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Hundeforum Der Hund
Juri-Frauchen

Warum wird die Mischlingszucht so verteufelt?

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:winken: Hey, Danke für eure ganzen (ausführlichen) Antworten! Super erklärt =) ! Jetzt bin ich schon viel schlauer :D .

Ich hab dann wohl doch eher die Verpaarung von Mischlingen, nicht die Zucht, gemeint ;)

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Hallo,

mich stört beides, bzw. mich stört beides generell nicht.

Ein Züchter, der den ganzen Firlefanz bis zum 1. Wurf mitmacht ist mit Sicherheit engagiert dabei. Auf der anderen Seite ist er geneigt, auch dann weiterzuzüchten, wenn er mit 5 Jahren plötzlich feststellt, oops mein Hund hat Spondylose oder CES. Es soll sich gelohnt haben. Dass darüber die Besitzer der Nachkommen unterrichtet werden, die uU selbst weiterzüchten hat wohl eher Seltenheitswert. Am deutlichsten wohl bei beliebten Deckrüden. Die werden einen Teufel tun, etwas zu sagen.

Hinzu kommt bei Rassehundezucht ein immer weiter steigender Grad der INzuchtdepression, der bei Mischlingszucht entfällt.

Dafür nehmen es Mischlingszüchter wohl selten auf sich, wenigstens die nötigen Eingangsuntersuchungen zu machen, die sicherstellen, dass der Hund wenigstens zum Zeitpunkt des Wurfs gesund war.

Außerdem haben wir Hunde im Übermaß. Da muss man nicht noch obendrauf satteln, wenn man nicht gerade ausgefallene Sonderansprüche hat.

LG

Rosa

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Ich berichte Euch mal von einer Geschichte, die sich in dieser Woche zurgetragen hat.

Ich war am Dienstag kurz in einem Studio.

Die Inhaberin hat einen Bernersennen, der sehr krank ist, Krebs, ich glaube

er ist 12 Jahre alt. Das erzählte sie mir vor 4 Wochen, das er wohl eerlöst werden muss.

Knochenkrebs.

Weiterhin hat sie einen Mops, der mehr oder weniger der Tochter gehört aber halt

ganz normal im Haushalt lebt.

Jetzt erzählt sie mir auf einmal sie hätten einen Welpen.

Ich natürlich interessiert, dachte der alte Hund wäre nicht mehr unter uns..

Nee, der ist noch da und es geht ihm einigermaßen...

Jetzt haben sie einen Berner-Sennen- keine Ahnung Mischling gekauft,

vom Züchter, der eigentlich nur Berner züchtet und diesen Wurf mal aus Spaß

gemacht hat... UPS....

Sie selber will dann auch mal aus Spaß einen Wurf haben..wollte sie schon immer

mal :wall:

Was soll man dazu sagen? Mir ist die Kinnlade runtergefallen.. habe

ich glaube 2 nicht so nette Sätze gesagt unter anderem eben mal AHA so

mal eben aus Spaß.. und bei mir gibt es nur noch Tierschutzhunde und

ich wäre halt kritisch.. dann war ich GSD fertig und mußte mir Vorort keine

Gedanken mehr machen zumal schon eine andere Kundin da saß....

Kopfschüttel!!!!!!!!!!!!!!

Was ich noch sagen muss, sie ist eher der Mensch, der nichts über Ihre

Hunde erzählt, ohne Hund in den Urlaub fährt, die keinen Hundeplatz kennen...

10 Stunden am Tag außer Haus ist, die Hunde mal in den Garten läßt...

So zumindest mein Eindruck aus Erzählungen in den letzten Jahren.

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So wie teilweise schon geschrieben, sehe ich auch keinen Anlass mit Mischlingen zu züchten.

Das einzige Kriterium das man sich dazu setzen kann ist der Charakter des Hundes...

"frei nach dem Motto mein Hund ist ja sooo toll"..

Das ist aber nicht alles...

Gesundheit kann man nicht zurück folgen...

Bei Rassehunden ist es so, dass sie zumindest bestimmte Kriterien nachweisen müssen, damit sie überhaupt Würfe bekommen können.

Neben den Gesundheitscheck div. Zuchtzulassungen.

Klar, sind dabei immer noch Hunde mit denen ich persönlich nicht züchten würde- aber das entscheiden die leute dahinter.

Deswegen finde ich es richtig, dass man tatsächlich den Züchter seines Vertrauens findet.

Meine Züchterin hat z.B. aktuell entschieden, dass Arwens Mama keine Würfe mehr machen wird, sondern ausgeräumt wird.

Diese Entscheidung hat sie aufgrund eines Wesensmangels gefällt, die sich beim letzen Wurf bemerkbar machte.

Ganz ehrlich, ich ziehe vor dieser Entscheidung den Hut vor ihr.... den bei vielen anderen Züchtern wäre das uninteressant- hauptsache sie hat guten Nachwuchs.

Gruß,

Caro

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Das ist für mich der wichtiste Grund, der gegen eine Mischlingszucht spricht. Man kann oft nurnoch die Eltern auf die Krankheiten testen lassen, was einem dann aber auch nichts nutzt, weil man nicht weiß ob deren Eltern und Großeltern das nicht hatten und somit doch an die Welpen vererbt wird.

Das ist für mich auch ein ganz wichtiger Punkt, denn nur, wenn ich das komplette Umfeld (Vorfahren, Geschwister, Nachkommen) kenne, diese beurteilt wurden undich das ganze Auswerten kann, nur dann ist es auch möglich eine vernünftige Zuchtdurchzuführen.

Wir haben ja jetzt eine Kaution von 100€ auf den Welpenbpreis aufgeschlagen, die die Käufer nach einer HD-Auswertung wiederbekommen.

Wir hoffen, damit noch mehr Leute zu motivieren, ihre Hunde auswerten zu lassen, damit wir einen besseren Überlick über die Lage und die Häufigkeit der HD bei uns bekommen.

Ach so, bei uns ist es häufig so, dass Züchter mit ihren Hündinnen nur einen oder zwei Würfe machen und diese dann in den Ruhestand kommen.

Auch werden die Hunde aus unserem Verein - sofern uns das denn von den Besitzern bzw. den Züchtern mitgeteilt wird - durch den Verein auch weitervermittelt bzw. es wird da ein Pflegeplatz gesucht, wenn der Züchter selbst keine Möglichkeiten hat. Zum Glück kam das bisher glaube nur zwei Mal vor.

Unsere Hunde sind ja auch "Mischlinge", der Aufbau wird sich auch noch einige Generationen hinziehen, aber mit einem deutlichen Ziel, mit genauen gesundheitlichen Vorgaben und auch mit AUflagen, die Züchter, Zuchtstätten und Hunde einhalten müssen.

Liebe Grüße

Rosi

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Hier wurde die Musterrechnung eines Idealzüchters aufgemacht, die so ja nicht repräsentativ ist und erst einmal per se nicht auf alle (Rassehund-) Züchter zutrifft.

Darüber hinaus ist wohl unbestritten, dass viele Züchter bestimmter Rassehunde bewusst körperliche Einschränkungen in Kauf nehmen (platte Nase, Fell völlig in Falten gelegt, nach unten gezüchteter Rücken). Um das Wohl des Hundes geht es dort wohl kaum, sondern eher um die Erhaltung von (gesundheitlich schon) fragwürdigen Rassen im Hinblick auf deren Optik.

Kurz: Optik schlägt Gesundheit. Und das ist vielen einfach egal. Gleichgültigkeit.

Noch kritikwürdiger ist, dass die meisten Züchter vor dem Kupierverbot bei den betroffenen Rassen erst einmal munter drauf los kupierten - klar, weil man ja so tierlieb ist. Das ist ein Stück weit auch ein Einknicken vor der Nachfrage oder einfach Ignoranz bzw. Gleichgültigkeit. Dazu bedüfte es erst eines Vebotes um hier eine Regelung zu treffen, getreu dem Motto vorher: Augen zu, Menschenverstand ausschalten und sich nach der Käuferschicht richten, die ja gene (als soooo tierliebe Menschen) einen verstümmelten Hund wollten. Da ist eine Doppelmoral zu erkennen, die enfach nur widerlich ist.

Und natürlich ist jede Zucht vor dem Hintergrund überfüllter Tierheime erst einmal bedenklich. Aber die Augen zu verschließen ist meist in allen Lebensbereichen einfacher.

Hinzu kommt, dass trotz der bei einigen Züchtern vorhandenen Checks die Krankheitsrate bei einigen Rassen einfach erschreckend ist. Ob HD oder Herzfehler oder Krebs bzw. extrem verkürzte Lebenszeit. Der Mensch gibt hier gerade nicht ein Vorbild an Wissen ab.

Letztlich kann man Mischlingszucht bei vernünftigen Bedingungen kaum verteufeln. Raspu = 200 Euro, da waren schon einmal Check der Mutter, Komlettaufzucht in der Wohnung aller Welpen. tierärztliche Begleitung der Welpen, Futter usw. drin.

Ich verstehe nur nicht, warum viele einfach die Scheuklappen aufsetzen und nicht in der Lage sind objektiv Sachen zu betrachten.

Natürlich ist auch Raspu in Anbetracht der vollen Tierheime kritikwürdig. Aber ich bin doch nicht so ignorant, es nicht zu erkennen. Daher ist (wenn man von Tierliebe redet) jede weitere Zucht natürlich absolut fragwürdig.

Zudem sitzen in Tierheimen nicht überwiegend Mischlingshunde, sondern im Verhältnis zur Population sitzen dort Kampfhunde in erster Linie. Dort sitzen also Rassehunde an vorderster Front.

Man muss doch wenigstens noch den Blick dafür haben, seine eignenen Handlungen und Positionen auch mal objektiv kritisch zu hinterfragen.

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Die erste Hündin die ich hatte war ein DSH-GM-Mix.

Mein Großvater - ein Jäger - war begeistert von Rio und sagte, sie wäre ein toller Jagdhund. Alle Aspekte für einen guten Jagdhund waren bei ihr da.

Allerdings sagte er auch, so einen Hund zu züchten ist schwer. Selbst nach ettlichen Generationen können bei den Welpen noch immer Überraschungstüten mit dabei sein, und da ganz es nicht nur um den Äußeren Aspekt, sondern auch um die Charaktereigenschaften.

Außerdem ist es nicht so, dass Mischlinge gesünder sind wie Rassehunde. Unter Umständen bekommen sie die Krankheiten (auch wenn die Elterntiere gesund sind) von beiden Elternrassen mit.

Kommt hinzu, dass es - meiner Meinung nach - schon genug Rassen gibt.

Allerdings möchte ich einwerfen, dass das was dort teilweise bei den Rassenhunde in der Zucht - und dann noch mit dem Segen des VHDs - getrieben wird, in meinen Augen schon an Perversion grentzt.

Und es geht da nicht nur um Dinge, die optisch sofort ins Auge stehen, wie die krummen Beine eines Dackels mit dem viel zu langen Rücken, die viel zu kurzen Schnauzen der Möpse oder bulldogartigen Rassen und was noch so alles zu finden ist, bei den Rassehunde.

Was ist mit den Merle-Hunden? Wunderschöne Hunde, ich gebe es zu, aber es ist ein Gen-Defekt, bei dem - auch wenn nur ein Elterntier dieses Gen trägt, denn nur so ist es meines Wissens nach erlaubt mit diesen Hunden zu züchten - immer wieder Krankheiten auftreten.

Die Doggen, die immer größer werden "mussten" haben heutzutage auf Grund dieses Ehrgeizes eine so niedrige Lebenserwartung, dass meine kindheitliche Traumrasse für mich nicht mehr in Frage kommt und es mir die Tränen in die Augen treibt.

HD. Wenn ich höre, dass bei einigen Rasse Hunde mit HD - und es ist mir schnuppe wie stark dieses ausgeprägt ist - zur Zucht zugelassen werden, aber wenn sie 1 Zentimeter über den VDH-Standard hinaus sind, raus sind, und das obwohl sie charakterlich und körperlich top fit sind.

Hunde die eh schon viel Fell haben, müssen unbedingt noch mehr haben und es gibt kurzhaarige Rassen, die keine Unterwolle mehr haben.

Es gibt noch soviele Beispiele, bei denen mir die Haare zu Berge stehen und wenn ich mal einen Rundumschlag mache, dann kommen für mich nur noch wenige Rassen in Frage die ich gerne haben wollen würde.

Und die Traumrasse, die ich in weiter Ferne - denn Aika würde ich eigentlich noch bis zu meinem Lebensende haben wollen - kommt zu 100% aus Arbeitslinie, für mich höchstwahrscheinlich unereichbar, außer ich habe das Glück und wir ein Hund dieser Rasse zugesprochen der nicht "arbeitstauglich" ist.

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Was ist mit den Merle-Hunden? Wunderschöne Hunde, ich gebe es zu, aber es ist ein Gen-Defekt, bei dem - auch wenn nur ein Elterntier dieses Gen trägt, denn nur so ist es meines Wissens nach erlaubt mit diesen Hunden zu züchten - immer wieder Krankheiten auftreten.

Da wir ja auch Merle-Hunde in der Zucht haben, kann ich dir zustimmen, nur eine Verpaarung mit Merle x Nichtmerle ist erlaubt, auch schon vom Tierschutzgesetz!

Was ich jetzt nicht so ganz verstehe: Warum treten bei heterozygoten Merle-Hunden immer wieder Krankheiten auf? Hast du da irgendweine Untersuchung?

Ich kann nur sagen, dass bei uns die Merle-Hunde genauso gesund oder krank sind wie Nicht-Merles auch.

Neugierige Grüße

Rosi

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Schau mal hier Rosi, da findest Du auch was zum Merlesyndrom, sowie zu ganz vielen anderen gesundheitlichen Aspekten.

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Hab da mal eine Frage bezüglich der MerleHunde:

Sind nicht eigentlich alle (die meisten) CattleDogs merle-farbend? Oder ist das eine andere Färbung und hat mit dem Merle der BC und AS nichts zu tun??

:think:

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