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Hundeforum Der Hund
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Nie beim Jagen abrufbar?

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Ich glaube, Nico wird nie beim jagen abrufbar sein!!!

Die ganze Zeit übe ich jetzt schon abrufen an der langen Schleppi, hab mir dafür eine 30m Wäscheleine gekauft, die spürt er nicht,

er kann damit laufen, apportieren, leckerli suchen usw.

kommt auf Zuruf her,

wird immer belohnt,

so auch heute, neben unserem Haus ist eine riesige Wiese wo wir das üben können die dann mit dem Wald abschliesst.

Bin heute ein bisschen weiter gegangen.

Die 1.Aktion: UNSERE Katzte kam uns entgegen, mit der er sich daheim super verträgt,

was tut er: er jagd sie total!!

Ich weiss nicht, was passiert wäre, hätter er sie erwischt!

Da es sich um unsere Katze gehandelt hatt, habe ich die Schleppe nicht aufgenommen.

Also

Kann ich diesen Hund jemals von der Leine lassen????

Bei uns gibt es soviele Katzen und Rehe,

er springt ca.1,6 m aus dem Stand!

Sorry, aber ich musste mir meinen Frust von der Seele schreiben!

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Maria, ich glaube nicht das er Eurer Katze was getan hätte.

Meine Hund sind früher mit Katzen aufgewachsen aber draußen, wenn

sie weggelaufen sind, sind sie auch hinter anderen her bzw. wollten es.

Ist die Katze cool stehengeblieben, haben sie dumm geschaut.

Vielleicht gibt es bei Euch in der Nähe eine Hundeschule, die Dir weiterhelfen

kann, die bieten ja oft sowas an.

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Einen Hund WÄHREND der Jagd abzurufen ist absolute Meisterklasse. Das solltest Du Dir zu aller erst vor Augen halten. ;)

Wenn Sammy einem Reh oder Hasen nachsetzt hab ich genau eine Millisekunde Zeit "Stop" zu rufen. Hab ich den Moment verpasst, muss ich warten.

Allerdings läuft er auch max. 10-20m hinterher. Sobald er merkt, dass das andere Tier schneller ist, gibt er auf ;)

Ganz wichtig ist auch, dass DU die Augen offenhälst. Sammy z.B. hat erst einmal ein Reh vor mir gesehen.

Du hast einfach keine Chance mehr, ihn zu stoppen, wenn er dieses für ihn geile (sorry) Gefühl des Jagens/Hetzens hat.

Das Stop-Signal hat uns da enorm weitergeholfen.

Normale 3m Leine dran, Aufmerksamkeit erlangen, z.B. durch Zungeschnalzen, stehen bleiben und gleichzeitig STOP sagen.

Sammy hatte das sehr schnell raus.

Natürlich nicht gleich "am Reh" üben ;)

Gib die Hoffnung noch nicht auf. :knuddel

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Hallo Maria,

Hilfe kann ich auch nicht anbieten. Kommt aber sicher noch.

Aber so ähnlich lief es bei uns früher auch ab.

Unsere Beardiedame, von wegen Beardies haben keinerlei Jagdinstinkt, war genauso.

Zum Teil auch heute noch, mit drei Jahren.

Wir haben sie aber auch erst mit 14 Monaten bekommen, bei den Vorbesitzern ist sie regelmäßig aus Langeweile über den Zaun und weg.

Mit viel Geduld und auch Verzweiflung(bin ich zu blöd ihr das abzugewöhnen?Kann ich sie jetzt nie ohne Leine laufen lassen?) haben wir es dann doch hinbekommen.

Also Kopf hoch! Notfalls hilft auch eine gute Hundeschule.

LG Steffi

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Hallo Maria!

Ich kann dich soooo gut verstehen! Genau die Gedanken, die du jetzt hast, hatte ich in den letzten Monaten ungefähr eine Million mal!

Auch Fanja ist so ein Hase-Hinterherhüpfer, und ich konnte mir auch manchmal nicht vorstellen, dass wir die Schleppleine jemals wieder loswerden. :(

Ich kann dir einen Rat geben: durchhalten! Diese Durchhänger sind normal, aber es kommen auch wieder bessere Zeiten. Arrangiere dich mit der Schleppleine, trainiere intensiv den Rückruf (gerade auch beim Rennen, z.B. Aufbau von Abrufen vom fliegenden Ball), übe mit Nico "Platz" aus dem Lauf und führe ein STOP-Signal ein.

Außerdem muss man bei einem jagenden Hund auch seine eigene Wahrnehmung trainieren. Man sollte seinen Hund gut beobachten und die Anzeichen dafür, dass er gleich losstürmt, erkennen, bevor es soweit ist. Einen Hund aus dem Hetzen abzurufen ist wahnsinnig schwierig, bei manchen Hunden wahrscheinlich auch gar nicht möglich.

Setz dich nicht zu sehr unter Druck! Es wird vielleicht eine Weile dauern, aber ihr schafft das bestimmt!

Viele Grüße, Iris

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(bearbeitet)

Das Thema ist generell immer wieder interessant. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass wirklich die allerwenigsten Hundehalter überhaupt in der Lage sind ihren Hund (... schon ohne, dass er jagt) zurückzurufen.

Überall wo man hinschaut sieht man rufende Herrchen und Frauchen ... ohne, dass es den Hund interessieren würde.

Da wir nun auch nahezu täglich im Wald spazieren gehen und dort auch neben Katzen regelmäßig Rehe treffen, war es für mich sehr wichtig, dass meine beiden zuverlässig hören. Ich bin zutiefst der Überzeugung, dass sich dies nur dann realisieren lässt, wenn man

[*]das Kommando (oder wie man es auch immer nennen will, für diejenigen, die mit dem Wort Kommando nichts anfangen können oder wollen, nennen wir es einmal Sicht- und Hörzeichen ;) ) muss zunächst trainiert werden ... ablenkungsfrei und über mehrere Monate

[*]das allein wird allerdings nicht unbedingt dazu führen, dass der eigene sich auch beim Jagen abrufen lässt, sondern hier kommt es entscheidend darauf an, dass der Hund dem Menschen eine herausragende Position zugesteht ... was wiederum nur durch den ganz alltäglichen Umgang zu erreichen ist.

[/list=1]

Und dann ist auch völlig klar, dass ein Hund nicht sofort lös stürzt, sondern jegliches Jagen sich vorher nahezu exakt ankündigt. Fixieren, Ohren aufstellen, steife, nach vorn gebeugte Körperhaltung. Ich erkenne schon zu 100% im Ansatz, ob einer meiner beiden los schießen will. Und genau da ist auch der günstigste Moment einzugreifen. Ist man weiter fortgeschritten, dann lässt er sich auch während voller Jagt noch abrufen.

Aber jedem muss klar sein, dass es ohne diese Basics einfach nicht geht ... außer man hat einen Schlaftabletten Hund a la Mastino (ohne es negativ zu meinem).

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Hi

Kenn ich. Habe einen echten Jäger. Wenn ich jetzt hier schreibe, wie ich ihm das Vogeljagen abgewöhnt habe, kriege ich vermutlich einen Rüffel. Aber da ich ja hart im Nehmen bin (nur her damit!!)

Ich hab mir für einen Spaziergang das Spraydingsbums meiner Freundin ausgeborgt. Er lief los, ein scharfes "Nein" und ein mal pfft: Huch, was´n das? Oh, Frauchen ruft! Ranrufen, loben, Futter.

Das ganze hab ich 4 mal gemacht, danach war alles gut. Und seitdem: NEIN und gut ist.

Allerdings muss ich auch sagen, dass das bei einem Reh sicher nicht funktionieren würde. Dazu ist er eben doch zu sehr interessiert. Aber - wie auch schon beschrieben - meine Hundewahrnehmung ist extrem verschärft. Wenn ich sehe, dass er wieder nur Augen und Nase für den Wald hat: Anleinen. Wird wohl nie anders funktionieren.

Trotzdem viel Erffolg. Ich will hier übrigens keine Diskussion über Sprühdinger losbrechen! Ich sage nur, dass das bei meinem Hundi gut geklappt hat!!! (ohne Trauma)

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Maria: :kuss:

Ich habe auch so ein Exemplar hier, jeder Spaziergang war ein Krampf, ich immer auf dem Sprung, geht mein Hund jagen oder nicht? :Oo

Ich hatte die gleichen Gedanken wie du, (hab sie zum Teil immer noch! :Oo )!

Seit einiger Zeit mache ich in Bezug auf Antijagdtraining NICHTS mehr, Shelly bleibt an der langen Leine, ICH bin entspannter, und siehe da, Shelly`s Aufmerksamkeit mir gegenüber ist wesentlich besser geworden! ;)

Seit einer Woche lasse ich an einer ganz bestimmten Stelle (auf der einen Seite vom Weg ein Zaun, auf der anderen ein dickes Gebüsch), ca. 300 m die Schleppleine los, spiele mit Shelly, rufe sie ab, und es klappt hervorragend! :klatsch:

Wir haben BEIDE entspannten Spass und ich denke, wenn wir so weitermachen, kann ich es auch an anderen, übersichtlichen Stellen demnächst wieder probieren! ;)

Also nicht verzagen, lieber mal ne Pause einlegen, tut euch beiden gut, und mit neuem Elan weiter arbeiten! ;)

Ich bin mir allerdings zu 100% sicher, dass ich Shelly NIEMALS an flüchtendem Wild abrufen kann!

Damit muss ich leben und vorauschauend laufen!

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ich sehe das eigentlich auch so in etwa wie Mark. Hat ein Hund aber Jagderfolg gehabt, wird die Sache schwieriger. Das Hetzen hat Martin Rütter gesagt kann richtig süchtig machen ( ein Cocktail aus Adrenalin und weiteren Hormonen) ist nachgewiesen worden.

Vor Jamies Anschaffung ( ein Magyar Vizsla, die sind jagdscharf) habe ich echt überlegt. Ich baue auf Bindung und mache mich immer wieder interessant und biete ihr Erstzjagd im Spiel an. Bisher hat es gut geklappt, obwohl sie ein paar mal vor mir z.B. eine Katze oder ein Eichhörnchen oder Reh gesehen hat,kam sie auf Abruf zurück. Sie ist allerdings auch erst 11 Monate alt muss ich dabei sagen. In solchen Fällen gibts natürlich ein extra dickes leckerchen und Lob. Sowas baue ich aber öfter ein, damit sie nicht das Gefühl hat ich rufe nur, wenn es etwas ,,interessanteres" gibt. Zum Verstecken komme ich gar nicht, weil meine Hunde mich im Blick haben. Aber ich finde z.B. tolle Sachen unterwegs (Leckerchen im Gras, in Baumritzen, zwischen Zweigen, Tannenzapfen o.ä. , das ist für meine eine Riesengaudi und macht mich interessant. In der Erziehung bleibe ich konsequent, aber ruhig, lobe richtiges Verhalten, ignoriere unerwünschtes Verhalten. Das gibt ihr Sicherheit und sie orientiert sich an mir.

Meine Luna ( mein erster Hund)ist als Junghund an einem bestimmten Stück abgehauen und hat sich Katzenfutter einverleibt. Ich habe sie an dieser Stelle fast ein Jahr nicht abgeleint , mir Bindung und meine Rolle ,,erarbeitet" , bevor ich sie da wieder abgeleint habe. umso öfter der Hund Erfolg hat, umso schwieriger wird es ja. Deshalb halte durch!

Das wird!Und es lohnt sich! Es ist ein tolles Gefühl und alle Mühe wert!

Die Kleine mit luna und Jamie

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Einen Hund in der Hetze abrufen, sprich einen Hund der wirklich Beute machen will und nicht nur "denkt" komm-spiel-mit-mir, ist wirklich Meisterklasse, das ist das letzte Quentchen, und selbst jagdlich geführte und somit auch jagdlich ausgebildete Hund, ignorieren den (in wenigen Fällen positiv erarbeiteten) Down-Befehl.

Die Hetze ist für einen Hund so dermaßen selbstbelohnend und mit jeder Hetze mehr, wird er darin bestätigt, dass er das tun kann, ohne das Herrchen oder Frauchen in dafür sanktioniert. Das ist eine Kombination, die für einen Hundehalter mehr als Sch**** ist, für den Hund aber der Oberhammer. :D

Gerade wenn Du Nico jetzt an der Schleppe hast , musst hast Du eigentlich jede Möglichkeit so etwas sofort zu unterbinden.

Mein Tipp. Schleppe verkürzen. 30 Meter sind - meiner Meinung nach - selbst für Geübte ein echter Hammer und Du wirst sie nicht halten können, wenn Nico voll reinrennt. Außerdem dauert es viel zu lange, bis Du diese Länge aufgenommen hast.

Arbeite mit 10 Meter, das reicht aus und der Hund ist einfacher zu händeln, ob Du ihn tatsächlich bei der Länge halten kannst, wenn er rein rennt, hängt auch von Dir ab, aber Du hast einfach schnelleren Zugriff. Erst wenn das richtig gut funktioniert, verlängere die Schleppe um ca. 5 Meter.

Das wäre meine Empfehlung.

Und dann noch einige Fragen. Wie lange arbeitest Du jetzt schon mit ihm, mit der Schleppe? Wie oft hatte er nun schon den Selbstbelohnenden Hetzerfolg? Wie alt ist er? Das sind nur einige der Faktoren die mitspielen, wenn es um Trainingsdauer und den dazu gehörigen Erfolg geht.

Und eines möchte ich noch sagen. Verlasse Dich nicht darauf, dass er Deiner Katze nichts tut - schon gar nicht draußen -, beim Hetzen wird ein Hebel umgestellt, der selbst kleine Hunde zur Beute machen kann.

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