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Hundeforum Der Hund
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Welpenschutz - Angelas Erlebnis

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Denkt ihr, das kastrierte Hündinen anders auf Welpen reagieren, als Hündinen die schon mal einen Wurf hatten und/oder nicht kastriet sind?

Ich denke nicht, jedenfalls nicht im positiven Sinne. Apachi ist bereits mit 5 Monaten kastriert worden und zeigt diese Intoleranz Welpen gegenüber.

Ich habe übrigens mal versucht, daran zu arbeiten, habe freundliches Verhalten Welpen gegenüber beclickert. Folgendes ist passiert: Apachi ist zu einem Welpen, hat sich dort auf den Rücken geschmissen, immer mit dem Blick zu mir "und, wo ist mein Click?" Dann hat sie sich die Belohnung abgeholt und ist wieder zum Welpen gerannt, Spiel von vorne los.

Das ganze hat nichts gebracht - ich fühlte mich von ihr "verarscht". Bin ich weg mit dem Clicker hat sie alle wieder gemaßregelt.

Ein ACD-Kenner hat mir gesagt, dass sei alles normal, die Welpen müßten das lernen. Apachi hat auch noch keinen Welpen verletzt. Richtig "verprügelt" hat sie mal die kleine Nell von Simone, damals gerade ca. 14 Wochen alt. Nell war ins Auto gesprungen, direkt in Apachis Box! Apachi mit einem Satz hinterher, auch in die Box rein. Ich war mir sicher, dass der Welpe das nicht so einfach überlebt, habe Apachi an den Hinterbeinen heraus gezogen. Nell war aber nur naß, keine Verletzung.

Vielleicht mache ich mir zu viel Sorgen, aber wir haben ja gerade gehört, was passieren kann und ich habe es ja auch schon 2x im Bekanntenkreis gehabt.

Und zudem finde ich es für den Welpenbesitzer ganz schlimm, wenn er so etwas mitansehen muss, auch wenn der andere Hund nicht wirklich zubeißt. Da dann zu stehen und zu sagen "sie hat noch nie gebissen" oder "welpen müssen das lernen" hilft ihm nicht wirklich und finde ich schon rücksichtslos. Daher hole ich in so einem Fall Apachi da schnell herunter und lasse sie im Vorfeld schon nicht mit so ganz kleinen Welpen zusammen. Es streßt sie ja auch nur, muss also nicht sein.

Ich stelle aber fest, dass sie in letzter Zeit etwas toleranter wird. Sie steht auch gut im Gehorsam und wenn ich dabei bin und ein "sei lieb" sagte, klappt es ganz gut.

Sie zeigt diese Intoleranz übrigens bei allen Hunden unter 1 Jahr und nicht nur bei Welpen.

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Nelly wurde auch mit 8 Monaten kastriert und ihr Verhalten ist sehr unterschiedlich. Und du hast Recht, für Welpenbesitzer ist das mit Sicherheit nicht schön, weshalb ich auch immer vorsichtig bin.

Habe vor ein paar Tagen Leute wieder getroffen, die während Nelly Welpe/Junghund war, eine alte Boxerhündin hatten. Nelly liebte diese alte Hündin wie eine Ersatzmutter, diese lies diese totale Vernarrtheit in sie mehr oder weniger gelassen über sich ergehen. Die Hündin ist vor ca. 1 Jahr verstorben und sie haben nun einen Welpen.

Da sie Nelly nur als Junghund kannten, haben sie ihren Welpen bedenkenlos "Welpenschutz" auf meine zurennen lassen. Ich habe die Luft angehalten.............. Aber die Kleine zeigte genau das Verhalten wie Nelly als Welpe - erst mal ganz klein machen und abwarten. Sie durfte dann an Nelly rumhüpfen wie sie wollte. :D

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Hallo @all!

Zunächst zu den Vorfällen folgendes: Es hört sich immer so unglaublich schlimm an, wenn es heisst: der Welpe ist todgebissen worden.

Fakt ist, dass es einfach sehr schnell gehen kann bei einem Welpen. Alles, Knochen, Muskeln, Haut sind beim Welpen schnell verletzt. Ich habe es mal erlebt wie ein Maltesterwelpe durch einen Neufundländer zu Tode gekommen ist, der ihn einfach nur spielerisch umrannte.

Die Tatsache also, dass ein Welpe bei so einer Aktion stirbt, sagt noch nichts über das Verhalten der Hündin aus, ausser natürlich man hat es selbst gesehen.

Hunde, die mit Tötungsabsicht auf einen Welpen (oder anderen Hund) losgehen gibt es, Gott sein Dank, so selten, dass die meisten Hundehalter ihr ganzes Hundeleben lang keinen zu Gesicht bekommt.

Desweiteren muss man prüfen mit welcher Motivation der Hund seine Aktion startet.

Früher hat man generell gesagt: Ein Hund ist nur dann gut sozialisiert, wenn er, sobald sich der andere unterwirft, loslässt.

Das ist falsch.

Wenn die Motivation des angreifenden Hundes die Unterwerfung des anderen ist, dann ist das korrekt und läuft so ab.

Wenn aber die Motivation des Angreifers ist, den "Eindringling" aus seinem Revier (und das kann auch die immer gleiche Runde auf dem Spazierweg sein) zu vertreiben, dann wird er eben nicht aufhören, wenn der andere sich unterwirft. Denn sein Ziel ist ja nicht die Unterwerfung, sondern er will den anderen einfach weg haben.

Falsch ist auch die Formulierung: es geschah aus heiterem Himmel. Erstens sind Hunde die ernsthaft beschädigen meistens vorher schon auffällig gewesen (ist nur keinem aufgefallen) und zweitens kann es eben diese spezielle Kombination (Tageskondition, Ressourcen, Hormone) sein, die den Hund so handeln lies. Es steht auf jeden Fall fest, das ein Hund immer einen Grund für sein Verhalten hat, es somit aus seiner Sicht logisch und damit normal ist (Ausnahmen sind verhaltensgestörte Hunde und krankheitsbedingte Ausraster).

Mich erschüttert es immer, wenn ich sowas wie von Manus Hund lese, denn das sind Dinge die einfach nicht passieren dürfen. Die meisten Welpenbesitzer sind viel zu leichtsinnig und lernen in den Hundeschulen das falsche. Ihr Hund braucht Sozialkontakte... Ihr Hund muss mit Hunde aller Rassen klarkommen.. Sorry, das ist letztes Jahrhundert.

Sicher macht es Sinn den Welpen auch mal mit einem mir für seine Welpenliebe bekannten Hund (und nicht einem, wo der Besitzer die Luft anhält) zusammen zu lassen, aber das wars auch schon.

Welche Folgen und Vertrauensverluste so eine Attacke haben kann wird den sorglosen und falsch informierten Welpenbesitzers erst viel zu spät klar.

LG,

Karl

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Hallo Karl,

da bin ich ganz deiner Meinung, denn im Luft anhalten bin ich auch nicht so gut ?!? .

Diese Gerücht über den Welpenschutz bei Welpenbesitzern hält sich hält sich aber hartnäckig!!!!

Gruß

Katja

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Da muß ich jetzt auch mal was zu schreiben. Meine Amy war für einen Havaneser unglaublich klein, deshalb hab ich sie auch erst mit 11 Wochen holen dürfen. Sie wog zu der Zeit 1160g. In der ersten Hundeschule (Welpengruppe) wollte man sie zusammen mit einem Rottweiler Welpen, 2 Hovawards, 2 Retrievern und einem DSH in eine Gruppe stecken. Zu der Zeit war ihre Fontanelle noch nicht geschlossen und die Hundetrainerin sah keine Gefahr darin, Amy mit in´s Freigehege zu setzen. Hatte so eine Angst und bin nie wieder da hingegangen. Die Hundeschule wo wir heute sind fand das auch nicht ok. Ich habe sie auch wenn große hunde stürmisch auf sie zuliefen auf den Arm genommen, obwohl ich wußte, dass das falsch ist.

Mein Bruder war öfter hier mit seinen Dalmatinern, auch die haben wild getobt mit Amy, waren aber immer sehr vorsichtig und nicht so tolpatschig.

Habe mir oft anhören müssen, dass ich das total falsch mache, mit dem auf den Arm nehmen, aber es wär mein Hund gewesen, dem was passiert und nicht der andere. Und es kam auch immer auf die Situation an. Heute nehme ich sie natürlich nicht mehr auf den Arm und bei Ciara war das von Anfang an nie notwendig.

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@Karl

Was meinst du, kann ich tun, damit die erste Begegnung mit Apachi und dem neuen Welpen (ist noch nicht soooo aktuell) gut verläuft?

Wann greife ich ein? Sie muss ihn ja korregieren können, aber wie du ja auch geschrieben hast, verletzen sich die Kleinen schnell schwer dabei. Wie "hart" darf sie den Welpen korregieren? Kann ich sehen, wenn Apachi "zu weit" geht? Wenn ja, woran? (Sie stürzt sich gleich drüber und ist sehr laut dabei)

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Hallo Anlgela!

Mit Welpen die in die Familien dazukommen (kann man mit allen Tieren so machen) sollte man bei der Erstbegegnung folgendermassen vorgehen:

Wichtig ist, dass Apachi "gutgelaunt" ist, also enen schönen Spaziergang hinter sich hat, satt ist, genug Aufmerksamkeit bekommen hat.

Bei dem nachfolgenden Ratschlag ist wieder das Wichtigeste das Du weisst was Du Apachi kommunizieren möchtest: Sie soll verstehen, dass dieser Welpe unter Deinen Schutz steht und ihre Aufgabe max. die einer guten Tante werden kann.

Es macht Sinn vor der ersten Begegnung die Welpengerüche in Form von Decken etc, die man vom Züchter bekommt, ins Haus zu bringen (nur drauf auchten dass sie nicht mit den Decken spielt oder zerrt)

Du nimmst den Welpen auf den Arm und kommst herein. Dann hockst Du Dich hin. Apachi kann sich nähern (nicht rufen, das soll sie von alleine tun) und gründlich schnuppern. Wenn Apachi nun etwas tut, was die missfällt (ggf. wenn sie schon bellend angelaufen kommt) schlägst Du mit Nachdruck mit der Hand (kannst auch eine kurze Leine nehmen) direkt vor Apachis Füssen auf den Boden. Kann sein es sind zwei dreimal nötig, solange bis Apachi Abstand einnimmt.

Wenn Sie sich gut verhält, dann ist alles ok.

Sinn macht es jetzt zunächst einige Zeit mit dem Welpen alleine zu verbringen, damit dieser sich eingewöhnen kann. Die zweite Begegnung wirde ich zunächst in einer Art Laufstall mit geschlossener Decke machen. Vom Prinzip her wieder das gleiche Spiel wie oben. Abstand halten und gucken ist ok, übertriebenens Durchdrehen nicht.

Mit der Zeit kannst Du dann den Welpen auch zu Apachi lassen.

Dei Apachis Korrekturen musst Du Dich ein bischen auf Dein Baugefühl verlassen und gut beaobachten. Nimm ihr auf jeden Fall in der ersten Woche "Gründe" dafür, also keine Spielsachen, Futter Ressourcen jeglicher Art (auch Du kannst ggf eine Ressource sein).

Selbstverständlich muss sie sich nicht alles von dem Welpen gefallen lassen, besonderns wenn er sie nervt. Sie darf Schnauzengriff anwenden, Sie darf ihn runterdrücken (egal wie sehr es schreit), sie darf auch mal seine Bewegung einschränken.

Wann sie es übertreibt merkst du an der Zeit. Eine Welpenkorrektur dauert im Gegensatz zu einer Rauferei nur wenige Sekunden. Die Korrektur kann und soll dem Welpen weh tun (beim ersten Mal, danach sollte es sich lediglich um "angedeutete Aggression" handeln, die bewusst Beschädigung vermeiden will), schliesslich möchte Apachi Grenzen setzten. Allerdings sollten von einer ersten Korrektur max. ein Kratzer oder ein Loch übrigbleiben.

Alles was ich beschrieben habe, bedeutet ohne Zweifel Aufwand. Aber Du hast mich gefragt und so schreibe ich wie es optimal sein sollte. Natürlich müssen auch diese ratschläge, wie alle anderen der Realität vor Ort angepasst werden.

Vieles wird möglicherweise garnicht nötig sein. Gehe immer davon aus das es prima laufen wird. Erfahrungsgemäss gestalten sich die Dinge am kompliziertesten, über die wir am meisten nachdenken.

Lg,

Karl

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DANKE!!!!!!!

Es ist super, wenn es so ausführlich ist - behalt das so bei.

Ich will ja, dass es optimal läuft. Deine Ratschläge kann ich umsetzen, ist besser, als dass, was man mir bisher geraten hat (Apachi und Welpe ca. 2 Wochen getrennt halten/Apachi einfach machen lassen - mit diesen Tipps war ich nicht so glücklich)

Wir haben noch eine Weile Zeit, ich denke 2007/2008 wird ein Welpe dazu kommen.

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Auch ich möchte nochmal zu dem Thema was sagen:

Als wir wussten, wir bekommen einen Welpen aus besagtem Wurf, bin ich mit Boomer jeden Tag die Welpen besuchen gegangen, die Mutter der Kleinen hat es zugelassen, da sie prima mit Boomer zurechtkommt.

Ich hab dann immer wieder "unseren" Welpen auf den Arm genommen, hab Boomer schnuppern lassen usw.

Ab der 7. Woche haben wir dann Shelly ein paar mal in der Woche für eine Stunde "zu Besuch" nach uns geholt, erst mal nur im Garten, dann auch in der Wohnung.

Als Shelly dann endgültig bei uns einzog, knurrte Boomer die Kleine zwar des öfteren an, hat aber nie Andeutungen gemacht, sie beissen oder verletzen zu wollen!

Nach drei Tagen hat Boomer kapiert, dass Shelly nun ganz bei uns bleibt, und hat angefangen, sie abzuschnuppern, auch mal die Ohren zu lecken und hat ihr Spielzeug gebracht!

Die ersten drei Wochen habe ich die beiden keine Minute ohne Aufsicht gelassen, war mir dann doch ein bisschen heikel.

Aber wir sind mit dieser Methode ganz gut gefahren.

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Wenn ich das alles so lese, werde ich doch ein wenig nervös. :???

Wir haben aufgrund der Entfernung gar nicht die Möglichkeit Atze mit Dana vorher schon einmal vertraut zu machen. Wir waren zwar 2 mal da, aber da war die noch zu klein (Imuniesierung).

Ich bin mal gespannt ob das klappt.

Nevöse Grüsse

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