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Hundeforum Der Hund

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Ich weiß garnicht wo ich anfangen soll, ich kann eigentlich überhaupt keinen richtigen Gedanken mehr fassen...

Ich bin jetzt mit meiner Freundin ein halbes Jahr zusammen, unser beider Wunsch seit frühster Kindheit war ein eigener Hund. Nun kam es dazu, dass eine Freundin meiner Freundin ungeplant Hundewelpen bekommen hat.

Natürlich sind wir hingefahren um uns die Rasselbande mal anzuschauen, man kriegt ja selten ein Rudel Welpen zu sehen. Und da lag sie, die kleine Kimmy, in etwa so groß wie ein Meerschweinchen und die Augen noch zu. Ein göttlicher Anblick und wir waren sofort verliebt und hätten sie am liebsten gleich mitgenommen. Die nächsten Wochen stand uns die Vorfreude auf unser neues Familienmitglied im Gesicht und alles wurde gekauft was das Hundeherz begehrt.

Leider war die Mama von Kimmy und ihren 8 Geschwistern nicht so angetan und wollte nach 5 Wochen nichts mehr mit den Kleinen zu tun haben. Sie hat nur gejault, geknurrt und ist vor ihren eigenen Welpen weggelaufen und hat sich versteckt. Somit hat ihr Frauchen Welpenmilch gekauft und sie damit hochgezogen. Doch sie war auch schnell mit den Nerven am Ende. So kam es das wir Kimmy bereits mit 6 1/2 Wochen bekamen. :heul:

Wir haben uns einerseit riesig gefreut, andererseits hatten wir sehr viel Mitleid mit Kimmy. Also versuchten wir ihr die erste Zeit möglichst angenehm zu machen. Wir waren viel mit ihr draußen und haben auf der Wiese vorm Haus getobt oder einfach nur im Gras gelegen. Einem geht das Herz auf wenn man sie ruft und sie im wilden Galopp auf einen zugestürmt kommt. Nachts hatten wir auf dem Sofa in der Stube neben ihr geschlafen, damit sie sich nicht so alleine fühlt.

Nachts konnten wir nicht schlafen aus Angst sie könnte trotz unserer Sicherheitsvorkehrungen etwas finden woran sie ersticken könnte. Ständig sprang sie am Sofa hoch, dies erleichterte den Schlaf auch nicht. Wir hielten ihr oft die Hand hin, dadurch wurde sie kurzzeitig wieder ruhig und nahm dann die Gelegenheit beim Schopf um uns auf der Hand zu kauen.

Nach der dritten Nacht beklagten wir uns über Rückenschmerzen und fanden es an der Zeit, wieder in unser Bett zu wandern. Kurzerhand wurde ein Kindergitter in der Schlafzimmertür befestigt. Wir legten uns zum schlafen ins Bett und hatten noch nicht das Licht aus, da ging das Gejaule schon los. Nach 2 Minuten stand Kimmy im Schlafzimmer und freute sich, es zu uns geschafft zu haben, und zwar zwischen Türrahmen und Kindergitter hindurch. Wir waren richtig geschockt und tasteten sie erstmal ab, ob sie sich irgendetwas gebrochen hätte dabei. Doch Kimmy freute sich so sehr, das sie uns fröhlich in die Füße biss (Das tat sie jeden morgen).

Wir hatten natürlich Sorge um sie, dass sie sich bei einem weitern Versuch wirklich was tun könnte und sind wieder ins Wohnzimmer gewandert um eine weitere Nacht auf dem Sofa zu verbringen. Am nächsten Morgen war Kimmy eifrig damit beschäftigt das Kindergitter zu bekämpfen, obwohl die Tür dahinter geschlossen war und wir uns im Wohnzimmer aufhielten. Also bauten wir aus zwei großen Pappkartons einen großen, damit für ihre Decke und das Wassernapf genug Platz war.

Als wir nach einer langen Spielzeit, die durch Hosenbeissen beendet wurde wieder hochkamen, gaben wir ihr Futter und zwar in dem Karton aus der Hand. Nach dem fressen schlief sie eigentlich immer und so blieben wir noch neben dem Karton und warteten und streichelten sie. Doch kaum war die Hand weg versuchte sie aus dem Karton zu sprigen. Wir waren noch in Sichtweite und saßen auf dem Sofa neben dem Karton, also wurde es erstmal ignoriert. Doch sie heizte sich so auf, das sie den Karton zu Fall brachte und lief fröhlich heraus um sich in unseren Socken zu verbeißen. Also wurde auch die fünfte Nacht auf dem Sofa verbracht.

Uns fehlte es langsam wirklich am Schlaf und deshalb beschloßen wir auch das Schlafzimmer abzusichern und legten ihr Körbchen und den Napf hinein. Wir zogen uns auf dem Bett stehend aus, weil uns unsere Zehen zu wichtig sind nach denen sie fröhlich schnappte. Kimmy stürmte mit wehenden Ohren durchs Zimmer und kaute alles an was sie gefunden hat. Gsd ist sie zu klein um aufs Bett zu kommen. Dafür kriecht sie drunter durch oder kaut es an. Und wehe man wollte sie davon abbringen. Wenn sie kurz damit aufhörte wurde sie bis zum Himmel gelobt, doch wenn man sie dann streicheln wollte wurde es mit einem Schnappen aufgenommen. Ich und meine Freundin guckten uns mit unseren Augenringen bestückten Augen an und legten uns einfach hin. Immer in Alarmbereitschaft, genauso wie tagsüber. Kimmy gab wieder keine Ruhe und morgens erwarteten uns 3 Pfützchen und ein in Etappen abgelegtes Häufchen. Eine Pfütze morgens sind wir ja gewohnt, aber soviel und dazu ein Häufchen war uns neu.

Wir schlafen jetzt seit einer Woche nicht durch, weils ja doch mal sein kann, dass sie sich an einem Teppichflusen veschluckt, an dem sie begeistert rum kaut.

Wir sind natürlich dabei ihr "Nein!" beizubringen und loben sie auch wenn sie mal Ruhe gibt.

Am meisten tut mir auch meine Freundin leid die Nachmittags zu Hause ist und nie abschalten kann. Ich hingegen nutze die Zeit auf der Arbeit um mal ein wenig abzuschalten. Sowas habe ich noch nie gehört, dass jemand auf der Arbeit abschaltet, weil es zuhause zu stressig ist.

Wir sind noch ein junges Pärchen und haben selber noch nicht genug gelebt.

Ich kann euch kaum beschreiben wie es ist, eine Woche kaum geschlafen zu haben, keine Zuwendung untereinander ausgetauscht zu haben, weil immer der Hund mit den Blicken verfolgt wird. Man hat keinerlei Zeit für sich, traut sich nichtmal duschen zu gehen, weil Kimmy schon jaulend vor der Tür steht wenn man nur die Toilette besuchen will.

Langsam beschleicht uns auch die Angst nicht konsequent genug zu sein, dass wir uns einen "Beißer" heranerziehen. Doch durch diese Geschlauchtheit fühlt man sich auch nicht danach ständig "Nein!" und "Feiiiiin!" zu sagen im 10 Sekundentakt. Verlassen wir den Raum um sie zu ignorieren steht sie jaulend vor der Tür. Betreten wir den Raum wieder, verbeisst sie sich wieder ins Hosenbein. Ich laufe seit einer Woche nurnoch in Schuhen durch die Wohnung, aus Angst um meine Zehen und Socken. Kimmy macht wirklich nur Blödsinn und wenn man mit ihr kuscheln wil dann schnappt sie wieder. Zu dem Schnappen gesellt sich auch immer gerne ein Knurren und manchmal auch ein Bellen.

Heute Nacht sind wir aufgewacht und Kimmy schlief am Fußende, keine Ahnung wie sie hochgekommen ist, wahrscheinlich mit viel Anlauf. Eigentlich wollen wir nicht das sie im Bett schläft doch um unseren Schlaf willen dulden wir es jetzt.

Ich liebe diesen Hund trotzdem, da sie ja auch mal lieb sein kann und mit sich kuscheln lässt. "Sitz" und "Komm" hat sie auch schon drauf und an der Leine läuft sie auch schon kurze Strecken problemlos.

Doch ich fürchte, dass wir einfach zu unreif sind und sie wegeben müssen, auch wenn wir bei dem Gedanken immer anfangen zu weinen, so wie jetzt auch wieder.

Wir wissen einfach nicht wieter, wir wollen nur das Beste für sie und sie nicht an irgendwen abgeben, wo sie es nicht so gut hätte wie hier.

Wir möchten nicht mehr ohen sie, andererseits fühlen wir uns auch sehr überfordert...

Ich wollte mir das einfach mal von der Seele schreiben und geh mir jetzt ein Taschentuch holen.

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:winken: Willkommen im Forum!

Bei euch scheint ja echt *Äktschion* angesagt zu sein! :Oo

Habt ihr schon mal darüber nachgedacht, euch Hilfe von Aussen zu holen, jemand der sich gut mit Hunden auskennt, einen Trainer? ;)

Bevor ihr den Hund wieder abgebt, überlegt euch doch bitte noch einmal genau, WAS ihr ändern möchtet und holt euch Hilfe, BITTE!

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Hallo Kimmy..... :winken:

Herzlich Willkommen hier!

Tja, das glaube ich das das anstrengend ist. Aber, ich muss Renate recht geben.

Vielleicht solltet Ihr erstmal versuchen euch Hilfe von einem Hundetrainer oder dergleichen zu suchen.

Wäre bestimmt eine Alternative zum weggeben.

LG Gretchen

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Hallo und hezlich Willkommen....

ich schließe mich, meien Vorrednern an.

Es ist eine sehr harte Zeit, aber sucht Euch einen Trainer

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Hallo,

abwarten und Tee trinken :kaffee::kaffee:

Hört sich nach typischem Welpen verhalten an. Bessert sich,wenn ihr konsequent bleibt und Aufmerksamkeit entzieht.

Zieht Schuhe und geht aus dem Zimmer,wenn sie knapst

Schmeißt den Teppich raus

Sucht die Wohnung nach "gefährlichen Sachen" ab und entfernt sie. Dann müßt ihr keine Angst haben, dass Eurem Hund und was passiert

Reibt Euch die Hände mi t Leckerlie ein und laßt den Hund schnuppern. Leckt er, statt zu beißen viel Lob und Leckerchen.. Überträgtsich bestimmt auch auf die Füße ;)

Den Hund abzugeben wäre meiner Meinung nach gemein. Das ist typisches Welpenverhalten.Wenn man sich einen Welpen holt, dann muß man halt auch durch.

Erfolgreiche Grüße

Sabine und Kuno

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Natürlich habt ihr recht mit einem Hundetrainer, da möchte ich auch garnichts gegen sagen.

Ich glaube ich war noch nicht fertig mit schreiben. Das was ich beschrieben habe ist eigentlich nur des Schadens Ursache.

Wir haben das Gefühl nurnoch für Kimmy zu leben und ihr unsere vollständige Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Es ist kein Raum mehr dafür da sich selber zu entfalten. Meine Freundin und ich können abends nicht mehr auf dem Sofa kuscheln, weil man den Hund im Blick haben muss und dagegen einschreiten muss das Sofa anzuknabbern.

Da meine Freundin kein Auto fahren darf, muss ich nun alleine einkaufen gehen und bringe immer das falsche mit (Wir wollten Nudeln essen und ich vergesse die Nudeln, trotz Liste) was aber auch daran liegen kann, dass ich total neben der Spur bin zurzeit.

Ein Hund darf halt nicht mit in den Laden rein und ein voller Parkplatz ist auch nicht der rechte Ort für einen Welpen.

Bald ist bei uns Dorffest "Tanz in den Mai" da können wir nicht hin, weil wir das der Kleinen nicht zumuten wollen entweder alleine zu bleiben, mitzukommen auf einen vollen Festplatz oder sie bei meiner Mutter zu lassen ,da sie sogar nicht ohne uns in einem Raum sein will.

Wir wollen im Sommer ins Freibad oder an das Steinhuder Meer, das wird wohl auch nichts.

Meine Freundin kann nicht mehr einfach shoppen gehen oder zur Bank oder was auch immer, den da kommt sie ohne mich als Fahrer nicht hin und die Busverbindung ist miserabel. Den Hund kann sie nicht mitnehmen, also muss ich zuhause bleiben mit Kimmy.

Wir wollten ein neues Regal für das Badezimmer kaufen, doch da ich für sowas wie Einrichtung kein Gefühl habe muss meine Freundin mit. Und der Hund?

Ich muss morgen zum Zahnarzt zum ersten Mal seit Jahren, da ich sehr große Angst davor habe. Ich würde gerne meine Freundin mitnehmen, zum Händchen halten sozusagen, aber das geht nicht weil der Hund ja nicht mit rein darf.

Ich kann nichtmal 15 Minuten Playstation spielen, da meine Blicke vom Fernseher dem Hund hinterher wandern. Man kann keinen Film mehr in Ruhe gucken, da sie im 2 Stundentakt vor die Tür muss.

Wir bereuen die Entscheidung und wünschen uns sie nie kennengelernt zu haben, doch jetzt ist sie da und wir lieben sie und wollen sie nicht weggeben. Doch wir sind einfach viel zu unreif denke ich. :wall:

Ich habe Angst meine Freundin zu verlieren, wenn sie zuwenig Auferksamkeit kriegt. Auch wenn sie mir versichert das dem nicht so sein wird mit dem Spruch: "Na dann wär ich ja schön blöd, dann verlier ich ja dich UND den Hund!"

Doch ich sehe ihre Augenringe, ihr nachdenklicher Blick der ins Leere zeigt, der freudige wenn Kimmy ihr durchs Gesicht leckt und der erschrockene wenn sie danach versucht in die Nase zu beissen.

Mir ist unsere Beziehung wichtiger als Kimmy und ich denke jetzt nach einer Woche ist es noch nicht schmerzhaft sie wieder herzugeben. :heul: *taschentücherholengeh*

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Erstmal Hallo und Herzlich willkommen hier im Forum!!! =)=)

Zu erst man ein kleiner Trost für Euch: Ich hab ein ähnliches Disaster 2 Jahre lang durchgemacht - mit dem kleinen Unterschied das es bei mir um ein Baby und nicht um einen Welpen ging. :D

Bevor ihr eure Kimmy weggebt, sucht euch erst einmal eine gute Welpenschule, in der euer Hundkind durch andere Hundekinder lernen kann. Wenn ihr den Hund nicht im Bett haben wollt, stellt das Körbchen neben dem Bett auf, so kann Kimmy bei euch sein und ihr könnt durchschlafen. Wenn Sie euch beisst nicht "Nein" sondern "Aua" sagen. Dinge, die eurem Hund gefährlich werden können müsst ihr halt hochstellen.

Aber das wichtigste ist erste einmal eine Hundeschule mit einer Welpengruppe und einer Trainerin, die euch bei der Erziehung beraten kann. Denn in dem Punkt müsst ihr noch viel lernen (auch wenn es sich hart anhört). Die erste Zeit wir euch vielleicht etwas anstrengend vorkommen, aber hinterher wird es dann Routine und ihr könnt euch wieder entspannen. :D

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Hallo...

Du schreibst das dir die Beziehung wichtiger ist als der Hund.Okay. Nur, habt ihr euch gemeinsam entschieden einen Hund zu euch zu holen. Welpen sind nunmal nicht einfach und brauchen viel Aufmerksamkeit. Wie gesagt, ich verstehe das es für euch eine schwierige Zeit ist. Dennoch kann ich mich den anderen nur anschließen und sagen das ihr euch Unterstützung für die Erizehung holt.

Als ich den Beitrag gerade gelesen hab, hatte ich erst genau den gleichen Gedanken wie Marlies...kenne das auch , halt von meinem Sohn.

Ich wünsche euch das ihr euch vielleicht noch mal daran erinnert warum ihr die kleine Kimmy zu euch geholt habt und mit diesem Gefühl an der Situation arbeiten werdet.

Alles Liebe

Gretchen

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Hi Kimmy!

Erstmal: Herzlich willkommen bei uns im Forum! :winken:

Das hört sich ja alles nicht so gut an, was du da berichtest! :(

Ein Welpe bedeutet viel Arbeit. Fanjas Welpenzeit ist noch nicht sooo lange her, und ich kann mich noch gut daran erinnern... es ist tatsächlich so, dass man in dieser Zeit nur für den Hund lebt. Natürlich könnt ihr momentan noch nicht zu zweit weg, weil Kimmy noch nicht alleine bleiben kann, müsst immer ein Auge auf sie haben und schlaft schlecht, weil ihr immer ein Ohr bei ihr habt. Und natürlich habt ihr keine Zeit mehr für euch. Aber das ist normal, und das wichtigste: das geht vorbei!

Schau mal, du sprichst vom Shoppen gehen, vom gemeinsamen Freibadbesuch, von Festen... diese Dinge fallen erstmal flach, aber doch nicht für immer! Kimmy wird älter, ruhiger, sie wird lernen, alleine zu bleiben (wenn ihr es ihr langsam beibringt ;) ), und dann habt ihr auch wieder Zeit für euch. Ihr könnt es euch vielleicht gerade nicht vorstellen, weil Welpen naturgemäß ziemlich quirlig sind und nicht so lange am Stück schlafen, aber die Schlafphasen werden immer länger werden und wenn ihr Kimmy richtig auslastet, werdet ihr sie in der Wohnung kaum mehr bemerken! Dann ist das alles, was ihr jetzt vermisst, wieder drin!

Allerdings müsst ihr euch einer Sache immer bewusst sein: ihr habt Verantwortung für diesen Hund übernommen, und der müsst ihr gerecht werden, auch wenn das bedeutet, dass ihr selber mal zurückstecken müsst. Das kann auch später noch vorkommen. Kleines Beispiel: mein Mann und ich sind vor 2 Monaten umgezogen und hatten an unserem neuen Wohnort zuerst nur eine sehr kleine Wohnung mitten in der Stadt. Es war unmöglich, Fanja (die in unserer alten Wohnung locker 5 Stunden alleine geblieben ist, aber das war ja auch ihr Zuhause) dort alleine zu lassen. Dazu kam, dass Fanja die neue Situation sehr zugesetzt hat, weil sie die Stadt und die Enge nicht gewohnt war. Daher habe ich mich entschieden, mit Fanja zu meinen Eltern zu ziehen, bis wir eine größere Wohnung gefunden hatten. Für meinen Mann und mich bedeutete das: mehrere Wochen Wochenendbeziehung. Wir waren natürlich nicht erfreut, aber wussten beide, dass es notwendig ist. So ist es auch bei anderen Dingen: unser Leben ist zwar nicht komplett auf Fanja ausgerichtet, aber wir werden unserer Verantwortung gerecht und sind auch bereit, auf gewisse Dinge zu verzichten. Und wenn wir verzichten, tun wir es gern, weil Fanja uns den Verzicht tausendfach wieder aufwiegt!

Ich kann eure Situation anhand deiner Beiträge sehr schlecht einschätzen. Vielleicht habt ihr nur den "Welpenblues", weil ihr denkt, es gäbe ab jetzt nur noch Kimmy in eurem Leben, und es wird besser, je selbstständiger sie wird. Vielleicht seid ihr aber tatsächlich noch nicht bereit, diese Verantwortung zu übernehmen. Im Endeffekt wird dir die Frage, was es tatsächlich ist, niemand hier im Forum beantworten können. Ich kann dir nur einen Rat geben: hör ganz tief in dich rein, frage dich, woran es liegt, dass du momentan so unglücklich bist und ob du eine Perspektive für euch und Kimmy siehst. Sprich mit deiner Freundin, wie sie dazu steht. Wenn ihr einen Weg für euch und Kimmy seht, dann sucht euch eine Hundeschule, trefft andere Hundeleute, holt euch Hilfe. Wenn nicht, dann sucht für Kimmy einen wirklich guten Platz.

Ich wünsche dir eine gute Entscheidung!

Viele Grüße, Iris

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Tja, ich hab zwar nicht alles gründlich durchgelesen, aber schon ganz oben ist mir wahrscheinlich EIN Grund eures Problems aufgefallen.

Kimmy bekommt zu viel Aufmerksamkeit!

Als Welpe ganz früh von der Mama weg usw - das erweckt in uns Menschen "Muttergefühle".

Er wird betüddelt und verhätschelt, man ist nicht konsequent, weil "ers ja in seinem Leben schon sooo schwer hatte"...

Aber das ist MENSCHLICH!

Nicht das, was ein Hund will.

Ein Hund braucht klare Richtlinien, ein Hund denkt nur Schwarz-weiß!

Da gibt es keine Grauzonen, wo man Verständnis hat, weils ein anderer Hund soo schwer in seinem Leben hatte.

Das ist in seinem Kopf nicht vorgesehen ;)

Kimmy braucht keine 24 Stunden Streicheleinheiten, sie braucht Zeit zum Abschalten!

Und das muss er lernen!

Sie braucht eure Konsequenz, sie braucht Ja und Nein!

Ihr seid in eurer Gefühlswelt Kimmy gegenüber in eurer Menschenwelt gefangen - und das versteht Kimmy nicht!

Holt euch bitte einen erfahrenen Hundetrainer nach hause, der EUCH hilft, aus eurer Gewohnheit auszubrechen, damit ihr Kimmy geben könnt, was sie braucht!

SIE wird es verstehen, aber IHR müsst alles neu lernen und braucht Hilfe.

Dann wird es auch zwischen dir und deiner Freundin klappen - dann wirst du wieder deinen Kopf frei haben, um auch ihr zu geben, was sie braucht ;)

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