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Hundeforum Der Hund
Nainy

Nachdenkliches

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Nachdenkliches

Für alle, die lieber einen Welpen beim Züchter kaufen wollen...

"Servus, ich bin der Pascha"... steht auf dem Schild am Zwinger. Hinter dem Gitter sitzt ein schwarzer Wuschelbär mit grauer Schnauze. Ganz ruhig sitzt er da, schaut mich an. Ganz leicht neigt er den Kopf, und ich habe das Gefühl, er taxiert mich. Resigniert, abwartend... so kommt es mir vor.

Als ich die Beschreibung ganz lese, begreife ich. Pascha ist 8 1/2 Jahre alt. 8 Jahre davon verbrachte er hier im Tierheim. Als junger Hund, erst einige Monate alt, wurde er abgegeben, weil er "bissig" war. Im Tierheim hat er nie gebissen, konnte ich lesen. Er brummelt hin und wieder, das machen die meisten Menschen, die ich kenne, auch.

Pascha hat eine Freundin, die ihn regelmäßig im Tierheim besucht und mit ihm Gassi geht, die ihn bürstet und streichelt. Stundenlang streifen die beiden am Donauufer entlang. Jeden Sonntag! Pascha wartet auf die Sonntage. Außer seiner Freundin und dem Tierheim-Personal fragt niemand nach ihm. Er hat sich sein Leben eingerichtet, und wartet auf Sonntag.

Sonntag: Pascha und seine Freundin gehen spazieren. Wie jeden Sonntag... Er bekommt seine Streicheleinheiten und Leckerchen.

Montag: Pascha ist müde, er mag nicht so recht fressen. Fieber hat er nicht und auch sonst war alles normal.

Dienstag: Pascha frisst nicht mehr, liegt nur noch, die Körpertemperatur fällt... Er wird in die Tierklinik gebracht. Der Herzschlag ist nur ganz dumpf zu vernehmen. Die Röntgenaufnahme gibt Gewissheit. Pascha hat einen bösartigen Tumor an der rechten Herzkammer, der Tumor ist geplatzt, es gibt keine Rettung mehr. In den Armen der Menschen, die ihn jeden Tag pflegten, schlief er ein, für immer.

Zurück blieb sein Halsband, eine große Trauer, viele Tränen... und eine rote Rose an seinem Zwinger von seiner Freundin. Es sah so aus, als hätte er nur gewartet, um seinen letzten Sonntag zu genießen.

Eine Frage drängt sich immer wieder in den Vordergrund: Warum hatte er keine Chance zu beweisen, welch ein prachtvoller Kerl er war? Hatte er nicht auch das Recht auf eine liebevolle Familie? Warum gab ihm keiner die Chance?

Für Pascha ist es nun zu spät, aber es gibt noch so viele andere wie ihn. Warum muss es immer der niedliche kleine Troll nebenan sein? Und warum ist es noch immer so selbstverständlich, sich einen Welpen beim Züchter zu kaufen, warum denken so wenig Menschen an die Vergessenen, Abgeschobenen, Ausgesetzten, Verlassenen? An die vielen guten Hunde im Tierheim, die jahrein, jahraus vergeblich auf ein Zuhause warten, traurig, einsam, und dennoch immer noch ein kleines Fünkchen Hoffnung haben... denn die stirbt zuletzt.

Nachruf für Pascha: Leb wohl alter Freund, wir sehen uns wieder, wenn es uns gestattet ist, dorthin zu gehen, wo die Guten warten. Bis dahin werden wir dich nicht vergessen und immer mit einem liebevollen Gedanken bei Dir sein. Wir vermissen Dich hier, doch wir hoffen, dass Dein Schicksal den einen oder anderen Menschen aufrüttelt, und einem Deiner Kumpel eine Chance gibt.

Servus,

Dein... Rex... Tobi... Sissko... Tom... Susi...

(Mit freundlicher Genehmigung von Johann Rechthaler / Tierheim Höchstädt)

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      in Plauderecke

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      in Aggressionsverhalten

    • Wie konntest Du nur? Nachdenkliches!

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Gemeinsam machten wir lange Spaziergänge im Park, drehten Runden mit dem Auto, holten uns Eis (ich bekam immer nur die Waffel, denn "Eiskrem ist schlecht für Hunde", sagtest Du), und ich döste stundenlang in der Sonne, während ich auf Deine abendliche Rückkehr wartete. Allmählich fingst Du an, mehr Zeit mit Arbeit und Deiner Karriere zu verbringen - und auch damit, Dir einen menschlichen Gefährten zu suchen. Ich wartete geduldig auf Dich, tröstete Dich über Liebeskummer und Enttäuschungen hinweg, tadelte Dich niemals wegen schlechter Entscheidungen und überschlug mich vor Freude, wenn Du heimkamst und als Du Dich verliebtest.Sie, jetzt Deine Frau, ist kein "Hundemensch" - trotzdem ich sie in unserem Heim willkommen hieß, ihr meine Zuneigung zu zeigen versuchte und ihr gehorchte. Ich war glücklich, weil Du glücklich warst. Dann kamen die Menschenbabys, und ich teilte Deine Aufregung darüber. Ich war fasziniert von ihrer rosa Haut und ihrem Geruch und wollte sie genauso bemuttern. 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In den letzten Jahren hast Du nur noch mit "Ja" geantwortet und das Thema gewechselt. Ich hatte mich von "Deinem Hund" in "nur einen Hund" verwandelt, und jede Ausgabe für mich wurde Dir zum Dorn im Auge. Jetzt hast Du eine neue Berufsmöglichkeit in einer anderen Stadt, und Du und sie werdet in eine Wohnung ziehen, in der Haustiere nicht gestattet sind. Du hast die richtige Wahl für "Deine" Familie getroffen, aber es gab einmal eine Zeit, da war ich Deine einzige Familie. Ich freute mich über die Autofahrt, bis wir am Tierheim ankamen. Es roch nach Hunden und Katzen, nach Angst, nach Hoffnungslosigkeit. Du fülltest die Formulare aus und sagtest "Ich weiß, Sie werden ein gutes Zuhause für ihn finden". Mit einem Achselzucken warfen sie Dir einen gequälten Blick zu. Sie wissen, was einen Hund oder eine Katze in "mittleren" Jahren erwartet - auch mit "Stammbaum". Du musstest Deinem Sohn jeden Finger einzeln vom Halsband lösen, als er schrie "Nein, Papa, bitte! Sie dürfen mir meinen Hund nicht wegnehmen!" Und ich machte mir Sorgen um ihn und um die Lektionen, die Du ihm gerade beigebracht hattest: über Freundschaft und Loyalität, über Liebe und Verantwortung, und über Respekt vor allem Leben. Zum Abschied hast Du mir den Kopf getätschelt, meine Augen vermieden und höflich auf das Halsband und die Leine verzichtet. Du hattest einen Termin einzuhalten, und nun habe ich auch einen. Nachdem Du fort warst, sagten die beiden netten Damen, Du hättest wahrscheinlich schon seit Monaten von dem bevorstehenden Umzug gewusst und nichts unternommen, um ein gutes Zuhause für mich zu finden. Sie schüttelten den Kopf und fragten "Wie konntest Du nur?". Sie kümmern sich um uns hier im Tierheim so gut es eben geht. Natürlich werden wir gefüttert, aber ich habe meinen Appetit schon vor Tagen verloren. 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