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Hundeforum Der Hund
Cony

Hibbeliger Hund

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Vermutlich musst Du mit Merlin einen anderen Weg finden, als Du ihn mit Jamie gehst. Wenn Merlin so agiert, dann ist das für mich ein Zeichen, dass er einen relativ hohen Stresslevel hat, der ihm ein Lernen gar nicht möglich macht. Ich nehme mal an, dass die Frustrationsgrenze bei Merlin deutlich geringer ist, und das den Stress verursacht.

Wenn Hunde unter Stress stehen, dann wird Lernen blockiert, aber alles frei gesetzt, was in dem Moment Leben erhält. Um es mal ganz krass auszudrücken. Also wird auf das zurück gegriffen, was aus dem FF sitzt. Alles andere ist in solchen Situationen gar nicht mehr abrufbar.

Weil ich einen Schilddrüsenhund habe, weiß ich aus jahrelangen Misserfolgen, wie es ist, wenn Hunde vor lauter Stress und Misserfolg verzweifeln. Bei mir hat nur eines geholfen: Ich habe die Dinge, die ich lernen wollte, in minikleine Schritte zerlegt und dafür gesorgt, dass der Hund sehr schnell Erfolg hat. Seit Sherlock Schilddrüsen-Tabletten bekommt, ist es auch kein so großes Problem mehr, mal einen Moment länger für den Erfolg zu kämpfen.

Es ist auch so, dass gerade bei diesen Holzspielen nicht immer nur der Weg zum Ziel führt, den wir gerne hätten. Sherlock hat z.B. die Drehscheibe, bei der man mit dem Rüssel die obere Scheibe so drehen muss, dass unten die Vorratslöcher freigedreht werden. Tja... wenn man mit der Bärenpranke da wie wild drauf ballert, dann dreht sich dat Dingens auch und man kommt genauso zum Ziel, nur Frauchen findet es nicht so elegant. Aber interessiert das Deinen Hund, ob Du es elegant findest????

Wenn Jamie das Spielzeug zerledert, dann kommt er auch an die Leckerlies... nur halt nicht so elegant ;) .

LG Anja

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Hallo Anja,

was das Lernen anbelangt, habe ich wirklich zwei komplett verschiedene "Lerntypen" erwischt. :D

Beide sind zwar Schäferhunde (Australian Shepherd und Schäfer+irgendwas-Mix) und trotzdem unterscheiden die beiden sich sehr.

Merlin werden immer wieder kehrende Kommandos (Beispiel: Schema laufen auf dem Hundeplatz) ziemlich schnell langweilig und er arbeitet dann nicht mehr freudig mit. Macht den Eindruck, als wollte er sagen: "Boah, das haben wir jetzt doch schon 8mal gemacht, Du hast doch gesehen, dass ich das kann :D !"

Bei Jamie ist es so, dass er das liebend gerne macht, jedoch Stress mit den Begleitumständen hat (wechselnde Hunde in der Gruppe, Geräusche wie Kirchenglocken oder eine Holzsäge, die im nahen Wald Krach macht).

Er würde wohl sagen:"Ich kann so nicht arbeiten, bei dem Krach!"

Und mit diesem so unterschiedlichen Duo, kann es dann auf gemeinsamen Spaziergängen schon zu Problemen kommen, da will der eine weiter gehen, weil er was Interessantes entdeckt hat und der andere (Jamie) sperrt sich und haut den Rückwärtsgang rein, weil er irgendwo ein für mich nicht mal hörbares Geräusch gehört hat, das ihm Angst macht.

Da sind wohl noch mehr Einzelspaziergänge angesagt, um die beiden einzeln zu fördern bzw. zu therapieren.

Cony

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      in Aggressionsverhalten

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