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Hundeforum Der Hund
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Er ist weg

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Hallo, 

Ich weiß nicht wohin mit meinen Gedanken. Mein Hund wurde gestern eingeschläfert ohne mich. Er hatte Herzinsuffizienz und paar Mal Lungenödem. Es war mir klar, dass es bald passieren wird, doch der Zeitpunkt kam unerwartet. Samstag gings ihm noch gut, seine Atemfrequenz war in Ordnung. Ich müsste über das Wochenende verreisen (800 km) und bin Samstag Abends losgefahren. Es gab keine Anzeichen dafür, deswegen hab ich nur tschüss gesagt. Hab ihm zum Spaß gesagt, falls es wieder schlechter werden soll, dass er warten soll bis ich wieder da bin. Dann hat man mir Sonntag geschrieben, dass er viel hustet. Ich hätte da wieder zurück fahren sollen. Aber meine Mutter meinte das außer dem Husten ist alles gut und seine Atemfrequenz in Ordnung ist. Dann in der Nacht von Sonntag auf Montag hat er noch mehr gehustet und komisch geatmet. Morgens hab ich gleich Termin beim Tierarzt gemacht und meine Mutter ist mit ihm hin. Er hat noch eine Entwässerungsspritze gekriegt aber die hat gar nicht geholfen und so ist meine Schwester und mein Stiefvater mit ihm zum einschläfern gefahren. Ich bin Montag losgefahren aber war zu spät. Ich bin jetzt auf meinen Hund sauer und auf alle andere. Warum hat er nicht auf mich gewartet? Alle erzählen so von Hunden die auf ihre Familien Mitglieder warten und dann sterben. Hat er mich nicht geliebt? Dachte er vielleicht das ich ihn vergessen habe? Ich war ja nicht für ihn da. Aber Samstag gings ihm gut und ich hab noch jemanden aus seiner Tierpraxis getroffen und noch erzählt, dass es ihm gut geht. Dass er sein Essen gegessen hat, seine Tabletten genommen hat und normal Gassi war. Es gab keine Anzeichen, dass es so schlimm wird. Sonst wäre ich niemals gefahren. Wenn es nach meiner Mutter gegangen wäre, wäre er schon längst eingeschläfert worden. Weil seine Krankheit ja Geld gekostet hat. Ich hatte paar mal davon geträumt, dass meine Mutter mit ihm zum Tierarzt ist und er eingeschläfert worden ist ohne das ich mich verabschieden konnte. Warum ist er gestorben in dem einzigen Moment wo ich weit genug war, so dass ich nichts machen konnte. Was wenn er auf mich gewartet hat und ich einfach nicht gekommen bin. Ich war darauf vorbereitet, dass er bald gehen wird aber nicht das es passiert wenn ich 800 km von ihm weg bin. Wie soll ich mit dem gedanken leben, dass ich nicht da war für ihn. Oder das er vlt lieber ohne mich gegangen. 

 

 

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Ich kann Deine Trauer und die Überlegungen sehr gut nachvollziehen.

Aber es gibt da noch eine andere Seite.

Oft sitzen Angehörige Tage oder Stunden bei einem sterbenden Angehörigen und

möchten ihn auf seinem Weggehen begleiten.

Sie gehen mal kurz aus dem Zimmer - und genau in diesem Moment stirbt dieser Mensch, bei dem man

doch sein wollte wenn er geht.Den Grund dafür weiss ich auch nicht, vielleicht wollen sie es dem  Angehörigen

nicht so schwer machen.

Es wäre doch möglich, dass genau aus diesem Grund Dein Liebling Dir die Entscheidung abgenommen

hat.

Schreib ihm einen Brief mit all dem, was Du ihm auf seine Reise mitgeben möchtest.

Mein herzliches Beileid, ich weiss wie schwer so ein Verlust ist.

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