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Hundeforum Der Hund
Tina+Sammy

Hunde "gefährlich" reden?!

Empfohlene Beiträge

Huhu Forie´s,

in dieser Woche sind mir einige Hunde aufgefallen, deren Besitzer scheinbar der Meinung sind, eine reissende Bestie an der Leine zu haben- allerdings befindet sich dort ein Lamm ;)

Aktuelle Beispiele:

Hundeschule, Unterordnung.

Ich hatte von dem Hund mal im Chat geschrieben: Als er das erste Mal da war, hatte er ein Stachelhalsband um, woran eine Flexileine befestigt war. :wall:

Ein Kangal-Mix, stolze 38kg.

Frauchen wog schätzungsweise 10 kg mehr ;)

Der Hund knurrt zu Hause Herrchen und Frauchen an, hat auch schon geschnappt und draussen pöbelt er in Richtung anderer Hunde.

Wir sollten zu viert UO machen.

Also Sam und ich+ Apollo und Frauchen.

Ich sollte Sammy ablegen, daneben stehen bleiben. Das andere Frauchen sollte so nah an uns vorbeigehen, wie sie meint, dass es für ihren Hund ok ist.

Sie ging etwa 6m entfernt um uns herum- einen grösseren Abstand ermöglicht die Halle nicht ;)

Immer wieder erscholl von der Trainerin: Leine locker lassen!

Das Frauchen hatte panische Angst, dass ihr Hund Sammy frisst.

Nach einer Viertelstunde UO, forderte die Trainerin uns auf, beide Hunde abzuleinen.

Sie kennt beide Hunde und ich war der Meinung, dass es ok ist, wenn sie das vorschlägt. Das andere Frauchen: Meinste echt?! Der beisst den Kleinen!!!

Ich: Ach Quatsch!

Apollo war nämlich einmal fürchterlich erschrocken, als Sammy ihn angebellt hatte ;)

Also leinte sie zögerlich ab und ging sofort 2 Schritte zurück. Ihr Hund folgte ;)

Sammy auch. Freundlich interessiert ging er auf den anderen zu, der unglaublich Schiss hatte.

Er drängte sich an Frauchen, die immer weiter abhaute, denn wenn die beiden sich beissen, wollte sie nicht dazwischen geraten :Oo Ihr Hund war die ganze Zeit am beschwichtigen...

Ich hab Sammy dann abgerufen und sie schien erleichtert, dass Sammy alles lebend überstanden hat.

Die Trainerin hat es ihr ganz deutlich gesagt: Dein Hund hat Schiss!

Sie konnte/wollte das nicht glauben und rief in der Pause ungläubig ihren Freund an, der es wohl auch nicht glauben konnte ;)

Ich hab mich mit ihr unterhalten und es stellte sich heraus, dass der Hund als einjähriger (mittlerweile 3) mal einen Junghund auf den Rücken gedreht hat, weil der frech war.

Das Herrchen des anderen Hundes hatte damals zu ihr gesagt, dass ihr Hund sehr gefährlich ist und besser nicht mehr mit anderen unkastrierten Rüden zusammenkommt.

Und so blieb es- bis Sammy kam ;)

Anderes Beispiel:

Sammy und ich mit Sina und Frauchen in einem Hundeauslaufgebiet.

Dort laufen alle Hunde frei.

Kommen uns vier junge Leute mit einem Boxer-Rüden und einem Französisch Bulldog entgegen.

Der Boxer geht freundlich, aber etwas unsicher auf Sammy zu. Sammy benimmt sich genauso.

Beide beschnüffeln sich vorsichtig, der Boxer hebt sein Vorderbein.

Da brüllt einer der jungen Männer los: Jack! Lass es! Komm her! Sofort!

Ich : :???

Da stürzt er vor, packt den Boxer am Halsband, hebt ihn hoch, so dass er nur noch mit den Hinterbeinen Bodenkontakt hat.

Natürlich hat der Boxer sofort losgepöbelt :Oo

Ich hab Sammy gerufen, der allerdings diesem Gespann nicht den Rücken zudrehen wollte.

Da schreit eine der Frauen hysterisch los: Jetzt leinen Sie doch ihren Hund an!

Ich gehe langsam auf Sammy zu- schliesslich wollte ich nicht auch noch meinem Hund den Eindruck vermitteln: Hier ist alles Mist- wir greifen an!

Im Rücken die Frau, die weiterhin panisch rumschrie, nehme ich Sammy am Geschirr und gebe das Sitz-Kommando.

Sammy setzt sich hin, er schien verwundert ob dem Geschehen...

Da keift die nächste Frau mich an: Wieso haben Sie ihren Hund nicht sofort abgerufen? Man hat doch gesehen, dass die sich nicht verstehen!

Ich : Das einzige, was ich gesehen habe, waren 2 unsichere Hunde, die sich beschnüffelt haben...

Sie: Ne, ne. Jack hätte jetzt gleich angegriffen.

Der hing übrigens immer noch geifernd am Halsband auf den Hinterpfoten. :motz:

Ich: Die hätten sich GAR NIX getan!!!

Die Leute setzten ihren Weg kopfschüttelnd fort...

Ich habe ihnen noch hinterhergerufen, dass sie sich mal ein Buch kaufen sollten, in dem Kommunikation beim Hund beschrieben wird...

Weiter hinten und weiter vorne blieben Leute mit ihren Hunden stehen, weil sie sich wegen dem *Theater* nicht weiter ranwagten.

Aber alle HH, die diese Situation beobachtet haben, gaben mir recht. :)

Kennt ihr auch solche Leute?

Die meinen, dass ihr Hund jeden Hund *killen* möchte, in Wirklichkeit aber einfach nur freundlich und/oder unsicher sind?!

Ich hätte noch mehr Beispiele- aber ich hab schon wieder soooo viel geschrieben, dass ich hier jetzt Schluss mache ;)

Danke an alle, die bis hier unten durchgehalten haben. :yes:

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(bearbeitet)

Ja, das erlebe ich auch immer wieder mal. Das Problem solcher Hundehalter ist, das sie sich anscheinend rein gar nicht über die Körpersprache und Kommunikationswege ihrer Hunde kundig gemacht haben und das auch nicht für notwendig halten.

Wenn ich sowas sehe, wünsche ich mir jedes Mal das Alle Hundehalter einen Test ablegen müssen in dem es genau darum geht. Man sieht doch an solchen Beispielen, das es darum bei so vielen Hundehaltern sehr schlecht bestellt ist.

Und durch dieses, oft jahrelanges, Missverstehen zwischen Mensch und Hund ensteht dann bei vielen der Eindruck, das ihr eigener Hund aggressiv ist, obwohl er mit seinen Zeichen und Körperhaltungen was ganz anderes ausdrücken will als das was der Mensch da glaubt zu sehen.

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Huhu Tina,

so wirklich kann ich mich nicht erinnern, dass ich solche Situationen oder Hundehalter schon mal erlebt habe...hier ist es meist so, dass die Leute behaupten, dass der Hund nix tut und er tut es doch ;)

Allerdings gehöre ich selber im Moment zu der Sorte Hundehalter, die ihren Hund gefährlich reden ;)

Gismo zickt im Moment bzw. schon ne ganze Weile andere Rüden an, ob er wirklich was machen würde kann ich gar nicht sagen, da wir uns derzeit wohl beide selber im Weg stehen. In letzter Zeit bin ich solchen Situationen gerne aus dem Weg gegangen in dem ich Gismo angeleint habe und in größerem Abstand an den Mensch-Hund-Gespannen vorbei bin. ...aber wir werden an unserem Problem arbeiten.

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Huhu Tina,

so wirklich kann ich mich nicht erinnern, dass ich solche Situationen oder Hundehalter schon mal erlebt habe...hier ist es meist so, dass die Leute behaupten, dass der Hund nix tut und er tut es doch ;)

Davon gibt es hier auch deutlich mehr als jene, die meinen, dass ihr Hund gefährlich ist- es aber dann doch nicht ist.

Wenn man sich mal gerade selber im Wege steht, ist anleinen und einen Bogen laufen sicher der richtige Weg.

Aber ich denke, Du würdest nicht, wenn Gismo einen anderen Rüden beschwichtigt dazwischen*hauen* ;) und somit der Situation eine Schärfe geben, die vorher nicht da war.

Das Problem ist halt einfach, dass es immer noch viel zu viele Leute gibt, die einen Hund haben, aber die am leichten zu erkennenden Kommunikationen nicht begreifen.

Vielleicht schreibt ja mal der ein oder andere Hundetrainer seine Erfahrungen hierzu.

In einer Hundeschule kommt es sicher auch ab und an mal vor, dass da jemand steht, der der festen Überzeugung ist, eine reissende Bestie zu haben ;)

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Natürlich würde ich in solchen Situationen nicht aufs Übelste dazwischen hauen...da hast du wohl war.

Aber ich erlebe gerade bei Gismo, dass seine körpersprachlichen Signale (zumindest für mich) nicht immer lesbar sind.

Klar ist es in vielen Fällen so, dass die Besitzer so gut wie keine Ahnung haben wie Hunde kommunizieren...

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(bearbeitet)

Das kenne ich auch.

Leider bei einer Bekannten, die einen sehr tollen und gut abgestimmten Hund hat, der sich sehr gut und sozial verständigen kann.

Es ist ein Rüde, und sie geht davon aus, dass es automatisch knallt, wenn sich unbekannte Hunde begegnen.

Dadurch wird der Hund einerseits in eine Lage gedrängt, in der er agieren muss, um dem Erwartungsdruck zu entsprechen, ihm andererseits viele Kontakte unmöglich gemacht werden, die er sehr wohl meistern würde.

Krasse Fehleinschätzung...

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Hundebesitzer die ihre Hunde nicht lesen können...

ich glaube die gibt`s hier im Dorf (fast) nur. :???

Die sind dann auch noch so *lernresistent* :wall:

dass ich nur noch mit dem Kopf schütteln kann und mich für meine Artgenossen vor den Tieren schäme. :so

Ich hab`auch nicht die Weisheit mit Löffeln gefressen und schon garnet was Hunde angeht...aber ich unternehme wenigstens etwas gegen meine Blödheit!! :motz:

Die armen Tiere... :(

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Huhu,

ich bin auch jemand, der den fremden HH mit Unkastrierten erklärt, dass mein Hund nicht genießbar ist. Anders komme ich denen nicht bei. Ich habe es lieber, dass die Leute meinen Hund für gefährlich halten, denn dann kann ich unbehelligt mein Training durchführen (Leine, Bogen etc.) und die anderen passen besser auf und rufen ihren Hund frühzeitig ab. Tun sie das nicht und es geht erstmal das Fixierspiel los, sind nämlich die fremden Hunde meist nicht mehr abrufbar und mein Training gerät (momentan) in zu schwierige Bereiche.

Ich bin zwar relativ sicher, dass mein Hund andere Unkastrierte seiner Größenklasse "nur" unterwerfen würde, was ich *theoretisch* nicht unbedingt zu "unsozialem Fehlverhalten" zählen würde, aber praktisch 1) finde ich auch das völlig unnötig und 2) gibt auch das Ärger mit den anderen Leuten, den ich einfach lieber vermeide.

Nur zur Erklärung, dies passiert nur in "unserem Park", daher kenn ich die Pappenheimer, die da unterwegs sind, schon (bzgl Abrufbarkeit). Freilaufgebiete 1a, niemals ein Thema.

Also kurz gesagt: ich rede meinen Hund auch gefährlich, aber es ist kalkuliert :)

Viele Grüße

Silvia

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Hallö

Ich gehör wohl auch zu den Haltern, die ihren Hund als gefährlich bezeichnen.

Nur mit dem unterschied, dass ich Lou lesen kann.

Er ist an der Leine einfach pöbelig zu anderen Hunden. Das hat er so gelernt und ich hab hab es in dem knappen Jahr einfach noch nicht aus ihm raus bekommen. Teilweise geht es gut, aber meistens eben garnicht und schon garnich, wenn der andere Schnuff auch fixiert usw.

Wenn er frei läuft verhält sich das allerdings n bisschen anders.

Schnuff is unsicher. Das weiß ich, ich versuche Führung reinzubringen.

Letztens zum Beispiel, sind wir von der Wiese runter auf einen Weg und es kamen ein HH mit einer/m Ridgeback entgegen. Schnuff guckte mich an, ich sagte einfach nur "Geh weiter" (sie gingen dann hinter uns). Ich kannte den HH nicht, auch noch nie gesehen, also wollte ich auch keinen Kontakt. Lou war damit allerdings vollkommen überfordert. Hat zwar auf mich geachtet, auf mich gehört (geh weiter) Aber war sowas von hibbelig und drehte sich ständig um, so dass ich ihn wieder an die Leine nahm. Aus Sicherheitsgründen. Naja.. und was dann los ging stteht schon irgendwo weiter oben.... so viel zum Thema.

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bei einem unsicheren/angespannten Hund rechne ich immer damit, dass die Stimmung durch einen Auslöser kippt und er sich dazu entschließt anzugreifen. Ein schreiendes Herrchen/Frauchen kann dann natürlich genau dieser Auslöser sein, darum heißt es für mich in solchen Situationen auch ruhig bleiben, beobachten und bei Gelegenheit die Situation entspannen. Trotzdem frage ich mich, wie du dir da so sicher sein konntest, dass da nichts passiert?

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