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Hundeforum Der Hund
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Wie verhalten, wenn ein unangeleinter Hund auf einen zukommt?

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Das ist ja mit Sicherheit auch richtig Karola. Aber man muss doch sehen, dass so etwas schon Ausnahmen sind. Zudem gibt der andere Hund durch Körperhaltung, Mimik, Gestik zu erkennen welche Absichten verfolgt werden.

Teilweise "droht" der eigene Hund an der Leine ebenfalls und provoziert durch die "Leine" als Verstärker den anderen Hund. Ein Drohen, dass Besitzer natürlich vielfach gar nicht wahrnehmen. Diese Sachen sollte man nicht aus den Augen verlieren. Natürlich ganz zu schweigen von eigenem Unvermögen ... was ist wenn ich den "Rotti" nicht verscheuchen kann? Ein noch wesentlich schlimmerer Vertrauensverlust, dass ich mich als Rudelführer nunmehr nicht bewährt habe (diese Gefahr besteht natürlich auch).

Eine Maßnahme, die in der Regel durchaus zu empfehlen ist: Eigenen Hund ableinen, schnell und wortlos entfernen und den anderen Besitzer ebenfalls darum bitten in die entgenegesetzte Richtung zu gehen.

Der eigene "Angriff" auf den Hund sollte nur eine Notmaßnahme sein und dann auch erfolgreich sein.

Ich selbst habe ja nun schon mehrfach derartige Situationen hinter mir. Hund stürzt auf meine beiden zu - was tun? Ich bin "cool" geblieben, habe den anderen Hund fixiert, gleichzeitig meine beiden blitzschnell los gemacht ... Situation in allen Fällen innerhalb der letzten vier Jahre innerhalb von Sekunden erledigt.

Man sollte aus meiner Sicht, solche Sachen nicht immer dramatisieren. Sicherlich gibt es solche Fälle wie von Anita und dir berichtet Karola, aber das ist bei richtigem Verhalten der Besitzer doch eher die Ausnahme.

Wichtig ist nur, dass man erkennt, dass ein Eingreifen selbstverständlich auch einmal den gegenteiligen Effekt haben kann und die Situation eskalieren lässt. Das sollte man nicht verschweigen, sondern sich zumindest vor Augen führen.

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Hier stimme ich Karl und Karola vollkommen zu. Einfach los machen und weg gehen kann bös nach hinten los gehen, gerade wenn Dein Hudn alleine ist. Es macht schon einen großen Unterscheid, wenn es, wie bei Dir Mark, zwei sind.

Aba hat genau das erlebt, was Karl schildert und so 1005ig traut sie mir ind en Situationen immer noch nicht. Es ist so in ihrem Kopf drin.

Damals war es auch so, daß ich vom Hundetrainer gesagt bekam, das machen die unter sich asu, laß die man machen und geh einfach weg.

Mittlerweile weiß ich, daß Aba gedacht (ich weiß ja, daß sie nicht denken kann:D) hat ich bin total bekloppt und unfähig.

Es war so eine garvierende Situation, daß ich von dem Moment an eine negative dramatische Veränderung gesehen habe, die ich bis heute leider nicht komplett beheben konnte.

Leider kamen auch immer wieder in Zeiten der Besserung Hündinnen die Terz mit Aba angefangen haben und somit unser Training immer wieder umsonst war.

Mittlerweile stauche ich den anderen Besitzer bös zusammen, versuche es auch mit, die ist bissig, hat dies oder jenes, im Notfall-der toit, toi,toi, noch nie da war benutze ich Pfefferspray. Habe auch schon mal Hunde mit den Beinen weggehalten oder mit dem Fuß etwas weg getreten. Nicht so, daß sie sich verletzen, aber daß sie merken, sie sollen sich verpieseln und ich habe keine Angst vor ihnen.

Einmal kam auch wieder ein Dalmatiner auf uns zugeprescht wie blöde. Das dumme Pärchen ging plaudernd durch den Wald ohne sich zu kümmern. Man hat an jeder geste gesehen, daß dieser Hunde nicht spielen wollte-was die beiden aber natürlich beteuert haben... Den habe ich in meinem bösesten Aus und Ab glücklicherweise abwehren können, waren aber auch zu zweit und konnten Aba gut schützen.

Sie würde auch zu 90% liegen bleiben, aber wenn das andere Vieh an mir vorbei düst ist es auch blöd, weil ich nicht so schnell hinterher bin.

Ich hasse solche Situationen!

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Der eigene "Angriff" auf den Hund sollte nur eine Notmaßnahme sein und dann auch erfolgreich sein.

Ich habe auch nicht von ANGRIFF gesprochen, sondern von ABWEHR.

Und selbstverständlich muß diese erfolgreich sein, aber wenn man die richtige Einstellung hat, und nicht zögerlich handelt, sondern mit angemessener Entschlossenheit, dann ist es auch erfolgreich.

Wenn ich natürlich zaghaft und unsicher bin, lasse ich es besser sein, da gebe ich Dir recht.

Mein Hund hat über ein Jahr lang geglaubt er müsse alle Hunde von uns fernhalten, und er hat dies nicht mit einem freundlichen Lächeln im Gesicht getan :Oo

Bei seinem Gewicht von 40 kg war es nicht immer einfach ohne allerlei Aufsehen zu erregen an anderen Hunden vorbei zu kommen.

Und da ich weder mir noch ihm diesen Stress den Rest seines Lebens antun wollte, galt es ihn zu überzeugen das ich das schon mache.

Wie gesagt, es hat lange gedauert, aber ich habe es geschafft, und ich bin froh das ich es so gemacht habe.

Ich bin übrigens nicht der Meinung, das Hunde, die nicht in einem Rudel zusammenleben, IRGENDETWAS unter sich zu klären haben.

Wozu denn? Sie sollten souverän und ruhig aneinander vorbei gehen können, nicht mehr und nicht weniger.

Und ich glaube auch nicht, das erwachsene Hunde, die sich nicht kennen, SPIELEN wollen.

Liebe Grüße,

Karola

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Hallo!

Mit dem Vertrauensverlust habe ich bei Atze auch so erlebt. An anderer Stelle habe ich schon einmal geschrieben, dass Atze 3 mal gebissen wurde von dem gleichen Hund!

Einmal war in meinem Schutzbereich! Da hatte ich nicht aufgepasst und mich unterhalten. Danach hatten wir eine Situation die ich ganz und gar nicht wollte:

Atze hat erst mal grundsätzlich versucht alles zu dominieren. Ein paar Tage nach dem Biss ist der angefangen und hat nach meinem Abruf erst mal noch markiert usw.

Das war nicht einfach das wieder einigermaßen hinzubekommen - ganz ist es auch noch nicht ok. Aber er lässt mich mitlerweile machen und bleibt hinter mir liegen. Deshalb regel ich das und nicht mein Hund.

Auch wenn sich das rechtlich auswirkt, das ist mir egal. Ich greife ja vorher ein (eine zeitlang auch zum Schutz des anderen) und nicht erst, wenn ein Kontakt da war. (Allerdings habe ich auch schon mit einem Eimer Wasser eingegriffen - der Stand da gerade.)

LG

P.S. Mit dem besagten Hund war auch schon einmal folgende Situation:

Mehrere Personen stehen in einem lockeren Kreis und unterhalten sich alle Hunde direkt neben dem HF im Platz aber mit mind. ca. 1 Meter Abstand zur nächsten Person. Da ich ja nun schon meine Erfahrungen mit dem Hund gesammelt hatte hielt ich mit Atze ca. 4 m Abstand zur gesamten Gruppe (auch in der Ablage). Ich selber stand zwischen Atze und dem anderen Hund. Dieser begann Atze zu fixieren und ich habe ihm sofort die Sicht versperrt, in dem ich mich anders positioniert habe. Die Entfernung hat sich aber nicht verändert. Auf jeden Fall schaut der dann zu mir hoch fixiert mich und fängt an zu knurren!!

Ich habe ziemlich tief ein "Aus ist das" oder so ähnlich gegeben und dann hat er weggeschaut und aufgehört. Da war ich bedient. Der Hit: Sein Besitzer hat mich angeschaut und gefragt: Was ist denn? Hallooo??? Sein Hund hat schon zig mal gebissen und er achtet nicht mal. Aber der Typ wusste auch nicht was Kopf auflegen bedeuten könnte.

(Ups, halber Roman! Sorry)

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@ Ricky

Habe das Problem mit einem Streuner auch manchmal. Da es ein Rüde ist und auch nicht agressiv, lasse ich Nelly von der Leine. Sie schnüffeln kurz und wir gehen weiter.

Würde aber Nelly nie an der Leine lassen in so einer Situation, da meine Reaktionsmöglichkeiten auch eingeschränkt wären und die Leine eine zusätzliche Gefahr (verheddern etc) wäre.

Gruß

Katja

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@ Angela: Zitat "Einen fremden Hund ohne Besitzer in Sicht "brülle" ich weg."

Was brüllst du denn? Einfach nur "Wuuuuuuuaaaa" oder eher ein "Hau ab!" ???

Sorry, wenn ich so blöd frag, aber ich kann mir das irgendwie nicht so ganz verdeutlichen :???

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@Mark: Ich habe auch 2 Wuffels, aber die hören noch nicht 100%ig, was würdest du mir in diesem Falle raten? Ableinen geht ja schlecht, denn dann fangen sie erst recht an zu toben/spielen.......zumal sie (leider) auch immer nur das "Gute" in fremden Hunden sehen und denken die Spielen mit ihnen.......

Wenn du sagst, "ANGRIFF" bzw. "VERTEIDIGUNG" sollte man nicht anwenden sondern ableinen (was ja bei mir schwierig wäre) was bleibt mir sonst übrig????

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Hallo@all!

Es wird im Bezug auf diese Situation immer zwei Lager geben. Dem einen Lager ist es wichtig, dass der eigene Hund hündisch kommunizieren darf, auch wenn es zu Konflikten kommt. Und das andere Lager, dass seine Hunde schützt und die Kommunikation mit dem Menschen als wichtiger erachtet.

Das es sich wie Mark schreibt um Ausnahmen handelt, dem kann ich nicht zustimmen und die Ausführungen von denen, deren Hund gebissen wurden bestärken das.

Selbstverständlich erwarte ich von meinen Hunden, das sie keinerlei Drohsignale aussenden, die den anderen Hund provozieren könnten. Und das tun sie nicht. Aber das tun sie eben deshalb nicht, weil sie wissen, das dies mein Job ist.

Aus der Erfahrung mit anderen Hundehalter kann ich sagen, dass der Vertrauenverlust, wenn man es nicht schafft den Hund zu vertreiben (kommt bei meinen Kunden wirklich selten vor, aber es kommt vor) deutlich geringer ausfällt.

Die Massnahme abzuleinen un weg zugehen, habe ich schon beschrieben. In der Tat vermeiden wir so die Eskalation vieler Konflikte, aber wir ziehen uns auch einen Hund heran, der in einer für ihn wichtigen Situation selbst entscheiden kann was er tut. Das hat sehr häufig zu Folge, dass er damit beginnt auch in anderen Situationen selbst zu entscheiden. (Sehr schön beschrieben von Melanie)

Was an dieser Stelle aber noch wichtig ist: Es ist für mich von entscheidender Bedeutung wo sich der eigene Hund bei der Begegnung mit dem anderen Hund befindet. In meinem Schutzraum lasse ich keinen Hund an meine Hunde heran, ausser die Sache ist abgesprochen (selbstverständlich dürfen meine Hunde anderen begegnen, aber ich möchte das "zivilisiert haben, also jeder ruft seinen Hund zu sich, man spricht sich ab und dann kann ma ableinen). Ausserhalb meines Schutzraumen (angenommen meine Hunde sind 30m von mir entfernt) können sie kommunizieren wie sie möchten. Wenn sie dort auf die Mütze bekommen ist das ihr Problem.

Aber auch hier zeigt sich das Vertrauen. Gerät einer meiner Hunde in einen Konflikt, der heikel wird löst er den ganz selten selbst, kommt zu mir und bekommt dann meine Unterstützung.

Ich werde mal an andere Stelle ausführlich beschrieben, welchen Stellenwert für mich das Sozialverhalten der Hunde untereinander hat und warum, vielleicht klären sich dann noch offene Fragen.

LG,

Karl

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Das würde mich, wie immer, sehr interessieren! Hast Du schon irgendwo los gelegt ohne, daß ich es gesehen habe?

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Hmmm, mit 2 Havanesern hat man wohl gegen agressive große Hunde 0 Chancen. Lasse ich die Leinen los laufen sie in Panik fort und werden überfahren, halte ich sie fest, werden sie gebissen.

Wir hatten schon einmal einen Vorfall. Hinter einer Kurve kam ein Schäferhund ohne sichtbaren Anhang hervor. Unsere Hunde liefen frei.Als er uns sah stürzte er sofort auf uns los. Irgendetwas war komisch in seinem Benehmen und ich beschloß wider besseren Wissens blitzschnell Ciara am Fell hochzureißen. Er biß sie aus dem Sprung in die Achselhöhle, lief sofort wieder los und jagte die fliehende Havaneserhündin meiner Bekannten. Außer Sichtweite hörten wir sie laut aufjaulen und dachten wir sehen sie nie wieder. Für sie war es total unbekanntes Gelände. Inzwischen waren Frauchen und Jungherrchen eigetroffen und schrien sich die Kehle aus dem Hals. Null Reaktion. Meine Hand blutete wie verrückt und wir hatten noch mindestens 4 km bis zum Auto. (In die Hand hatte Ciara mich gebissen, als ich sie am Fell hochzog und der Hund sie schnappte.) Meine Hand heilte schnell, Ciara hatte eine dicke Vereiterund die mit Antibiotika behandelt werden mußte.

Auch ganz toll ist , wenn ich mit 2 läufigen Hündinnen meine Runde drehe (nur kurz, aber Auscheidungen haben Hunde ja nun mal draußen) und ich bitte Leute von weitem, ihre Hunde bitte anzuleinen und man ruft sofort :" Der tut nichts" und Sekunden später hab ich ihn am Hals bzw am Hintern meiner Mädels.

Ich handhabe es immer so, kommt ein angeleinter entgegen, leine ich meine auch an. Läuft mein Gegenüber frei lasse ich sie erst frei , je nach Situation laß ich sie "Sitz " machen. Wenn der Besitzer unbekümmert weitergeht , dürfen sie wieder weiter, ansonsten versuche ich sie abzulenken und nehm sie notfalls an die Leine.

Seit dem Schäferhund Ereignis habe ich immer Angst. Um das zu überspielen sag ich ganz freudig " guck mal wer da ist". Dann wackeln sie auf jeden Fall schon mal mit dem Schwanz.

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