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Hundeforum Der Hund
Hütehund

Leinenaggression

Empfohlene Beiträge

Seit einiger Zeit ist mein kastierter Rüde extrem aggresiv bei anderen Hunden(an der Leine).Bis vor kurzen war das nicht so und wir konnten an anderen vorbeilaufen ohne diesen Terz zu haben.Ich vermute das es damit zusammenhängt das er auf den Hundeplatz in einen Auslauf von anderen Rüden mehrmals bestiegen wurde und deshalb jetzt auf andere Hunde losgeht.Auf Entfernung geht es einigermassen(ca.30m).Nun kann ich ihn ja nicht komplett isolieren und überall den Hunden ausweichen und wollte eigentlich nächste Woche wieder auf den Hundeplatz und später auch Agi machen.Was soll ich denn jetzt machen wen ich einen anderen Hund begegne?Kann ich es wagen auf den Hundeplatz zu gehen(wäre wichtig da wir bald die BHmachen wollen)?.Ich muss allerdings zugeben das ich eigentlich versagt habe und ihn nicht gleich rausgenohmen habe alsw er zu mir kamm.Kann man den es wieder aufbauen das er in solchen Situationen mir wieder vertraut?

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Hallo Hütehund, wäre schön, wenn du dich unter *Sich besser kennen lernen* ein wenig vorstellen würdest! ;)

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Hallo Hütehund.

Leinenaggression kann viele Ursachen haben, aber wie Du schon selbst schreibst, kann ein entsprechender Vorfall, vor allem, wenn es gehäuft aufgetreten ist, dafür gesorgt haben, dass er dieses Verhalten derzeit zeigt. Nun ist es häufig so, dass wir Menschen Unsicherheiten unserer Hunde nicht erkennen oder sogar noch unbewusst bestärken.

Auf die Entfernung ist es über das Forum nicht zu diagnostizieren, woher die Aggression kommt, noch wie Du sie behandeln kannst. Wir können auch nicht sagen, ob es wieder weg gehen wird, das dies sicher zu einem sehr großen Prozentsatz an Dir liegt und an dem, wie Du damit umgehst.

Warum ist denn in der Spielgruppe nicht eingegriffen worden, als die anderen Rüden Deinen Hund bestiegen haben?

Was sagen die Leute vom Verein zu der Aggression? Haben sie keine Idee, Dir dabei zu helfen? Wenn die Antwort dort irgendwas mit Leinenrucken zu tun hat, dann würde ich mir fix nach einer neuen, kompetenten Hundeschule suchen und BH erst mal BH sein lassen.

Schreib doch bitte noch etwas mehr über Dich und Deinen Hund, dann kann man vielleicht noch eher etwas eingrenzen, woher die Probleme kommen könnten.

LG Anja

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      - immer ein anderer Hund egal welcher Rasse?
      - ein anderer Hund, der bestimmten Rassen angehört?
      - ein kleiner Hund, großer Hund?
      - ein anderer Hund, egal ob an der Leine oder nicht?
      - zwei oder mehrere Hunde?
      - ein anderer Hund, dem man auf bestimmten Wegen begegnet?
      - .... lässt sich beliebig fortführen
        Was ist überhaupt die Belohnung?
      - das Aggressionsverhalten selbst?
      (wobei das immer in den Fokus rückt, wenn man eigentlich die Belohnung überhaupt nicht identifizieren kann)
      - die vorübergehende Zerstreuung?
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      - das Vertreiben des Artgenossen?
      - ... lässt sich beliebig fortsetzen
        Was ist also der exakte Auslösereiz? Was stellt für den Hund konkret die Belohnung dar?

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    • Ausrasten bei anderen Hunden (Leinenaggression)

      Es gibt zwar schon x Threads dazu, aber nun erstelle ich trotzdem auch noch einen zum Thema Leinenaggression. 
       
      Mein spanischer Schäferhund-Mali(?)-Mix (ca. 4 Jahre alt und seit bald einem Jahr bei mir) regte sich bei Leinenbegegnungen von Anfang an stark auf (sprang die Leine, bellte, fiepte oder knurrte). Ohne Leine ist er grundsätzlich freundlich, aber sehr stürmisch und distanzlos. 
       
      Anfangs war ich guten Mutes, dass wir das relativ rasch in den Griff bekommen, da Duko schnellt lernt und eigentlich sehr kooperativ ist. Leider besteht das Problem jedoch immer noch. Ich habe anfangs versucht, bei Hundesichtung den Blickkontakt zu mir zu bestärken, was recht gut klappte, jedoch nur bis zu einer gewissen Distanz. 
       
      Ich war dann bei verschiedenen Hundetrainern, aber die Trainerin, deren Ansatz mir am besten gefiel, hatte nach dem Erstgespräch wochenlang keine Termine mehr frei. Daraufhin gab ich die Trainersuche entnervt auf und stellte das Leinenaggressionstraining gänzlich ein. Wir gingen eine Zeit lang nur noch in einsamen Gebieten spazieren und wenn irgendwo doch ein Hund auftauchte, machte ich rechts umkehrt. Dukos Leinenaggression hatte sich inzwischen verschlimmert und er rastete schon auf grosse Distanzen aus.
       
      Im Spätsommer wagte ich dann doch nochmals einen Trainerversuch und habe auch tatsächlich eine gute Trainerin gefunden. Sie arbeitet nach Cumcane und ich hatte mehrere Einzelstunden bei ihr, während denen wir die langsame Annäherung an andere Hunde geübt haben (zuerst auf sehr grosse Distanz ruhigen Blickkontakt zum anderen Hund bestärken und bei Ausrastern umdrehen oder Geschirrgriff). Wenn er es schaffte, bis zu einer gewissen Distanz ruhig zu bleiben, durfte er als Jackpotbelohnung manchmal auch Kontakt mit dem anderen Hund aufnehmen.
       
      Die Trainerin hat einmal pro Woche eine Gruppenstunde und die letzten paar Mal habe ich mit einer zweiten Trainerin zusammen dort mit Duko geübt. Wir näherten uns dem Hundeplatz aus verschiedenen Richtungen und ich bestärkte Duko immer, wenn er es schaffte, die Hunde ruhig zu beobachten. Das lief mehrheitlich sehr gut und er orientierte sich nach dem Markersignal meist sofort um. 
       
      Wir scheinen im Grossen und Ganzen also auf einem guten Weg zu sein, aber auf den Spaziergängen sind Hunde, die plötzlich auftauchen, immer noch ein grosses Problem. Wenn Duko und ich einen Hund frühzeitig sehen und ich ihn von Anfang an sehr schnell und hochwertig für den Blick zum Hund belohne, ist alles paletti und wir kommen ziemlich nahe an den Hund ran. (Um zu kreuzen, muss ich allerdings immer noch einen sehr grossen Bogen machen.) Wenn ein Hund plötzlich auftaucht, rastet Duko dagegen sofort aus und ich habe keinerlei Möglichkeit mehr einzuwirken. Dann gebärdet er sich wie eine Wildsau, was bei einem 30kg-Hund natürlich überhaupt nicht witzig ist. Der Geschirrgriff, den ich sehr oft positiv mit ihm übe, funktioniert in solchen Extremsituationen nicht mehr und zackig umdrehen und in die entgegengesetzte Richtung gehen ist oft auch nicht durchführbar (z.B. weil da ein Zaun, Gebäude o.ä. ist).
       
      Solche Situationen frustrieren mich immer extrem und ich habe noch keinen praktikablen Weg gefunden, um damit umzugehen. Vielleicht hat ja jemand von euch noch Ideen oder Anregungen für mich?

      in Hundeerziehung & Probleme


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