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Hundeforum Der Hund
Cony

Erziehungsversuch der anderen Art

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Hallo!

Ich war kürzlich mit einem Bekannten unterwegs. Er ist sehr streng mit seinem Hund - ich hatte den Eindruck, dass der Hund gar nicht mehr einordnen konnte, was er falsch machte, da Herrchen einfach nicht zufrieden mit ihm war.

Im Laufe des Spaziergangs und vielen Kommandos für den Hund - so viele, dass er gar nicht mit anderen Hunden zum Spielen kam, ignorierte der Hund den Rückruf "Hier" , was dann folgte hat mich doch mehr als überrascht.

Herrchen startete zur Verfolgung des Hundes und rannte mit der Leine hinter ihm her. Der Hund war so baff, dass er sich auf den Boden legte und unterwarf, woraufhin er ihn anleinte.

Ich hab mir jeglichen Kommentar dazu erst mal gespart. Habe dann später auf dieses Hinterherjagen angesprochen und er meinte, dass er den Rat dazu bekommen hat, das zu tun, damit der Hund weiss, dass er seine Kommandos einfordert.

Möchte gerne Eure Meinung dazu hören, da man ja normalerweise nicht hinter seinem Hund herrennen soll :???

Cony

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Hallo Cony,

meiner Meinung nach, sollte man das nicht tun!

Es geht Normalerweise auch Anders, indem ICH mich entferne und zb. Tschüß rufe- jedenfalls reagieren unsere darauf!

Und ne Frage- durfte der Hund überhaupt mit Anderen spielen? Oder mußte er nur,,parrieren``?

Wenn man sowas sieht, sollte man wirklich ,,runterschlucken``!

Gruß Stefan,Max und Shaya

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Wie alt ist der Hund denn?

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Hallo!

Der Hund ist 20 Monate alt und wenn wir uns treffen, dann wird erst Mal geübt, dass er nicht sofort zu den anderen Hunden laufen darf, was ihm verständlicherweise sehr schwer fällt.

Er soll sich dann aufs Herrchen konzentrieren und er muss bei Fuss auf- und ablaufen. Erst wenn er sich dann aufs Herrchen konzentriert hat, wird er freigegeben.

Zum Spiel hat er wenig Freigabe, weil er unterwegs viele Kommandos bekommt, da er sich nur kurze Strecken entfernen darf.

Teilweise habe ich für so viel Konsequenz Verständnis - andererseits ist der Spaziergang dann immer sehr angespannt, weil der Hund viel Druck bekommt (mehr psychisch) als dass er sich am Spaziergang freuen könnte.

Habe den Eindruck, dass der Hund aufgrund des psychischen Drucks schon ein Meideverhalten entwickelt hat, nach dem Motto: "Ich weiss eh nicht, wie ich es Dir recht machen kann - duck und weg!"

Cony

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Hallo,

also in diesem Fall hört sich das wirklich so an, als wäre die Korrekturmaßnahme noch viel zu früh, weil Du schreibst, Du hättest das Gefühl, der Hund wüßte noch nicht, was aus Herrchens Sicht falsch oder richtig ist. Ich muss allerdings sagen, dass ich genau das bei Momo auch schon gemacht habe, nämlich als sie aus dem 'Down' aufstand, während oben auf dem Hügel Rehe auftauchten. Da bin ich dann auch mit starkem Wortgetöse drohend auf sie zu. Sonst hätte ich riskiert, dass sie wieder merkt, dass sie nicht warten muss, bis ich das Kommando auflöse. Und dazu wäre dann wohl auch noch der Hetzerfolg gekommen :Oo .

Ich denke aber, dass solche Korrekturmaßnahmen wirklich nur dann erfolgen können, wenn der Hund das Kommando ganz sicher beherrscht, aber dann eben aufgrund einer besonders hohen Ablenkung versucht, sich darüber hinwegzusetzen. Vorher wird man den Hund dadurch nur völlig verunsichern, und er hält seinen Besitzer wahrscheinlich irgendwann für völlig unberechenbar. Und eine falsch 'verstandene' Korrektur zerstört schnell das Vertrauen, da sollte man also schon vorsichtig sein.

LG

Sandra

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Ich finde es traurig, wenn Hunde nur gehorchen sollen/müssen. Der arme Kerl muß ja total überfordert gewesen sein. Das Hinterherlaufen des HH hätte ich persönlich nicht gemacht, ich wäre auch mit einem Tschüss in die andere Richtung gelaufen. Wobei ich auch schon Hunde gesehen habe, denen das total egal war, was Herrchen/Frauchen macht oder wo sie hingehen. Ich finde es nicht in Ordnung, wenn man seinen Hund rund um die Uhr kontrolliert.

Hund sollte Hund bleiben dürfen und in erster Linie bestimmt der Spaß das Zusammenleben mit meinen Tieren. Draußen üben ist ja schön und gut, aber der Hund sollte dennoch "Freizeit" haben und einfach nur toben, schnüffeln und was noch können.

Was gibt es denn schöneres für einen HH, wenn der Hund einfach so aus dem Spiel zu einem kommt und "Hallo, schön ist es" sagt???

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Ich finde es traurig, wenn Hunde nur gehorchen sollen/müssen.

... aber einem Hund, der gehorchen 'muss', und bei dem das auch funktioniert, wenn ich es einfordere, kann ich doch viel mehr Freiheiten einräumen, als einem der das nicht tut. Das heitß ja dann nicht, dass ich ihn permanent mit allen möglichen Kommandos bombardiere. Ich kann ihn doch viel entspannter z. B. mit anderen Hunde spielen lassen, wenn ich weiß, dass er zuverlässig auf meinen Rückruf hört, wenn z. B. plötzlich sein 'Erzfeind' dazustoßen will. Und beim Aufbau eines zuverlässigen Rückrufs komme ich nicht ohne Korrekturmaßnahme (zumindestens bei den meisten Hunden) aus. Wie gesagt, in dem von Cony beschriebenen Fall, scheint der Hund verwirrt zu sein, weil das 'Hier' wahrscheinlich noch nicht ordentlich aufgebaut wurde.

LG

Sandra

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damit dies aber funktioniert dauert es seine Zeit. Und dies nun auf Biegen und Brechen bei jedem Spaziergang mit allen möglichen Kommandos einzufordern könnte auf Dauer nach Hinten los gehen.

Die einzelnenen Sequenzen im Spiel ohne Ablenkung geübt bis es sich gefestigt hat ist doch viel sinnvoller als auf einem Spaziergang. Da bieten Hunde öfters etwas an was ausgenutzt werden könnte (z.B. das einfache Vorbeischauen des Hundes ob Herrchen noch da ist).

z.B. würde ich beim Beginn des Spazierganges keine Fußübungen machen. Wenn ich Pech habe versaue ich mir das korrekte Laufen. Gebe ich dem Hund die Möglichkeit die Situation zu erkennen (wenn ich ruhig bleibe und artig warte darf ich spielen gehen) wird dies viel gefestigter. Der Hund lernt nämlich ohne Kommandos sich an mir zu orientieren.

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(bearbeitet)
Ich finde es traurig' wenn Hunde nur gehorchen sollen/müssen.

... aber einem Hund, der gehorchen 'muss', und bei dem das auch funktioniert, wenn ich es einfordere, kann ich doch viel mehr Freiheiten einräumen, als einem der das nicht tut. Das heitß ja dann nicht, dass ich ihn permanent mit allen möglichen Kommandos bombardiere. Ich kann ihn doch viel entspannter z. B. mit anderen Hunde spielen lassen,

Wenn der Hund die ganze erste Zeit NUR mit Kommandos bombardiert wird, und von Hundekontakten und Spielen entfernt wird, dann wird er irgendwann gar nicht mehr wissen was spielen ist, geschweige denn, ob er das überhaupt darf :( trauriges Schicksal für einen Hund finde ich.

Man sollte von Anfang an auch Spielphasen einbauen, so dass der Hund auch mal wieder aus der für ihn anstrengenden KOnzentration entlassen wird.... ist MEINE Meinung !!

ICH will keinen willenlosen Affen an meiner Seite haben

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Ich wollte damit auch nicht sagen, daß Hunde nicht "hören" müssen. Aber alles braucht seine Zeit. Akasha z.B. hat Sitz und Platz in wenigen Tagen gelernt, während der zuverlässige Rückruf jetzt erst mit 4 Jahren klappt und jetzt auch, wenn sie z.B. eine Katze jagt. Bei Lucky funktionierte der zuverlässige Rückruf bereits mit 1,5 Jahren. Dies ist einfach von Hund zu Hund sehr unterschiedlich.

Aber lieber langsam, Schritt für Schritt vorgehen und immer wieder wiederholen, bevor ich meinen Hund überfordere und damit total verwirre.

Ich anstelle des Mannes würde ein, zwei Schritte rückwärts machen um die Kommandos ordentlich aufzubauen und zu festigen. Wenn man dann ab und zu mal aufhört ununterbrochen zu quasseln, wird der Hund vielleicht auch mehr acht geben.

Ich weiß ja nicht wie es mit dem Lob steht, aber meine Hund flippen schon aus, wenn ich in die Hände klätsche und mich einmal drehe. Und dann ist es total egal mit was sie gerade beschäftigt sind.

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