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Hundeforum Der Hund
wildwolf

Ab wann beginnt bei euch Führung?

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Ich führe nicht, um etwas zu erzwingen, sondern weil es meinem Hund damit besser geht.

Grundsätzlich habe ich das schon verstanden...nur gibt es bei uns halt Situationen, in denen es zwischen mir und dem Aussie doch recht "zwanghaft" zugeht... :heul:

Aber das gehört jetzt nicht hierher....

LG

Gudrun

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.... aber dass der Hund innerhalb der 24 Stunden in jeder Situation sicher geführt wird, in der es nötig ist.

Ahh, ja damit kann ich mich identifizieren.

LG

Gudrun

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In dem Beitrag von Karl steht :

"Führung ist nicht schlechtes, nichts beschränkendes. Führung zu übernehmen bedeutet Verantwortung zu tragen, Schutz zu geben und der Antwort des Hundes zuzuhören."

Ausgehend von dieser Definition kann ich mich anschließen und dann läuft es tatsächlich 24 Stunden. Ich würde noch hinzufügen den Freiraum, der aus der Bindung und guter Kommunikation für den Hund erwächst.

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...Der Hund geht mit dem Menschen keine Rangordnungsbeziehung ein, wie er das im Hunderudel tut.

...

Eine Illusion ist es nicht... jedoch ist es eine Riesenherausforderung "hündisch" (in der Sprache des Hundes) zu führen, da hast Du Recht.

sitze noch etwas auf der Leitung

was nun konkret die Unterschiede zwischen einer

Hund-Hund Beziehung und einer Hund-Mensch-Beziehung sind...

(was bin ich denn nun in den Augen meines Hundes?)

zum "hündisch" lernen:

Ich mache schon - denke ich - ganz prima Fortschritte im Umgang mit Meggie =)

(und Meggie lernt ja auch ganz tapfer "menschlich"... *gg*)

Danke für Eure Anregungen!

LG

Rike mit Meggie.

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Huhu!

Rike.. kann ich verstehen mit dem auf der Leitung sitzen.. ist auch nicht einfach, vorallem wegen der unterschiedlichen Definitionen, die so kursieren.

Hunde untereinander, wenn sie dauerhaft zusammenleben gehen Rangbeziehungen ein. Diese sind, wenn es passt, relativ stabil und geraten in der Regel nur bei Läufigkeit einer Hündin oder altersbedingt ins Schwanken. Im Optimalfall gibt es eine klare Rangfolge, bei der alle zufrieden sind und keiner den anderen für seine Stellung "bedauert" oder "bewundert" (wie Menschen das tun... ;-).

Wir Menschen sind jedoch keine Hunde und können deshalb eine hundeartige Rangdisziplin niemals herstellen.

Was bin ich in den Augen meines Hundes? Ich weiss es nicht. Sicher bin ich, dass er WEISS ich bin kein Hund. Nichts an dem menschlichen Verhalten ist hündisch. Wir sind Nasenlegastheniker, uns unserer Körpersprache nicht bewusst, bewegen uns viel zu langsam (kein Hund könnte so überleben), laufen auf zwei Stelzen und können nicht mit dem Schwanz wedeln.

Wir sind ein anderes Wesen und es ist der Anpassungsfähigkeit der Hunde zuzurechnen, dass sie uns trotzdem, wenn wir uns redlich bemühen, als ein Wesen ansehen, dass in der Lage ist bessere Entscheidungen zu treffen als sie selbst.

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Hallo Rike,

hallöchen

das klingt mir irgendwie noch ein bisschen zu sehr nach Illusion.

(bin ja noch kein alter Hase in Sachen Hundeerfahrung...)

LG

Rike mit Meggie

:Oo:Oo

Stimmt klinkt nicht nur wie, sondern ist auch so.

Warum?

Solange niemand eine etwas greifbare Definition für Führung hat, ist Führung nur eine Worthülse, in die Du alles hineinpacken und interpretieren kannst, ohne konkret werden zu müssen.

Da nützen die ganzen Beispiele recht wenig.

Deshalb lässt sich auch kein Unterschied zwischen Führung und Kontrolle herausarbeiten.

Die bisher gegebenen Beispiele lassen sich auch ganz anders interpretieren, denn sie sind viel zu ungenau, um als Erklärung zu dienen.

@all

In dem Beitrag von Karl steht :

"Führung ist nicht schlechtes' [b']nichts beschränkendes[/b]. Führung zu übernehmen bedeutet Verantwortung zu tragen, Schutz zu geben und der Antwort des Hundes zuzuhören."

Ausgehend von dieser Definition kann ich mich anschließen und dann läuft es tatsächlich 24 Stunden. Ich würde noch hinzufügen den Freiraum, der aus der Bindung und guter Kommunikation für den Hund erwächst.[/Quote]

Um das Beispiel aufzugreifen, siehe Fett, Führung bedeutet auch Einschränkung.

Warum?

Ein Hund der Angst vor einem anderen Hund hat würde flüchten, wenn er könnte, das darf er aber nicht, deshalb müssen wir ihn schützen, damit schränken wir ihn automatisch ein.

Deshalb noch einmal nicht die Führung ist schlecht, sondern das Fehlen einer guten Definition.

LG Hans Georg

Verstehen stellt besondere Anforderungen, Missverstehen nicht (G. Roth).

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Wenn ich daran denke, dass ich 24 Stunden am Tag führen müsste... und agieren.. und Verantwortung übernehmen und entscheiden und und und .. .da wirds mir aber schwindelig.

Für mich ist Führung, dass ich den Hund in so vielen Bereichen wie möglich in die Lage versetze, zurecht zu kommen, ohne anzuecken. Auch und oft selbstständig.

Ganz individuell nach Hund und vor allem nach Hund-Mensch-Gespann.

Der Hund soll lernen, selbst die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Die Entscheidungen, die ich auch treffen würde, die ich für gut und richtig halte.

Die Verantwortung, die ihr mit solchen Diskussionen auf unerfahrene Hundehalter legt ist wirklich granatenmäßig heftig.

Grüßle

Antje

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Wenn ich daran denke, dass ich 24 Stunden am Tag führen müsste... und agieren.. und Verantwortung übernehmen und entscheiden und und und .. .da wirds mir aber schwindelig.

Verstehe ich nicht.

1. bin ich nicht 24h am Tag mit meinem Hund unterwegs

2. wenn ich daheim bin ist für mich lediglich wenn Besuch kommt "Führung" meinerseits, wenn überhaupt, notwendig - normal geht Shelly auf ihren Platz und gut ist... also brauche ich da auch nicht mal was sagen

3. während der ca. 2 Stunden, die wir mit Shelly unterwegs sind (aufgrund ihrer Verfassung ist mehr im Moment einfach nicht drin), brauche ich sie ebenso nicht ständig führen, wenn sie denn am Waldes-/Feldesrand läuft, schnuppert oder sonstwas... D.h. wenn es gar nicht notwendig ist, führen zu müssen.

Ich finde das Thema Führung wird hier einfach oft "fehlinterpretiert" oder sagen wir besser: unterschiedlich definiert.

24 Stunden... klar, da bekommt man erstmal nen Schreck. Aber BITTE verwechselt nicht Führung mit Kontrolle. Sondern klärt für euch erstmal, was Führung ist, bzw. wovon die meisten hier reden, wenn sie über Führung sprechen.

Wenn ich meinen Hund an der Straße ranrufe und Fuß gehen lasse, damit er nicht vors Auto läuft... wieso sollte mir davon "schwindelig werden"? (okay, das ist ein eher unhündisches Beispiel, aber egal)

Wenn uns ein anderer Hund entgegenkommt und ich meinen Hund ranrufe, damit ich erstmal die Lage checke... wieso sollte mir davon "schwindelig werden"?

Wenn mein Hund zu Hause bellt, wenn er was gehört hat und ich nachschaue, ob da wirklich was ist oder nicht... wieso sollte mir davon "schwindelig werden"?

Viele von den Dingen, die machen wir schon automatisch. Mal mehr, mal weniger.

Das sollte für keinen Hundehalter etwas völlig neues, unbekanntes oder verwirrendes sein...

Das einzige Problem ist einfach oft nur das eigene Verhalten in bestimmten Situationen, wie z.B. Artgenossenbegegnungen. Und da gilt es für uns zu lernen und zu agieren. Mehr nicht...

Edit:

Wenn ich ständig (die oft zitierten 24h z.B.) agieren würde/müsste, dann mache ich wohl irgendwas falsch. Es geht aus Hundesicht bei der Führung auch immer um hündisch entscheidende Sachen. Und nicht, ob der Hund jetzt an der Straße Sitz oder besser Platz machen sollte.

Anita zählte damals z.B. 4, aus Hundesicht entscheidende, Faktoren auf, in denen unsere Führung wichtig ist. Das waren, glaube ich, Jagd, Territorium, Begegnungen aller Art und das Schutzbedürfnis.

Wieviel, wie oft und wie ich dabei führe... das ist halt von Hund und Halter abhängig.

Dabei heißen 24 Stunden aber nicht, dass ich meinen Hund in der Zeit nicht mehr aus den Augen lassen kann, weil ich MUSS ihn ja ständig führen, sondern, dass ich nicht auf dem einen Spaziergang führen will und auf der nächsten Runde einfach nicht mehr, weil ich grad keinen Bock habe oder sonstwas. Darum wird hier oft von 24 Stunden geredet... ;)

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@Hans-Georg:

sehr richtig, es wird höchste Zeit sich auf eine

Definition von den Begriffen "Führung" und "Kontrolle" zu einigen!

wenn ich die Beiträge so lese, dann verstehe ich unter Führung:

- die Fähigkeit des HH sich so zu verhalten, dass der sich Hund freudig und gerne so verhält wie der HH es wünscht bzw. denkt das es gut für den Hund ist.

dann komme ich allerdings bei "Kontrolle" genau auf die gleiche Definition

nur dass "freudig und gerne" und "gut für den Hund" eine untergeordnete Rolle spielen.

:Oo:Oo

weitere Vorschläge bitte... :D

Für mich ist Führung, dass ich den Hund in so vielen Bereichen wie möglich in die Lage versetze, zurecht zu kommen, ohne anzuecken. Auch und oft selbstständig.

Ganz individuell nach Hund und vor allem nach Hund-Mensch-Gespann.

...

p.S.Die Verantwortung, die ihr mit solchen Diskussionen auf unerfahrene Hundehalter legt ist wirklich granatenmäßig heftig.

stimme Dir zu... ;)

die Selbständigkeit des Hundes ist ein interessanter Aspekt in dieser Diskussion!

Ich lese gerade das Buch "Gute Arbeit" von Anders Hallgren

(über die Motivation von Arbeitshunden, - interessiert mich besonders bezüglich der RH-Arbeit...)

Hallgren wird darin nicht müde auf den Zusammenhang zwischen enger Führung und viel Kontrolle über den Hund seitens des HH - und fehlendem Selbstvertrauen bis hin zu "erlernter Hilflosigkeit" beim Tier hinzuweisen.

Demnach wäre also die Kunst "guter Führung" die, den Hund so zu führen dass er möglichst wenig merkt dass er geführt wird...

:Oo:Oo *verstehtmichnochjemand?*

LG

Rike mit Meggie.

p.S.: interessante Diskussion! :klatsch:

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Natürlich soll mein Hund auch selbständig handeln können und dürfen. Und das in Situationen, wo er es kann und auch will. Das ist für mich eigentlich das wichtigste und zugleich auch das schwierigste für uns Hundehalter.

Das ist es, was es gilt für mich als HH, "rauszubekommen". Wann erfordert es meine Führung und "wieviel" brauche ich dazu?

Wenn mein Hund Angst vor einem anderen Hund hat, dann biete ich ihm den Schutz, den er will und braucht. Und überlasse ihn nicht sich selbst.

Shelly hingegen hat z.B. keine Probleme mit anderen Hunden. Wenn mit dem anderen Hund und Hundehalter alles "geklärt" ist, dann soll sie selber entscheiden, ob sie hin will oder nicht. Dann hat es keinen Sinn, sie hinter mich zu "packen", damit sie keine "Angst" haben muss.

Oder auch das Thema Jagd. Shelly ist überhaupt nicht am Jagen interessiert (vor ihrer Nase wegrennende Katzen ausgenommen :D ). Warum sollte ich ihr dann also unbedingt beweisen "müssen", dass ich der bessere Jäger bin?

Bei einem Hund, der jagdliches Interesse zeigt, sieht das schonwieder ganz anders aus.

Vielleicht sollte man für die "Führung" bei Hunden mal ein neues/anderes Wort kreieren. :Oo:)

Muss gerade nochmal nachdenken, wie ich Kontrolle und Führung trennen würde, damit es verständlich ist. ;)

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