Jump to content

Schön, dass Du hier bist! 

Erstelle in wenigen Sekunden ein Benutzerkonto oder logge Dich noch einfacher mit Deinem Facebook oder Google account ein. 

➡️  Konto erstellen | Login

Hundeforum Der Hund
kascha

Starke Bindung oder Kontrollzwang?

Empfohlene Beiträge

Hallo ihr Lieben :winken:

Schon lange war ich auf der Suche nach einer Hundeschule, habe jedoch nie die passende gefunden - entweder sie war zu weit weg, unseriös, zu teuer, oder die Trainingszeiten ließen sich nicht mit meiner Schule vereinbaren.

Es gibt einfach immernoch Situationen, in denen ich Jenna nicht unter Kontrolle habe. Das größte Problem ist weiterhin, dass sie draußen alles frisst und ich es bis jetzt nicht geschafft habe, ihr das abzugewöhnen.

Die andere Sache ist, dass sie unter Ablenkung nicht, oder zumindest nicht zuverlässig reagiert und gehorcht.

Ich habe schon viel versucht und es ist auch schon besser geworden, jedoch denke ich, gerade da Jenna unser erster Hund ist, ist professionelle Hilfe einfach besser.

Da ich jetzt im Moment mein Abi mache, und bis auf die letzte Prüfung Ende Mai frei habe (bis August, dann fängt die Ausbildung an), habe ich mich in den letzten Wochen intensiv auf die Suche nach einer Hundeschule gemacht.

Letzte Woche habe ich dann endlich eine gute gefunden und so hatten wir gestern unsere erste Schnupperstunde.

Nach der Stunde hatte ich dann noch ein perönliches Beratungsgespräch mit der Trainerin.

Ich erzählte ihr von unseren Tagesabläufen und von Jennas Verhalten. Jenna ist eigentlich, besonders im Moment, 24 Stunden bei mir. Ich erzählte, dass sie mir in der Wohnung auf Schritt und Tritt folgt. Gehe ich ins Bad, kommt sie hinterher, sitzte ich am PC, legt sie sich unter den Schreibtisch. Wenn ich auf der Couch liege, legt sie sich davor. Es gibt eigentlich keine Situation, in der Jenna nicht in meiner Nähe ist.

Das hat mich bis jetzt auch eigentlich nicht gestört, ich habe gar nicht darüber nachgedacht und empfand es als schön, sie immer um mich zu haben.

Dann erzählte ich, dass ich keine anderen Hunde streicheln kann, ohne das Jenna sich dazwischen stellt und den anderen Hund anknurrt, oder auch nach ihm schnappt, wenn er nicht weggeht.

Auch das Jenna nicht mehr mit anderen Leuten spazieren geht, wenn ich nicht dabei bin, erwähnte ich.

Dann kamen wir noch auf ein mittlerweile verfestigtes Ritual von Jenna zu sprechen:

Wenn ich das Haus ohne sie verlasse, macht sie sobald ich an der Tür stehe kehrt, rennt zur Couch und "vergreift" sich an den Kissen.

Die Trainerin meinte, dies sei eine Übersprungshandlung. Jenna würde ihren Frust, dass sie mich in dem Moment nicht mehr kontrollieren kann, an den Kissen auslassen und sich somit abreagieren.

Während wir so redeten, lag Jenna die ganze Zeit vor mir. Die Trainerin machte mich darauf aufmerksam und meinte, dass Jenna auch in diesem Moment versuche, mich zu kontrollieren.

Sie riet mir von nun an dafür zu sorgen, dass Jenna mich nicht mehr überall hin verfolgen kann.

Als erstes sollen wir sie nicht mehr mit ins Badezimmer lassen und unter dem Schreibtisch darf sie auch nicht mehr liegen, solange ich am PC bin.

Für sie ist der Fall eindeutig: Jenna kontrolliert mich überall, sie hält sich für den Chef.

Ich erzählte ihr dann, das es draußen ganz anders aussieht. Hier beachtet sie mich kaum, geht eher ihre eigenen Wege und interessiert sich mehr für die Umwelt.

Wenn sie zum Beispiel ins Buddeln vertieft ist, kann ich machen was ich will - dann bin ich abgemeldet. Auch verstecken bringt mittlerweile nichts mehr. Am Anfang geriet sie noch in Panik wenn ich auf einmal nicht mehr auf dem Weg stand.

Mittlerweile schaut sie während des Buddelns noch nicht mal mehr auf, sie merkt also gar nicht, dass ich nicht auf sie warte.

Diese Schilderung bestärkte die Trainerin in ihrer Meinung. Sie meint, Jenna ist sich einfach meiner sicher, sie weiß, dass ich da bin und hält sich für den Rudelführer. Laut Trainierin haben wir keine feste Bindung, denn sonst, würde sie auch draußen auf mich achten.

Bis zu dem Zeitpunkt klang alles in meinen Ohren eigentlich logisch und vieles ergab auch auf einmal einen Sinn.

Aber das wir keine feste Bindung haben? Wie gesagt, ich habe vorher nie über Kontrollzwang oder ähnliches nachgedacht.

Ich dachte, sie will einfach immer bei mir sein und vertraut mir, dass ich auch draußen da bin.

Ich habe einfach Angst jetzt etwas kaputt zu machen, was wir uns in den letzten 1,5 Jahren aufgebaut haben.

Nächsten Dienstag haben wir eine Einzelstunde, wo sie sich alles nochmal genauer anschauen wird. Bis dahin werde ich also erstmal ihre Tipps befolgen.

Vielleicht will ich auch nur nicht wahrhaben, dass Jenna meint, die Kontrolle zu haben und das ich somit alles falsch gemacht hätte.. :(

Tut mir Leid, dass es so ein Roman geworden ist und danke an Euch, wenn ihr bis hierhin durchgehalten habt ;)

Liebe Grüße,

dani ( die gerade ohne Jenna am Schreibtisch sitzt)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Ich seh das auch so, wie die Trainerin in deiner Hundeschule.

Aber du brauchst dir keine Vorwürfe zu machen ;)

Wir machen doch alle Fehler :kuss:

Ihr lernt das schon, wie es besser geht.

Das Wichtigste ist ja, dass du den Willen hast etwas zu ändern und an euch glaubst!

Jenna muss jetzt lernen geführt zu werden und nicht mehr selber zu führen.

Da ist deine Konsequenz das Wichtigste.

Gib euch Zeit umzulernen.

Keiner wird von heut auf morgen perfekt ;)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Hallo Kascha :winken:

Für mich klingt das ganz plausibel was die Trainerin gesagt hat, mein Rat ist halte Dich ruhig daran.

Bindung äußert sich unter anderem auch darin, das der Hund draußen öfter mal schaut wo Herrchen oder Frauchen ist, daran solltest Du vielleicht auch arbeiten ;) .

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Na ja, dann bin ich wohl zumindest an eine gute Hundeschule geraten ;)

Die nächste Zeit wird bestimmt hart, für Jenna und vor allem für uns, aber ich denke auch, es muss sein..

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Kuckucks,

Yuma ist auch einer , den ich immer für anhänglich gehalten habe. :Oo Und natürlich fand ich es auch schön , ihn immer in meiner Nähe zu haben. Und zwar wirklich immer.

Wo ich bin , ist auch er.

Anita hat mir im Februar klar gemacht, daß er die ganze Zeit meint, er müßte auf mich aufpassen und die Verantwortung tragen - und es geht ihm schlecht dabei - eine große und schwere Bürde für einen Hund , das hat echt keiner verdient.

Nun habe ich ihm einen Teil davon abgenommen - ich bin noch lange nicht da , wo ich hinwill. Und auf einmal kann er auch liegen bleiben, wenn ich den Raum verlasse.

Und was noch wichtig ist : wenn ich ihn explizit ablege und weg gehe , muß er auch da bleiben - folgt er mir trotzdem, hat das nichts mehr mit Treue oder Anhänglichkeit zu tun.

Es ist - leider - der große Stinkefinger. Das äußert sich dann draussen darin, daß er frei macht , was er will - wenn ich ihn rufe , zwar in meiner Richtung kommt , aber wieder abdreht.

Und spätestens hier wird klar : So dolle ist es dann doch nicht mit unserer Bindung - wenn ein doofer stinkender Traktor interessanter ist als ich, hab ich ganz klar was falsch gemacht.

Also willkommen im Club derer , die den roten Faden ahnen und sich aufmachen auf den Weg in ein besseres Hundeleben !!

Grüsslis

Martina mit Cleo & Yuma

Ich denke mal , Du fährst gut mit den Tipps.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Huhu Dani,

ich würde auch raten, auf die Trainerin zu hören. :)

Sammy war auch so ein Klebstoff-Hund.

Nachdem ich ihn immer und immer wieder auf seine Decke geschickt habe, wenn ich z.B. mal auf die Toilette wollte, hat sich das gelegt.

Auch draussen hat er auf einmal viiiiiiiiel mehr auf mich geachtet :)

Ist nicht mehr nur seiner Nase gefolgt, so nach dem Motto: Joar, die Olle wird schon darauf achten, dass SIE MICH nicht verliert :Oo

Das ist jetzt schon über ein Jahr her und nun kommt Sammy immer mal wieder ran, stupst mich mit der Nase an, oder sucht Blickkontakt usw. :)

Aber auch wenn er einige Meter entfernt ist, achtet er darauf, dass ich nicht plötzlich die Richtung wechsel - ja, ich kann gaaaaaanz gemein sein :D

Ich bin übrigens auch Mitglied im Club, den Martina erwähnte ;)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Hallo Dani,

ich bin zwar ganz bestimmt keine Expertin aber für mich hört sich das was Deine Trainerin sagt auch sehr plausibel an. Und ich glaube auch nicht, das Du durch die empfohlenen Massnahmen irgend etwas "kaputt machst"! Indem Du Deiner Süssen den ein oder anderen Raum verwehrst schliesst Du sie ja nicht völlig aus Deinem Leben aus! Bei uns ist es auch so, das Mexx z.B. nicht in die Bäder/Toiletten, nicht in die Küche und nicht ins Kinderzimmer der zwei Kleinsten rein darf. Er hat das recht schnell gelernt und akzeptiert (auch die Küche..das ist nämlich relativ neu.. da durfte er bis vor Kurzem immer rein, aber mir wurde das zu gefährlich, nachdem ich mal fast mit einer heissen Pfanne in der Hand über ihn gestolpert wäre.. aber auch das hat er akzeptiert).

Also keine Sorge! Versuche Dein Glück aber lass Dir bzw. Euch auch genügend Zeit dabei. Ist ja doch eine Umstellung (für Euch Beide!) Ihr bekommt das schon wieder hin - und erst Recht mit kompetenter Unterstützung durch die Trainerin :)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Hallo Kascha,

ich denke Du hast wirklich Glück mit Deiner Trainerin ....... :)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Wie gesagt, mir wurde einiges durch die Worte der Trainerin klar und so wird sich vielleicht auch das "Allesfresser-Problem" beseitigen lassen.

Wenn sie mich als Rudelführer ansieht, wird sie ja wohl das Gefundene früher oder später hergeben und es nicht gierig herunterschlingen. Klar, das hat wohl auch was mit Grundgehorsam zu tun, aber den kann es ja - zumindest ausgeprägt - auch nicht geben, wenn sie das Kommando hat..

Ich bin jedenfalls echt froh, dass ich an diese Hundeschule und vor allem an diese tolle Trainerin geraten bin!

Und auch auf euch ist wie immer Verlass, schön das ihr da seid! =)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Hallo Kascha,

ich denke Du hast wirklich Glück mit Deiner Trainerin ....... :)

Hihi, du sagst es, Katja! Bin auch super froh darüber!

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

  • Das könnte Dich auch interessieren

    • Kontrollzwang oder Verlustangst

      In einem anderen Thema kam eine Diskussion auf, ob es Verlustangst oder Kontrollzwang ist, wenn ein Hund ständig hinter seiner Bezugsperson herläuft.   Ich denke, das ist ein eigenes Thema wert.

      in Hundeerziehung & Probleme

    • Keine Bindung-was mache ich falsch?!?

      Hallo zusammen! Ich habe einen Rüden, gute 9 Monate alt, der sich überhaupt nicht für mich interessiert!!! (Draußen). Seitdem er nicht auf meinen Ruf kommt ( als er ca 5 Monate alt war) ist Schleppleine angesagt. Wir haben den Rückruf dann mithilfe einer Pfeife geübt, es hat auch sehr gut geklappt. Allerdings nur bis zum Punkt, dass ich ihn unerwartet abrufen konnte als er einfach rumlief (ohne zu schnüffeln etc.). Nun, seit ca. Einem Monat kommt er gar nicht mehr (gerne). Wenn, dann nur nach meiner Korrektur und dann bleibt er 1 Meter vor mir sitzen, obwohl ich ihn noch nie (!) nach dem Pfiff angeleint etc. Habe. Ich wollte es erst festigen. Ich habe extra Leberwurst gekauft, für die er normalerweise töten würde. Bringt nix, wer hätte es gedacht? Ich habe von einer Bekannten den Tipp bekommen, es läge an unserer nicht vorhandenen Bindung. Und ich denke, sie hat recht. Dabei ist mir das so wichtig und ich habe es immer versucht mit ihm. Ich habe gespielt, mit ihm viele seiner Ängste überwunden, ihm Sicherheit gegeben und gezeigt, dass es bei mir am schönsten ist. Aber er findet immer alles andere interessanter. Blickkontakt von selbst (also draußen) ist ein Traum, der mir vielleicht gerade mal jeden 2. Tag begegnet. Generell ist er sehr vorsichtig und total sensibel, und erkennt meine Stimmung sofort. Aber nicht mal mehr bei guter Laune kommt er. Oder liegt es vielleicht einfach nur an der Pubertät? Und was kann ich zusätzlich noch für die Bindung tun?!? Danke im Voraus. LG

      in Hundeerziehung & Probleme

    • Verlustangst oder doch Kontrollzwang?

      Hallo zusammen.   Hier gibt es wahrscheinlich schon sehr viele Threads zu diesem Thema. Aber es ist ja auch bei jedem anders. Ich bin mir bei meinem hund einfach echt unsicher und ich weiß auch echt nicht mehr was ich da ändern kann. Bzw. Hab ichdas Gefühl, dass nichts hilft...      Also erst mal zu uns.  Ich habe seit März einen Malinois der im September zwei Jahre wird. Er ist recht sensibel und im kopf auch noch recht babyhaft. Ich habe ihn durch nen bekannten bekommen, weil er ihm zu lieb war. (Er ist halt nicht für den Schutzdienst geeignet) er war auch mal ein zwingerhund und ich weiß nicht, in wie weit er da gequält worde oder ähnliches um zu schauen wie er im Schutzdienst ist oder ihn halt dazu zu bringen.  Jetzt ist er bei mir und er hat eine sehr starke Bindung zu mir. Draußen leider nicht ganz so extrem wie ich es gerne hätte, aber er läuft mir nicht weg. (Außer er sieht andere Hunde, dann ist er garnicht abrufbar und will spielen. Würde aber nie mit der person mit gehen der der andere hund gehört. Iwann sucht er mich) auch wenn er mit schnüffeln beschäftigt ist (ja unkastrierter Rüde) reagiert er kaum. Verstecke ich mich dann sucht er mich aber doch und freut sich riesig wenn er mich sieht. Ja er springt dann auch an mir hoch.  Das ist etwas nervig aber lässt sich ja trainieren.    Zu hause ist er aber anders. Er läuft mir andauernd hinterher und kann nicht alleine bleiben. (Er maßregelt mich dabei aber nicht) er kann aber sehr wohl in einem anderen Raum sein wenn er Lust hat. Wenn ich im bad bin tut er immer so als würde die katze ihn angreifen  (letztens hatte sie genau da gesessen wo sie saß bevor ich ins bad bin, also hat er nur so getan) oder winselt ein wenig. Das legt sich aber auch nach ner Zeit.  Er lässt sich auch wegschicken. Habe ihm sogar eine Box geholt in der Hoffnung, dass er sich da wohl fühlt und zur ruhe kommt. Das klappt teilweise auch sehr gut. Aber sobald ich raus gehen will oder ich mich anziehe will er aus der box raus und winselt. Er rückt mir sonst auch mega auf die Pelle und will immer gestreichelt werden oder sonst wie Aufmerksamkeit. Trotz allem konnte er ganz langsam ab und an alleine bleiben. Es wurde auch besser. Bis ich nach Frankreich gefahren bin im Juli und er bei meinem Vater bleiben musste. Dort ist er ihm direkt am ersten Tag abgehauen und war vier Tage lang draußen unterwegs  (kaum war ich wieder in Deutschland wurde er wieder eingefangen) ich habe ihn dann noch einen Tag bei meinem Vater gelassen, weil er sehr schwach war und ich in der dritten Etage wohne und auch mal gerne ohne Hund einkaufen fahren wollte. Seit dem kann ich nicht mal mehr Wäsche auf oder abhängen auf dem Speicher ohne das er durchdreht. (Ich will die Nachbarn aber auch nicht zu sehr verärgern, weshalb ich ihn nicht einfach winseln lasse)    Im Auto kann ich ihn übrigens sehr gut alleine lassen.. am besten wenn noch ne decke über seiner Box ist. (Leider ist das aber auf Grund der außentemperaturen nicht immer möglich und es gibt zu viele Passanten die direkt Panik bekommen wenn sie einen Hund im Auto sehen, der evtl. Ein ganz kleines bisschen hechelt.(keine sorge ich passe schon auf, dass er nicht bei 30° + im Auto sitzt))  Auf der Arbeit muss er auch oft im Auto sitzen  (offen natürlich) das klappt auch sehr gut, es sei denn ich habe mich am tag Davor zu viel mit ihm beschäftigt, dann versucht er auch durch winseln und randale da raus zu kommen. Da er sich in der Box aber sicher fühlt hab ich halt auch eine für zu Hause geholt...   Jedoch klappt das nicht ganz so gut wie gehofft und ich habe sehr schnell  ein schlechtes Gewissen ihn zu vernachlässigen. Wobei er ja den ganzen Tag bei mir ist und ich eher alles andere vernachlässige als ihn.      (Sorry für die Fehler bin am handy und da ist schreiben bekanntermaßen scheiße )

      in Hundeerziehung & Probleme

    • Bindung zum Hund

      Die Überschrift sagt's ja eigentlich schon aus. Ich hab mich mit dem Thema in letzter Zeit intensiv auseinandergesetzt, weil man ja beim ersten eigenen Hund alles richtig machen will  (
      Grund der Thread - Eröffnung ist eine Diskussion, die ich mit einem HH hatte. Der hat seit einiger Zeit seinen ersten Hund, einen Spaniel aus jagdlicher Zucht. Ich habe den Hund nun häufiger mal am Campus gesehen, kennengelernt und auch erlebt. Es ist ein lieber Rüde, der auf mich ein bisschen orientierungslos und unsicher wirkt. Manchmal habe ich den Eindruck, dass der Hund nicht versteht, was das andere Ende der Leine von ihm will. Wenn der Ton des HH streng oder etwas negativ und leicht laut wird, kugelt sich der Kleine unterwürfig auf dem Boden. Mein Eindruck war, dass die Kommunikation irgendwie nicht so gut funktioniert und auch, dass der Hund sich nicht wirklich am HH orientiert. Es ist fast so, als wenn er gar nicht wüsste, wo er hingehört. Zumindest ist das der Eindruck, den ich immer mehr bekomme, wenn ich ihm und dem HH begegne. Kurz gesagt: Ich hab das Gefühl, dass der Hund keine sonderlich enge Bindung zu seinem HH hat.
      Mit Blick darauf, dass wir ja auch bald das Abenteuer Welpe wagen wollen, kam mir dann die Frage in den Kopf, wie es wohl bei uns laufen wird...

      Ich denke schon, dass es zwischen Mensch und Hund eine Bindung geben kann, vorausgesetzt, dass die Kommunikation funktioniert und man sich auf die Eigenarten seines Hundes einlässt. Ich habe sonst nur Menschen in meinem näheren Umfeld, die ungemein harmonisch mit ihren Hunden sind. Man sieht geradezu, dass es zwischen Hund und Herrchen / Frauchen gut läuft.  Es gibt ja auch die Ansicht, dass es so etwas wie Bindung zwischen Hund und Mensch gar nicht gäbe. Das sehe ich kritisch und mir sind auch keine Belege bekannt, die diese Theorie belegen könnten. Wie sehr ihr das? Meint ihr, dass es so etwas wie "Bindung zum Hund" gibt und wenn ja, ab welchem Alter kann man bei einem Welpen wohl davon ausgehen, dass man es geschafft hat eine Bindung zum Hund aufzubauen? 

      Würde mich einfach mal interessieren wie die Forumsgemeinde das so sieht.

      Viele Grüße
      JE

      in Körpersprache & Kommunikation

    • Restfamilie motivieren/ Bindung erweitern

      So unverbreitet ist die Problematik hoffentlich nicht, vielleicht gab es ja auch bei euch Familienmitglieder oder Mitbewohner, die sich da schwertaten. Eigentlich wird das auch gerade besser, aber ein paar gute Tips sind bestimmt hilfreich. Momentan ist sie sehr an mir orientiert (und bald Junghund). Gefreut hatten sich hier alle auf den Hund, war etwas schwierig alle Hundewünsche zu vereinbaren, haben wir aber hingekriegt, wobei ich irgendwann Hauptmotor in eine Richtung war (was mir bei Gelegenheit gerne vorgeworfen wird). Ich arbeite zuhause , bin also am meisten da, die anderen vor und nach der Schule, bzw. Arbeit,  mein Mitbewohner beschäftigt sich auch gerne. Vorgesehen war, daß sich jeder einbringt, Gassigänge mit Erwachsenen und Kind, Spielen im Garten abwechselnd mit allen, Hundesport mit möglichst allen etc.   Naja, momentan läuft das fast alles über mich. Und das ist schade, sie soll ja auch mit Anderen Spaß haben und umgekehrt - das klappt zwischendurch auch mal und ist eher eine Sache von Menschenpädagogik als von Hundeerziehung, allzuoft endet es aber damit, daß sie mich sucht/fiept oder überdreht. und darauf kommt dann entweder Beleidigtheit "dich mag sie sowieso viel bla" oder irgendwelche Unheilsprophezeihungen " die beißt mir noch bla". Mit mehr ungestörten Ruhezeiten klappt das mittlerweile auch mit dem weniger Überdrehen, erschwert halt das Timing mit den anderen. Anfangs haben sie sich einfach ausgeklinkt und wütend herumgestampft wegen der doch hartnäckigen fangbetonten () Spielweise, was  natürlich nur noch mehr anfeuerte. Nach diversen Mißerfolegn glaubt mein Freund (mein Kind sowieso) dann doch lieber meinen Methoden als denen seiner Rudelführer-Arbeitskollegen . Da kamen auch so Sachen wie im "Körpervollschutz"mit Handschuhen wild angreifen und herumfuchteln und sich danach beschweren, daß der Hund nach Kleidung und Gliedmaßen schnappt (ohne Körpervollschutz...). Den Spaß habe ich ihm verdorben und Beiß-/Zergel- Spielzeug in die Hände gedrückt. Also- wirklich den Spaß verdorben "dann mach du doch, ist ja eh dein bla".   Gassi ist bei ihr eh unbeliebt wegen der Kälte, Umwelt wurde zwar schon schöngefüttert - eigentlich reißen es eh nur spielfreudige Hundebegegnungen raus, aber davon gibt es hier wenige. Meist sind es genervte Althunde oder welche, deren Halter keinen Kontakt wünschen. (Auf dem Gartengelände ist sie sehr gerne und spielt auch gerne) Also nehme ich, wenn es hell ist Leckerlies, versuche Hunde abzupassen, versuch so schnell wie möglich in Freilaufzonen zu kommen, übe Rückruf etc. Auf diese Gassigänge hat sich mein Freund aber ganz besonders gefreut...  um 21.00 bzw. 6.30 (kalt dunkel, kaum einer unterwegs) Rausschleifen ohne Leckerlies ("Jeder Hund will Gassigehen etc.) war dann nicht so der bringer, ist fast nicht gelaufen, einmal ist sie ihm auch abgehauen. Und hat angefangen, das Geschirr zu meiden...Läßt er mittlerweile. Habe ich auch rumgenörgelt.Kann man mir auch auf jeden Fall vorwerfen, das Nörgeln (machen sie auch....) Kind hat wenig Ausdauer , mit dem Hund zu spielen und dazu kommt das Timing mit den Ruhezeiten und daß sie zu wild wird, weil er entweder das Spielzeug vergißt oder beiläufig abwehrt, was sich dann hochschaukelt. Da braucht es einfach packende Spielideen, weil er zu schnell demotiviert ist, wenn der Hund anfängt, mich zu suchen, auf mich zu warten  oder im Spielwahn zuviele Zähne einsetztetc. Mit dem Mitbewohner läuft es ähnlich, der streut manchmal ein paar Übungen ein mit Leckerlies, mit ihm alleine geht sie aber auch nicht gerne hinaus.   Sonst läuft es gut, stubenrein ist sie, anderen Hunden begenet sie vorsichtig, freut sich dann aber total (über Leute und Kinder auch, da ist die Scheue geringer), Beißhemmung kriegt sie langsam einGefühl, Rückruf klappt in den allermeisten Fällen, Sitz auch, "Nein" versteht sie, auch im Zusammenhang mit "Tauschen", "Stop" meist, "Alles gut" meist etc. ein paar Sachen wie "Fuß" in Ansätzen ohne, Sachen wie Platz mit Leckerlie Belohnung. Freilauf ohne Straße klappt gut. Das macht sie alles gerne, mit Futter kriegt man sie leicht überredet. Super betteln kann sie auch! Zergeln ist ihr Ding, mit Bällen spielt sie nicht so gerne. Suchen(Futter!) und Reizangel sind auch super.   Also abgesehen davon, daß ich den Leuten gegenüber weniger nörgle, mit was kann man wie verteilt (Bindung verteilt sich ja gerne in bestimmte Beschäftigung mit bestimmten Personen) motivieren, insbesondere Kind, Hund, Partner? Buchempfehlungen? Erfahrungen? Dann muß ich nur sehen, daß das nicht wieder zu fremdbestimmt ankommt. Denn: Alle haben sie auch sehr lieb und alle Zurückgesetztheit löst sich auf, wenn sie sich auch mal zu ihnen kuschelt.

      in Junghunde


×

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie zu, dass wir Cookies verwenden, um unser Angebot zu personalisieren. Mehr erfahren.