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Hundeforum Der Hund
Gornadin

Aggressives Verhalten gegenüber Welpen

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Hallo in die Runde, 

 

ich hatte heute mit meinem 4,5 Jahre alten Rüden ( Australian Shepherd Mischling) eine unangenehme Erfahrung: 

Wir waren auf der Strasse vor unserem Haus, wollten gerade los zum Spaziergang, als die Freundin. meiner Tochter mit ihrem Vater im Auto anhielt, die Tür öffnete und ihr 4 Monate alter Schäferhund Welpe aus dem Auto sprang. So sind Kinder eben. 

Mein Hund ist eigentlich sehr nett. Er spielt gerne mit anderen Hunden. Welpen hat er aber noch nie aus der Nähe gesehen. 

Der Welpe also aus dem Auto, rennt voller Begeisterung auf meinen Hund los. Ich lass die Leine los, und bin eigentlich unbesorgt, bis ich sehe, wie der Meine mit aufgestellter Rute und aggressiver Körpersprache sich über den Welpen stellt. Und klar, der Zwerg musste einen auf wichtig machen. 

Meiner knurrt, alles gerät in Panik, schreit, rennt umher. Ich packe meinen Hund an der Leine, zerre ihn weg. Der Welpe hinterher.  Großes Durcheinander, schreiende Kinder, wuselnder Welpe, der das alles total spassig fand und ich dazwischen und krieg fast einen Herzstillstand.  Irgendwann ist es mir gelungen, den Welpen zu packen und hoch zu nehmen und zum Auto zurück zu bringen. 

Ich würde mir jetzt auch unter normalen Umständen keine Sorgen machen, weil er bestimmt nur angefressen war, weil der Zwerg so respektlos war, und ich würde wahrscheinlich in eine Hundeschule gehen. 

Jetzt kommt das aber: 

Wir sind vor 9 Monaten nach Kanada gezogen, und die Reise war für meinen Hund - trotz teurer Tierspedition- corona bedingt sehr stressig gewesen. Die ersten Wochen war er sehr schreckhaft gewesen. Er ist eigentlich ein sehr wesensfester Hund. Dann vor knapp 6 Wochen hat sich auf der Strasse eine ältere Pitbull Hündin auf ihn gestürzt. Kam einfach aus der Garage eines Nachbarhauses und rauf auf meinen Hund. Sie hat sofort versucht ihn am Hals zu packen. Sein sehr breites und gepolstertes Neopren Halsband hat wohl schlimmeres verhindert.  Zum Glück kam sofort die Nachbarin und hat den Hund weggezerrt. Ich geb zu, ich selbst war zu ängstlich.  der Hund war auch nur zu Besuch, und darf nicht wieder zu ihr kommen.  Ich hab aber den Eindruck, dass mein Hund seitdem gegenüber anderen Hunden wesentlich schneller gestresst ist.  

Wenn dieser Welpe sich also auch so unvermittelt auf ihn stürzt, ist das für ihn das Gleiche? Hätte er den Welpen verletzt? 

Hundeschule habe ich hier keine gefunden. 

 

Ich bin für jeden Rat oder Hinweis dankbar. 

 

 

Liebe Grüße 

 

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Ich finde das erst mal nicht sonderlich speziell, dass dein Hund den Welpen richtig doof fand. 

Den viel zitierten „Welpenschutz“ gibt es nicht. In der Natur werden Babys aller Art von fremden Tieren getötet, denn sie sind potentielle konkurenten bei der Nahrungssuche. 
„Welpenschutz“ gilt nur im eigenen Rudel. Alle „Rudelfremden“ Tiere töten die Jungtiere. Das gilt für Wölfe genau so wie für Tiger. 
 

Der Hund bildet mal wieder eine Ausnahme. Es gibt durchaus Hunde die Welpen toll finden. Und es gibt auch solche die Welpen einfach ignorieren.
Aber die meisten finden Welpen schlicht und ergreifend doof und zeigen das auch. Das ist normal. 
 

Auch der Welpe hat sich völlig normal verhalten. Welpen sind so. Welpen nerven bis sie aufs Dach bekommen. Das sollte man verhindern. Und gerade Schäferhundwelpen sind aufmüpfig und frech. 
 

Die einzigen die sich falsch und unvorhergesehen Verhalten haben wart ihr Menschen.
Man lässt einen Welpen nicht einfach aus dem Auto hüpfen und zu fremden Hunden rennen. Und man lässt auch nicht einfach die Leine der Erwachsenen Hundes los und debkt sich „wird schon“. 
Du hättest viel früher, richtig, intervenieren sollen. 
 

Der Welpe gehört auch nicht per se in eine Hundeschule. Sein Verhalten war absolut normal. 
 

Dein Hund ist wohl einfach maximal gestresst und darum nicht mehr so Wesensfest wie früher. Das weisst du ja offensichtlich selbst.
Also schütze ihn und arbeite mit ihm. Gib ihm Vertrauen und stärke sein Selbstbewusstsein wieder. 
 

Aber vorallem, lass nie wieder die Leine los wenn du dir nicht absolut zu 1000% sicher bist, dass die Hunde sich kennen und mögen. Denn dieses „ja lassen sie nur, meiner mag Hunde“ ist das fatalste was man tun kann. Denn auch erwachsene Hunde spielen nicht miteinander. Da geht es immer ums abchecken wer der stärkere ist. 
 

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Danke, für deine offenen Worte. Wir haben hier gestern auch schon einen Plan gemacht, wie wir unseren Hund schnell aus so einer Situation rauskriegen. Das Problem ist, dass wir ja nicht steuern können, ob andere Leute ihre Hunde einfach loslassen.  

Ich werde mir etwas überlegen, wie ich sein Selbstbewusstsein stärken und ihm wieder mehr Gelassenheit vermitteln kann. Am besten wäre es wahrscheinlich, er könnte mit anderen Hunden mehr spielen. 

 

 

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Das ist so, man weiss nie was andere Menschen machen. Das ist so bisschen die krux an Hundebegegnungen Allgemein. 
 

Das mit dem Spielen halte ich ganz persönlich für keine gute Idee. 
Denn wie bereits gesagt, Hunde die nicht in einem „Familienverband“ zusammen leben, spielen auch nicht zusammen. 
 

Aber da möcht ich dir nicht reinreden, das ist meine persönliche Meinung. 
 

Arbeite an der Bindung zu deinem Hund. Geh mit ihm Abenteuer erleben. Verstecke Dinge für ihn die ihr gemeinsam sucht, lerbe ihm neue Tricks, geh mit ihm so spazieren, dass du ihm wirklich aufmerksamkeit schenkst und nicht nur hinderher schlenderst, etc. Das wird die Bindung und auch sein Selbstbewusstsein stärken. Wenn er tolle Erfolgserlebnisse hat, dann bringt ihm das mehr als eine Begegnung mit einem anderen Hund. 

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Ich denke nicht das er mehr spielen muss. Aber im Beisein von anderen Hunden lernen, das die ihm nicht alle "über den Haufen rennen" sondern die Mehrheit sich nicht für ihn interessiert und er sich damit auch nicht für sie interessieren muss. Gemeinsame Spaziergänge wären vielleicht eine Idee, nicht unbedingt nebeneinander sondern so das ihr zwar gemeinsam geht, aber Abstand vorhanden ist, vielleicht auch gemeinsam trainieren.

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vor 47 Minuten schrieb Zurimor:

Natürlich spielen Hunde miteinander:

https://askmeproject.com/familie/haustiere/die-wissenschaft-dahinter-wie-hunde-spielen.html

 

Warum sollten sie auch nicht? Natürlich sollte man drauf achten, daß es auch für die Hunde paßt.



Ja Hunde spielen. Bestreitet ja keiner. 
Nur fremde Hunde, also die Hunde die sich nicht kennen, die spielen nicht zusammen. Warum sollten sie auch? Gibt keine Grundlage dafür. 
Dazu gibt es bei ner Googlesuche auch X-100 Treffer. Einfach mal recherchieren und vielleicht neuen Input lesen. 

 

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Auch einander fremde Hunde spielen miteinander. Spielverhalten ist übrigens auch Teil des Paarungsrituals.

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vor 31 Minuten schrieb Zurimor:

Auch einander fremde Hunde spielen miteinander. Spielverhalten ist übrigens auch Teil des Paarungsrituals.


Hier gehts ja nicht um Paarungsverhalten. 
 

Und nein, sich Fremde Hunde spielen nicht zusammen. Das tun sie wenn sie sich kennen. „Spiel“ wird von Menschen zu 99% Fehlinterpretiert. 

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vor 17 Minuten schrieb Oddish:


Hier gehts ja nicht um Paarungsverhalten. 
 

Und nein, sich Fremde Hunde spielen nicht zusammen. Das tun sie wenn sie sich kennen. „Spiel“ wird von Menschen zu 99% Fehlinterpretiert. 

 

Doch, tun sie. Beispiel mein Hund und Alaska, eine Samojedenhündin. Bei der ersten Begegnung kurz angeschaut und gemeinsam beschlossen, daß man mal 'ne Runde zocken könnte. Die beiden verstehen sich bis heute glänzend, häufig wird gezockt, wenn man sich trifft, manchmal sich auch nur kurz angeschaut und sich gefreut, daß man sich sieht oder gemeinsam geschnüffelt und das ist ganz sicher keine Fehlinterpretation. 

Gibt bestimmt auch andere Hundehalter, die sowas kennen. Viele Hunde werden natürlich auch erstmal eingeschätzt, aber nach kurzem Kennenlernen gibt's dann gemeinsame Aktionen - oder eben nicht 

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