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Hundeforum Der Hund
Bärenkind

Menschliche Körpersprache - wer's leichter lernt! Meine Beobachtungen

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Seit einigen Monaten habe ich die Grundlagen, die ich meinen zweibeinigen Schülern für ihre Hundeerziehung vermitteln möchte, immer mehr auf menschliche Körpersprache ausgerichtet.

Bei der Arbeit ist mir nun dieser Tage ein interessanter Umstand aufgefallen. Habe mich von Anfang an gefragt, warum sich manche Menschen mit der Umsetzung der körpersprachlichen Tipps, ja schon mit Trockenübungen so extrem schwer tun, und andere widerum überhaupt nicht.

Erst bin ich von schlichtem Talent ausgegangen, das die einen dafür mitbringen und die anderen nicht. Was mir auch aufgefallen war, bitte, ich will wirklich niemanden diskriminieren, aber Männer tun sich generell viiiiel schwerer als Frauen, Körpersprache ein- oder umzusetzen.

Warum?

Körpersprache, gezielt eingesetzt, hat ja letztlich auch etwas mit Körperbeherrschung zu tun. Also die gezielte Bewegung oder Nichtbewegung von Körperteilen, die abseits eines alltäglichen Bewegunsmusters abläuft.

Dazu gehört z.B.

1) eine gleichmäßige, nicht ruckartige Drehung des Oberkörpers währen des Gehens nach links oder rechts, ohne zeitgleich mit den Beinen eine Kurve zu gehen.

2) die genaue Kontrolle über die Beugeposition des Oberkörpers

3) die Koordenation von Leinenhand, Futterhand und Stimme

4) eine feste Position der Leinenhand z.B. vor dem Bauch

5) mit Körperspannung zu gehen

etc.

Die besonders talentiert erscheinenden Personen habe ich nun einmal nach ihren sonstigen Hobbies befragt und heraus gefunden, dass der Großteil in der Kindheit bereits Gymnastik, Balett, Jazz-Tanz, Step-Aerobic, Standard-Tanzen oder auch Kampfsport betrieben haben. In allen Bewegungsarten war/ist es nötig, "Isolation" zu beherrschen. Isolation, so erklärte mir mal ein Sportlehrer, ist das gezielte und kontrollierte Bewegen von einzelnen Körperpartien. Beispiel Bauchtanz.

Nun glaube ich, ohne dass ich es wissenschaftlich belegen könnte oder wollte, dass bei Menschen, die frühzeitig mit diesen Bewegunstrainings in Kontakt getreten sind, Anlagen heraus gebildet wurden, die in einer völlig neuen Anforderung sofort abrufbar sind und dazu führen, dass diese Menschen im Nu das umsetzen, was ich ihnen zeige. Da Männer selten Tanz-Sportarten betreiben, sondern eher Ballsport oder andere Sportarten ohne Choreographien, vermute ich, dass Isolation dadurch weniger erlernt wurde.

Wer arbeitet hier gezielt mit Körpersprache und wer kann mir Pro oder Contra geben, denn meine Beobachtungen müssen nicht die Regel bestätigen.

Freue mich auf Eure ehrlichen Postings, denn es ist sicher nicht immer leicht, sich auch mal als untalentiert zu outen ;) .

LG Anja

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ich kann mir schon vorstellen, dass gewisse Sportarten den bewussten Einsatz von Körpersprach erleichtern. Einfach, weil man schon mal gemacht hat!

Ich hab früher 3x die Woche Tae Kwon do gemacht und da hab ich oft erlebt, dass beim erlernen einer neuen Übung der Kopf zwar ganz genau weiß, wies funktioniert und was zu tun ist, der Fuß aber einfach nicht da landen will wo man hin zielt... Es dauert einfach seine Zeit bis man weiß, was der Körper machen muss um zu einem bestimmten Ergebnis zu kommen...

Mein Problem mit der Körpersprache in Bezug auf den HUnd liegt bisher vor allem darin, dass ich nicht weiß, was genau ich machen soll. Einige Dinge sind völlig logisch, aber bei anderen fühle ich mich total dämlich, weil ich nicht weiß, wie ich meinen Körper bewegen soll um bestimmte Dinge zu erreichen... aber gut, ich werd schon irgendwann ein Seminar besuchen, auf dem ihc das lernen kann...

Oder kann mir da einer ein gutes Buche empfehlen?

Helena

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Huhu,

also man sagt mir persönlich viel Körpersprache nach.

OK, habe die oben genannten Dinge als Kind Alle ausgeübt.

Erst Balett, später Jazztanz, war auch in einer Kindervoltigiergruppe

und tanze auch heute noch gerne (aber nur auf Partys), obwohl ich schon jahrelang nichts mehr mache (also sportmäßig schon gute 20 Jahre) außer meine

Gassirunden, bin ich dennoch sehr beweglich und körperlich für mein

Alter auch fit.

Auch in meinen Jobs mußte ich immer viel Körpersprache einsetzen

(Nonverbale Kommunikation)

auch bewußt, also nicht mit verschränkten Armen, abweisend beim Kunden

sitzen mal so als Beispiel.. Ich lächel in meinem Job auch am Telefon viel...

Habe aber im Berufsleben auch einige Kommunikationsseminare gehabt,

wo gerade Körpersprache im Vordergrund stand.

Ob ich das bei den Hunden auch so einsetze? Keine Ahnung irgendwie sicher

schon...

Jetzt weiß ich allerdings nicht, was ich oben ankreuzen soll.. :so

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Kleiner Nachtrag: Ich habe bisher definitiv keinen Zusammenhang zwischen Talent und Gewicht feststellen können. Ein sehr schlanker Mensch mit augenscheinlich sportlicher Figur kann der totale Bewegunslegastheniker sein, während sich die Frau mit 40 kg Übergewicht als die Überfliegerin vor dem Herrn in Sachen Körpersprache entpuppen kann.

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dem kann ich nur zustimmen!

solange der Mensch agil ist, spielt das Gewicht keine Rolle!

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ich habe jetzt mal "ich setze bewusst Körpersprache ein und bin NICHT Bewegunstrainiert " genommen, da ich als Kind/Jugendlicher viel Sport bzw. sehr viel Bewegung hatte, dies sich aber dann immer mehr minimiert hat, also seit ca. 30 Jahre nicht wirklich Bewegungstrainiert bin (von kurzfristigen Anfällen Aerobic oder Jogging mal abgesehen). .

Nun kommt allerdings hinzu das ich behaupte das ich bewusst die Körpersprache einsetzte, da ich mich aber nicht sehe, könnte dies theoretisch Einbildung sein.

Barry versteht mich jedenfalls auch ohne Wort (na ja, nicht immer). Darum gehe ich mal von einer Körpersprache bei mir aus.

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ich denke mal, man kann ganz einfach nicht nicht kommunizieren!

Es kommt in unserem Fall nur darauf an, ob wir unsere Körpersprache sinvoll einsetzen.

Sinnvoll in dem Zusammenhang als für den Hund verständlich und zielführend!

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meine Antwort fehlt:

ich setze Körpersprache nicht bewusst ein, bin aber trainiert. Ich finde bewusste eingesetzte Körpersprache unglaubwürdig und aufgesetzt.

Damit meine ich jetzt nicht Signale, die ich bewusst dem Hund sende, wie erhobener Zeigefinger oder die flache Hand, oder drohend nach vorne gelehnter Oberkörper in Verbindung mit Anstarren.

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die meiste Körpersprache entsteht ja unbewußt..

Wenn wir Beide uns treffen würden, wäre das ja zwanglos und ich

würde mich so verhalten, wie ich mich körperlich halt verhalte.

Viele Menschen reden z.B. mit Händen und Füßen, das ist auch Körpersprache

die nicht antrainiert ist.

Bei einem Bewerbungsgespräch würde ich wiederum aber schon darauf

achten, meinem Gegenüber eine offene Haltung einzunehmen, damit

er mich nicht als uninteressiert oder abweisend einstuft....das wäre dann bewußt.

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Bei einem Bewerbungsgespräch würde ich wiederum aber schon darauf

achten, meinem Gegenüber eine offene Haltung einzunehmen, damit

er mich nicht als uninteressiert oder abweisend einstuft....das wäre dann bewußt.

auch das kann dann aufgesetzt wirken. Ich arbeite da lieber an meiner inneren Einstellung und gehe wirklich offen und locker in das Gespräch. Bin ich zuletzt super damit gefahren, schon weil ich mich dann nicht verstellen muss.

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