Jump to content
Hundeforum Der Hund
Cony

Mit Bella in Italia - schwieriger Urlaub!

Empfohlene Beiträge

Hallo zusammen,

ich musste die vergangenen drei Wochen auf meine Spaziergangsbekanntschaft mit Hündin verzichten :(

Herrchen und Hündin hatten eine Italienrundreise für 3 Wochen geplant und sind nun wieder zurück.

Der Reisebericht sah wie folgt aus:

Verschiedene Hotels, die den kleinen Hund tolerierten (ist in Italien nicht selbstverständlich) waren im Vorfeld bereits gebucht worden und während Besuchen in Museen oder Kirchen sollte die kleine Terrier-Mix-Hündin im Auto warten.

1 Tag vor der Abreise entdeckte Herrchen auf dem heimischen Boden Blutströpfchen - oh Schreck Beginn der 2. Läufigkeit :so

Da aber ja schon die Quartiere gebucht waren, konnte die Reise schlecht abgeblasen werden.

In Italien angekommen, schienen sämtliche Rüden (Strassenhunde, Strandhunde - gross und klein) schon informiert gewesen zu sein, denn egal ob im Hotel, im Cafe oder unterwegs scharte sich innerhalb kürzester Zeit eine bunte Schar an Rüden, die Interesse an der süssen "Bella" bekundeten.

Herrchen musste die Kleine irgendwie schützen und kam auf die Idee, sich in Strandnähe am Kiosk eine Wasserspritzpistole zuzulegen. Leider gab es keine revolverähnlichen Spritzpistolen sondern nur so ne Art Pumpguns.

Mit der Pumpgun bewaffnet sozusagen als Begleitschutz waren nun Herrchen und "Bella" unterwegs. Leider gab es auch Hunde, die nicht allzu wasserscheu waren. Die italienischen Zaungäste amüsierten sich köstlich über den Rattenfänger von Hameln, der immer einen Pulk von interessierten Rüden hinter sich her zog.

Auch ein Ortswechsel nützte nur wenig, da warteten dann schon wieder andere Rüden auf "Bella" - der Urlaub wurde zum Spiessrutenlauf.

Das Resumee meines Bekannten war, dass er so einen Urlaub nicht mehr mitmachen will. Da bei "Bella" die erste Läufigkeit nur dezent war und ebenso die Reaktion der Rüden, hatte er nicht mit so viel Ärger gerechnet.

Italien als Urlaubsland für Besucher mit Hund wäre insgesamt nicht ideal, da Hunde in Lokalen gar nicht gern gesehen werden (eventuell wenn wenig los ist gegen Bestechungsgeld geduldet) und da die Italiener nicht wie die Deutschen zum Spazierengehen neigen, gibt es kaum Wanderwege, meist enden die nach wenigen 100 Metern an einem Zaun eines Privatgrundstückes. :(

In Naturschutzgebieten steht an allen Rastplätzen, dass Hunde hier nicht erwünscht sind!

Zumal man als Tierfreund auch Probleme damit hat, wie es den Streunerhunden geht. :motz:

Das war nun mal ein Reisebericht, der etwas anderen Art!

Vielleicht habt Ihr ja Italien anders erlebt - bin gespannt auf Eure Berichte!

Cony

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

So einen Urlaub bräuchte ich auch nicht...aber ich würde wohl auch nie mit meinen Hunden nach Italien fahren...ist mir viel zu weit ;)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Oh mann solch einen Urlaub brauch glaub ich niemand. :(

Da freut man sich das ganze Jahr auf seinen Urlaub und dann sowas.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Hallo!

Der Besitzer hat es mit Humor getragen - allerdings hat es auch zum Nachdenken angeregt, dass Reiseplanungen mit einer kastrierten Hündin einfacher wären. Nachwuchs ist auch in Zukunft nicht geplant.

Cony

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Hallo Cony,

ein wenig musste ich schon lachen, als ich den Reisebericht gelesen habe :D . Im wahrsten Sinne des Wortes, ein unvergesslicher Urlaub.

Da ich selbst bereits über 10 Jahre in Italien lebe, meine persönliche Meinung zu dem Thema "Urlaub mit Hund in Italien":

Es gibt mit Sicherheit hundefreundlichere Länder als Italien ;) ... aber besonders schlimm, empfinde ich es wiederum auch nicht.

Für uns war es immer am schwierigsten geeignete Unterkünfte mit Hund zu finden. Aber langsam ändert sich auch in diesem Bereich etwas.

Selbst darf ich mit meinen Hunden eigentlich in alle Restaurants (natürlich nehme ich nicht alle meine vier Hunde zusammen mit). Vorallem in Süditalien, haben wir auch sehr freundliche "Agriturismi" (eine Art Urlaub auf dem Bauernhof) gefunden, wo auch ein Hund willkommen war; u.a. in der Basilicata, im Nationalpark Pollino.

Die vielen Straßenhunde sind immer noch ein großes Problem, zumindest in Süditalien, und recht gewöhnungsbedürftig. Ich kann mir bildlich vorstellen, wie eine Schar Hunde hinter der läufigen Hünding hinterhergelaufen ist, da ich dies selber jahrelang mitgemacht habe (auf diese Art bin ich zu meinem Rüden Tommy gekommen - er kam für meine Hündin - und blieb).

Hunde am Strand sind in der Regel ab Juni, manchmal auch bereits ab Mai, verboten. Es gibt mittlerweile einige Hundestrände; die Liste wird langsam länger. Allerdings nehme ich selber meine Hunde im Hochsommer nie mit an den Strand, da ich ihnen diese Hitze nicht zumuten möchte. Wir beschränken uns auf die Vor- und Nachsaison oder gehen zu einsam gelegenen Felsstränden am frühen Morgen oder Abend.

Wir haben letzten Sommer kein Problem gehabt für Bekannte mit zwei mittelgroßen Hunden eine Ferienwohnung bei uns zu finden (ich war selber überrascht).

Viele Grüße aus "Bella Italia",

Claudia mit Mora, Tommy, Junior & Bruna

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
(bearbeitet)

Huhu,

also wir waren mit unseren 2 Fellnasen mal am Lago Maggiore, da hatten

wir kein Problem, allerdings auch eine FeWo mit eigenem kleinen Strand, nur für uns..

Auch am Luganer See, wo Freunde wohnten, die wir besucht haben, war alles top,

da die auch sehr abgelegen am See gewohnt haben. Wir haben kleine Bergtouren

gemacht mit z.B. einer Gondel, da waren Hund auch Willkommen, ebenso in den Restaurants die wir besuchten.

Alles im allen, no Problem...

Allerdings rund um den See war es schwierig ordentlich Gassi zu gehen.

Weil wir ja direkt am See wohnten und

dort die Seestraße (eine Seite Berg, eine Seite See) entlangging, nur ein schmaler Fußweg und rasante Italiener (Autos..). Ich habe die Hunde immer ins Auto geladen für die kleinen Runden

und bin zu einer Stelle gefahren, wo wir ordentlich laufen konnten.

Allerdings war das auch Norditalien.

Ich kann mir aber schon vorstellen, das gerade in Süditalien und auch die vielen

herrenlosen armen Fellnasen ein Problem darstellen können vor allem wenn

man mit einer läufigen Hundedame unterwegs ist.

Da wo der Sonnenschirm steht war unser FeWo. Die Treppe führte runter

zum kleinem Hausstrand.

post-1883-1406411860,41_thumb.jpg

post-1883-1406411860,43_thumb.jpg

post-1883-1406411860,45_thumb.jpg

post-1883-1406411860,47_thumb.jpg

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Hallo Jasmin,

Stöckchen grösser wie Hund!

Einfach zum schiessen! :klatsch:

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
(bearbeitet)

jepp, Scotty schwimmt gerne, Skipper mag (mochte meine Maus ist im Hundehimmel) nur im Wasser rumwaten, bloß nicht schwimmen...aber das dann gerne.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Moin :winken:

Ich möchte hier noch mal meine Italienerfahrung niederschreiben:

Ich war mit Lucy ein Jahr im März in der Maremma.

Wir wohnten in einem agriturismo, einem landwirtschaftlichen Betrieb.

Dort durfte sich Lucy frei bewegen. Nur in den Frühstücksraum durfte sie nicht mit. Logo!

Meiner Empfindung nach waren die Haushunde alle schlecht erzogen, was für die italianos offensichtlich nicht dramatisch war. Sie führten ihre Hunde allesamt einfach an der Leine.

Das war für mich von Vorteil, da wir das Jahr drauf im Mai wieder in der Toskana waren und Lucy prompt läufig wurde. :Oo

So hatten wir null Problem mit geierigen Rüden. :D

Beim zweiten Aufenthalt wohnten wir in einem großen Haus mit riesigem Grundstück.

Ich hatte einen Familienurlaub organisiert, und wir waren dort mit 25 Personen und 2 Hunden.

Dort wohnten wir in Strandnähe und sehr dörflich.

Es gab nur einen Streuner, der sich für Lucy interessieren konnte. Das Grundstück war aber auch gut eingezäunt.

Ich hatte mit Hund keine großartigen Einschränkungen. Gut, in Cafes dürfen Hunde nicht rein und als wir in einem Naturschutzgebiet waren, mußte Lucy auch im Auto bleiben. :(

Da drückt natürlich ein bissl.

Aber insgesamt waren es zwei schöne Aufenthalte in der Toskana. Auch in den Städten (Volterra, Siena) gab es keine Probleme (da war sie auch läufig, aber die italienischen Hunde eben alle angeleint)

Später als Mai/Juni würde ich dort allerdings auch nicht hinfahren, da es zu heiß ist.

Im Süden ist es sicher noch ein wenig anders, kann ich mir vorstellen.

Die italianos fanden es übrigens seeehr merkwürdig, wenn ich Lucy unangeleint ins Platz legte, um mir einen Kaffee zu holen, und sie nicht aufstand. :think:

Ein carabinieri stand da ein wenig ungläubig, ein anderer Mann versuchte sie zu locken - nichts, keine Regung ihrerseits :so

War echt niedlich.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Ein carabinieri stand da ein wenig ungläubig, ein anderer Mann versuchte sie zu locken - nichts, keine Regung ihrerseits :so

Sehr geil!!! =)=)=)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

×

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie zu, dass wir Cookies verwenden, um unser Angebot zu personalisieren. Mehr erfahren.