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Hundeforum Der Hund
Kim_24

Kontrolle / Angst

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Hallo Zusammen

Ich wende mich jetzt mal an Euch, vielleicht hatte Ihr dieses Problem auch am Anfang mit Eurem Vierbeiner. 

 

Folgendes, ich bzw. wir haben seit 3 Wochen ein 7 monatige Mischlings Jung Hund vom Tierheim geholt.

Zuvor habe ich im Tierheim schon ziemlich viel Zeit mit ihr verbracht und bin mit Ihr jeden Tag Gassi gegangen, da ich Sie bevor ich mich definitiv entscheide, besser kennen lernen wollte.

Obwohl ich mir immer sagte, vom Tierheim nehme ich keinen Hund als mein Erst Hund, hatte ich bei Ihr ein gutes Gefühl. Ich hatte auch sehr viele diverse Gespräche mit den Tierheimmitarbeiter über Sie.

Jetzt nach 3 Wochen bin ich jedoch leider ziemlich traurig und zweifle sehr an mir selber… und habe mir sogar schon überlegt, Sie wieder zurückzugeben, habe das Gefühl das ich Ihr nicht zurecht komme :-(

Doch vielleicht ist das normal oder kann mir hier jemand helfen, wie ich damit umgehen kann, dass es für beide passt.

Folgende Situationen sind eingetroffen, seit Sie bei uns ist lauft Sie uns jeden Tritt nach ( was ich ja in den ersten Tagen sehr verstanden habe ), doch hatte ich auch das Gefühl, dass sie sich sehr schnell an uns gewohnt hat. Doch Sie läuft nicht nur nach, sie beobachtet uns stets und kommt nie zur Ruhe, ebenso schnüffelt sie extrem penetrant an uns herum. Wie ist das zu verstehen?

Auch bei unseren täglichen Spaziergänge ist es nicht einfacher, Sie hat von diversen Dingen Angst und fixiert sich dann so sehr auf dasjenige, dass das weiter gehen extrem schwierig und mühsam wird.

Ich vermute ja ihr fehlt noch die nötige Sicherheit, doch habe ich schon sehr viel versucht in den letzten Tagen und habe mich zum Teil selber ziemlich fertig gemacht.
Ansonsten ist sie eine liebe und süsse Maus, möchte Sie doch so gerne verstehen und Ihr geben, was Sie braucht, doch bin ich mir nicht sicher, ob ich das überhaupt kann..:(

Ich danke Euch jetzt schon im Voraus für Eure Ratschläge.

Herzliche Grüsse

Kim

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Hi!

Erstmal total schön, dass du einen Hund aus dem Tierschutz aufgenommen hast!

 

Deine Frage ist glaub ich ganz einfach zu beantworten: Sie braucht Zeit. Das ist alles :) Zweifle nicht an dir! 3 Wochen sind eine noch sehr kurze Zeit für die süße Maus, sich einzugewöhnen. Kennt man ihre Vorgeschichte? Wenn sie fast ihr gesamtes kurzes Leben lang nur das Tierheim kannte, ist es nicht verwunderlich, wie sie sich benimmt.

 

Meine Anouk brauchte und braucht auch für vieles Zeit, es ist wichtig, sich auf das Tempo des Hundes einzustellen. Plant einfach mehr Zeit für die Spaziergänge ein, gebt ihr die Zeit, sich mit den Dingen, die sie ängstigen, vertraut zu machen und lernt sie gemeinsam kennen, ganz langsam und Schritt für Schritt. Das wird auf jeden Fall, da sind drei Wochen wirklich noch gar keine Zeit, mach dir bitte keinen Kopf!

 

Versuche, für sie extra Selbstbewusst und Zuversichtlich zu sein, sie spürt deine Unsicherheit. Wenn sie sich sicher bei dir fühlen kann, macht das schon viel aus.

 

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Zeit und Geduld.

Sie will euch nicht aus den Augen/der Nase verlieren. Bis sie sich sicher ist, daß ihr nicht plötzlich wieder verschwindet,  das kann dauern.

Zudem ist Sie mit 7 Monaten mitten in der Pubertät,  eh eine schwierige Zeit. 

Gebt ihr draußen Zeit alles zu beobachten und sich mit gruseligen Dingen Auseinanderzusetzen.

Zeit und Geduld sagte ich ja schon und Humor kann auch helfen. 

Das wird.  

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So sehe ich das auch.

ich finde es auch immer sinnvoll eine Hundeschule zu besuchen. Gemeinsames Lernen stärkt die Bindung sehr. Dort lernt sie auch andere Hunde kennen. Das ist sehr wichtig für ihr Selbstbewusstsein. 

Das wird schon werden mit euch beiden :)

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Am 20.5.2022 um 12:28 schrieb Shiranui:

Versuche, für sie extra Selbstbewusst und Zuversichtlich zu sein, sie spürt deine Unsicherheit. Wenn sie sich sicher bei dir fühlen kann, macht das schon viel aus.

 

👍🏽 Exakt. Darin liegt der Schlüssel.

 

Lass die Verunsicherung der Kleinen sich nicht auf dich übertragen. Bleib ruhig und entspannt, bleibe bei Dir selbst und Deiner Selbstsicherheit. Genau darin wird sie Orientierung und Sicherheit finden.

Das ist die erste Lektion deiner Kleinen für Dich. 🤩

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@Kim_24 zuerst einmal super, dass du dich für einen Hund aus dem Tierheim entschieden hast und wenn du schreibst, du hattest das Gefühl eine richtige Entscheidung zu treffen, wird das bestimmt so sein.

 

Dein Frust, so nenne ich es mal, haben viele neue Hundehalter, sie wollen alles richtig machen und wenn es nicht ganz so läuft, ist man skeptisch traurig. Das musst du nicht sein. 

Wenn dein Hund beobachtet und alle beobachtet, ist das erst mal gut, wenn Hunde eher sich zurück ziehen, ängstlich sind, ist es schwerer dies zu verändern, dass dauert meist mehr Zeit.

 

Aus der Ferne ist alles immer sehr schwer zu beurteilen, ich möchte dir eher ein paar grundsätzliche Dinge vermitteln, ob fad was passt, kann ich natürlich so nicht sagen.

 

Zuerst einmal die Grundhaltung, wenn du schreibst du bist traurig, ist das keine gute Basis, denn das merkt dein Hund, er sollte sich an dir orientieren und die innere Einstellung ist wichtig. Selbst wenn mal was nicht klappt, du über etwas verärgert bist, shit happens, nächstes mal klappt das besser. Neutral sein, aber auch nicht immer zu überschwänglich, wir Menschen neigen dazu, eher zu viel zu machen, zu viel zu reden, wir meinen es gut, meist ist es aber viel zu viel.

 

Versuche weniger zu reden, mehr durch nonverbale Kommunikation dem Hund zu zeigen was gerade gut, oder eben unerwünscht ist. Ein Handzeichen, oder ein kurzes äh äh hilft oft mehr, als zu sagen, nein, du sollt bleiben, geh zurück.

 

Habt ihr eine Decke, ein Körbchen oder einen festen schönen Platz für den Hund. Dies hilft beim Aufbau für viele Dinge. Dies wäre zum einen der Platz wo sich Hund zurück ziehen kann, Riuhe finden kann, aber auch der Ort, wo man ein bleib konditionieren kann. 

 

Da alles irgendwie zusammen hängt, ist es immer schwer einzelne Themen raus zu nehmen. Du schreibst Angst, dies ist meist eher Unsicherheit, kenne ich noch nicht, weiche mal zurück, je mehr ihr zusammen erlebt, die täglichen Dinge meistert, werdet ihr immer mehr ein Team, dein Hund wird dir immer mehr vertrauen und selbst bei einem Knall, wenn du ganz ruhig bist und signalisierst, hey, alle gut, jo das war laut aber gar nicht schlimm, lernt dein Hund, o.K Frauchen ist ganz cool, war wohl nicht dramatisch.

 

Hauptthemen Fünkchen sind Eindeutigkeit und Ruhe. Hier eher weniger die Ruhe vom Hund, sondern die Ruhe vom HH. Das kann man aber schwer lernen, es kommt durch viele positive Ereignisse die ihr zusammen halt erlernt.

 

Ich würde die, obwohl ich ein ganz großer Fan von Hundeschulen bin, dies jetzt noch nicht empfehlen, denn der HUnd braucht die eigentlich gerade nicht so, du brauchst jemanden, der dir diese Dinge zeigt. Ich würde mir in deiner Region jemanden suchen der dies vermitteln kann und einen souveränen HUnd hat, daran kann sich dein Hund orientieren und du an dem anderen Hundehalter. Das alles ist keine Hexerei und zu Beginn meint man evtl. Dass packe ich nicht. Aus deinen Zeilen lese ich, dass ihr das hin bekommt, ihr braucht nur etwas Unterstützung.

 

noch etwas, dies allerdings eher später, lies hier mal in der Suchfunktion das Thema zeigen und benennen, das kann sehr oft viel helfen. Zeig deinem Hund einfach die Welt und nennen es, aber das kommt auch dann erst danach.

 

Viel geschrieben, Kern, mach dir nicht so große Gedanken, freu dich, hey, ein Hund ist super, so viele Aufgaben die wir noch lernen müssen, sein weder traurig noch ängstlich und suche dir evtl. Ander liebe HH und Hunde um es gemeinsam zu lernen. Dazu gehören auch Hundekontakte, ganz wichtig, aber auch hier benötigt man Eindeutigkeit, ein paar Regeln und keine Angst. 

 

Evtl. War was dabei, ich drücke euch beiden die Daumen

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Am 21.5.2022 um 17:39 schrieb Panchito:

Lass die Verunsicherung der Kleinen sich nicht auf dich übertragen. Bleib ruhig und entspann

 

Das möchte ich noch mal differenzierter für dich schreiben, denn nicht die Unsicherheit vom Hund überträgt sich auf dich, sondern die Unsicherheit des HH überträgt sich auf den Hund.

 

Aber das kann man lernen mit etwas guter Unterstützung, aus welcher Region kommt ihr denn so

 

 

 

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