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Hundeforum Der Hund
corvusalbas

Aufmerksamkeit (Vorsicht Roman)

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(bearbeitet)

Hallo :winken:

Ich habe hier im Forum schon oft gelesen, bzw. auf Videos gesehen, dass Hunde auf dem Spaziergängen in ständiger Kommunikation mit Frauchen/Herrchen sind und bei Spaziergängen Frauchen nicht aus denAugen lassen. Sozusagen mit einer unsichtbaren freiwilligen Leine ans Frauchen gekettet sind und auf Rückmeldungen/bzw. Anweisungen wartend. Dies beschreibt unsere Winnie gerade so deutlich mit ihrem Jimmy.

Ich denk mir dann oft, verdammt, was können die anderen alle, was ich nicht kann.? Bessere Bindung, besseres Hundeverständnis, mehr Liebe, Sicherheit oder Interesse, oder,oder oder?

Es liegt mit Sicherheit nicht an Kuno-Bär.

Der ist übrigens inzwischen echt waaaahnsinnig groß und schwarz.

Ich wünsche mir so viel Aufmerksamkeit bei Kuno auch. Er ist ja jetzt erst 16 Wochen alt. Darf ich das schon bei ihm überhaupt schon erwarten? Oder messe ich mich mit meinen Wünschen/ eigentlich eher Hoffnungen an dem Ergebnis monatelanger Übungen zwischen Hund und Mensch.? Weil alles, was aus ihm mal wird, liegt ja an nur mir,Tabula Rasa, sozusagen.

Ich finde, dass er eine gute Bindung an mich hat. Aber wenn wir spazieren gehen ist er so beschäftigt, dass er mich oft nicht anschaut, bzw. nicht auf mich achtet. Ich übe schon mal so 1-2 Minuten "Bei Fuß". Ich spiele auch mit ihm. Da ist er auf mich konzentriert. Aber ich lasse ihn auch einfach so n büschen rumtütteln. Schnüffeln,Wegeerkunden,etc. Auch zu Hause ist er selbständig. Kuno wirkt auf mich einfach unabhängig. Obwohl er total gerne spielt und schmust, herkommt, seinen Kopf und Pfote auf mich legt,seinen Lieblingskauknochen neben mir verspeisen will. .Also er kommt oft und gerne zu mir.. bzw. läßt sich von mir heranholen.

Wie kann ich ihm angewöhnen, mit mir im Kontakt zu bleiben? Ich glaub ich bin ihm zu langweilig, uninteressant und "unstark"?. :???

Liegt es daran, dass Kuno auch ein Familienhund ist? Also meineKinder führen ihn oft an der Leine (bin aber IMMER) dabei, dann hat er insgesamt 2 Babysitter, war schon 2 mal in der Schule und wurde von Lehrerkollegen beaufsichtigt, als ich arbeiten war. Meine Freundin passt mal ne Stunde auf ihn auf und mein Lebensgefährte hat ihn auch gerne mal dabei..Ist das verwirrend für Hundi? Aber doch besser,als alleine sein,oder?

Soll ich ihn ausschließlich an mich binden? Braucht er das? Fände ich schade, denn er ist halt ein Familienhund, den alle lieben. 80 % ist er allerdings nur bei mir.?

Vielleicht hat jemand eine Idee?

Liebe Grüße

Sabine und der Bär

Wußtet ihr,dass es ganz schön anstrengend ist, einen Hund zu haben??? :D:D:D

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:winken: Sabine, ich hab hier auch so ein Exemplar, was sich draussen nicht die Bohne für mich interessiert, Shelly! :Oo

Boomer hingegen *klebt* an mir, guckt immer wieder! :D

Zwei VÖLLIG unterschiedliche Hunde, und ich hab echt den Affen draussen gemacht, habe aber mittlerweile akzeptiert, dass Shelly definitv KEIN *Will-to-please-Klebehund* ist! ;)

Ich lasse sie unterwegs auch schnüffeln, *Zeitung lesen* usw.

Spiel- und Arbeitseinheiten werden mittlerweile gerne angenommen, über eine kurze Distanz, ansonsten ist sie eher *autonom*.

Zu Hause ist sie dagegen der grössere Kontaktaufnehmer und Schmuser als Oldie-Boomer! ;)

Mit körpernahen Spielen kannst du die Bindung intensivieren! ;)

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Mit 16 Wochen war es Pepper zum Teil pupsegal, wo ich bin. Da gab es viiiiiiel wichtigeres zu sehen. Da gab es fremde Hunde, fremde Gerüche, unbekannte Bodenbeläge, irgendwelche Viecher usw. Allerdings hat sie sich arg an Lee orientiert :Oo

Ich hab von Anfang geschaut, das sie auch ohne Lee mit mir unterwegs ist und ich mich verstecke bzw. anfangs einfach einmal gerufen habe und dann in eine andere Richtung gelaufen bin.

Meine 2 schauen nicht ständig wo ich bin, verlange ich auch gar nicht. Sie sollen mit mir zusammen in die gleiche Richtung, das reicht mir. Sie haben Freizeit und da sollen sie einfach mal tun was sie wollen (soweit das möglich ist). Wenn ich Aufmerksamkeit will, sage ich es ihnen.

Lee bleibt mittlerweile immer mal wieder stehen (an Kreuzungen oder auch wenn sie ein Stück weg ist) und schaut nach hinten zu mir oder sie kommt zu mir gelaufen. Ich lob das meist verbal, weil ich es nett finde und besonders bei ihr, froh bin (wie gesagt ich verlange nicht, das sie immer schaut, aber ab und zu finde ich das ganz gut). Als ich sie bekommen habe, ist sie einfach abgehauen und hat sich nicht drum gekümmert, wo ich bin. Ich saß schonmal 30 Minuten hinter einem Baum und hab mich da versteckt. Das hat sie kein Stück interessiert :redface

Pepper sucht eher den Blickkontakt zu mir, außer Lee baut Mist. Das ist dann interessanter :redface

Ich würde mit dem kleinen einfach die Welt entdecken *schulterzuck* Mach mit ihm spannende Dinge, erkundet neue Gelände, spielt usw. Lauf in die andere Richtung, versteck Dich, sei interessant. Mehr fällt mir nicht ein, sorry. Ich hab mir zu sowas nie Gedanken gemacht :redface

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Danke Renate,

ich spiele total viel körpernah mit ihm. Wobei ich mehr Wert auf Bindunglege, als auf Kabbeln..

Heute acht habe ich auf dem Sofa geschlafen (ins Bett darf er nicht) und Kuno hat sich in meinen Armen zusammengerollt und seinen Schwerschädel neben mich hingelegt. Also Körperkontak thaben wir total viel. Er will auch oft "Pfotenkontakt" mit mir.

Liebe Grüße

Sabine

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Ich finde es eigentlich normal, dass ein 4 Monate junger Hund draussen gerne die Welt erkundet :)

Immerhin ist er bei Dir, wenn Du ein Spiel anfängst. Das heisst doch, dass er Dich eben NICHT völlig uninteressant findet.

Er weiss: Bei Frauchen gibt es auch Action, aber wenn wir laufen gibt es auch viel zu sehen/zu schnüffeln.

Ich denke, dass er sich mehr auf Dich konzentrieren wird, wenn er etwas älter ist.

MUSS er denn mit Dir in Kontakt bleiben- oder bleibst DU mit ihm ständig in Kontakt? ;)

Macht doch mal einen "stummen Spaziergang".

Ihr lauft einfach gemütlich los und Du geniesst die Natur. Und ausser in Situationen, wo Du ihn ranrufen musst, lässt Du ihn sein eigenes Ding machen.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass er dann den Kontakt zu Dir sucht.

Und sei es nur, dass er beim Laufen den Kopf leicht dreht.

Hunde haben ein grösseres Blickfeld als der Mensch. Es kann also gut sein, dass Kuno Kontakt zu Dir hält- Du es aber gar nicht als solchen wahrnimmst :)

Du hast geschrieben: Auch zu Hause macht er sein eigenes Ding.

Was genau meinst Du damit?

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Wie meine Vorredner schon geschrieben haben, ist es sehr individuell vom Hund abhängig.

Du kannst Jimmy oder meine Arwen nicht mit Kuno vergleichen.

Schäferhunde sind dafür bekannt Führerorientiert zu sein.

Arwen kommuniziert ständig beim Gassi gehen mit mir- fast schon wieder anstrengend.

Festo ist da eher das gegnteil. Er weiß schon was ich gerade mache und wo ich bin, aber er beobachtet eher aus den Augenwinkeln.

Das ist auch kein Verhalten, was du antrainieren kannst.

Du kannst Bindungsübungen mit Kuno machen.

Dich draußen mit ihm beschäftigen, wenn er mal nicht zu dir schaut- dich schnell verstecken und dich finden lassen.

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Huhu Du!

Also ich finde mit seinen 16 Wochen (mensch und schon sooo groß?) macht er das doch ganz prima!

Hast Du schonmal versucht unterwegs Ihn zu Dir zu rufen und nen Leckerchen zu geben? Oder draußen Leckerchen verstecken und gemeinsam mit Ihm suchen. Maddi liebt das und wartet dabei förmlich, daß nen Finger von mir kommt. Hab festgestellt, daß das ein Spiel ist, wo Sie mich die ganze Zeit fixiert.

Wegen dem Familienhund... Mein Mann arbeitet Schicht und die restliche Zeit bin ich mit Maddi zusammen und Sie liebt Ihn abgöttisch. Er Chef *gg* Auch wenn meine Nichte kommt, freut Sie sich total und ist lieb und umgänglich. Gut ich denke, daß ist hier auch bissl rassebedingt.

Das in die andere Richtung laufen funzt bei uns immer sehr gut. Sonst fallen mir nun auch nur noch Spielchen ein... Knuddeln... Nähe suchen und natürlich auch gewisse Regeln ;)

Aber wie gesagt, mit 16 Wochen klappt das doch schon gut mit dem Großen ;)

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Ich denk mir dann oft, verdammt, was können die anderen alle, was ich nicht kann.? Bessere Bindung, besseres Hundeverständnis, mehr Liebe, Sicherheit oder Interesse, oder,oder oder?

Ich finde, dass er eine gute Bindung an mich hat. Aber wenn wir spazieren gehen ist er so beschäftigt, dass er mich oft nicht anschaut, bzw. nicht auf mich achtet.

Soll ich ihn ausschließlich an mich binden? Braucht er das? Fände ich schade, denn er ist halt ein Familienhund, den alle lieben. 80 % ist er allerdings nur bei mir.?

Wußtet ihr,dass es ganz schön anstrengend ist, einen Hund zu haben??? :D:D:D

Hallo Sabine,

also zuerst: ALLE anderen können es nicht. Ich nämlich auch nicht! ;)

Wenn Kuno auf einem Spaziergang nicht direkt an dir "klebt" finde ich das VÖLLIG NORMAL! Er ist doch noch sehr jung und es gibt so viel zu entdecken. Ich denke, du solltest ihm den Spaß lassen, solange er sich ranrufen läßt, wenn du es wünschst. Mir haben übrigens schon viele Besitzer älterer Hunde erzählt, daß sie später näher beim Besitzer bleiben und nicht mehr so viel Interesse an anderen Dingen haben.

Ausschließlich an dich binden? Das fände ich auch schade. Unser Hund ist auch schon mal "fremdbetreut", d. h. von unseren Kids, von meinen Eltern. Ich finde toll, daß ich Sally auch mal abgeben kann und sie das so problemlos mitmacht. Es kann immer mal sein, daß man selbst nicht in der Lage ist (z. B. bei schwererer Krankheit), sich selbst um den Hund zu kümmern. Das sehe ich so, wie auch bei Kindern: Sind sie es gewöhnt, ist es kein Problem. Hat man vorher "geklammert" und ist einzige Bezugsperson, dann wird es vermutlich Probleme geben.

Und ja ... ich weiß jetzt auch, daß es manchmal anstrengend ist, einen Hund zu haben. Aber mindestens dreimal so schön wie anstrengend, oder? :)

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Oh Sabinchen,

Babys (und Kindergartenginder) können sich noch nicht lang konzentrieren.

Du machst das schon ganz richtig!!!

Immer mal wieder eine Minute Konzentration üben und dann wieder Spaß machen oder schnüffeln lassen.

Dann wieder ran rufen, Leckerchen und wieder schnüffeln lassen.

Dann wieder eine Minute konzentrieren usw.

Ja nach Alter dann langsam steigern.

Ich mach das mit Jimmy eigentlich den ganzen Spaziergang lang.

Er darf flitzen und schnuppern, dann kommt von mir ein "Platz" oder "Sitz" dann darf er wieder los. Dann ruf ich ihn neben mich, wir gehen kurz sehr aufmerksam, dann flitzen wir um die Wette oder spielen mit dem Ball um die Wette ziehen, dann kommt "Sitz", dann "Gut" und er darf wieder tun was er will. Immer wieder.

Und in den "Sitz"-bzw. "Platz"-Phasen ganz ruhig sein und ihn angucken. Am besten auf die Hundenase und nicht direkt in die Augen. Dann innerlich bis Drei zählen (damit er sich konzentrieren lernt). Im Lauf der Zeit dann diese Konzentrationsphasen verlängern.

Mehr als bis 10 zähl ich aber nie ;)

Danach kommt immer abwechselnd Spiel, "Gut" oder Leckerchen, damit er schön in Erwartungshaltung bleibt, weil er ja nicht weiß, was dann als Belohnung kommt :D

Und weils ja immer sein kann, dass Mami was sagt, guckt er sich halt auch im Freilauf oft um, um zu sehen, was ich mach.

Geht also eigentlich ganz einfach und macht super Spaß.

Ich empfinde das auch gar nicht als Üben, sondern ich sorg nur dafür, dass wir ganz viel Gaudi miteinander haben.

Nur nebeneinander her latschen ist doch langweilig :D

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Hi Sabine!

Wie die anderen schon geschrieben haben: jeder Hund ist anders veranlagt. Wenn ein Hund nicht ständig kommuniziert, heißt das noch lange nicht, dass er nicht auf seinen Menschen achtet oder eine schlechte Bindung hat. Ich konnte das wunderbar beobachten, als wir Tanja (Cassya) besucht haben: ihre Gemma guckt sich nicht ständig nach ihr um, ist aber trotzdem jederzeit bei ihr, selbst, wenn sie 10 Meter weg ist. Ist ein bisschen schwierig zu erklären, so schriftlich, vielleicht muss man das gesehen haben...

Fanja dagegen ist ein Hund, der von seinen Anlagen her meistens nur bei einem Reiz ist, bei dem dafür aber ganz. Das heißt: schnüffelt sie, gibt es nur noch Schnüffeln, sieht sie etwas Interessantes, gibt es nur noch Gucken, es heißt aber auch, dass, wenn sie auf mich konzentriert ist, es nichts anderes mehr für sie gibt als mich (sehr hilfreich für die Unterordnung ;) ). Natürlich könnte ich jetzt versuchen, ihre Konzentration den ganzen Spaziergang über auf mich zu lenken, aber das tue ich nicht. Ich bin der Meinung, dass ich mich damit erstens zu sehr bei ihr anbiedere (das ist dieses "Frauchen ist immer verfügbar"-Ding), zweitens finde ich, dass sie auch mal das Recht hat, ein bisschen rumzudaddeln.

Ich arbeite also viel weniger daran, meinen Hund ständig auf mich zu konzentrieren, als vielmehr daran, sie ständig ansprechbar zu halten. Dabei geh ich ganz ähnlich vor wie Winnie: Abwechslung zwischen Schnüffeln, Daddeln, einfach nebenher laufen und Interaktion miteinander. Zusätzlich habe ich noch eine Zeit lang jeden von Fanja ausgehenden Blickkontakt geclickert. Also jedes Mal, wenn sie sich freiwillig zu mir umgedreht hat, Click und Belohnung. Man glaubt gar nicht, wie schnell sich die Blickkontaktquote erhöht! Gut sind auch unangekündigte Richtungswechsel oder Verstecken. So lernt der Hund, dass er auch selbst drauf achten muss, dass Frauchen nicht verloren geht!

Viele Grüße, Iris

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