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Hundeforum Der Hund
kascha

Starke Bindung oder Kontrollzwang?

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Hallo ihr Lieben :winken:

Schon lange war ich auf der Suche nach einer Hundeschule, habe jedoch nie die passende gefunden - entweder sie war zu weit weg, unseriös, zu teuer, oder die Trainingszeiten ließen sich nicht mit meiner Schule vereinbaren.

Es gibt einfach immernoch Situationen, in denen ich Jenna nicht unter Kontrolle habe. Das größte Problem ist weiterhin, dass sie draußen alles frisst und ich es bis jetzt nicht geschafft habe, ihr das abzugewöhnen.

Die andere Sache ist, dass sie unter Ablenkung nicht, oder zumindest nicht zuverlässig reagiert und gehorcht.

Ich habe schon viel versucht und es ist auch schon besser geworden, jedoch denke ich, gerade da Jenna unser erster Hund ist, ist professionelle Hilfe einfach besser.

Da ich jetzt im Moment mein Abi mache, und bis auf die letzte Prüfung Ende Mai frei habe (bis August, dann fängt die Ausbildung an), habe ich mich in den letzten Wochen intensiv auf die Suche nach einer Hundeschule gemacht.

Letzte Woche habe ich dann endlich eine gute gefunden und so hatten wir gestern unsere erste Schnupperstunde.

Nach der Stunde hatte ich dann noch ein perönliches Beratungsgespräch mit der Trainerin.

Ich erzählte ihr von unseren Tagesabläufen und von Jennas Verhalten. Jenna ist eigentlich, besonders im Moment, 24 Stunden bei mir. Ich erzählte, dass sie mir in der Wohnung auf Schritt und Tritt folgt. Gehe ich ins Bad, kommt sie hinterher, sitzte ich am PC, legt sie sich unter den Schreibtisch. Wenn ich auf der Couch liege, legt sie sich davor. Es gibt eigentlich keine Situation, in der Jenna nicht in meiner Nähe ist.

Das hat mich bis jetzt auch eigentlich nicht gestört, ich habe gar nicht darüber nachgedacht und empfand es als schön, sie immer um mich zu haben.

Dann erzählte ich, dass ich keine anderen Hunde streicheln kann, ohne das Jenna sich dazwischen stellt und den anderen Hund anknurrt, oder auch nach ihm schnappt, wenn er nicht weggeht.

Auch das Jenna nicht mehr mit anderen Leuten spazieren geht, wenn ich nicht dabei bin, erwähnte ich.

Dann kamen wir noch auf ein mittlerweile verfestigtes Ritual von Jenna zu sprechen:

Wenn ich das Haus ohne sie verlasse, macht sie sobald ich an der Tür stehe kehrt, rennt zur Couch und "vergreift" sich an den Kissen.

Die Trainerin meinte, dies sei eine Übersprungshandlung. Jenna würde ihren Frust, dass sie mich in dem Moment nicht mehr kontrollieren kann, an den Kissen auslassen und sich somit abreagieren.

Während wir so redeten, lag Jenna die ganze Zeit vor mir. Die Trainerin machte mich darauf aufmerksam und meinte, dass Jenna auch in diesem Moment versuche, mich zu kontrollieren.

Sie riet mir von nun an dafür zu sorgen, dass Jenna mich nicht mehr überall hin verfolgen kann.

Als erstes sollen wir sie nicht mehr mit ins Badezimmer lassen und unter dem Schreibtisch darf sie auch nicht mehr liegen, solange ich am PC bin.

Für sie ist der Fall eindeutig: Jenna kontrolliert mich überall, sie hält sich für den Chef.

Ich erzählte ihr dann, das es draußen ganz anders aussieht. Hier beachtet sie mich kaum, geht eher ihre eigenen Wege und interessiert sich mehr für die Umwelt.

Wenn sie zum Beispiel ins Buddeln vertieft ist, kann ich machen was ich will - dann bin ich abgemeldet. Auch verstecken bringt mittlerweile nichts mehr. Am Anfang geriet sie noch in Panik wenn ich auf einmal nicht mehr auf dem Weg stand.

Mittlerweile schaut sie während des Buddelns noch nicht mal mehr auf, sie merkt also gar nicht, dass ich nicht auf sie warte.

Diese Schilderung bestärkte die Trainerin in ihrer Meinung. Sie meint, Jenna ist sich einfach meiner sicher, sie weiß, dass ich da bin und hält sich für den Rudelführer. Laut Trainierin haben wir keine feste Bindung, denn sonst, würde sie auch draußen auf mich achten.

Bis zu dem Zeitpunkt klang alles in meinen Ohren eigentlich logisch und vieles ergab auch auf einmal einen Sinn.

Aber das wir keine feste Bindung haben? Wie gesagt, ich habe vorher nie über Kontrollzwang oder ähnliches nachgedacht.

Ich dachte, sie will einfach immer bei mir sein und vertraut mir, dass ich auch draußen da bin.

Ich habe einfach Angst jetzt etwas kaputt zu machen, was wir uns in den letzten 1,5 Jahren aufgebaut haben.

Nächsten Dienstag haben wir eine Einzelstunde, wo sie sich alles nochmal genauer anschauen wird. Bis dahin werde ich also erstmal ihre Tipps befolgen.

Vielleicht will ich auch nur nicht wahrhaben, dass Jenna meint, die Kontrolle zu haben und das ich somit alles falsch gemacht hätte.. :(

Tut mir Leid, dass es so ein Roman geworden ist und danke an Euch, wenn ihr bis hierhin durchgehalten habt ;)

Liebe Grüße,

dani ( die gerade ohne Jenna am Schreibtisch sitzt)

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Ich seh das auch so, wie die Trainerin in deiner Hundeschule.

Aber du brauchst dir keine Vorwürfe zu machen ;)

Wir machen doch alle Fehler :kuss:

Ihr lernt das schon, wie es besser geht.

Das Wichtigste ist ja, dass du den Willen hast etwas zu ändern und an euch glaubst!

Jenna muss jetzt lernen geführt zu werden und nicht mehr selber zu führen.

Da ist deine Konsequenz das Wichtigste.

Gib euch Zeit umzulernen.

Keiner wird von heut auf morgen perfekt ;)

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Hallo Kascha :winken:

Für mich klingt das ganz plausibel was die Trainerin gesagt hat, mein Rat ist halte Dich ruhig daran.

Bindung äußert sich unter anderem auch darin, das der Hund draußen öfter mal schaut wo Herrchen oder Frauchen ist, daran solltest Du vielleicht auch arbeiten ;) .

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Na ja, dann bin ich wohl zumindest an eine gute Hundeschule geraten ;)

Die nächste Zeit wird bestimmt hart, für Jenna und vor allem für uns, aber ich denke auch, es muss sein..

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Kuckucks,

Yuma ist auch einer , den ich immer für anhänglich gehalten habe. :Oo Und natürlich fand ich es auch schön , ihn immer in meiner Nähe zu haben. Und zwar wirklich immer.

Wo ich bin , ist auch er.

Anita hat mir im Februar klar gemacht, daß er die ganze Zeit meint, er müßte auf mich aufpassen und die Verantwortung tragen - und es geht ihm schlecht dabei - eine große und schwere Bürde für einen Hund , das hat echt keiner verdient.

Nun habe ich ihm einen Teil davon abgenommen - ich bin noch lange nicht da , wo ich hinwill. Und auf einmal kann er auch liegen bleiben, wenn ich den Raum verlasse.

Und was noch wichtig ist : wenn ich ihn explizit ablege und weg gehe , muß er auch da bleiben - folgt er mir trotzdem, hat das nichts mehr mit Treue oder Anhänglichkeit zu tun.

Es ist - leider - der große Stinkefinger. Das äußert sich dann draussen darin, daß er frei macht , was er will - wenn ich ihn rufe , zwar in meiner Richtung kommt , aber wieder abdreht.

Und spätestens hier wird klar : So dolle ist es dann doch nicht mit unserer Bindung - wenn ein doofer stinkender Traktor interessanter ist als ich, hab ich ganz klar was falsch gemacht.

Also willkommen im Club derer , die den roten Faden ahnen und sich aufmachen auf den Weg in ein besseres Hundeleben !!

Grüsslis

Martina mit Cleo & Yuma

Ich denke mal , Du fährst gut mit den Tipps.

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Huhu Dani,

ich würde auch raten, auf die Trainerin zu hören. :)

Sammy war auch so ein Klebstoff-Hund.

Nachdem ich ihn immer und immer wieder auf seine Decke geschickt habe, wenn ich z.B. mal auf die Toilette wollte, hat sich das gelegt.

Auch draussen hat er auf einmal viiiiiiiiel mehr auf mich geachtet :)

Ist nicht mehr nur seiner Nase gefolgt, so nach dem Motto: Joar, die Olle wird schon darauf achten, dass SIE MICH nicht verliert :Oo

Das ist jetzt schon über ein Jahr her und nun kommt Sammy immer mal wieder ran, stupst mich mit der Nase an, oder sucht Blickkontakt usw. :)

Aber auch wenn er einige Meter entfernt ist, achtet er darauf, dass ich nicht plötzlich die Richtung wechsel - ja, ich kann gaaaaaanz gemein sein :D

Ich bin übrigens auch Mitglied im Club, den Martina erwähnte ;)

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Hallo Dani,

ich bin zwar ganz bestimmt keine Expertin aber für mich hört sich das was Deine Trainerin sagt auch sehr plausibel an. Und ich glaube auch nicht, das Du durch die empfohlenen Massnahmen irgend etwas "kaputt machst"! Indem Du Deiner Süssen den ein oder anderen Raum verwehrst schliesst Du sie ja nicht völlig aus Deinem Leben aus! Bei uns ist es auch so, das Mexx z.B. nicht in die Bäder/Toiletten, nicht in die Küche und nicht ins Kinderzimmer der zwei Kleinsten rein darf. Er hat das recht schnell gelernt und akzeptiert (auch die Küche..das ist nämlich relativ neu.. da durfte er bis vor Kurzem immer rein, aber mir wurde das zu gefährlich, nachdem ich mal fast mit einer heissen Pfanne in der Hand über ihn gestolpert wäre.. aber auch das hat er akzeptiert).

Also keine Sorge! Versuche Dein Glück aber lass Dir bzw. Euch auch genügend Zeit dabei. Ist ja doch eine Umstellung (für Euch Beide!) Ihr bekommt das schon wieder hin - und erst Recht mit kompetenter Unterstützung durch die Trainerin :)

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Hallo Kascha,

ich denke Du hast wirklich Glück mit Deiner Trainerin ....... :)

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Wie gesagt, mir wurde einiges durch die Worte der Trainerin klar und so wird sich vielleicht auch das "Allesfresser-Problem" beseitigen lassen.

Wenn sie mich als Rudelführer ansieht, wird sie ja wohl das Gefundene früher oder später hergeben und es nicht gierig herunterschlingen. Klar, das hat wohl auch was mit Grundgehorsam zu tun, aber den kann es ja - zumindest ausgeprägt - auch nicht geben, wenn sie das Kommando hat..

Ich bin jedenfalls echt froh, dass ich an diese Hundeschule und vor allem an diese tolle Trainerin geraten bin!

Und auch auf euch ist wie immer Verlass, schön das ihr da seid! =)

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Hallo Kascha,

ich denke Du hast wirklich Glück mit Deiner Trainerin ....... :)

Hihi, du sagst es, Katja! Bin auch super froh darüber!

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