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Hundeforum Der Hund
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Wie gerecht SIND wir zu unseren Hunden?

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Das ist ein Thema was mich schon eine ganze Weile beschäftigt. Vor allem weil ich weiß, dass ich Nelly gegenüber sehr sehr lange sehr ungerecht war.

Ich habe sie für vermeintliche Fehler "bestraft" , obwohl es nur mein Unvermögen war und für ganz normale hündische Reaktionen..... Mit meinem schlechten Gewissen bin ich sehr lange "schwanger" gelaufen.

Heute ist mir klar was Gerechtigkeit gegenüber einem Hund ist und trotzdem gelingt es mir nicht immer.... aber immer öfter ... ;)

Ein Beispiel aus der jüngsten Vergangenheit, damit ihr versteht was ich meine:

Ich laufe mit Nelly und Linus .... sehe einen Dobermannrüden (an einer Flexi :motz: ) auf uns zukommen .... Leine die Beiden an und denke ... da läufst Du mal "locker" vorbei. Sehe zu spät das die sich fixieren, werde hektisch............ Abstand viel zu nah .... weiß ja was die Beiden "brauchen"........... großes Gekläffe.... leider auch von mir :( .... hau die zwei ins Platz und bin stinkesauer .... erst mal auf die Hunde .... dann aber auf mich .... :Oo DAS WAR UNGERECHT !!!!

Später .... sehe 2 Rüden auf uns zukommen, gehe mit den Beiden auf die Wiese.... genug Abstand...... ich bin ruhig und sicher und Linus meint knurren zu müssen..... er bekommt einen "Anschiss" .... Da fand ich mich gerecht .... ;)

Heute ist Gerechtigkeit gegenüber meinem Hund eines der wichtigsten Elemente in der Beziehung. :) ........ und eines meiner größten Ziele...

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Hmmm, ich bin sicher nicht immer gerecht!

Aber ich bewundere meine Hunde, dass sie mich trotz aller Unfähigkeit und trotz aller Ungerechtigkeit immer noch lieben :D

Was ist eigentlich gerecht oder gerechtfertigt?

Was ist fair, was ist übertrieben?

Was ist menschlich und was ist Hundeart?

Wo motzen wir schon vorsorglich?

Und wo schimpfen wir übertrieben, weil wir vorher den richtigen Zeitpunkt verpasst haben, um einzugreifen?

Hmmmm, immer diese Katja!!

Zwingt mich glatt zum Denken! ;)

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@Katja :)

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Ich bin nicht immer gerecht, weder in der Hundeerziehung, noch bei den Kids, noch in meiner Beziehung oder überhaupt im ganzen Leben.

Ich bin ein Mensch, mit Ecken und Kanten.

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Das hast du schoen geschrieben. :kuss:

Solche Situationen erleben wir dank mir leider auch oft genug und hinterher koennte ich mir nur einmal kraeftig auf den dicken Kopp hauen. :(

Obwohl ich danach erkennen das ich falsch reagiert habe und ungerecht war, scheint mir das in der naechste Situationen trotzdem nicht zu helfen.

Anscheinend lerne ich sehr, sehr langsam.

Ich hoffe Lucy verzeiht mir mein auf der Leitung-Sitzen und ich wuensche mir (fuer meine Suesse) das ich irgendwann genug weiss und gelernt habe und gerechter und viel souveraener sein zu koennen.

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Ich bin nicht immer gerecht und fair meinen Hunden gegenüber, wie auch, denn ich bin ein Mensch und kein Hund. Trotz allem vertrauen sie mir und gehen mit mir durch dick und dünn. Also sind sie nicht nachtragend (oder nicht so lange), wie manche Menschen eben (und ich selbst).

Wenn ich allerdings meine beiden Hunde manchmal so beobachte frage ich mich auch oft: War das gerecht oder fair???

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(bearbeitet)

was ist schon gerecht, gerade in einer hierarchisch aufgebauten Struktur wie einem Rudel?

Ist es gerecht, daß das schwächste Glied im Rudel immer das "Nachsehen" hat?

Natürlich trifft das nicht den Kern deiner Aussage, soll aber nur darauf hinweisen, daß es ungemein schwierig ist EINE Definition von Gerechtigkeit zu finden, welche aus allen Blickwinkeln, also sowohl unserer als auch der der Hunde, zu finden.

Die Aussage von Birgit kann ich da nur unterstreichen, niemand kann für sich in Anspruch nehmen, immer gerecht zu handeln, aber man kann darüber nachdenken und sich selbst hinterfragen. Und das hast Du gemacht :respekt:

LG

Axel

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Ich bin auch ein Mensch mit Ecken und Kanten und reagiere oder verhalte mich bestimmt auch nicht immer "wie es im Buche steht" - auch der Bauch spielt da eine Rolle.

Ich weiß aber auch, dass ich dadurch manches vielleicht etwas leichter hätte und die Erziehung schneller Fortschritte gemacht hätte oder machen würde.

Aber wer ist schon perfekt ...

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Ich bin auch ,,Nur'' Mensch....

Ich bin sehr Oft ungerecht, bei Max laß ich sehr Viel durchgehen und das ist der Fehler...er war ja auch sehr Lange krank und wir wußten Nicht was er hat. Das hat zu sehr gebunden, es war Falsch, denn Bindung entsteht Nicht dadurch!

Er wird sehr selten geschimpft....

Shaya hingegen, da verlange ich immer zu Viel....denke es ist Vieles Falsch, was sie macht, dabei ist es Normal.

Ich möchte Hunde haben, auf die ich mich Verlassen kann und gerade das ist im Moment noch nicht Möglich, ich arbeite noch dran...

Shaya hat so eine Tolle Art, sie kommt immer und möchte schmusen, als Welpe hat sie das Eigenartigerweise Nie gemacht....

Es ist sehr Schwer so ein Mittelding zu finden....

Ich schimpfe mit dem Einen und der Andere darf es.....

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was ist schon gerecht, gerade in einer hierarchisch aufgebauten Struktur wie einem Rudel?

Ist es gerecht, daß das schwächste Glied im Rudel immer das "Nachsehen" hat?

In einem funktionierenden, hierarchisch aufgebauten Rudel hat kein Mitglied ob schwach oder nicht, immer das Nachsehen. Jeder hat seine Aufgabe und seinen Platz, dadurch haben alle ihre Sicherheit.

Es ist ein staendiges Geben und Nehmen von allen Seiten.

Der Fuehrer sorgt und schuetzt, im Gegenzug respektieren die Anderen und helfen.

Das meint Katja mit Gerechtigkeit.

Ein Beispiel - wenn ich weiss das mein Hund keine anderen Hunde mag, dann bring ich ihn gar nicht erst in die Situation. Denn ansonsten muss er abwehrend reagieren und ich wuerde mich moeglicher Weise genoetigt sehen zu korrigieren.

Das ist dann ungerecht, denn ich wusste schon vorher das Hundekontakt unerwuenscht ist.

Ruecksichtnahme und Gerechtigkeit nenn ich das.

Und natuerlich ist niemand immer gerecht, aber einige sind gerechter als andere.

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      Begonnen hat es mit dem markieren. Dann wurde es immer mehr. Ich habe dann begonnen ihn umzulenken Plus arbeiten, was besser wird, aber ich muss schnell sein, wenn er sich erst fest jammert, komme ich mit positiver Konditionierung nicht mehr durch.

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      Jetzt gibt es eine HausLeine Plus ggf. anbinden bis er sich beruhigt. Das hat er schnell begriffen und er ist auch schlagartig draußen ruhiger.

      Ich war die letzten Wochen sehr gereizt, weil ich nicht weiter wusste und das umlenken auch gedauert hat. Zuletzt eben noch, dass er mit dem Kater gemacht hat, was er will und jeder Erziehung ausgewichen ist.

      OBWOHL der Kater jetzt zum Hund rennt, wenn ich denn Hund vom Kater weg hole, scheint es dem Hund fürs Ego so besser zu tun.

      Woher kommt dieses jammern? Er fängt auch plötzlich beim spazieren gehen an.... auch ohne fremde Hunde. Mit Hunde umso schlimmer, bei einer läufigen Hündin geht es gar nicht.

      Sonst ist er total Klasse. Sehr wtp, intelligent und hat viel bei dem Züchter gelernt, was ich nur abrufen muss. Er zeigt mir auch, wenn ich ärgerlich werde bzw. Mich falsch verhalte , weil er sehr sensibel ist. Und er hat eine extreme Bindung an mich, obwohl ich ihn erst seit 3 Monaten habe.

      LG,
      Chris

      in Junghunde


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