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Hundeforum Der Hund
Dschinah

Meine Hündin hat vor allem Angst; knurrt und bellt alles und jeden an

Empfohlene Beiträge

Hi ihr.

Ich bin echt froh, dass ich dieses Forum gefunden habe, denn ich hoff, dass ihr mir helfen könnt.

Ich habe eine 1 1/2 Jahre alte Peroo de Agua Espanol Hündin. Sie ist sehr lieb, kuschelt und spielt auch sehr sehr gerne, doch wenn ich mit ihr ins Restaurant oder in die Stadt gehe,also irgendwohin, wo auch andere Menschen und auch Hunde sind, kommen die Probleme. Sie knurrt alles und jdn. an, lässt sich von keinem streicheln. Ich dachte natürlich als erstes an eine schlimme Situation, die sie einmal erlebt hat, doch da sie schon bei mir ist, seit sie 2 Monate alt war, kann das ja eigentlich nicht sein.

WAS KANN ICH TUN?? :??? :??? :??? Bitte helft mir.

Bye eure Dschinah

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(bearbeitet)

Leider kann in 2 Monaten auch schon viel passieren. ich habe meine seit sie 1 1/2 monate alt ist und sie hat Angst vor Männer halt fremen Menschen. Bis vor kurzen wurde mein Bruder regelrecht agressiv weggebelt nun hat er mich öfters hier besucht und sie hat sich nun langsam an ihn gewöhnt. Zum Glück bellt meine keine fremden Hunde nicht an, aber ich kenne dein Problem auch.

Meistens bellt sie dann wenn ich von der fremden Person noch angesprochen werden, ich ignoiere sie dann und sage nichts auch kein nein und aus. Letzten war es bei ihr auch so heftig richtig agressiv aber sie hatte dabei den schwanz eingesogen, das ich von der Person die mich nach einen Weg fragte erst mal angeschnaust wurde ob ich meinen Hund nicht mal das Wort verbieten könnten.

Die anderen wissen ja nicht das sie nur bellt weil sie angst hat und unsicher ist.

Femke

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Hallo Dschinah,

die ersten 8 Lebenswochen sind von größter Bedeutung im Leben eines >Hundes. Hier werden Hunde auf Dinge, Geräusche, Lebewesen usw. geprägt und was hier versäumt wird, ist später nur schwer oder garnicht und nur mit ganz viel Geduld aufzuholen.

Hier mal die ersten Lebenswochen beim Hund:

1. Vegetative Phase ( 1. + 2. Lebenswoche)

In dieser Zeit ist der Welpe ausschließlich mit Trinken, Verdauen und Schlafen beschäftigt.

Man kann eine ständige Gewichtszunahme und auch Wachstum feststellen.

Der Welpe ist noch blind und taub und verfügt über einen geringen Geruchssinn. Gesteuert wird sein Handeln durch angeborene Instinkte.

Bei den Welpen sollten wir uns jetzt auf sorgfältiges Beobachten und einen sanften Umgang beschränken.

2. Übergangsphase ( 3. Lebenswoche)

Der Welpe nimmt erste Kontakte zu seinen Geschwistern auf und entdeckt seine direkte Umwelt. Ab dem 12.-15. Tag öffnen sich die Augen und die Gehörgänge. Zwischen dem 17./18. Tag ist die Seh-, Hör- und Riechfähigkeit vorhanden. Ebenso erwacht der Trieb, der Mutter zu folgen. Der Welpe setzt sich immer mehr mit seiner Umwelt auseinander, die Prägung fängt langsam an. In dieser Phase entwickelt sich auch der Schreckreflex, der für ein Überleben in der freien Natur sehr wichtig ist, man kann beobachten, dass der Welpe beim Erschrecken sofort in die Wurfhöhle flüchtet.

In dieser Phase sollten wir ausgiebig mit dem Welpen schmusen, ihn immer wieder berühren und auch die unterschiedlichsten Geräusche machen.

3. Prägungsphase (4. – 7. Lebenswoche)

Der Welpe lernt jetzt seine Wahrnehmungen zu orten. Seine Neugier und sein Lerneifer sind erwacht, auch werden erste soziale Verhaltensweisen erkennbar: Mundwinkelstoßen, Schwanzwedeln, Einklemmen der Rute und auch erste Drohgebärden. Die gesamte motorische Koordination wird besser, obwohl sie immer noch ungelenk wirkt.

In dieser Phase ist es außerordentlich wichtig, dass keinerlei Negativerfahrungen mit und vom Menschen an den Welpen herankommen. Wir sollten die Berührungskontakte ausdehnen und auch Fremdpersonenkontakte herbeiführen. Der Welpe darf auf keinen Fall isoliert werden in dieser so wichtigen Phase. Auch Kontakte zu Artgenossen, anderen Lebewesen, zur technisierten Menschenwelt, zu unterschiedlichen „Menschentypen“ wie Kinder, Senioren, Behinderte, Leute mit Bärten, Hüten, Schirmen, wallenden Kleidern.....eben alles, was der Welpe noch nicht kennt, sind jetzt wichtig. Nicht zu vergessen natürlich immer wieder das Spiel mit dem Kleinen.

4. Sozialisierungsphase (8. – 12. Lebenswoche)

Sollte das Vatertier mit im Rudel leben, werden die Welpen in dieser Phase vom Vater korrigiert. Das kann durch Knurren geschehen oder auch durch einen Stoß mit der Schnauze in den Nacken des Welpen, er lernt so die ersten Tabus zu respektieren. Sozialpartner können somit auf das Verhalten des Welpen einwirken, um immer mehr Regeln zu etablieren. In dieser Phase spricht man auch vom Ersterfahrungsphänomen, da sich der Welpe gute wie schlechte Erfahrungen merkt, um ein Leben lang bei Bedarf darauf zurückgreifen zu können.

Die Sozialisierungsphase sollte von uns dazu genutzt werden, das spielerische Lernen voranzutreiben. Wir sollten jetzt nach und nach Regeln einführen, die dann auch mit Konsequenz von uns in ihrer Einhaltung eingefordert werden

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Hi ihr!

Danke fùr euren Rat. Hab natùrlich auch gleich ausprobiert, was ,ir empfohlen wurde (hab sie einfach ignoriert) und wie aus heiterem Himmel hat sie urplotzlich aufgehort zu bellen und lief die ganze Zeit ohne zu bellen neben mir her. Hab dann auch noch einmal mit meinem Bekannten vom Hundesportplatz darùber geredet und wir waren dann noch 2 oder 3 Mal zusammen in der Stadt und mittlerweile klappt es schon so einigermassen, doch vor fremden Dingen hat sie immer noch total Angst.

Danke bye Dschinah

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Ein Tipp: (aber falls dies auch geschieht, wenn ihr einfach nur unterwegs seid ohne, dass jemand etwas von ihr will)

Für dieses Verhalten ist das Halti-Training sehr hilfreich. Ich würde mir da Informationen drüber besorgen. Denn das Halti ist ja dafür da, dass sie auf dich aufmerksam ist und dich auch in für sie schwierigeren Situationen anschauen muss. D.h. sie soll mit auf deine Reaktion achten und sich von dir führen lassen, denn ich weiss nicht, ob sie evtl. ein Rangfolge-Problem hat, kann ich aus der Ferne nicht beurteilen. Vielleicht denkt sie ja, sie muss dich vor anderen beschützen, weil sie sich als ranghöher empfindet...in dem Fall musst du ihr genau zeigen, dass dies nicht so ist und sie sich auf dich verlassen und sicher fühlen kann. Das Halti ist da z.B. echt super. Man muss es aber auch richtig machen.

Wenn es an der Rangfolge liegt, was nicht auszuschließen ist, dann auch daheim einiges ändern.

Wie gesagt, aus der Ferne ist es schwer das zu beurteilen.

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Das mit dem Halti ist ne feine Sache, sollte aber unbedingt im Beisein eines erfahrenen Trainers angelegt werden!

Auch mit dem Halti kann man einiges falsch machen!

Ich habe auch eins und hab beim Kauf direkt einen "Einführungskurs" erhalten!

Erst wurde es am fremden Hund gezeigt, dann musste ich mit meinem eigenen ran, und mir wurde gesagt, worauf ich achten muss und was man evtl. alles falsch machen kann.

Also bitte nicht einfach losrennen und eins kaufen, anlegen, und los geht`s!

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hallo renate.

du sprichst mir aus der seele. das war das erste woran ich dachte, als ich die berichte gelesen habe.

ein halti ist auch nur eine zeit lang erziehungsunterstützung, nicht für immer, wie leider viele meinen.

ein halti ist auch nicht das erfolgsrezept für jeden hund. habe selbst eine ängstliche spanierin vor einem 3/4 Jahr übernommen. diese ´zeigte die selben verhaltensweisen, wie oben beschrieben. da brachte der halti, zureden, ignorieren usw. alles nix, wenn ich mit ihr in die Stadt bin oder sonst wo hin wo viele menschen/hundemassen waren.

das einzigste was mir half ist, dass ich angefangen habe jedmöglichen leute anzusprechen und mit ihnen zusammen meine wege in wald, Stadt oder sonstiges zu gehen. da muss man bei seiner Kontaktfähigkeit arbeiten, aber es wirkt, nachdem man den inneren schweinehund besiegt hat. und auch mein hund kann jetzt mehrere menschen und hunde um sie herum akzeptieren. selbst gruppen von 50 Hunden und mehr, wenn wir einen Hundeschulenausflug veranstalten.

ein kind setzt man ja auch nicht in der Stadt, am ersten Samstag des Monats auf den boden und sagt: jetzt bist du stadttauglich. Oder??

was macht das kind?! Es schreit (der hund zieht den schwanz ein und heult, bellt oder ähnliches.

versetzt euch mehr in die hunde und die perspektive, dann kommen viele ideen von alleine. Patentrezept gibt es nicht. Und wenn doch, würde ich mich darüber freuen, wenn man es mir mitteilt. ;)

lieben gruß und viel erfolg

kathrin und Co.

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Hallo,

Sabine hat Recht.

Was in den ersten Lebenswocher versäumt wurde ist ganz,ganz schwierig wieder gutzumachen,wenn überhaupt.

Darum soll man sich die Aufzuchtsbedingungen bei den Züchtern sehr genau anschauen.

Das in dem Fall ein Halti die Lösung ist,glaube ich nicht.

Der Hund hat Angst,mit dem Halti wird er diese nicht mehr so zeigen können und Du kannst ihn ev.besser händeln,aber das eigentliche Problem bleibt doch.

Ich würde ihn immer wieder an solche für ihn ungewohnte Situationen heranführen.Belohnen,wie auch immer für ihn Belohnung aussieht.

Immer wieder,kann sehr lange dauern aber versuchen würde ich es.

LG Andrea

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Hallo, :prost: :prost:

ich habe meine Hündin mit 9 Wochen von einer Privatfamilie abgeholt. Sie wuchs überwiegend im Zwinger auf und wurde nur manchmal ins Haus gelassen. Die Familie, eine sehr liebevolle, hat sich viel um die Hunde gekümmert. Aber viele, viele, Geräusche waren ihr einfach fremd. Hinzu kommt, das sie mein erster Hund ist und ich bestimmt vieles nicht richtig gemacht habe. Sie war früher auch immer sehr ängstlich vor allem, wahrscheinlich da ich nicht die nötige Ruhe und Ausgeglichenheit ausgestrahlt habe. :Oo Da ich wollte, dass es meiner Hündin gut geht, habe ich mich viel informiert, hier und da einen Kurs besucht. Heute ist mein Auftreten viel gelassener und ruhiger. Und aus meiner ängstlichen Hündin ist im Laufe der Jahre eine selbstbewusste Hundedame geworden, die nur noch vor wenigen Situationen Angst zeigt. Das wird schon, die Tipps hier sind Klasse. Vor allem, bleib du ruhig und gelassen, das hilft. Sagt man immer so leicht... :Oo :Oo !! Aber es hilft. ( Beiss mir auch grad wieder die Finger an ihr aus wegen dem Jagdtrieb, das nur am Rande :) :) :) )

Liebe Grüße

Toi,toi!!!

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Frage: Bist du mit deinem Hund öfters unter Menschen gegangen? Hatte dein Hund viel Kontakt zu Menschen und Tieren in seinen ersten 6 Monaten? Meine Freundin hat den Fehler gemacht,ihre drei Hunde nur im Garten und dort, wo kaum ein Mensch und Tier war,ihre Hunde laufen zu lassen. Sie bellen und knurren heute die Leute an und lassen auch nicht gerne Menschen in die Wohnung! Ich denke,da hilft nur eines: Öfters mit deinem Hund ins Gewühl aber mit Distanz ,vielleicht hilft es dem Tier,sich an viele Leiute zu gewöhnen!

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