erleichtern muss oder schnüffelt, ist seine Aufmerksamkeit schwer zu erhalten. Er ist ein junger, ängstlicher Hund, der dann zwar registriert dass ich einen Laut von mir gebe, aber er fixiert mehr die Umgebung oder macht mit dem weiter, was er gerade macht. Ansonsten klappt das Ansprechen immer sehr gut. Aber in der Situation ist irgendwie alles anders.

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Das versuche ich seit kurzem tatsächlich. Aber es gab kein Zeichen, dass es etwas bewirkt. Also ein Fliehverhalten ist es nicht, da bin ich ganz sicher. Er schnüffelt irgendwo und zieht währenddessen mit seinem ganzen Körper, wenn ich nachlasse, schnuppert er noch eine Sekunde dran, macht manchmal ganz kurz Anstalten zu pullern, aber dann ganz plötzlich geht er mit mir weiter. Und wenn ich nicht nachlasse zieht er immer weiter bis ich ihn weitergezogen habe und versucht es zwei Meter weiter wieder. Ich weiß nicht, ob er nun versucht daraus ein Kräftemessen zu machen um den "Macho" zu markieren (er ist nämlich auch sehr frech) oder ob es ein Zeichen von Frust ist.

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Aber auf jeden Fall vielen Dank für den Link! Vielleicht erreiche ich mit der Methode ja etwas :)

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Bei sowas würde ich mir zu meiner eigenen Unterstützung einen Hüftgurt und einen Ruckdämpfer holen.

 

Warum er das macht, erschließt sich mir nicht.

Aber was würde denn passieren, wenn du eine Flexileine nimmst und die in solchen Situationen löst, dass er hinkann, wo er hinwill und sein Geziehe nutzlos wird? Nur in dem Moment lösen, wenn er zieht. Dann wieder einfahren und arretieren.

Was würde er dann machen?

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Ist er unkastriert?

 

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Danke auch für deine Nachricht :)

Ich hab auch schon überlegt, dass ich mir die Leine, wie beim Joggen, quer um den Oberkörper lege. Das ist dann stabiler..was die Flexileine angeht bin ich mit unsicher. Denn ich kann mir gut vorstellen, dass er, wenn ich ihn einfach machen lasse, die Methode auf andere Bereiche überträgt und dann ständig seine Grenzen austesten will. Aber einen Ruckdämpfer werde ich mir tatsächlich anschaffen, denk ich :)

vor 16 Minuten schrieb Estray:

Ist er unkastriert?

 

Nein, er ist kastriert

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Hast Du ein Geschirr oder ein Halsband?

Falls Geschirr würde ich es gegen ein schön breites Halsband austauschen. Dann kannst Du ihn viel leichter handeln weil er nicht voll mit seinem Körperschwerpunt zerren kann. Dann würde ich ganz Strukturiert laufen. Also etwas zügiger einfach von A nach B (Schultern, Kopf, gerade aus und los). Dabei bleist Du bei Dir und lässt Deinen Hund völlig außer acht. Wenn er anfängt zu ziehen, einfach mit der Leine und Hand zurecht zuppeln. Egal was passiert, ganz genauso weiter laufen und zur Not auch hinterher zerren. Aber bloß nicht stehen bleiben und sich auf ein Kräftemessen einlassen.

Das hilft am meisten Dir, weil Du bei Dir bleibst, ganz egal was der da an der Leine macht, sein Problem. Dann ärgert dich sowas auch nicht mehr, weil Du einfach weiter von A nach B läufst und halt dein Ding machst.

Der Hund lernt dadurch sich mehr an Dir zu orientieren und Du Dich nicht mehr an ihm (was schnell passiert, wenn man immer den Fokus auf den Hund hat und sich dann schnell denkt: Jetzt zerrt der schon wieder, man ich hab keinen Bock mehr! Das nervt!...).

Wenn das dann gut klappt, würde ich nochmal neu mit der Leinenführigkeit anfangen.

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