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Hundeforum Der Hund
Sam

Anzeichen einer Krankheit richtig deuten!

Empfohlene Beiträge

Hallo,

habe auch noch einmal Eure Beiträge hinsichtlich Tierarzt gelesen. Hätte da einen anderen Vorschlag:

Kurz zu der Vorgeschichte: Unser Elliot (Briardrüde) ist im Alter von nur 6 Jahren zum Schluss von heute auf morgen an Nierenversagen gestorben, weil keiner von 3 Tierärzten die Anzeichen richtig gedeutet hat.

Elliot war ein unheimliche lieber Hund, seine liebsten Beschäftigungen waren schmusen und fressen, deshalb war er eigentlich auch ein wenig zu dick. Über den Sommer sind wir deshalb ein wenig mehr mit dem Rad gefahren und Elliot wurde schlanker. Ab und zu konnte er seine Pipi nicht mehr richtig halten - Urin mitgenommen zum Tierarzt - nichts festzustellen, alles im Bereich des Normalen. Elliot bekam Mundgeruch, Tabletten bekommen - besserte sich nicht. Zum anderen Tierarzt - Zahnstein entfernt. Besserte sich kurzfristig, fing dann erneut an. Auf das Abnehmen angesprochen, alles im Rahmen. Elliot kaute leidenschaftlich gerne auf Büffelknochen, auf einmal mochte er sie nicht mehr. Das gleiche war an manchen Tagen bei seinem heißgeliebten Leberwurstbrot. Tierarzt angesprochen - nichts festgestellt - er wurde mittwochs noch total durchgescheckt und rundum geimpft. Freitags ging es ihm zusehends schlechter - in eine andere Tierklinik gefahren. Blut für großes Blutbild abgenommen, aber ansonsten nichts festgestellt. Auf meine Frage, ob die Schleimhäute nicht sehr "weiß" waren, wurde mir dies bestätigt, er bekam eine Aufbauspritze und wir sollten uns telefonisch melden. Samstags angerufen - die eine Ampulle mit dem Blut war verloren gegangen, bei der anderen waren keine Auffälligkeiten festgestellt worden. Samstags haben wir noch (es war Februar) in der Sonne gesessen, er fror und ich hab ihm noch einen Pullover angezogen und er saß auf meinem Schoß und hat gekuschelt - auch abends habe ich noch lange mit ihm auf dem Boden gesessen. Sonntags morgen ging es ihm wirklich schlecht - ich wieder in die Klinik zum Notdienst - diesmal war ein anderer Arzt da, ihm gefiel Elliot gar nicht, er hat noch mal Blut abgenommen und in der Klinik überprüft, in der Zwischenzeit bin ich noch mal mit ihm spazieren gegangen, er hat sich übergeben und ich dachte schon, ich komm gar nicht mehr bis in die Klinik mit ihm zurück. Als wir zurückkamen, war das Ergebnis vernichtend. Der Arzt hatte sich kundig gemacht und all die Anzeichen deuteten auf eine Nierenentzündung hin und eine ganz schwere Anämie, er machte mir ganz wenig Hoffnung. Die einzige Möglichkeit war, Elliot sofort an den Tropf zu hängen, ich musste ihn dalassen. Sonntags nachmittags sollten wir wieder anrufen - nichts neues - er hing am Tropf, wir sollten uns montags morgen melden. Wir riefen an Elliot war tot.

Also das war meine traurige Vorgeschichte, ich heul auch jetzt noch, wenn ich das schreibe.

Hätten wir gewusst, dass plötzliche Abneigung gegen Sachen, die der Hund sonst immer gerne frisst, dass Briards zu Problemen mit Nieren neigen, dass weiße Schleimhäute Anzeichen zur Blutarmut sind, dass Mundgeruch auch ein Zeichen für Probleme mit den Nieren sein kann, das plötzliche Verlieren von Urin - wir hätten die Tierärzte, wenn sie es schon selber nicht erkennen, darauf ansprechen können, da es wirklich erst der Vierte erkannt hatte was los war und da war zu spät.

Vielleicht können solche Beiträge, wenn man sie sammelt, irgendwie helfen, wenn der eigene Hund solche Symptome hat.

LG Angelika mit Sam, Balou und Ella

NS: Der schwarze war Elliot

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Hallo Angelika,

habe richtig Gänsehaut bekommen, als ich deine Geschichte gelesen habe.

Gruß

Katja

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Hallo Angelika!

Das ist eine schlimme Geschichte. :heul:

Ich habe mir gerade ein wenig Sorgen gemacht, denn Charly hat auch Mundgeruch und war letztes Jahr ja auch ständig Krank.

Aber der Mundgeruch kommt bestimmt von was anderem.

Also mach ich mir mal keine Sorgen, oder?!

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Hallo Angelika,

erstmal fühl Dich herzlich gedrückt - sowas ist absolut schrecklich.

Ich find es aber klasse, daß Du das hier schilderst, um uns allen die Symptome, die Du erlebt hast, bekannt zu machen.

Leider passiert es immer wieder, daß Tierärzte aus Unwissenheit mal nicht die richtige Diagnose geben. Und als normaler Hundehalter kann man ja nicht alles wissen.

Vielleicht greift Mark Deine Anregung auf und schafft so eine Rubrik: Krankheitssymptome und was sie bedeuten können ...

Ich hätte da auch so eine Geschichte von einer Erkrankung, von der ich erst erfahren hatte, als mein alter Schnauzer (unheilbar) daran litt.

Herzliche Grüße,

Claudia

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Wie traurig!!! :(:(:( Es ist schrecklich, dass man trotz aller Bemühungen so etwas erleben muss.

Man hofft und vertraut darauf, dass die Ärzte wegen ihrer Ausbildung direkt in mehrere Richtungen denken, aber es gibt einfach zu viele Irrtümer. Das Aufsuchen mehrerer Tierärzte zur genaueren Abklärung der Symptome ist im Zweifelsfall dringend zu empfehlen. Aber wer kennt das nicht: Manchmal führt dies zu den unterschiedlichsten Ergebnissen. Wer hat nun Recht? Der eine oder der andere oder vielleicht sogar gar keiner? Die Entscheidung ist eine Gradwanderung.

Im Krankheitsthread hatte ich eine Krankengeschichte zu meinem verstorbenen Berry geschrieben. Es war eine Odyssee von einem Tierarzt zum anderen! Die Diagnosen reichten von Pilzbefall bis Autoimmunerkrankung. Es war aber leider ein seltener und recht unbekannter Hautkrebs (Lymphosarkom - Mycosis fungoides). :heul: :heul: :heul:

Finde meinen Beitrag leider nicht mehr wieder. :???

Dein Beitrag ist sehr hilfreich, man kann als Hundehalter gar nicht genug über Krankheitsanzeichen und deren Deutung wissen.

Vielleicht richtet Mark tatsächlich einen gesonderten Thread dazu ein, das wäre toll!

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Hallo Angelika,

das tut mir aufrichtig leid. Schade, um so einen schönen und lieben Hund !!!! :heul: Das ist ja wirklich traurig !!!

Aber ich danke dir von Herzen für die Info, weil, wenn sich bei meinen beiden solche Symptome zeigen würden, ich jetzt mehr weiss und vielleicht einen Tierarzt darauf ansprechen kann.

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Das zu lesen ist wirklich schwierig. Musste immer wieder von vorne anfangen. Ich möchte wirklich nicht alle Ärzte (auch die von Menschen) aber warum kommt es so oft vor, dass Diagnosen entweder gar nicht oder falsch gestellt werden???? Ärzte haben schon oft geholfen aber viel zu oft haben sie Dinge übersehen oder es war ihnen vielleicht egal.

Es ist nur eine Kleinigkeit...aber warum fällt meinem Tierarzt nicht auf, dass der Hoden von meinen Achilles nicht runter gewandert ist, sondern in der Leiste sitzt und dies unbedingt ab 12 Monaten operiert werden muss? Warum muss ich ihn erst darauf aufmerksam machen. Ich hatte mit Absicht bei der Routine-Untersuchung erst einmal nichts gesagt und hinterher war es ihm richtig peinlich. Warum wird nicht genauer geschaut???

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Hallo Angelika,

echt traurige Geschichte.

Ich würde ein Thread auch gut finden, in dem man mal so allerhand nachlesen kann über Krankengeschichten. Sei es eine Magendrehung deuten, Vergiftungen etc.. Ich denke, dass Hund für Hund anders reagiert und deswegen finde ich solche Erfahrungsberichte echt wichtig.

LG Jamie

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