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Hundeforum Der Hund
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Wie verhalten, wenn ein unangeleinter Hund auf einen zukommt?

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Ich wurde schon einmal von einem Hund gebissen als ich versucht hatte ihn zu verscheuchen. Er war recht riesig (Berner Sennenhund) und ich war mit meinem früheren Hund unterwegs (Lhasa Apso) der recht klein war. Er hätte keine Chance gehabt und ich auch nicht, wenn ich kein Pfefferspray dabei gehabt hätte. Die Besitzerin stand nur da und hat gemeint der macht doch nix. Hat sich aus allem rausgehalten...super, oder?

In dem Moment weiss ich dann auch keinen Rat mehr.

Mein Hund hört leider auch noch nicht, wenn ich ihn rufe und er jedoch den anderen Hund erblickt hat, ich muss jedoch dazu sagen, dass Achilles ja noch sehr jung ist und nur das Spielen im Kopf hat. Er möchte der Freund eines jeden sein. Auch bei Menschen. Ich muss quasi schneller sehen als er, sonst habe ich auch Ärger am Hals. Ich weiss auch nicht, wie ich ihm das im Moment abtrainieren soll. Ein Husky geht eben auf alles zu und möchte freundlich sein. Ist einfach ihre Art. Deswegen ist es da nicht so einfach.

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Nein, natürlich nicht. Diese Situation sollte nur nicht allzuoft vorkommen.

Natürlich nicht! Auf Spaziergängen ist es mir noch nie passiert, zum Glück!

Die Vorfälle, bei denne meine Maika gebissen wurde (6 Bisse durch andere Hunde in 15 Jahren) passierten in den nachfolgenden Situationen, von denen mir einige nicht mehr passieren würden!

1. Biss durch Schäferhund -> Revierkampf bei uns daheim auf dem Grundstück zwischen meinem Rüden Max und ihr. Danach nie wieder Auseinandersetzung.

2. Biss durch Schäfi-Mischling -> bei einer Hundeausstellung: Hunde spielten zunächst an der Leine ein wenig miteinander, es gab keinen Platz für Freilauf. Der Mischling bekam durch Verheddern der Leinen Platzangst, biss zu.

3. Biss durch Husky -> alle Hunde auf dem Reiterhof liefen frei. Die Husky-Hündin meiner Freundin wurde von ihr gefüttert. Maika kam im Abstand von mindestens 5 Metern an ihr vorbei. Husky-Hündin schoss nach vorne und biss Maika fast ins Auge.

4. Biss durch Rauhhaardackel -> Hund einer Freundin war immer mit uns zusammen spazieren. Es gab auch viele Treffen bei ihr daheim. Ohne Problem. Dann ist Maika wohl einem Lieblingsspielzeug zu nahe gekommen, Dackel biss zu.

5. Biss durch Dogge -> Ebenfalls Hund einer Freundin. Hunde haben wie doll auf dem Reiterhof gespielt. Situation kippte schlagartig, aus Spiel wurde Ernst. Dogge biss zu. Leider wusste keiner, was der Auslöser war.

6. Mein neuer Hund Rex war erst ein paar Tage bei uns daheim. Er klaute sich Maikas Lieblingsball, sie holte ihn zurück. Dabei Angriff von Rex -> Biss in den Rücken. Rex hatte zu Beginn starke Beuteaggressionen, jetzt schon lange nicht mehr.

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Das sind aber alles Situationen, die irgendwo verständlich sind. Aber ich denke die Kämpfe waren nie so, dass ein Hund den anderen ernsthaft töten wollte, oder? Dass Hunde sich mal fetzten ist ja bekanntlich normal. Klar ist es blöd, wenn einer wirklich dabei verletzt wird, aber man muss halt bedenken wie schnell das bei den Zähnen gehen kann. Und Hunde wissen eben nicht wie man anders streitet. Normal soziele Hunde streiten auch, jedoch wird der eine den anderen im Normalfall nie ernsthaft verletzen. Denn Kampf um Spielzeug, Futter oder Revier kommt doch immer wieder mal vor.

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@Achilles 2005

mir gehts genau so wie dir. Meine beiden haben auch immer nur Spielen im Kopf,....und wenn fremde Hunde kommen, dann wackelt die Rute so sehr, dass ich denke sie fällt bald ab! :D

Deswegen lass ich sie auch ungern frei laufen.....

Frage an alle: wie vertreibt ihr die fremden Hunde?

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Ist der Streuner denn agressiv ? Oder reagiert deine Shelly negativ auf ihn?

Er aggressiv? Nein, bis jetzt jedenfalls noch nicht. Ich meide aber auch seine "Ecke".

Shelly? Naja, sie will halt zu ihm hin. Aber da sie angeleint eh immer etwas zickig ist, will ichs nicht unbedingt ausprobieren.

Frage an alle: wie vertreibt ihr die fremden Hunde?

Das würde mich auch interessieren!!!

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hmmm das ist jetzt schwer zu sagen zum ersten, weil es nocht nicht oft vor gekommen ist und zum zweiten , weil ich eh fast nur auf der Hundewiese bin wo sie so wieso alle ohne leine laufen und auf einen zu kommen. Doch da kenne ich alle Hunde und sie sind durch die reihe weg freundlich.

Dann kommt es noch darauf an ob der böse mimik oder gestik aufweist usw. rennt ein Hund mit voll speed auf Sunny zu und er ist (wie fast alle) größer als sie stelle ich mich vor sie und sag zu dem hund "pfui oder aus" und strecke ihm meine flache hand entgegen, das hält die meisten hunde von uns ab. Kommt aber ein hund nur langsamm ohne agressionen zu zeigen auf uns zu ,dann leine ich sunny gegebenenfalls ab, da sie sonst noch mehr panik hätte.

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Ich mache es ähnlich wie Karl, schicke auch eher eine Krankheit meiner Hunde vor, das klappt besser als die Bitte sie anzuleinen. Da bekomme ich nur so blöde Antworten wie "der ist ganz kinderlieb" - hä? habe ich Kinder dabei????

Einen fremden Hund ohne Besitzer in Sicht "brülle" ich weg. Habe die Erfahrung gemacht, dass sich ca. 95 % aller Hunde "wegbrüllen" lassen, insofern man auch wirklich selbstsicher auftritt und Stärke demonstriert. Ist man selbst aber unsicher, funktioniert das nicht!

Wenn nichts von dem funktioniert, lasse ich einen Hund los. Was habe ich sonst für eine Wahl? Bevor ich dann eine Beißerei mit 3 Hunden habe, die sich vielleicht verheddern... und ich mittendrin...

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Hallo!

Zu em Ableinen bei Drohgebärden: Es ist zwar richtig, das es abgeleint weniger zu Konflikten kommt als an der Leine. Aber: Habt ihr mal darüber nachgedacht was wir dabei dem Hund kommunizieren?

Erst tun wir garnichts, weil wir die Lage nicht also bedrohlich empfinden (das kommunizieren wir jedenfalls, sonst würden wir ja was tun), wird sie dann bedrohlich verlassen wir den Hund und lassen ihn mal machen.

mmmhhh...

Lg,

Karl

Du sprichst mir aus dem Herzen. Ich denke genauso.

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So kann man das nicht immer sehen, denn grundsätzlich nehmen wir dem Hund zunächst einmal mit der "Leine" Freiheit und somit Verteidigungsmöglichkeiten. Das bedeutet: Wir schützen nicht den Hund, sondern wir engen ihn ein.

Wenn dann plötzlich mal zwei oder drei Hunde auf einen zustürzen, dann ist nämlich auch nicht mehr viel mit verscheuchen. Zudem sollte jeder bedenken, der einen anderen Hund "verscheucht" und dann evtl. gebissen wird, dass ihm über §254 BGB ein Mitverschulden angelastet wird, auch dann, wenn der eigene Hund korrekt an der Leine geführt wird.

Es ist also mit Sicherheit situationsabhängig was zu tun ist. Auch ist "Beschädigungsbeißen" sicherlich die allerletzte Stufe des Aggressionsverhaltens und wird i.d.R. selten gezeigt, was auch alle Statistiken immer wieder belegen. Meist ist das Eingreifen des Menschen (das inadäquate Eingreifen) viel häufiger Auslöser für Verletzungen.

Das sollte man immer bedenken !!

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Es gibt mit Abstand keinen schlimmeren Vertrauensverlust mit allen seinen Konsequenzen, als wenn der eigene Hund im "Schutzraum" seinen Menschen (Umkreis 5m) gebissen wird.

LG,

Karl

DAS kann ich genauso bestätigen, mein Hund ist EINMAL direkt neben mir von einem anderen gebissen worden, noch nicht mal schlimm, aber es hat gereicht das er jegliches Vertrauen in mich verloren hatte.

Es hat mich über ein Jahr harter Arbeit gekostet, dieses Vertrauen wieder zu verdienen.

Heute läßt er mich wieder solche Situationen regeln, aber einfach war das nicht, und so etwas wird mir NIE wieder passieren, egal was kommt, das steht fest.

Ich glaube nicht das er mir das nochmal verzeihen würde, eine dritte Chance würde ich sicher nicht bekommen.

Liebe Grüße,

Karola, die ihre Hunde um jeden Preis verteidigt

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