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Hundeforum Der Hund
MilasFrauchen

Neues Zuhause gesucht

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Hallo ihr Lieben,

 

meine Themazeile verrät es schon. Ich habe mich schweres Herzens dazu entschieden ein neues Zuhause für meinen Hund zu suchen. 
 

ich erzähle erstmal zu Mila, mir und unserer Situation:

Ich habe Mila mit 8 Wochen von einem privaten Haushalt bekommen, da die Mutter ungewollt schwanger war. Sie ist also nicht aus dem Tierschutz, auch wenn sie oft für ein Tierschutzhund gehalten wird. Sie war von Anfang an sehr ängstlich, hat aber trotzdem mit bekannten Hunden immer gerne gespielt. Während ihrer ersten Läufigkeit fing sie an Aggressionen zu zeigen. Ich war da gerade im 3. Monat schwanger (ungeplant, aber glücklich). Es fing an, dass sie leicht zugeschnappt hatte, wenn Menschen ihr zu nahe kamen. Gerade wenn sie ihre Ruhe wollte oder Platt von irgendwelchen Aktivitäten war. Ich habe es leider immer abgestritten bzw. es verharmlost, bis sie dann letzten Sommer richtig gebissen hat. Erst einen Menschen in die Hand, ein paar Wochen später einen Hund in die Nase. Ich habe sie seit dem ersten Biss immer mit Maulkorb ausgestattet, der zweite Biss passierte als eine andere Person ohne Maulkorb mit ihr spazieren war. Zu dem Zeitpunkt hatte ich schon einen kleinen, paar Wochen alten Sohn.
 

Meine Eltern haben mir versucht einzureden, dass es besser wäre Mila abzugeben, aber ich war mir sicher, dass ich es packen würde. Für mich war es eigentlich nie eine Option Mila abzugeben. Es war mir bewusst dass es risikoreich ist mit meinen Sohn und Mila zusammen zu wohnen, aber ich wusste, dass wenn ich gut aufpasse, dass dann auch nichts passiert. So war es auch. Es ist bis jetzt noch nichts schlimmes passiert, aber Mila hat schon 3 oder 4 Mal nach der Hand meines Sohnes geschnappt. Jetzt werde ich den gleichen Fehler nicht wiederholen und es verharmlosen. Ich bin mir darüber bewusst, dass es im Beißen enden kann. Wenn ich mal nicht richtig aufpasse.


Seit letztem Herbst habe ich eine erstklassige Trainerin gefunden, mit der Mila und ich wirklich große Erfolge erzielt haben. Das hat mir die ganze Zeit Mut und Kraft gegeben. Das zeigt mir immer wieder, dass dieses Angstbeißen was sie macht irgendwo eindämmbar ist. Das funktioniert aber nicht indem man ihr noch mehr Angst macht, sondern mit viel positiver Bestärkung und viel Belohnung. In erster Linie aber auch durch andauerndes und intensives Training in jeder Situation. Sowohl beim Spaziergang, als auch zuhause im Alltag. 
 

Und genau hier ist mein Problem. Ich habe einen 1 Jährigen Sohn, der krabbelt, bald läuft und dessen Vater mich einen Monat vor der Geburt sitzen lassen hat. Ich bin die letzten Wochen, fast schon Monate so überfordert mit der Situation ein Kind und dann auch noch einen aggressiven Hund alleine zu erziehen. 
Die Entscheidung ist mir sehr schwer gefallen, aber für mich gibt es gerade keine andere Möglichkeit als jemanden zu suchen, der mehr Zeit und Geduld hat einem wirklich liebenswerten Hund die Angst zu nehmen und der Mila somit ein schönes Leben zu ermöglichen. 
 

Ich habe mich bereits damit an meiner Hundetrainerin gewendet und sie hat es verständnisvoll aufgenommen, was mir schon echt geholfen hat. Sie wird sich auch umgucken, ob sie jemanden findet, der zu Mila passt. Da diese Suche jedoch nicht so einfach ist und ich hier in diesem Forum schon viele freundlich und hilfsbereite Menschen gelesen habe, wollte ich mich auch mal an euch wenden. 
 

Nochmal konkret: Wir wohnen im Norden von Köln. Mila ist 2 Jahre und 4 Monate alt, ist bei vertrauten Personen und Hunden sehr verspielt, verschmust und freundlich. Sie ist ein sehr agiler/ bewegungsfreudiger Hund. Unbekannte Menschen/ Hunde/ Gegenstände findet sie erstmal doof, jedoch kann man sie an vieles schnell gewöhnen. Bei Menschen dauerts ein paar Spaziergänge, bei Hunden ist das sehr abhängig von dem jeweiligen Artgenossen. Sie ist relativ gehorsam und mit den richtigen Leckerlis macht ihr alles Spaß 🙃 sie trägt jetzt seit ihrer letzten Läufigkeit im Februar nicht mehr dauernd einen Maulkorb, ich habe ihn aber immer dabei wenn ich aus dem Haus gehe. Sie läuft viel frei, aber auch schonmal an der Leine. Sie möchte in erster Linie immer mit dabei sein und baut auch eine starke Bindung zu ihren Vertrauenspersonen oder Lieblingsmenschen auf. 
 

Bei einem zukünftigen Herrchen/Frauchen sollten optimalerweise keine Kinder wohnen und es sollte ein Zimmer geben, wo sie rein kann, wenn zum Beispiel mal Besuch da ist. Mir geht es nicht darum Mila möglichst schnell an den nächstbesten abzugeben, sondern darum jemanden zu finden, der wirklich mit Mila arbeiten kann und will und ihr ein schönes Leben schenken kann. 
Ich fände es auch gut, wenn er/sie auch mal meine Trainerin kennen lernt, da diese Trainerin die einzige ist, die was bei Mila erreichen konnte. Und dann auch noch auf eine sehr behutsame Tierwohlfreundliche Art und Weise.
 

Falls ihr Ideen habt, wie ich jemand optimales finde oder falls ihr jemanden kennt, der nicht zu weit weg wohnt, dann meldet euch doch gerne mit Tipps und Vorschlägen.

 

Viele Grüße, Milas Frauchen

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wie schwer und groß ist den Mila?

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Welche Rassen sind da drin? Wie wurde sie sozialisiert?

Ansonsten viel Glück - das sind leider genau solche Plätze, wie es sie wenig gibt, aber ganz häufig benötigt werden. So klassisch.

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@Plopp Mila wiegt ca 17 kg und hat eine Schulterschmerzen von ca 54cm. Ich würde mal sagen sie ist ein mittelgroßer Hund :) eine Nummer kleiner als Bordercollie, Schäferhund, Retriever aber halt auch kein ganz kleiner.

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@gebemeinensenfdazu welche Rassen da drin sind weiß ich selber nicht. Was ich sicher weiß ist dass bei der Mutter ein Schäferhund drin war, was ich vermute (wegen dem blauen Auge), dass da noch Australian Shepherd drin ist. Und wahrscheinlich noch mehrere andere Rassen. Der Vater ist unbekannt, die Geschwister waren alle schwarz. 
Ich glaube dass sie in den ersten 8 Wochen garnicht sozialisiert wurde, Weswegen sie jetzt vermutlich auch diese Angst entwickelt hat. Später habe ich alles mit ihr gemacht und sie hatte von klein auf viel Hunde- und Menschenkontakt. Hatte am Anfang auch noch keine großen Probleme mit anderen Hunden, von Menschen ganz zu schweigen. Aber bei manchen Hunden war sie halt ängstlich, das hat sich dann während der ersten Läufigkeit zu einer Agression entwickelt. Mit den meisten Hunden wollte sie spielen. Jetzt leider nurnoch mit ihren „Freunden“.

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In den ersten 8 Wochen entwickelt der Hund noch keine Sozialisierungsdefizite.  Besonders wichtig ist die 8.-16. Woche, auch danach lässt sich noch kompensieren, aber nicht mehr so effektiv.

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Also vorausgestzt, der Hund wuchs die ersten 8 Wochen nicht völlig abgeschottet in einem dunlen Loch auf.

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Mila war als ich sie abgeholt habe das erste mal außerhalb einer kleinen Wohnung... es gab schon Fenster, also dunkel war es da nicht, aber sie hat überhaupt nichts kennen gelernt. Ich weiß nicht woran es liegt, aber sie war schon als ich das erste mal mit ihr in der Welpenspielstunde war unglaublich ängstlich, hat sich immer hinter mir verkrochen und am Anfang wollte sie da auch nicht mitspielen. Erst als sie ein paar Wochen älter war uns sie sich auf der Hundespielwiese bei uns auskannte hat sie dann auch mit anderen Hunden gespielt. Aber diese Angst war von Anfang an da, also muss es ja aus den ersten 8 Wochen oder sogar schon aus dem Mutterleib kommen. Es kann schließlich auch sein, dass wenn die Mutter viel Stress hatte oder Angst während der Schwangerschaft und kurz nach der Geburt, dass sich das dann auf die Welpen überträgt. 
mich will mich aber auch nicht rechtfertigen, ich weiß dass diese Angst schon früh da war, ich weiß aber genauso, dass ich am Anfang als sie die Agressionen gezeigt hat nicht richtig reagiert habe. Ich habe es immer verharmlost und nicht damit gerechnet, dass es im Beißen endet. Ich habe sie in ihrer Angst auch nicht beschützt oder ihr das Gefühl gegeben, dass sie in Sicherheit ist. Das ist mir jetzt hinterher klar. Ich habe immer auf die anderen Hindebesitzer gehört, die gesagt haben: „ach, die machen das schon unter sich aus“ das mag für 90% der Hunde stimmen und gut ausgehen, aber für Mila war es leider die komplett falsche Herangehensweise. Das habe ich zu spät gemerkt, aber jetzt wo ich es weiß und in dieser Hinsicht auch mit ihr trainiere merke ich viele Fortschritte.

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Eventuell würde es Dir  ja auch schon helfen wenn jemand ab und zu mal Dir Mila "abnimmt" . Ich kann mir Deine Überforderung mit der Situation plastisch vorstellen.

 

Meiner Meinung könnte ein souveräner  Hund helfen. 

 

IRGENDJEMAND IM RAUM KÖLN DER HELFEN KÖNNTE????

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