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Hundeforum Der Hund
archiv-master

Traurige Frage: Wann ist der richtige Zeitpunkt, sich zu verabschieden?

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Ich kann schon verstehen, dass du diese Entscheidung am liebsten gar nicht treffen müsstest, aber wenn du mich fragst:

du schreibst, sie kommt gerade noch zum Essen, kann nicht laufen, hat keine freude, Hüfte geht nicht, Rücken ist buckelig......also wenn du mich fragst, (und ich bin wirklich kein Mensch der so etwas einfach wegsteckt, denn beim Lesen kamen mir echt die Tränen <--ehrlich!)

dann würde ich sie verabschieden, ABER vorher würde ich versuchen ihr den "schönsten" Tag des Lebens zu bereiten. Ich würde ihr ein richtig tolles Essen auftischen, sie schmusen, vielleicht meine Gefühle aufschreiben und ihr vorlesen.....sie kuscheln.......und na ja......sie erlösen!

Denn frag dich mal folgendes:

Stell dir vor, du bist 90 Jahre alt, grau, faltig, buckelig....kannst kaum oder gar nicht laufen, magst nicht mehr gern essen/kauen, bist immer müde, erschöpft total kaputt, liegst den ganzen Tag auf einer Heizdecke, weil du selbst kaum noch Wärme produzierst........

und dein Partner/Familie könnte dich erlösen......würdest du wollen, dass sie dich am leben halten????

Ich würde es nicht wollen!

Alles Liebe und Gute!

Josy :(

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:heul::heul:Wenn ich dies alles lese schiessen mir die tränen ins Gesicht .

So ist das leben nun mal aber bei diesem Thema bin ich immer ganz nah am Wasser gebaut .

Meine Sissi habe ich als Kind bekommen aus Krankheitsgründen.Sie war mein ein und alles .Als sie dann mit 15 Jahren anfing alles in der Wohnung fallen zu lassen und immer Öffters krank zu werden stellten wir uns auch die frage ob wir sie gehn lassen sollen . Ich wollte das damals nicht verstehn . (damals genauso alt wie der Hund war).Wir haben damals Nachwache gehalten da es Sissi immer schlimmer ging .

Am Morgen hörte ich meine Mutter sagen ne ich Fahre zum Tierartz

:heul: Für mich war dieser Satz so schlimm

Heute sage ich war es richtig da Sissi auch noch krebs bekommen hat sie hätte evtl. noch 1-2 Monate voller Qual überlebt .Auch wenn es schon 15 Jahre her ist aber diesen Hund werde ich nie Vergessen .

Ob Halsband ,Leine ,Napf und alles was man so braucht habe ich alles noch das würde auch nie jemand bekommen und die Errinnerung an Sissi ist Unvergesslich .

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@Lydi un eigentlich alle anderen.

Du hast recht. Das Thema muss man ansprechen. Ihr habt alle recht!!!

Mein Hund ist noch sehr sehr jung aber hat mal die Eingangstüre aufgemacht und ist gleich vom Auto erfasst worden, ich stand gerade auf dem Balkon und habe alles gesehen. Er ist ein paar Meter geflogen und ich habe ihn schon liegen sehen. Er ist zum Glüch sofort auf die Beine und zurück ins Haus. Diesen Moment zähle ich zu einen meiner schlimmsten und ich mag nicht daran denken was ist, wenn es soweit ist.

Es werden ja leider nicht alle Hunde so alt. Der Husky meiner bekannten war 1 1/2 Jahre alt und plötzlich als er draußen den Schnee sah hat vor lauter Aufregung sein Herz keinen Schlag mehr gemacht. Es war wirklich eine Tragödie, da keiner etwas geahnt hatte. Er war nicht krank und sehr sehr fit.

Ein Tier (auch einen Menschen) leiden zu lassen ist nicht fair, besonders nicht, wenn es aus Egoismus ist. Bei Menschen spielen ja noch andere Dinge eine Rolle, wie Glaube etc.

Ich denke, einen Hund zu verlieren kann teilweise sogar schlimmer sein als einen Menschen, denn man verbringt viel mehr Zeit mit ihm. Natürlich nur teilweise, denn ein Kind, Mutter, Vater, Frau, Mann etc. zu verlieren ist auch sehr sehr schlimm.

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Hi !

Das problem ist auch, daß sie dazwischen immer wieder einen guten tag hat und sogar um ein leckerli bettelt.

dann schöpfe ich wieder hoffnung und schieb den gedanken weit weg.

der nächste tag ist wieder miserabel und dann grübel ich wieder.

es ist eine 8terbahnfahrt, der gefühle.

da ich mir bewußt bin, daß es nur mehr eine begrenzte zeit ist, schmuse ich viel mit ihr, sie ist auch ganz liebesbedürftig.

aber das macht es mir nur schwerer.

natürlich wäre ich auch bei mir nicht für eine künstliche lebensverlängerung, so ich keine lebensqualität hätte, keine frage. überhaupt wenn ich altersdemenz hätte, aber wer entscheidet es bei uns ?

warte momentan, ob sich starke schmerzen einstellen, weil dann ist die entscheidung für mich klar.

lg

regina

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Zeigt sie dir denn Schmerzen deutlich oder will sie dich eher schonen? Viele Hunde sind nämlich tatsächlich dazu fähig.

Jeder hier versteht, wie es dir gehen muss und sieht, wie sehr du deine kleine liebst.

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Oh Regina,

es ist so schwer diese Entscheidung zu fällen.

Ich habe es mal mit meinen ersten Mann bei unserer Rauhhaardackelhündin entschieden.

Es war sehr schwer - darum kann ich deine jetzige Situation gut verstehen - ich drück' dir die Daumen, dass du für dich und die kleine die richtige Entscheidung findest.

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:heul:Regina

Seit ich das gelessen habe geht dieses Thema mir nicht mehr aus dem kopf ....

Fühl dich ganz in den Arm genommen :knuddel

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bin so dankbar für eure tröstenden worte, es tut ganz einfach gut, verstanden zu werden.

es ist immer schwer mit aussenstehenden über so etwas zu reden, weil ein nicht-hundebesitzer versteht ganz einfach nicht, was einem ein tier sein kann.

jeder von uns steht irgend wann einmal vor dieser entscheidung und so betrifft es uns letzlich alle !!

ich liebe alle meine wauzis und sie sind auch ein trost für mich, muß mich halt in naher zukunft von einem meiner freunde, weil das sind sie ,verabschieden und das ist sehr schmerzlich, aber mehr für mich, als für die kleine, nehme ich an.

der abschied von jedem meiner wegbegleiter war immer sehr schwer, aber der lauf der welt.

habe vor 5 jahren meinen ersten briard-rüden , der leukämie hatte ( er war 5 jahre alt) auch hinüber begleiten müssen.

er hat ein plätzchen in unserem garten bekommen, aber konnte seinem dahinsiechen nicht mehr zuschauen.

er war von 40 kilo auf 25 abgemagert, konnte vor lauter methastasen nix mehr fressen, bekam keine luft mehr und hatte schon schmerzen beim liegen. ein bild des jammers.

er war so ein agiler, fröhlicher hund.

hoffe , daß mir auch mal wer hilft, wenn es bei mir so weit ist, weil der gedanke, als windeltragende alte in einem krankenhausbett dahin zu vegetieren, erfüllt mich mit schaudern. vielleicht gibt es bis dahin schon sterbehilfe.

danke noch mal für eure tröstenden worte.

lg

regina

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Huhu,

ich wollte mal fragen, ob du schon "Ergebnisse" hast, also wie es nun aussieht mit der kleinen?

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Ich habe auch öfters überlegt ob wir Argus erlösen sollten,ich war am HeiligAbend drauf und dran,in der Tierklinik sagte man mir,das er keine Schmerzen hat und das es immer wieder sein könnte,das es ihm schlechter und dann wieder besser ginge.

Sobald ich wüßte,das er Schmerzen hätte oder keine Hoffnung mehr besteht,das er ein einigermaasen normales Leben führen könnte,würde ich ihn sofort erlösen.

Ich liebe ihn sehr aber die Ärzte mußten mich schon an Weihnachten bereden,das ich ihn nicht erlöse.

Sie sind nicht dabei gewesen als es ihm schlimm ging und ich keinen Hunger mehr hatte und mein Magen vor Kummer und Mitleid weh tat,als wir lange Nachts nicht schliefen aus Sorge!!!

Man wird mit der Zeit magenkrank weil man das Elend nicht mehr sehen kann,wenn der Hund teilnahmelos in die Ecke schaut,seine Kraft schwindet.

Und dem Tier ,tut man ihm einen Gefallen so ein Leben zu führen.

Ich habe einen Vertrag unterschrieben für Argus mit Auflagen bei der Abholung aber wenn sich sein Zustand noch einmal so arg verändert und er wwirklich nicht mehr will,erlöse ich ihn.

Bis jetzt wollte er immer leben und stand immer wieder auf!!!

Tina

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