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Hundeforum Der Hund
Veni2003

Hund beißt Menschen ...

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Hallo zusammen,

brauche dringend einen Rat. Es handelt sich bei meinem Problem um den Hund meines Vaters - Parson Jack Russel, 2 Jahre alt. Ich möchte gleich sagen, dass ich auch gegen die Erziehung/Einstellung und auch die Anschaffung des Hundes war und bin.

Ich muss ein wenig ausholen. Meine Eltern haben den Hund mit knapp 8 Wochen bekommen und er hat von Anfang an - für seine Rasse - definitiv zu wenig Auslauf bekommen.

Jedoch konnte er sich durch einen großen Garten einen Teil selbstständig holen, er hat irgendwann angefangen wie wahnsinnig auf und ab zu rennen. So, leider ist letztes Jahr meine Mutter verstorben, dies hat auch den Hund sehr mitgenommen/ in ein Trauma versetzt (er war anwesend). Charakterlich ist er sehr abgestumpft und kommt einem auch sehr traurig vor. Mein Vater fing an zu renovieren und ist ausgezogen, d.h. jetzt zur Zeit bekommt der Hund keinerlei Auslauf im Garten.

Mein Vater führt eine eigene Firma/ ist sehr eingeschränkt in seiner Freizeit und er nimmt den Hund mit ins Büro. Dort bekommt der Hund von einem Angestellten ca. 30 Minuten (!) Auslauf morgens und mittags. Abends geht mein Vater dann wohl noch mit ihm etwas.

Im Büro läuft der Hund frei auf unserer Etage rum. Er hat 3 Büros zur Verfügung. So, angefangen hat der Hund mit dem Beißen als ein "Fremder" das Büro meines Vaters betreten hat. Er hat ihn regelrecht angefallen und war kaum zu stoppen. Es ist allerdings bislang noch nichts ernsthaftes/körperliches passiert. Diese Situation kam jetzt desöftern vor. Zudem hat er während er an der Leine - außerhalb des Büros - einen Passetten in den Mantel gebissen (kaputt). Und jetzt fängt er an, die Leute/Mitarbeiter sobald sie nur die Etage des Büros betreten zu beißen. Und auch wenn mein Vater Besuch hat, nimmt er den Hund mit, und selbst an der kurzen Leine versucht der Hund den Besuch zu beißen.

Ich finde die Situation extrem schrecklich. Habe meine Hundetrainerin gefragt, da ich ja selbst einen Junghund habe und sie sagte mir das läge wahrscheinlich sehr am mangelnden Auslauf. Wie bekomme ich jetzt meinen Vater dazu, etwas zu tun?

Alle 'guten Ratschläge' nützen bei ihm scheinbar nichts, nur das er auf stur schaltet.

Liegt das denn 'nur' am mangelnden Auslauf? Oder gibt es da noch mehr Ansätze?

Ich denke er MUSS in jedem Fall zu einer Hundeschule / Hundepsychologen.

Bin ich denn verpflichtet, irgendjemanden einzuschalten, wenn der Hund immer weiter munter die Leute beißt?! Und niemand was dagegen tut ?!

Kann man meinem Vater rechtlich verbieten, den Hund mit ins Büro zu nehmen, wenn er die Mitarbeiter gefährdet?!

Entschuldigt meinen langen Beitrag ;) Ich hoffe sehr auf Hilfe von euch.

LG

Veni

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Huhu,

Sicher weiß ich, dass du als Familienmitglied befangen und dadurch auf keinesten Fall dafür Sorge tragen musst, dass etwas passiert. Zumindest gilt dies rein Rechtlich!

Wenn du sagst, dass dein Vater auf stur stellt hört sich das für mich so an, als würde er das Problem nicht sehen...ist das so richtig?

Wenn es so ist, musst er zunächt erkennen, dass es ein Problem gibt, erst dann kann man auch daran arbeiten.

Ich selbst denke nicht, dass das Hauptproblem bei dem Hund deines Vaters am mangelnden Auslauf liegt, wenn dann ist dies nur ein Teilaspekt.

Aus der Ferne würde ich vermuten, dass der kleine Kerl einfach zu großem Stress in der Firma deines Vaters ausgesetzt ist. Offensichtlich geht es dort ziemlich turbulent zu (hört sich zumindest so an), was ihn vielleicht einfach aufreibt.

Wie war das denn als deine Mutter noch gelebt hat, gab es dort keine Probleme?

Gibt es in der Firma für den Hund eine Rückzugsmöglichkeit? Körbchen oder soetwas?

Wie gesagt, Ferndiagnosen sind äußerst unzuverlässig und reine Vermutung, ich denke ein Hundetrainer könnte, wie du sagst, dehr hilfreich sein.

Lg Lucy

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Hallo Lucy,

danke für deine schnelle Antwort. Ich weiß, Ferndiagnosen sind wirklich schwierig. Wollte auch irgendwie nur mal so einen allgemeinen Rat.

Ja, ich denke einfach mein Vater sieht das Problem nicht bzw. will es nicht sehen. Haben von Anfang an gesagt, dass diese Rasse sehr viel Bewegung, Auslauf, Förderung braucht und niemand hat sich darum gekümmert. "Ach die sind doch klein und sooo süß!" Mein Vater steht jetzt auf dem Standpunkt "Ist doch alles nicht so tragisch. Ist doch schön, wenn mein Hund mich verteidigt." Ich muss dazu sagen, dass mein Vater den Hund ein wenig zu sehr als Menschersatz/Gesellschaft sieht und die Aspekte, die der Hund eigentlich benötigt eindeutig zu kurz kommen. Gespielt wird auch nur ganz selten mit ihm.

Also eigentlich ist hier nicht viel Stress, es kommen halt ab und an am Tag mal Mitarbeiter ins Büro, aber das ist über die Stunden verteilt vielleicht 5 mal oder so. Die lassen den Hund ja auch in Ruhe und eigentlich kennt er die Leute auch, die ins Büro kommen. Er hat im Büro ein Körbchen stehen, in dem er immer liegt. Da geht auch keiner ran oder kommt großartig in die Nähe, so dass er sich bedrängt fühlen könnte. Selbst wenn die Türen geschlossen werden, versucht er durch die Tür zu kommen, kratzen, bellen, beißen, wenn ein ihm unsympatischer ins Büro kommt. Aber vorher war er zu allen nett, er kennt sie ja auch alle.

Als meine Mutter noch gelebt hat, gab es keinerlei Probleme in die Richtung. Und von der Grund-Situation im Büro war auch nichts anders. Außer halt dass sie den Hund dann viel mit zuhause hatte, und er viel im Garten war.

Ich fühle mich irgendwie total hilflos, weil mir der Kleine so leid tut auf der einen Seite, weil mein Vater sich meiner Meinung nach einfach zu wenig kümmert. Von der Erziehung ist es eh nicht sehr gut, weil sie nie wirklich in einer Hundeschule waren, sondern 1/2 Mal Einzeltraining gemacht haben. Und auf der anderen Seite macht es mich halt auch wütend, dass mein Vater kein Problem darin sieht, wenn sein Hund Menschen beißt. In der Firma haben schon alle Angst, aber natürlich wehrt sich keiner gegen den Chef. Von einem Pasanten gab es ja auch eine Anzeige.

Lg Veni

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Hallo,

mal ne Frage, was fuer ne Rasse ist der Hund denn?

Oder hab ich des ueberlesen?

lg krissy

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Hast du überlesen :D

Ist ein Parson Jack Russel.

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Hallo Veni,

mich wundert, dass Dein Vater noch kein Probleme bekommen hat, wenn der Hund öfter beißt o.ä. - wenn sich das bei Passanten häuft, wird irgendwann das OA eingreifen... Die Konsequenzen trägt dann leider der Hund.

Generell glaube ich nicht, dass Du wirklich viel ausrichten kannst, wenn Dein Vater keinen Handlungsbedarf sieht.

Was die Ursache für das Verhalten angeht, kann man das aus der Ferne schlecht einschätzen, aber nur am mangelden Auslauf wird's wohl nicht liegen.

Rechtlich Deinem Vater was verbieten, kannst Du selbst wohl nicht. Abgesehen davon glaube ich, dass das Eure Beziehung ziemlich belasten würde.

Kannst/willst Du den Hund evtl. stundenweise betreuen und mit ihm arbeiten - wie heißt er denn?

LG, Christiane & ChiChi

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Hallo Veni, Herzlich Willkommen bei uns :winken:

Ich versuchte mir gerade vorzustellen was ich in Deiner Lage machen würde.

Dein Vater scheint es gar nicht mal schlecht zu meinen mit dem Hund, aber natürlich tut er ihm keinen Gefallen indem er zulässt das der Kleine Kerl auf Leute losgeht. Ich bin sehr erschrocken darüber das er dies als "Verteidigung" abtut.

Auch wenn so kleine Hunde beißen kann (und das dann völlig zurecht) eines Tages das Ordnungsamt vor der Türe stehen und dem Hund Leinen - und Maulkorbzwang auferlegen.

Hast Du ihn damit schonmal konfrontiert?

Ich glaube auch das der Mangel an Auslauf und Beschäftigung ein Teilgrund für sein Verhalten ist, aber auch die Tasache das er sich offenbar in drei Büros frei bewegen kann. Das wäre gut und schön, wenn er sich nicht dafür verantwortlich sehen würde, das ist meiner Meinung nach auch mit ein Grund dafür das er beißt.

Ich würde ihn an Deiner Stelle einfach mal fragen ob er wirklich dafür verantwortlich sein will wenn eines Tages der Beschluss ergeht das sein Hund nur noch an der Leine und mit Maulkorb auf die Straße darf. Oder ob er es nicht für besser hält sich proffesionelle Hilfe von einem zertifizierten Hundetrainer zu holen.

Das sind so meine Gedanken und Ideen dazu.

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Hallo Christiane,

der Hund heißt Idefix.

Ja er hat noch keine Probleme bekommen, da das Meiste ja intern in der Firma abläuft und so der "Chef" ja noch mehr zu sagen hat. Die Mitarbeiter wollen ja sozusagen ihre Jobs behalten.

Ich habe schon mal versucht mich um den Hund zu kümmern, aber zum Einen bin ich momentan ja mit meinem eigenen Hund völlig ausgelastet, der braucht ja auch viel Aufmerksamkeit. Und Beide zusammen funktioniert nicht, das haben wir auch schon versucht. Und mein Vater hat auch die Erziehung ziemlich hängen lassen, so dass es einiges aufzuarbeiten gilt.

Das Problem ist nur, mein Vater und ich, haben sowieso ein angespanntes Verhältnis. Weil ich halt seine Erziehungsmethoden auch nicht unterstütze und eine andere Meinung habe. Zum Bsp. auch nicht will, dass er meinen Hund vom Tisch füttert wie seinen etc. Und ich weiß, dass er halt auch wenn ich mit Idefix arbeiten würde, mich beschäftigen würde, dass er ja nichts ändern würde. So soll es ja auch nicht sein. Es ist ja sein Hund - es war ja auch seine Entscheidung ihn anzuschaffen.

Hatte damals gefragt bevor wir uns unseren Süßen angeschafft haben, ob wir Idefix übernehmen sollen, aber davon wollte da niemand was hören.

Kann sich denn ein Mitarbeiter über die "Zustände" im Büro beim OA beschweren oder so?

Wird ein Hund dann direkt eingeschläfert oder was sind die ersten Konsequenzen?

Ich glaube auch, dass er sich nach dem Tod sehr auf meinen Vater fixiert und vielleicht deswegen auch zu Verteidigungshandlungen neigt.

LG

Veni

Und schon mal vielen lieben Dank für eure Unterstützung/Meinungen/Tipps

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Hallo Dog,

habe gar nicht an den Leinen- und Maulkorbzwang gedacht. Gut, dass du das sagst. Werde mal versuchen, so an meinen Vater ranzukommen.

Obwohl ich noch nicht wirklich daran glaube.

Ich bin auch der Meinung, dass es keine Rolle spielt, welche Größe ein Hund hat. Beißen ist Beißen. Und ich suche halt nach dem Grund, um dem Hund natürlich dann auch helfen zu können.

Meinst du es wäre eine Lösung, wenn man immer die Türen schliesst? Aber er fängt ja auch durch die geschlossene Tür an zu wüten. Probiert haben wir das ja schon. Meistens bewegt er sich auch gar nicht aus dem Büro raus, den ganzen Tag über. Nur ab und zu mal zum Wassernapf.

Wie "bestraft" man den Hund denn am sinnvollsten, wenn er dennoch zugebissen hat?! Ignorieren? Er lässt auch erst von den Leuten ab, wenn mein Vater ihn am Halsband wegreisst. Jegliche Rufe etc. helfen nicht.

Lg

Veni

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(bearbeitet)

Ich glaube schon das sich auch Mitarbeiter beim OA beschweren können, aber ich kann mir nicht vorstellen das es einer macht. Schon weil heute jeder froh ist einen Job zu haben.

Eingeschläfert wird er nicht sofort, dafür muss schon jemand lebensgefährlich verletzt werden.

Die erste Konsequenz ist normalerweise: Leine und Maukorb.

Soweit ich weiß hat man dann die Chance auf einen Wesenstest in dem der Hund beweisen kann das er nicht auf Leute losgeht.

Aber den würde Idefix nach Deinen Informationen zu schließen wohl kaum bestehen, weil dabei genau solche Alltagssituatioen geprüft werden (Leute aller Formen und Größen im Büro, in der Öffentlichkeit etc.).

Ups Veni, jetzt haben wir unsere Beiträge gleichzeitig geschrieben :D .

Wenn der Hund gerade jemanden gebissen hat wäre ich dafür, das er für den Moment ignoriert wird, denn Strafen würde er dann sowieso nicht verstehen.

Ich sehe es genau wie Du, beißen ist beißen, egal ob es ein großer oder ein kleiner Hund macht.

Und das geht nicht, ganz einfach. Und wenn es schon soweit ist MUSS daran gearbeitet werden, denn die letzte Konsequenz trägt der Hund, der Hund der darauf angewiesen ist das seine Menschen etwas anständiges aus ihm machen.

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